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Das Ende des Systems?!

MrMister

Großer Auserwählter
13. April 2003
1.525
Hi,

in den Nachrichten hört man ja immer von den Umfassenden Schulden, die Deutschland und auch die anderen westlichen Staaten wie die USA anhäufen. Haltet ihr es für Möglich, dass die Banken den Regierungen irgendwann einfach mal den Hahn zudrehen oder wird das Schuldenspiel auf unbegrenzte Zeit so weiter gehen wie im Moment? Würden die Banken sich dadurch nicht auch selbst zerstören und die Existensgrundlage nehmen?

Untergehende Grüße,
Mr.Mister
 

hives

Ritter Rosenkreuzer
20. März 2003
2.785
Es wird wie bisher weitergehen - bis letztendlich alle wesentlichen Infrastrukturen, Produktionsmittel, Gewaltautoritäten etc. vollständig der demokratischen Einflussnahme entzogen sind, also privatisiert bzw. liberalisiert wurden, wie man heute so schön sagt...

Dann sind wir endlich wieder die Schulden los, weil es keinen Staat mehr gibt, der sie zu tragen hätte.


*fröhlich singend an die BWL-Fakultät wechsel*


:D


Okay, war nicht der wirklich weiterführende Beitrag an dieser Stelle, hatte aber auch einen verdammt harten Tag heute, man möge mir verzeihen *g*
 
W

Weinberg, Oliver

Gast
:roll:
..Beispiel Argentinien: Wie sieht es da aus?

Die U.S.A. standen auch schon das eine oder andere mal vor
der Zahlungsunfähigkeit (ihrer öffentlich Bediensteten - damit
fängt es dann ja an: Wie reagieren die, wenn es kein Geld
mehr gibt? Gelegenheit für Banken und andere Konzerne,
staatliche Dienstleistungen zu übernehmen? Mh?)
 

MrMister

Großer Auserwählter
13. April 2003
1.525
Gelegenheit für Banken und andere Konzerne,
staatliche Dienstleistungen zu übernehmen? Mh?)

Mhh, gut, die Banken gewinnen immer mehr Macht und Geld, aber die Kernfrage ist: Würden sie z.B. Deutschland den Geldhahn zudrehen und alles den Bach runter gehen lassen? Würde sie das nicht selbst schädigen? Die Banken brauchen doch ein funktionierendes System, in dem sie sich ausbreiten können, mit einer "funktionierenden" Bevölkerung, die auch etwas kauft... Wenn alles hin ist und wir langsam unserer Rechte beraubt sind schafft das wohl ein eher bedrückendes Klima, oder?
 
W

Weinberg, Oliver

Gast
8)
..mein (konspiratives) Denken geht halt dahin, dass eine
Zahlungsunfähigkeit des Staates die Notwendigkeit des
öffentliches Dienstes erst richtig deutlich macht:
-Wer betreut die Kinder, die Alten, die Kranken?
-Wer hält die öffentliche Ordnung aufrecht?
- Wer restauriert Autobahnen, Trinkwassersystheme,
sorgt für Strom und Information darin?

Die Banken werden private Initiativen darin sicher unter-
stützen, weil sie Einfluß auf deren Handeln nehmen können..

Frage (wiederum konspirativ) ist dann: Was wollen die Banken?

(ist doch richtig, dass man Geld nicht essen kann, oder?)
 

Lightning-Angel

Geheimer Sekretär
16. Mai 2002
698
hives schrieb:
Okay, war nicht der wirklich weiterführende Beitrag an dieser Stelle, hatte aber auch einen verdammt harten Tag heute, man möge mir verzeihen *g*

Hey das kenn ich :wink:

Was ich daran nicht verstehe, die Schulden wachsen ja sekündlich in beachtliche höhen :? besteht nicht eigentlich Inflations gefahr? Im endefekt ensteht doch Geld aus dem nichts, das ist daher doch irgendwie unsinnig =)Gibt es eigentlich ein Schuldenfreies Land?

Ich wäre ja für die Radikale lösung :twisted: ich würde die monatliches Ausgaben erstmal Versuchen für eine halbes Jahr zu senken ! Nur das nötigste wird gemacht -> von jedem Staatsbürger (Eltern haften für ihre Kinder 8) ) werden Pro Monat 2-10 € mehr eingezogen ... (wir sind schliesslich nen Staat ein Vok eine Familie :lol: ) das Packt man dann in einen großen Pot und go go go
 

DarkEmperor

Geheimer Meister
4. Juli 2003
126
Ende des Systems?

Hoffentlich bald!! Diese Welt muss endlich fallen, damit wir wieder richtig leben können!

Damit alle Zwänge und Drangsalierungen die uns allen auferlegt sind endlich von uns genommen werden.

Dann kriegen die Mächtigen dieser Welt hoffentlich ihre Quittung und sind weg vom Teller.
 

IMplo

Geheimer Meister
22. August 2003
352
Es wird m.E. so weitergehen, wie bisher.

Irgendwann erlassen sich alle Staaten gegenseitig die Schulden und alles ist wieder gut :) Das klingt banal, aber so ist es eben. Rein theoretisch kann ein Staat auch nicht pleite gehen, denn er besitzt Ressourcen; Menschen, Erde, Wasser , Luft, Steine, was auch immer, wird also immer zahlungsfähig sein, wenn auch in kleineren Beträgen. Ganz davon abgesehen, daß weder Deutschland, USA, Japan oder Frankreich die jeweiligen Schulden zeitnah auch nur annähernd bezahlen könnte. Seit der Abschaffung des Zwanges zur Stellung eines materiellen Gegenwertes für eine Währung (bspw. in Gold) ist der Wert einer Währung im Grunde nur Ansichtssache, nicht etwa eine meßbare Größe.

Prinzip Börse:

Ob ein Unternehmen einen Wert hat, bestimmt nicht die Entwicklung des Kurses...was die Anleger denken, wie der Wert ist / sein wird, DAS bestimmt den Kurs!

Greetz!
IMplo
 

forcemagick

Ritter der Sonne
12. Mai 2002
4.641
ach die schulden die scheinen doch niemanden ernsthaft zu stören.... irgendwie hab ich das unbestimmte gefühl, man könnte sehr schnell sehr viel geld einsparen wenn man wollte indem man einfach die unsinnigen ausgaben unseres dummpfbackenstaates beendet... ja nicht mal das... die könnten all das haben was sie sich so unbedingt leisten wollen... ob das sinn macht oder nicht... sie sollen nur endlich normale marktpreise zahlen ( der staat ist ja wohl der einzige konsument, der zu doof ist irgendwelche vergünstigungen auszuhandeln... alles kostet ein wenig mehr wenns der staat kaufen will.. klar die anbieter probierens halt mal...
nur dass unsere staatsidioten das auch noch mitmachen.. das ist schon arg schändlich...

interessanterweise hat wohl keiner wirklich lust in ländern wie argentinien helfend einzugreifen... solche staaten hat man zur vernichtung freigegeben...

ich weiß nicht warum...

staaten wie deutschland scheinen noch oberhalb einer schwelle zu sein.

ein system, dass für geld und dessen regeln menschen sterben läßt und ganze staaten ins elend gleiten läßt ist unmenschlich und muss beseitigt werden...
 

IMplo

Geheimer Meister
22. August 2003
352
Naja, von mir aus kann der Staat sich ruhig weiterverschulden, denn keiner seiner Gläubiger kann vom einzelnen Bürger des Staates Rückzahlung verlangen.
Ein Aberwitz sind immer die plakativen Äußerungen, wie:

"Jeder Bundesbürger ist mit soundsoviel zigtausend verschuldet"

Da kann ich nur lachen.

Verschuldet ist der Staat als Institution, nicht seine Bürger.
Wäre dies anders, müßte er Vertragspartner und Schuldner sein.

Gäbe es andererseits noch den Zwang zur Deckung einer Währung mit Ressourcen, gäbe es auch diese Verschuldung garnicht....denn es hätte keine Sicherheiten für die aktuell astronomischen Zahlen gegeben!

Greetz!
IMplo
 

MrMister

Großer Auserwählter
13. April 2003
1.525
Gäbe es dieses noch garnicht so lange abgeschaffte System noch (Bretton Wooods war das doch, oder? *grübel*) würde es hier wohl auch anders aussehen, denke ich... Viele westliche Staaten brauchen ja diese Schulden dringend, um ihr Wachstum weiter auszubauen.
 

IMplo

Geheimer Meister
22. August 2003
352
Ja, Mr. Mister, Wachstum auf Pump....mit anderen Worten, auf Kosten der nächsten Generationen...das war nicht nötig, sondern dumm!

Greetz!
IMplo
 

truth-searcher

Vollkommener Meister
17. April 2002
565
@ IMplo

Das mit dem Wert des Geldes (VErgleich zur Börse) hast Du ganz gut erklärt, und damit hat das eigentliche KErnproblem auch ziemlich viel zu tun.

Aber dieser Argumentation kann ich im Ergebnis nicht so ganz zustimmen:

Naja, von mir aus kann der Staat sich ruhig weiterverschulden, denn keiner seiner Gläubiger kann vom einzelnen Bürger des Staates Rückzahlung verlangen.

Auch wenn der einzelne Bürger nicht direkt herangezogen werden kann (DAS wäre ja lustig, alle Bundesdeutschen als Gesamtschuldner i.S.d. BGB. Dann könnten sich die Banken nämlich die solventesten Bürger aussuchen und von denen die Gesamtsumme verlangen. Und plötzlich wären z.B. die Albrecht-Brüder völlig pleite, HAHAHA),
so trifft eine gestiegene Staatsverschuldung über kurz oder lang trotzdem den Bürger, weil ja nicht nur die Schulden irgendwann zurückgezahlt werden müssen (ein Land, das NIE bezahlt, ist natürlich sonst irgendwann aus der Weltwirtschaft ausgeschlossen), sondern der Schuldenberg allein durch die ZINSEN ständig weitersteigt!
Nicht direkt die Gläubigerbanken, aber der Staat selbst kann insofern von jedem Bürger Rückzahlung verlangen, als dass er ja die Steuerbelastung seiner Bürger festlegt und auch entscheidet, wieviel Geld für öffentliche Aufgaben verwendet wird (oder auch NICHT verwendet wird!).

Ein Aberwitz sind immer die plakativen Äußerungen, wie:

"Jeder Bundesbürger ist mit soundsoviel zigtausend verschuldet"

Ja, das ist natürlich absurd, weil es ja nur ein statistischer Mittelwert ist, also Gesamtschulden geteilt durch Bevölkerungsanzahl. In Wahrheit ist die Verteilung natürlich nicht gleich, sondern nach Einkomen gestaffelt. Wer also mehr Geld verdient, zahlt auch einen höheren Anteil an Steuern und trägt somit im Endeffekt mehr Schulden ab.


Da kann ich nur lachen.

Verschuldet ist der Staat als Institution, nicht seine Bürger.
Wäre dies anders, müßte er Vertragspartner und Schuldner sein.

Der Staat ist doch Vertragspartner (eines Kreditvertrags) und Schuldner der Gläubigerbanken!
Und da der Staat das Recht hat, seine Belastungen durch Erhebung von Steuern und andere hoheitliche Massnahmen an seine Bürger weiterzugeben, sind somit im Ergebnis de facto die Bürger verschuldet!
Jeder Bürger wird die Auswirkungen einer zu hohen Verschuldung zwangsläufig in seinem Alltag spüren, sei es durch Stuererhöhungen oder sei es durch Abbau von sozialen Aspekten.

Gäbe es andererseits noch den Zwang zur Deckung einer Währung mit Ressourcen, gäbe es auch diese Verschuldung garnicht....denn es hätte keine Sicherheiten für die aktuell astronomischen Zahlen gegeben!

So, und jetzt bin ich wieder 100% Deiner Meinung!! Genauso sieht es aus!
Deswegen hat man ja damals den US-Dollar vom Gold und jedem anderen festen Gegenwert abgekoppelt: Damit die Geldvermehrung nicht dadurch gestoppt wird, dass es keinen adäquaten realen Gegenwert mehr für die ausgegebenen Noten gibt!
Das hat kurzfristig auch geklappt, aber jetzt bricht gerade alles zusammen.
Teil des Problems (zumindest in Amerika, aber Amerika dominiert natürlich das Weltwirtschafts- und Finanzsystem) ist auch, dass die amerikanische Notenbank (also die Bank, die das Recht hat, Geld zu erschaffen, Banknoten zu drucken oder als virtuelles Geld in die Wirtschaft einzubringen) unglaublicherweise keine staatliche Bank ist (wie zum Beispiel die Bundesbank), sondern einem internationalen Konsortium von Privatbanken gehört !!!
Die können einfach neues Geld per Knopfdruck erschaffen, wenn sie es für nötig halten. Das Problem ist nur, dass bereits jetzt die Schulden der USA höher sind, als das gesamte amerikanische Geldvolumen! Wenn man also jeden amerikanischen Dollar, den es irgendwo auf der Welt gibt, auf einen HAufen zusammentragen würde, könnte man damit immer noch nicht die amerikanischen Schulden bezahlen!!!
Bisher war das nicht so wild, da ja die ganze Welt den US-$ als Welthandelswährung akzeptiert hat, mangels einer echten Alternative. Sollte der Euro den US-$ allerdings in dieser Funktion ablösen, ist es wahrscheinlich, dass internationale Gläubiger Amerikas ihr Vertrauen in den Dollar verlieren und die Begleichung ihrer Schulden fordern, was praktisch zum Bankrott Amerikas führen könnte, und somit wiederum die gesamte Weltwirtschaft in eine Katastrophe stürzen würde.

Oh Mann, kompliziertes Zeug ...

Grüsse,
truth-searcher

Greetz!
IMplo
 

MrMister

Großer Auserwählter
13. April 2003
1.525
Danke für die ausführliche Erklärung, lieber Wahrheitssucher... So oder so ähnlich hatte ich das auch noch im Hinterkopf. Wir halten fest: So gehts nicht weiter! Aber was tun? Ich bezweifel, dass die Bosse einsichtig werden und vor einem großen Crash das System, das ihnen so viele Vorteile bringt, ändern werden... Eigentlich haben wir also gar keinen Einfluss darauf, ob unsere Zivilisation zusammenbricht, wir können es nur noch ein wenig hinausschieben?!...

Na das sind ja rosige Aussichten :evil:
 

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