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Curveball: BND bietet CIA notwendiger Weise Paroli

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Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Powell präsentierte vor dem dem UN-Sicherheitsrat "Beweise", die hauptsächlich aus einer Quelle des BND stammten, aber sich als unzuverlässig erwiesen. Aus der CIA werden Vorwürfe erhoben, dass der BND über die Unzuverlässigkeit der Quelle früher hätte informieren, was jener jedoch offenbar glaubwürdig gemacht hat.
Die Version des Bundesnachrichtendienstes in dem Streit über den zweifelhaften Zeugen scheint zuzutreffen. Denn die "Zeit" hatte schon im vergangenen August berichtet, der BND habe Washington ohne Erfolg vor Powells Uno-Auftritt vor der dubiosen Quelle im Irak gewarnt, die er "nicht rundherum positiv" bewerte.
(...)
David Kay, der frühere Chef-Waffeninspektor der USA im Irak, nannte Powells Auftritt vor der Uno "unehrlich". "Wenn Powell der Uno gesagt hätte: 'Es gibt nur eine Quelle, niemand von uns hat aber mit ihm gesprochen und wir kennen seinen Namen nicht', hätten uns die Leute ausgelacht." Kay hatte schon im vergangenen Jahr das Vorhandensein von Massenvernichtungswaffen im Irak bezweifelt.
Powells Auftritt und die Folgen
Ich glaube, dass wir uns sicher sind, dass dieser Auftritt Powells nicht hätte sein müssen. Was wurden diese Befunde nicht gleich nach ihrer Präsentation angezweifelt. Also, rausreden is' nich'.
 

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Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Union schiesst nach:
Die Bundesregierung ist heftigen Vorwürfen der Opposition entgegen getreten, dass der Bundesnachrichtendienst den USA eine unwahre Information verschafft habe, die als wichtiges Kriegs-Argument diente.
Regierung: BND lieferte nicht Irak-Kriegsgrund Die Vorwürfe erhebt ein sogenannter Friedbert Pflüger (CDU). Wie war denn Pflüger gegenüber dem Irakkrieg eingestellt und wie bewertet er ihn jetzt? War nicht von Anfang klar, dass die Präsentation Powells auf zwei Beinen hinkte?
 

Pfeifenkopf

Geheimer Meister
28. Januar 2004
204
Oh nein, es wird immer absurder!

Friedbert Pflüger, ist das nicht der nette Onkel vom CDU-Bundesvorstand, Mitglied der Atlantik-Brücke und Ehemann der liebreizenden Rüstungslobbyistin Margarita Mathiopoulos?

Hat der nicht Anfang 2003 ein Strategiepapier veröffentlicht um die Kriegsgegner in der CDU auf Linie zu bringen - und zweifelhafte Aussagen der Amis in Internetchats verteidigt?
Lucia: Herr Pflüger machen Sie sich doch nicht lächerlich, jeder seriös informierte Mensch weiß, dass Saddam nichts mit der Terrorwelle Al Kaida zu tun hat.

Friedbert Pflüger: Zunächst einmal ist das eine unbewiesene Behauptung: Wir haben weder für das eine noch das andere einen Beweis. Dass Saddam und Al Kaida unterschiedliche ideologische Konzepte verfolgen, ist klar. Aber sie haben den gleichen Feind: Die westliche Zivilisation, und an der Spitze die USA. Saddam hat gerade in einer öffentlichen Zeremonie die Familien von Selbstmordattentätern palästinensischer Terroristen geehrt und beschenkt. Die Gefahr, dass seine Massenvernichtungswaffen in die Hände von Al Kaida Terroristen kommen, ist groß. Die Verbindung von Terrorismus und Massenvernichtungswaffen ist die zentrale Bedrohung von Frieden und Sicherheit bei uns. Das wird leider total unterschätzt.
http://www.tagesschau.de/aktuell/me...29716_NAV1276318~2029716_REF15604_BAB,00.html
Hmm, und was war im Sommer 2003, als sich auch viele ehemalige Kriegsbefürworter über den Verlauf, die Legitimation und die Ziele des Irak-Krieges etwas kritischere Gedanken zu machen begannen?
Vorbei die Zeiten, in denen Merkel mit schlagzeilenträchtigen USA-Reisen und Leitartikeln in US-Zeitungen der Position Washingtons huldigte. Was die Kriegsfrage betrifft, scheint sich Merkel ein Schweigegelübde auferlegt zu haben. Nichts, rein gar nichts war von ihr in letzter Zeit zu der brisanten Frage zu hören.

Die Parteichefin tut gut daran. Was geschieht, wenn Unionspolitiker lieber reden als schweigen, ist am Beispiel von Friedbert Pflüger zu besichtigen. Als er sich am Dienstag in der Arbeitsgruppe Äußeres über "die Kritik der internationalen Presse" an Wolfowitz beschwerte und forderte, die Union müsse sich hinter den Vize-Verteidigungsminister stellen, erntete er den Spott seiner Kollegen.

Die internationale Meinung sei eben so, sagte CDU-Außenexperte Volker Rühe lapidar. Statt Wolfowitz zu verteidigen, so Rühe, solle Pflüger die Bundesregierung lieber fragen, wie sie zu den Äußerungen des US-Politikers stehe. Der CDU-Abgeordnete Ruprecht Polenz forderte Pflüger auf, auch den demokratischen Senatoren in den USA seine Aufwartung zu machen. "Pflüger stand da wie ein Waisenkind", sagte einer der Teilnehmer.
http://www.aspenberlin.org/mediacoverage.php?iGedminId=8
Tja, der wird schon wissen, wovon er redet...

Telepolis schrieb:
Auch Friedbert Pflüger [...] hat nicht den Hauch eines Zweifels, dass Saddam Hussein zu Beginn des Krieges die Massenvernichtungswaffen besessen hat. Woher er das weiß? Vermutlich liegen ihm geheimdienstliche Informationen vor, die bislang noch nicht enthüllt wurden. Stellt sich nur die Frage, woher der Geheimdienst diese Informationen hat. Ad infinitum.
http://www.heise.de/tp/deutsch/special/irak/14909/1.html
:don:
 

_Dark_

Ritter Rosenkreuzer
4. November 2003
2.666
ja, also diese show finde ich jetzt schon ziemlich armselig.
die §schuld" am krieg auf den bnd zu schieben, ist absolut lächerlich.
die amis hat ja keiner gezwungen, einer quelle zu glauben, und deshalb den krieg anzufangen.
wobei ich eh finde, dass die amis allmählich schon zu ihren wahren motiven stehen könnten und auch mal zugeben könnten, dass sie nicht im irak wegen massenvernichtungswaffen sind.
also den schritt kann ich eigentlich nicht nachvollziehen, das ist eigentlich ami-untypisch, schon allein dehalb, weil sie die deutsch-amerikanischen beziehungn im moment nicht deswegen belasten würden, jetzt, wo schröder sich bei bush entschuldigt hat.
 

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Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Pflüger ist mit einer Rüstungslobbyistin vermählt? Dann könnte sie doch der Welt theoretisch etwas über die Waffenlieferanten des Irak aufklären, sollte man doch annehmen. Besonders wird noch die lange Liste der deutschen Firmen vermisst.
 
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