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Wo sind all die Götter heute...

Alo

Geheimer Meister
11. April 2011
498
AW: Wo sind all die Götter heute...

Ich gebe Dir dahingehend völlig recht, daß der Prophet diesen Irrtum leicht hätte vermeiden können. Dem von Dir offenbar gezogenen Schluß, daß ein vermeidbarer Irrtum auch regelmäßig vermieden wird, kann ich jedoch nicht folgen. Bekanntlich verdammt der Koran an vielen Stellen die "Beigesellung", die angeblich christliche Vielgötterei. Dabei wird jedesmal auf Jesus und Maria eingegangen, der Glaube an den heiligen Geist dagegen nicht kritisiert. Verwiesen sei außerdem auf die 5. Sure, Vers 116. Imho ergibt sich daraus mit einiger Gewißheit, daß Mohammed fälschlich davon ausging, die Christen verehrten Gott, Maria und Jesus als Götter. Die Formulierungen Gottvater, Gottsohn und Dreifaltigkeit waren natürlich insoweit ungeschickt gewählt, als Mohammed dieses Konzept offensichtlich nicht verstanden hat - bekanntlich war das aber selbst unter christlichen Theologen ein heißdebattiertes Thema, es ist ihm also wohl kein Vorwurf daraus zu machen.

Ja, ich weiß.
Mohammed hat die Trinitätslehre nicht richtig verstanden, da hast du wohl Recht.
Aber den Grundsatz hatte er schon verstanden: Man hielt Jesus für Gott, "Gottes Sohn",
und das ist bis heute der Hauptkritikpunkt der Muslime am Christentum.

Wobei man eigentlich auch dem Islam Vielgötterei vorwerfen könnte.
Ich denke da nur mal an die Dschine die er ganz dreist in den Koran eingebaut hat :D
 

ThomasausBerlin

Ritter Kadosch
14. Januar 2012
5.094
AW: Wo sind all die Götter heute...

Die fehlerhafte christliche Darstellung von Jesus als "Gottessohn" wird nicht nur im Islam, sondern auch in der Baha'i-Religion kritisiert.
 

dtrainer

Wiedergänger
17. Dezember 2008
10.562
AW: Wo sind all die Götter heute...

WTF? :shock:
Das ist der elemtare, absolut wichtigste Teil der christlichen Glaubens.
Es bleibt ja jedem überlassen, etwas anderes zu glauben.
Aber die Glaubensgrundlage fehlerhaft zu nennen, ist arrogant zum kubik.

Es kommt sehr darauf an wie man diese "Gottessohnschaft" interpretiert. Jesus selbst nannte sich "Menschensohn" und seine Jünger ebenfalls "Söhne Gottes". Eine "Kritik" wie Thomas das sagt, kann man in den Baha'i Schriften nicht finden, nur Erläuterungen wie der Begriff zu verstehen ist:
4. Gottessohnschaft

Ein großer Mann ist groß, gleichgültig, ob er einen menschlichen Vater hat oder nicht. Wenn es ein Vorzug wäre, keinen Vater zu haben, so wäre Adam größer und erhabener als alle Propheten und Gottgesandten, denn er hatte weder Vater noch Mutter. Die Ursache der Größe und Erhabenheit sind der Glanz und die Gnade göttlicher Vollkommenheit. Die Sonne ist aus Substanz und Form geschaffen, die man mit Mutter und Vater vergleichen kann, und sie ist reine Vollendung; die Finsternis aber hat weder Substanz noch Form, weder Vater noch Mutter, und sie ist absolute Unvollkommenheit. Die Substanz von Adams körperlichem Leben war Erde, diejenige Abrahams aber reiner menschlicher Samen; sicherlich ist reiner und keuscher Samen besser als Erde.
Zudem heißt es im Evangelium des Johannes, im ersten Kapitel, Vers 12 und 13: "Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, die an seinen Namen glauben; welche nicht von dem Geblüde noch von dem Willen des Fleisches noch von dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind."
Aus diesen Worten geht klar hervor, daß auch das Wesen eines Jüngers nicht durch physische Kräfte, sondern durch die geistige Wirklichkeit geschaffen ist. Die erhabene Größe Christi liegt nicht darin, daß Er keinen Vater hatte, sondern in Seinen Vollkommenheiten, Seinen Gnadengaben und in Seiner himmlischen Herrlichkeit. Wenn die Größe Christi in Seiner Vaterlosigkeit gelegen hätte, müßte Adam größer gewesen sein, denn er hatte weder Vater noch Mutter. Im Alten Testament steht: "Und Gott der Herr machte den Menschen aus einem Klumpen Erde, und Er blies ihm ein den Odem des Lebens in seine Nase. Und also ward der Mensch eine lebendige Seele."45 Beachte, es heißt, daß Adam durch den Geist des Lebens erschaffen wurde. Auch die Worte des Johannes über die Jünger zeugen dafür, daß die Jünger vom himmlischen Vater kommen. Damit wird deutlich, daß die geheiligte Wirklichkeit, das heißt das wirkliche Sein eines jeden erhabenen Menschen, von Gott kommt und durch den Odem des Heiligen Geistes ins Leben tritt.
Folglich läßt sich sagen: Wenn es der größte Vorzug eines Menschen wäre, keinen menschlichen Vater zu haben, dann wäre Adam größer als alle anderen, denn er hatte weder Vater noch Mutter. Ist es besser für den Menschen, aus lebendiger Substanz oder aus Erde erschaffen zu werden? Sicher ist es besser, aus lebendiger Substanz erschaffen zu werden. Christus aber wurde vom Heiligen Geist geboren und ins Leben gerufen.46
GBS Recherche - Welcome!
(Kapitel 4, Gottessohnschaft)

Abdul-Báhá bestätigt eindeutig daß Jesus durch den heiligen Geist gezeugt wurde.

@Thomas,
Belege solche Aussagen mit Schriftstellen! (wenn du kannst :D)
 

Freestone

Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn
30. Dezember 2011
1.057
AW: Wo sind all die Götter heute...

Die fehlerhafte christliche Darstellung von Jesus als "Gottessohn" wird nicht nur im Islam, sondern auch in der Baha'i-Religion kritisiert.

Nachfrage zur Baha'i-Religion: Deine obige Aussage widerspricht aber einer Aussage weiter vorn im Forum, dass nämlich diese Religion alle anderen gelten lässt. Kritik bedeutet doch aber, dass man dem christentum Fehler unterstellt, also sie in einige Punkten bewertet und abwertet. Wie passt das mit dem "Gelten-lassen" zusammen?

@ Bona:

OK, die Bibel besitzt keine historischen Belege, die Aussagen sind symbolisch zu verstehen, jeder versteht sie anders und gültig sind viele Aussagen die nicht symbolisch sondern ziemlich eindeutig sind heute auch nicht mehr.

Die Offenbahrung ist so verschwurbelt, dass gerade der wichtigste Teil, der eventuell überprüfbar hätte sein können, gar nicht interpretierbar ist, die Tausend Jahre sind ja längst um.

Die Zahl Tausend stand zur Entstehungszeit der heiligen Schrift (so wird sie auch heute noch von den Chriten bezeichnet) für einen unendlich, nicht wirklich messbaren Zeitraum etwa auch für den Begriff "am Ende der Welt/Zeitrechnung", war also auch symbolisch gemeint.

Und weil nichts davon eingetroffen ist und weil immer mehr Leute merken das die Bibel keine heilige Schrift ist, treten so viele Menschen aus der Kirche aus und suchen nach den ursprünglichen Göttern. Die mit aller Gewalt von der Kirche verboten wurden, tja so kann es gehen. Nur meine bescheidene Meinung.

Ich weiss nicht, welche Erfahrungen Du mit Glauben, der Bibel etc. gemacht hast. Die Form Deiner Abwertungen der christlichen Religion und ihrer Anhänger sind jedenfalls unterste Schublade. Lass es einfach. Die Bibel ist eine heilige Schrift, wie Koran, Thora, die Veden etc. Dass Du sie nicht anerkennst, ist Dein gutes Recht, macht diese Deine falsche Behauptung aber nicht zur Tatsache.

Im Übrigen treten die Menschen nicht aus der Kirche aus, weil die Bibel kein heiliges Buch wäre, sondern weil die die Religion trageneden oder verwaltenden Institutionen sich von Inhalt und Ziel der Bibel (auch nach moderner Auslegung und nicht nach der Evanglikaler Christen oder Kreationisten) entfernt hat.

Oder, und das ist eine ganz andere Qualität, weil diese Menschen nicht mehr an Gott glauben. Das liegt meiner Meinung nach zum Einen daran, dass Vernunft und Glaube (auch durch Scheindiskussionen wie diese hier) zu unvereinbaren Gegensatzpaaren stilisiert werden. Anstatt über den "neuen" Platz eines aufgeklärten Glaubens zu diskutieren, streiten wir hier über angeblich so wichtige Fragen wie, wer die richige Interpretation eines x-beliebigen Glaubens hat, ob Gott ein Mann oder eine Frau ist und ob man (das stelle man sich einmal vor in einer aufgeklärten welt), ob man die Bibel wörtlich nehmen muss/soll/kann .

Eine große Rolle spielt dabei sicher auch, dass der Kinderglaube (Mann mit Rauschebart) nicht in eine dem Alter entsprechende Form überführt wird, dass Gottesbilder nicht vermittelbar sind, eine Entwicklung des inneren, individuellen Gottesbildes aber nicht unterstützt wird. Und so brechen viele "Glaubenswege" in dem Moment zusammen, wo der Vatergott mit Rauschebart unglaubhaft erscheint, weil es diesen Vollkasko-Gott mit der "Ich bete, Du-hilfst"-Taste nicht gibt.
 

ThomasausBerlin

Ritter Kadosch
14. Januar 2012
5.094
AW: Wo sind all die Götter heute...

@dtrainer:

Kritik ist nicht unbedingt negativ, "abwertend", wie Dein Beispiel aus der GBS-Recherche auch aufzeigt. Leider - haben das "bei uns" auch nicht allzuviele Freunde verstanden...

@Freestone:

Natürlich respektieren Baha'i die Glaubensgrundlagen "der Anderen". Aber das heisst ja nicht das man als Baha'i die irrige Meinung einer "Personalunion" zwischen Gott und Jesus akzeptiert.
 

KTGR

Erhabener auserwählter Ritter
2. März 2011
1.113
AW: Wo sind all die Götter heute...

Was für eine Irrwitzige Situation wenn man versucht etwas was offiziell gesagt worden ist misszudeuten!

Jesus sprach über sich als Gottes Sohn...
Er bezeichnete alle Menschen als Kinder Gottes.
Er gab auch offen zu an Menschlichkeit zu "leiden"...Vater, wenn es sein kann, dann nimm diesen Becher von mir/ dann lass diesen Kelch an mir vorübergehen....sagte er kurz vor seiner Verhaftung...weil er (als Mensch) Angst verspürt hat.

Auch wenn die Bibel unter Beschuss steht...das steht nun mal da drin...und ob richtig oder falsch würde es nur den Bibelschreiber schaden...wäre es ein Widerspruch.
Etwaige Interpretationen können vermuten was diese wollen...jedoch das gesagte steht nun mal so da drin...und keiner ist am Leben um uns, aus erster Hand Beweise nachliefern zu können, das es nicht so gemeint war. Also kann man solche Interpretationen als genauso "billig" bewerten wie meine...wenn ich keine Beweise habe...ferner als die die SO, irgendwo zu lesen sind.
 

ThomasausBerlin

Ritter Kadosch
14. Januar 2012
5.094
AW: Wo sind all die Götter heute...

as wurde denn "offiziell" gesagt? Die Evangelien wurden erst nach dem Tode Jesu aufgeschrieben, Muhammad diktierte zwar seinem Sekretär den Qur'an, aber der Qur'an wie wir ihn heute kennen wurde auch erst von Kalif Uthman zusammengestellt. Der Bab und Baha'u'llah schrieben ihre Botschaften zwar selbst, aber diese wurden im Zuge der Verfolgungen eine ganze Zeit in Erdlöchern versteckt und in Kellerverschlägen "gelagert" - bis sie dann endlich nach jahrzehntelangem Irrweg in Haifa landeten und endlich archiviert werden konnten. Und da fehlten schon Seiten bzw. sind der Fäulnis und der Feuchtigkeit in den Verstecken zum Opfer gefallen...

Und dann: Von uns "Heutigen" konnte keiner mit Jesus predigen, mit Muhammad reden und mit Baha'u'llah in's Exil gehen.... Die Frage wird immer bleiben, ob "das" den so "ist" wie man's liest bzw. ob das auch so war....Selbst wenn man einen "Ur-Qur'an" oder ein "Ur-Evangelium" ausgräbt kann man allenfalls wissenschaftlich datieren wann diese Schriften entstanden sind - aber wer sie geschrieben hat und wer die Geschichte erzählt hat damit sie geschrieben wurde - das kann man nicht nachweisen....
 

KTGR

Erhabener auserwählter Ritter
2. März 2011
1.113
AW: Wo sind all die Götter heute...

Offiziell gilt immer das was man beweisen kann...auch wenn es eine Lüge ist.
Ist sie der einzige Beweis der existiert müssen wir davon ausgehen und nicht von Interpretationen dieses.
Z.B. gelten heute die Gesetze von BRD als offiziell...jedoch nur bis einer genug Macht hat diese, mit irgend ein Mittel, als z.B. irreführend abzutun und neue Gesetze zu entwerfen....got it? Dann gelten eben nur die neuen Gesetze...offiziell.
 

dtrainer

Wiedergänger
17. Dezember 2008
10.562
AW: Wo sind all die Götter heute...

Was für eine Irrwitzige Situation wenn man versucht etwas was offiziell gesagt worden ist misszudeuten!

Jesus sprach über sich als Gottes Sohn...
..oder auch "Menschensohn". Über seine Stellung diskutierten Konzile, und was die festgelegt haben, gilt als offizielle Aussage der Kirche. Es sind theologische Defintionen.
Es gibt nicht den leisesten Grund, warum sich Theologen des Islam oder spätere Offenbarungen nach Theologen der Antike richten müßten. Die konnten Jesus nicht das Wasser reichen...
Und auch dir ist es unbenommen, dir eine eigene Meinung zu bilden, wie die Evangelien zu verstehen sind. Das ist dann eben deine Meinung, aber kein Grund, das was ein Anderer darunter versteht, abzuqualifizieren.
Also kann man solche Interpretationen als genauso "billig" bewerten wie meine..
Ja, könnte man. Nur, warum sollte man? Religion ist nicht dafür da, einen Streit darum zu führen, wer besser interpretieren kann...;-)
 

KTGR

Erhabener auserwählter Ritter
2. März 2011
1.113
AW: Wo sind all die Götter heute...

Nein lieber @dtrainer...
Ich schreibe immer meine Meinung. Wenn anders dann werde ich davor das geeignete Wort einbeziehen...
Jadoch kenne ich Gott Bzw. Jesus Bzw. die Bibelschreiber genau so gut oder schlecht wie die Kirche...
Also wieso soll meine Meinung Bzw. deren Meinung mehr gelten als meine?

Wenn jemand sagt: Ich mag Steaks..und stirbt.

Dann behaupte ich das er damit meinte "Er mag Fleisch auchmit Sehnen und Knochen".
Ein anderer behauptet "Er mag nur fleisch nur mit Sehnen und Knochen".

Wessen Aussage gilt?
Ich sage es dir..Die die er gesagt hat...alles andere ist in meinen Augen....nur eine weitere Meinung dazu...nicht mehr und nicht weniger.
 

ThomasausBerlin

Ritter Kadosch
14. Januar 2012
5.094
AW: Wo sind all die Götter heute...

@KTGR: Woher weisst Du dass Dein "Beispielverstorbener" gesagt hat das er Steaks mag? Warst Du dabei? Wenn nicht - denk' mal an die Schwierigkeiten der "reinen Interpretation der reinen Lehre" im Islam mit Ahadith...:-D ("...ich hörte wie der Schwiegervater meiner Grossmutter meiner Cpusine sagte, dass die Enkelin meines Onkels in vierter Genration rückwärts den Propheten sagen hörte: "Steaks gewinnt man nur von Regenwürmern"....." - so funktionieren manche Ahadith....).

Letztlich - hängt alles nur am Glauben.....
 

beast

Moderator
Teammitglied
23. Februar 2009
5.806
AW: Wo sind all die Götter heute...

Herzlichen Dank an alle Diskutanten...

Nun ist mir der Verbleib (das war die Eingangsfrage) der Götter restlos klar.

Sie sind geflohen, weil es hier nicht mehr auszuhalten war. :k_schuettel:
 

dtrainer

Wiedergänger
17. Dezember 2008
10.562
AW: Wo sind all die Götter heute...

Vergleiche hinken immer, aber der Vergleich eines Prophetenwortes mit der Aussage über ein Steak ist echt der Hammer.
Das Steak ist eine ganz simple materielle Sache, und Aussagen von Jesus nicht. Zumal er - ich hatte darauf hingewiesen - sich mal Gottessohn, mal Menschensohn genannt hat. Da er sicher nicht unbedacht geredet hat, muß er ja etwas damit gemeint haben.
Ich werde mich aber nicht auf einen Streit darüber einlassen, was denn genau. Ich habe mein Verständnis davon, und es ist nicht das Einzige. Wir Menschen sind nicht geklont, und wenn jemand etwas Anderes versteht als ich, ist das völlig natürlich...
 

KTGR

Erhabener auserwählter Ritter
2. März 2011
1.113
AW: Wo sind all die Götter heute...

Woher weisst Du dass Dein "Beispielverstorbener" gesagt hat das er Steaks mag? Warst Du dabei?


Ich nicht.
War einer aus der Kirche dabei?
Merkst du nicht das es eben darum geht?
Geschriebenes/gesagtes so zu nehmen wie man es versteht.
Aber nur aus der Quelle die gegeben ist und nicht aus Interpretationen anderer.
Lese das original und interpretiere es wie du es verstehst.
Wenn du dabei dich im legalen Bereich (Rechtschaffenheit) bleibst kann dir keiner was vormachen.
Er ist auch nur ein Interpreter so wie du.
 

Jeremia

Geheimer Meister
30. Januar 2012
388
AW: Wo sind all die Götter heute...

Ja, ich weiß.
Mohammed hat die Trinitätslehre nicht richtig verstanden, da hast du wohl Recht.
Aber den Grundsatz hatte er schon verstanden: Man hielt Jesus für Gott, "Gottes Sohn",
und das ist bis heute der Hauptkritikpunkt der Muslime am Christentum.

Wobei man eigentlich auch dem Islam Vielgötterei vorwerfen könnte.
Ich denke da nur mal an die Dschine die er ganz dreist in den Koran eingebaut hat :D

Die Trinitäts- oder Dreifaltigkeitslehre ist meiner Meinung nach falsch. Hier hat der Koran eine ganz klare Aussage, dass es nur einen Gott (Allah) gibt und nicht drei.
Aus dieser Lehre ergeben sich die Fragen, ob Gott gleichzeitig tot am Kreuz und lebendig im Himmel oder im Bauch der Maria sein konnte. Dieser Trinitätsstreit geht zurück bis ins 3. Jahrhundert und wurde zugunsten der Trinitaner auf dem Konzil zu Nicäa entschieden. Aber ohne die Vergöttlchung Jesu hätte die Kirche nicht diese Entwicklung genommen und nicht diese Blütezeit erlebt.
 

Alo

Geheimer Meister
11. April 2011
498
AW: Wo sind all die Götter heute...

Die Trinitäts- oder Dreifaltigkeitslehre ist meiner Meinung nach falsch. Hier hat der Koran eine ganz klare Aussage, dass es nur einen Gott (Allah) gibt und nicht drei.
Aus dieser Lehre ergeben sich die Fragen, ob Gott gleichzeitig tot am Kreuz und lebendig im Himmel oder im Bauch der Maria sein konnte. Dieser Trinitätsstreit geht zurück bis ins 3. Jahrhundert und wurde zugunsten der Trinitaner auf dem Konzil zu Nicäa entschieden. Aber ohne die Vergöttlchung Jesu hätte die Kirche nicht diese Entwicklung genommen und nicht diese Blütezeit erlebt.
Ich glaube du verstehst die Trinitätslehre falsch wenn du dir ernsthaft diese Fragen stellst.
Jesus ist quasi ein Aspekt Gottes.
Jesus ist Gott, aber Gott ist nicht Jesus. (Jeder Berliner ist Deutscher, aber nicht jeder Deutscher ist Berliner ^^)

Aber im Kontext der Bibel halte ich die Trinitätslehre auch für kritisch.
Jesus behaupte ja nie direkt von sich Gott zu sein, es gibt sogar Taten die auf das Gegenteil hindeuten.
 

ThomasausBerlin

Ritter Kadosch
14. Januar 2012
5.094
AW: Wo sind all die Götter heute...

Jesus ist und war nie "Gott", auch nicht "gottgleich". Jesus "spiegelte" die Eigenschaften Gottes in seinem Wesen, dadurch wird man aber nicht "Gott". Der Mond spiegelt das Sonnenlicht - und wird dadurch auch nicht zur Sonne (wenn wir schon bei Beispielen sind...).
 

Alo

Geheimer Meister
11. April 2011
498
AW: Wo sind all die Götter heute...

Jesus ist und war nie "Gott", auch nicht "gottgleich". Jesus "spiegelte" die Eigenschaften Gottes in seinem Wesen, dadurch wird man aber nicht "Gott". Der Mond spiegelt das Sonnenlicht - und wird dadurch auch nicht zur Sonne (wenn wir schon bei Beispielen sind...).

Jesus trägt Gott in sich und ist so mit durchaus ein Teil von Gott.
Aber er ist nicht gleichzusetzen mit Gott, das sagt ja auch die Trinitätslehre.
Jesus selber ist quasi das Sprachrohr Gottes, laut Trinitätslehre, wenn Jesus spricht oder handelt ist das Gott.
In so fern ist es durchaus konform wenn man sagt "Jesus ist Gott".

In so fern ist es nicht ganz falsch wenn man Jesus als Beispiel für den Besuch Gottes auf diesem Planeten nimmt.

Die andere Frage ist natürlich ob man die Trinitätslehre für wahr/richtig hält und ob es den Bibel-Jesus so gab,
das ist eine Streitfrage die nicht endgültig geklärt werden kann.
 

Jeremia

Geheimer Meister
30. Januar 2012
388
AW: Wo sind all die Götter heute...

Ich glaube du verstehst die Trinitätslehre falsch wenn du dir ernsthaft diese Fragen stellst.
Jesus ist quasi ein Aspekt Gottes.
Jesus ist Gott, aber Gott ist nicht Jesus. (Jeder Berliner ist Deutscher, aber nicht jeder Deutscher ist Berliner ^^)

Aber im Kontext der Bibel halte ich die Trinitätslehre auch für kritisch.
Jesus behaupte ja nie direkt von sich Gott zu sein, es gibt sogar Taten die auf das Gegenteil hindeuten.

Die Trinitätslehre ist auch schwer zu begreifen. Ich denke, dass selbst Theologen sie kaum verstehen werden.

Grundannahmen der Trinitätslehre

1.
Der Begriff „Gott“ darf mit gleicher Berechtigung auf verschiedene „Personen“ angewandt werden. Damit wird „Gott“ etwa wie ein Familienname verwendet oder mystischer formuliert wird Gott eine „Substanz“ und der Vater, Sohn und Heiliger Geist (die "Personen bzw. hypostasen") zu „Seinsweisen“ oder „Seinsarten“.

2. Der Heilige Geist ist genauso unabhängig vom Vater wie der Sohn. Der Heilige Geist soll als eine eigenständige „Person“ betrachtet werden.

3. Jesus Christus soll genauso „Gott“ sein wie sein Vater und Ihm damit gleichrangig (Wesensgleichheit, gr. "homousios").

Diese Vorstellungen führen zu kuriosen bis absurden Folgerungen, wie zum Beispiel,

■ dass der Gott des Alls Mensch wurde und am Kreuz gestorben sei oder

■ Maria von Gott (dem Heiligen Geist) geschwängert wurde und den gleichen Gott (in der „Seinsart“ Jesus) geboren hat (Maria als "Mutter Gottes").

■ Jesus hätte nach dieser Lehre Selbstgespräche geführt ("Nicht mein Wille, sondern der Deine geschehe", Lukas 22:42; "Mein Gott, mein Gott", Matthäus 27:47).

■ Einige meinen sogar die geradezu blasphemische Behauptung aufstellen zu können, dass der Schöpfer dieses Weltalls hilfslos in einer Krippe lag.

Die Auswirkung für das persönliche Glaubensleben der Christen ist vor allem Verwirrung. Zu wem betet man wie richtigerweise? Wem dankt man letztlich für den Gang der Dinge? Der Vater, Gott über alle und der Urprung von allem, erhält nicht mehr den Dank und die Verehrung, die Ihm zusteht, denn seit dem Dogma schreibt die Kirche vor, dass die Gottheit gleich Dreien zusteht.
Mit diesem Dogma haben es die Kirchen also geschafft, aus Gott ein Mysterium zu machen. Es wird meist auch gar nicht bestritten, dass es zwecklos ist, diese Lehre verstehen zu wollen. Das Dogma und damit Gott selbst wird selbstherrlich zum "Mysterium" deklariert. Nur das, was nicht zu verstehen ist, ist ein in sich widersprüchliches und damit mißlungenes Dogma, das nichts klärt, sondern bewußt Verwirrung stiftet. Die Bibel ist dagegen in der Beschreibung Gottes klar und logisch, wie sonst auch.
 
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