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5 Stunden sind genug!

User Nr. 1286

Geselle
3. Oktober 2002
25
Das dürfte sicher einige interessieren:

Die Ursache von Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit ist die Überproduktionskrise! Wir haben zuviel hergestellt. Der Markt ist hoffnungslos übersättigt. Und der Witz ist, daß wir in den Bereichen Produktion, Verteilung und Soziales für den heute allgemein üblichen Lebensstandard in der BRD durchschnittlich 5 Stunden Arbeit pro Woche aufwenden müssen.

Das heißt, wir erhalten für unsere Lohnarbeit einen Gegenwert, der unter Gesichtspunkten der Güterwirtschaft in 5 Stunden pro Woche erzeugt werden kann. Der "Rest" der geleisteten Lohnarbeit sind die Gewinne der Kapitaleigner und die Kosten der Institutionen, die für sie den Mehrwertabzug vornehmen und militärisch sichern.

Wie können wir den güterwirtschaftlichen Gegenwert der Lohnarbeit rechnerisch bestimmen?


Ausgehend von den Zahlen im Statistischen Jahresbuch 1988 berechnen wir die Menge der notwendigen Arbeit........

Anm. Mod

Hier gehts weiter: http://www.5-stunden-woche.de/seite8.htm

Bitte keine ganzen Artikel von anderen Sites posten!!

Lazarus
Mehr Informationen gibt es unter: http://www.5-stunden-woche.de/
 

Technoir

Meister vom Königlichen Gewölbe
29. April 2002
1.452
ja prima sowas habe ich mir auch schon gedacht...

dann könnten wir in den übersättigten Staaten ja zur Abwechslung mal anfangen, jene Länder mit NÜTZLICHEM zu beliefern, die nichts zum Leben haben...und zwar zu einem Preis der bezahlbar ist.

Wieviel Arbeit könnte ein stahlverabeitender Betrieb schaffen, wenn er einfach Spitzhacken und Schaufeln für Afghanistan zusammendengelt und liefert? Nur mal so als Beispiel selbstverständlich...aber ich schätze Ihr wisst, was ich meine :roll:
 

geschmackloss

Geheimer Meister
11. Dezember 2002
384
tolle idee aber leider sind die leute dafür viel zu geizig
es gab zeiten da wurde korn und son zeug VERBRANNT weils davon zu viel (in europa oder usa, weiß net mehr) gab
anstatt die idioten das einfach nach afrika geschickt hätten
 

RastaMan

Geselle
5. Dezember 2002
12
Wirklich faszinierend denn in "Utopia" steht das jeder nur 5std am tag arbeiten muss das alles im gleichgewicht ist... dabei kommt das buch ausm 16.-17- Jahrhundert 8O 8O
War der Author "Thomas irgendwas" (Englischer Theologe) ein genie oder hat er das nur pi*daumen gemacht?
sehr sehr interresant danke für den beitrag... 8) :o
 

Tesla.N

Geheimer Meister
8. Oktober 2002
258
was ich weiss war das in amerika. es wurde aber auch fleisch verbrannt!

von den granzen tieren die auf verdacht auf krankheiten verbrannt wurden ganz zu schweigen!

:x

heal
 

WzP

Vorsteher und Richter
2. Juni 2002
735
Also, Lebensmittel werden auch heute noch in grossen Mengen vernichtet, nur um den Marktpreis stabil zu halten.

Wenn man es verschenken würde, wäre es wo anders ja nix mehr wert...


Die Kommissarische Reichsregierung wirbt auch damit, dass in einem "Reichsdeutschen Staat" nach der Weimarer Verfassung viel weniger Arbeitszeit von Nöten wäre, da ja seh viel Bürokratie etc., die die BRD ja so liebt wegfällt.

Hab jetzt auf der Seite noch nix gelesen, werd das später nachholen.


Bin ja angehender Geschäftsführer eines Metallverarbeitenden Betriebes, da kann man ja mal gucken...
 

zian

Geheimer Sekretär
14. April 2002
664
WzP schrieb:
Also, Lebensmittel werden auch heute noch in grossen Mengen vernichtet, nur um den Marktpreis stabil zu halten.

Wenn man es verschenken würde, wäre es wo anders ja nix mehr wert...
eben, wodurch man selber seine Preise nicht mehr halten kann, der Umsatz einbricht, die fixen Kosten nicht mehr gedeckt werden können, etc. Die Landwirtschaft in Deutschland erwirtschaftet keinen sehr hohen Deckungsbeitrag, Preisverfälle können da schnell zu finanziellen Problemen und Entlassungen führen. Da würde ich auch lieber versuchen die Preise zu stabilisieren um mittelfristig wieder auf die Beine zu kommen
 

User Nr. 1286

Geselle
3. Oktober 2002
25
geschmackloss schrieb:
tolle idee aber leider sind die leute dafür viel zu geizig
es gab zeiten da wurde korn und son zeug VERBRANNT weils davon zu viel (in europa oder usa, weiß net mehr) gab
anstatt die idioten das einfach nach afrika geschickt hätten
Zu geizig um 35 Stunden weniger zu arbeiten?
Kann ich mir kaum vorstellen. :wink:
 

Technoir

Meister vom Königlichen Gewölbe
29. April 2002
1.452
Ich habe mir neulich nochmal Star Trek - Der erste Kontakt angeschaut und mir ist mal wieder der Dialog zwischen Picard und Lilly hängengeblieben:

-Wie bezahlt ihr das alles? Das Schiff muss doch Unmengen gekostet haben!?

-Wir arbeiten nicht mehr für Geld. Wir arbeiten, um uns selbst zu verwirklichen...

ein guter Ansatz wie ich finde :wink:

Mal im Ernst: Es ist nicht sonderlich verwunderlich, wenn wir Arbeiter durch Roboter ersetzen und uns dann wundern, dass wir eine horrende Arbeitslosenquote haben, oder?

Was meine oben genannte These angeht: Es muss für uns als Industrienation doch möglich sein, einfache und dazu preiswerte Güter zu produzieren, die wir in Länder exportieren können, die eben jene Güter brauchen.
Wenn grosse Firmen endlich mal von dem Glauben abkämen, sie könnten nur dann Gewinn erwirtschaften wenn sie uns überteuerte Güter andrehen nur weil wir hier in D nicht mehr wissen wohin mit unserem Geld - ja dann wäre schon was erreicht.
Warum baut eine Firma wie Volkswagen eigentlich nicht mal wieder einen Wagen fürs Volk? ohne teuren technischen Schnickschnack wie ABS/ASP/GPS/DVD/Airbags/Klima.
Ich bin überzeugt, so ein Teil wäre der Renner nicht nur hier in Deutschland.
Wer braucht denn heutzutage noch so ein Monstrum wie den Phaeton? Manager mit zu kleinem Pimmelchen :wink:

Apropos Manager: Keiner dieser hohen Herren kann mir erzählen, dass sein Gehalt von 5 Millionen oder mehr gerechtfertigt ist. Er würde auch bei 100000 Teuro pro Jahr nicht am Hungertuch nagen.
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
Also jetzt bin ich platt: Diese Theorien die Du hier gibst hast Du aber sich nicht da her wohin Du mich an anderer Stelle zur politischen Bildung schicken willst:

Probiere es doch einfach mal hier: http://www.cdu.de und check mal, welchen Weg man einschlagen wird sobald die Luftpumpe namens Schröder endlich abgewählt wird
 

aton

Großmeister
30. Oktober 2002
61
Hallo,

es lebe der Butterberg!!!!
(Butterüberproduktion in Dtl.)

Es war übrigends Thomas Morus: Utopia

Welcher wirtschaftlich denkende Mensch würde seine Produkte verschenken.
Ausserdem wer sollte die Transporte nach Afrika oder sonst wohin bezahlen?
 

Storm21

Geselle
26. August 2002
30
Es wird immer der Mensch sein,der sich seinem Glück im Weg steht!
Die Theorie ist zwar seh gut,aber es würde nichts bringen,wenn es nur einer machen würde.Ich glaube bis alle das machen wird das noch ein Weilchen dauern.
CYA Storm
 

Technoir

Meister vom Königlichen Gewölbe
29. April 2002
1.452
@ agentfp

tja ich stecke voller Überraschungen :lol:

ich weiss aber nicht, warum sich beide Postings so unbedingt ausschliessen müssen. :?:

@aton
es lebe der Butterberg!!!!
(Butterüberproduktion in Dtl.)
yep!
fies sind auch die Tomatenschlachten in Italien, wo die Kids bis zu den Knien in den Dingern stehen und Tomatenschlacht spielen.
Die vernichteten Apfelsinenernten in Australien machen in Ländern der dritten Welt bestimmt auch einen tollen Eindruck :roll:
Ein tolles Bild geben wir auch ab, wenn hunderte von Millionen Dollars/Euro an den Börsen durch den Kamin rauschen, weil ein paar Manager meinen, sie könnten die Anleger auf Dauer verarschen.

@storm21
Es wird immer der Mensch sein,der sich seinem Glück im Weg steht!
Die Theorie ist zwar seh gut,aber es würde nichts bringen,wenn es nur einer machen würde.Ich glaube bis alle das machen wird das noch ein Weilchen dauern.
stimmt leider, aber wenn nicht einer mal den Anfang macht wird nie was draus.
Wie war der Spruch doch gleich?

"Jeder noch so lange Weg beginnt mit dem ersten Schritt"



BTW: Kann mir mal jemand schlüssig erklären, warum die Preise leiden, wenn wir unsere Überproduktionenen zu günstigem Preis an Hungernde "spenden"?
Was wäre, wenn jede Firma weltweit und jeder Bürger einer Industrienation sagen wir mal 1% seines monatlichen Gewinns in einen weltweiten Aufbaufond für die armen Länder dieser Erde einzahlt?
Ich denk davon könnte man eine Menge Schulen, Kleine und mittlere Betriebe, "Hilfe zur Selbsthilfe" Aktionen an den Start bringen und den Leuten da unten zumindest Ansatzweise auf die Füsse helfen
 

deadalus

Geselle
31. Oktober 2002
14
Das heißt, wir erhalten für unsere Lohnarbeit einen Gegenwert, der unter Gesichtspunkten der Güterwirtschaft in 5 Stunden pro Woche erzeugt werden kann. Der "Rest" der geleisteten Lohnarbeit sind die Gewinne der Kapitaleigner und die Kosten der Institutionen, die für sie den Mehrwertabzug vornehmen und militärisch sichern.
Die Kosten die der Kapitaleigener von den Konsumenten verlangt liegen lassen sich in den Preisen zwischen 30% und 50% rechnen. Je nach dem wieviel Investitionen für Produktionsanlagen nötig sind.

Bei der Müllabfuhr sind die Investitionen relativ niedrig und der Anteil der menschlichen Arbeitsleistung relativ hoch. Da her Kosten uns die Zinsen nur 12%. Beim Wohnungsbau ist dies umgekehrt, die Zinskosten betragen hier 77%.

Die Literatur aus der ich dies hab propagiert für die "Freiwirtschaft". Es ist eine Form der Marktwirtschaft ohne Kapitalismus(=ohne Kapitalherschaft). Eine Meinung der Freiwirte ist, dass Sparen keine Leistung ist die zusätzlich belohnt werden müsse. Falls ihr mehr Interesse hättet würde ich mehr schreiben, ich möchte das Forum eben nicht mit dingen zutexten die niemandem interessieren.

Quelle:


zum Thema Freiwirtschaft: http://systemfehler.de
 

zian

Geheimer Sekretär
14. April 2002
664
deadalus schrieb:
Eine Meinung der Freiwirte ist, dass Sparen keine Leistung ist die zusätzlich belohnt werden müsse.
wenn ich mein Geld spare, es also auf die Bank bringe, dann hat die Bank dadurch Kapital, das sie investieren kann. An dem Gewinn beteiligt mich die Bank in Form von Zinsen.
Wenn ich nun keine Zinsen mehr bekomme, kann die Bank recht wenig Geld investieren. Ich müsste das selber investieren, da ich ja Gewinn machen möchte, laufe dadurch aber Gefahr mein ganzes Geld zu verdienen.
Oder ich gebe mein Geld direkt aus.
Aber gerade in neuen Märkten werden erst einmal Investionsgelder benötigt, da man sich nicht gleich über das Geld der Nachfrager finanzieren kann.

Hmm
 

deadalus

Geselle
31. Oktober 2002
14
Oben neben der "Quelle:" hab ich mich in den BBCodes vergriffen. Hier die URL
http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/kennedy/kap1.html

Genau, wenn kein Grund zum Sparen da ist wird auch nicht gespart und folglich gibt es keine Investitionen.

Es gibt im Freiwirtschaftssystem keinen direkten Anreiz sein Geld zu sparen, dafür gibt es den Anreiz es nicht unterm Kopfkissen zu lassen. Es wird eine Gebühr auf das "Freigeld" vom Geldaussteller erhoben was den Umlauf sichert. diese Gebühr liegt (nach Meinung einiger Mitglieder im Systemfehlerforum) bei 5% im Jahr. Sowas kann man natürlich nur durchs ausprobieren erfahren.

Ein weiterer wichtiger Unterschied zum heutigen System ist, dass Freigeld keiner Inflation unterliegt. Dies stellt man sicher indem man den Wert des Geld - wie es früher auch üblich war - an hinterlegter Ware bindet. Früher war die Ware Gold die hinterlegt wurde und der Wert an dem es gebunden war ebenfalls. Heute ist es möglich das Bruttoinlandsproduckt, für den Wert zu nehmen und als Deckung was der Aussteller als am passendsten hält. Gold, Boden, Bundeschatzbriefe.
Praktisch hiese das:

Wert des Warenkorbs in Euro steigt -
Der Aussteller des Freigelds verlangt mehr Euros für sein Geld, Und tauscht sein Geld gegen mehr Euros wieder um.
(und umgekehrt)

Hier ein wahrscheinlich(hab gerade kein pdf-programm zur hand) passender Text:
http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/schleisiek/einwaende.pdf
Der Einfachheit her heist es, dass Freigeld Zinsfrei ist. Das ist nicht der Fall, es liegt nur auf einem anderen Nivau.
 

zian

Geheimer Sekretär
14. April 2002
664
da bin ich dann leider doch zu wenig Volkswirtschaftler, um anständig über das Thema diskutieren zu können, Schade.
 

WzP

Vorsteher und Richter
2. Juni 2002
735
Ich hatte mal einen ganzen Thread über Zinsen etc. gemacht, der auch reichlich beantwortet und diskutiert wurde.
Ich find ihn hier irgendwie nichtmehr, vielleicht kann ein Admin einen Link dazu machen?

Fakt ist ja z.B., dass wenn ein Arbeitgeber heute etwas herstellt, er ja nicht nur die Erzeugniskosten für das Produkt hat, sondern auch Maschinen, Grundstück etc., bezahlen muss oder irgendwelche Kredite, die selbiges finanziert haben.
Und auf allem, was man heute bezahlt, liegen Zinsen, auf dem Kredit direkt und auf jedem Produkt in Form von Steuern, die heute in übermässigem Stil verwendet werden müssen, um die Staatsverschuldung zu reduzieren, wobei man das ja nicht mal macht, sondern nur die Zinsen zahlt, von Tilgung keine Spur.

Das Endprodukt wird nachher also um ein vielfaches teurer, und nur in einem virtuellen Wert, da es Zinsgeld ja nicht wirklich gibt.

deswegen ist es kaum einem Betrieb möglich, billig zu produzieren.

Die einzigsten, die am Zins verdienen sind die Geldgeber, da kam dann das dämliche Argument, dass der Zins die Belohnung wäre, dass man so viel erwirtschaftet hat...
So ein dummes Gelaber...die Belohnung ist, dass man das Geld hat.

Unter Kaiser Barbarossa z.B. gab es keine Zinsen, in meiner schönen Stadt Ulm (rulez) gab es z.B. die "Ulmer Wära", das war eine Geldform, die, je mehr man davon besaß, mehr Mühe machte, weil man, um den Wert des Geldes zu erhalten Marken kleben musste, also jeder der viel Geld besaß, hatte viel Arbeit, also wurde das Geld umsonst verliehen, weil man froh war wenn es weg war.

So war es kaum möglich, dass jemand Zinsen nehmen konnte, da ja immer genug Geldgeber da waren, die zinsfrei verliehen.

Folglich musste auch der Staat weniger Steuern einnehmen, da er keine Staatsschulden hatte, weil er das Geld zinsfrei von den Bürgern leihen konnte.
Also war jeder Bürger wohlhabender, also mussten weniger Kosten zur Produktion gezahlt werden also konnte billiger produziert werden.

Das einzigste was es zu der Zeit nicht gab, waren irgendwelche Superreichen, die von Zinsen leben.

Zu der Zeit wurde übrigens auch das Ulmer Münster gebaut und es war zu 100% aus Spenden der Bevölkerung finanziert!!!
Als Barbarossa starb und die Fugger die Zinsen einführten, wurde der Bau abgebrochen, da die Bevölkerung verarmte.
Der heute Spitzturm wurde erst 300 Jahre später fertiggestellt, und von der Kirche finanziert, weil die mittlerweile das Geld der Bevölkerung eingesackt hatten....
 

faustus

Geselle
19. Dezember 2002
26
@wzp: da du ja anscheinend aus der wirtschaft kommst, siehst du das ganze problem wesentlich realistischer. ich habe selbst vorm studium die handelsakademie besucht und komme heut noch mit gewissen leuten (vor allem gymnasiasten) zu "streiten", da ihnen der wirtschaftliche gedanke fehlt.
dein beispiel mit der stadt ulm find ich historisch sehr interessant!
 

WzP

Vorsteher und Richter
2. Juni 2002
735
Ich aus der Wirtschaft?

Wie meinst? Aus der Kneipe?

Nein, bin nicht "aus der Wirtschaft", aber manche Dinge heutzutage sind offensichtlich, wenn auch Komplex.

Natürlich ist der tatsächliche Ablauf einer Warenproduktion sehr viel vielschichtiger, doch das würde den Rahmen des Themas sprengen, deshalb wurden viele Details wegrationalisiert.

Leider ist das heutige Geldsystem auch so aufgebaut, dass ein Ausstieg aus der Zinswirtschaft so gut wie unmöglich ist, und wenn man es doch wagt, so ist man gleich ein "Schurkenstaat".
 
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