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Wie definieren Philosophen "denken"?

axeljaeger

Lehrling
20. April 2003
1
Das ist kein Scherz, sondern eine ernstgemeinte Frage eines Ratsuchenden Schülers. Wie lautet die philosophische Definition des Begriffes "denken"? Was versteht ihr unter denken?
 

Hammerhand

Geheimer Meister
9. März 2003
232
Denken = Fluch

!

Solange ich denke, schwirren ständig irgendwelche konfusen Dinge in meinem Kopf herum - oft welche, die mich eigentlich gar nicht interessieren und ich erst zufrieden bin, wenn ich damit abgeschlossen habe - das kann manchmal auch etwas länger dauern, sodass man nicht fähig ist einen anderen Gedanken zu fassen.

Ich will dumm sein - wie Erbensuppe oder eine Currywurst.
 

Dojocan

Großmeister
27. November 2002
69
Hi,

also unter "Denken" verstehe ich das vergleichen von Infomationen...
alles was ich mit meinen 5 Sinnen aufnehme verarbeite ich ....

"Denken" doch die Fähigkeit, Infomationen zu unterteilen und sie dann einer bestimmten Zuordnung zu geben...

Man könnte "Denken" auch als "wahren" 6. Sinn betrachten....wenn ich mich da nicht irre...


hmm...ausserdem hab ich mal gelesen das "Denken" die Sprache des Geistes ist...das könnte deiner Frage ein bisschen Licht einflössen....

kann dir aber auch net mehr sagen.....
 

fumarat

Erhabener auserwählter Ritter
21. Januar 2003
1.133
Also bei mir hat Denken irgenwie was mit Selbstgesprächen zu tun, nur leise. Obwohl man doch auch laut denken kann?
.....Sprache des Geistes scheint mir in dieser Hinsicht sehr passend. Danke Dojocan.

Fumarat
 

Kaisar

Geheimer Meister
23. Februar 2003
258
Denken ist der Hauptgrund, welcher uns davon abhält Glück zu finden.
(Wer glücklich ist, braucht kein Warum? mehr.Aber Warum? ist die Grundvoraussetzung eines Gedanken)
:roll:
 

struppo_gong

Auserwählter Meister der Neun
27. September 2002
906
wir denken und kommunizieren durch inferenzen, die wir durch sprache formulieren können, und sich immer auf hintergrundannahmen stützen. alle hintergrundannahmen sind metaphysisch, da wir die monadologie der ganzheit nie erfassen können.
 

Wowbagger

Intendant der Gebäude
12. April 2002
800
Moin...

Potzblitz! Gute Frage!!! :wink:

Mein Denken = Die Beschäftigung mit einer Sache. Ver- und Abgleichen vorhandener Informationen. Eventuell (wenn möglich) Interpretation der Informationen. Auf vielleicht gefundene Antwortmöglichkeiten neue Fragen stellen - und immer so weiter und so fort.......

Ich gehe davon aus, dass es keine "Endgültige Wahrheit" gibt, die wir Menschen mit unseren derzeitigen Mitteln erkennen können. Oki - es mag ein paar wenige Ausnahmen geben... (?)

Außerdem wüsste ich gerne den Hintergrund, der zu dieser Fragestellung motiviert hat. Jeder denkt seine eigenen Gedankenmuster und interpretiert auf seine persönliche Art und Weise. Was soll es also nutzen, eine "Definition" für die Funktionsweise des "Denkens" zu erfragen, wenn doch ein jeder eine andere Methode oder Herangehensweise an den Tag legt?
Angenommen eine andere Art des "Denkens" erscheint effektiver; kann man seine eigene "Technik" dann ablegen???
Mal neugierig gefragt.......
(Ich bezieh das jetzt wirklich nur (!) auf die Art des "Denkens" - nicht auf die Gedanken als solche.)

Beste Grüße.......
 

JJJK

Geheimer Meister
31. August 2002
195
wie wärs mit "denken ist das unbewusste balancieren zwischen schwachsinn und wahnsinn"?
ist mir grad eingefallen
trägt aber nicht zur lösung bei, tut mir leid... und bisher hat es wohl nur wowbagger richtig versucht :wink:

wie dem auch sei, die antwort kann eigentlich nur etwas allgemeines sein, dass die wahrheit beschreibt und das unbekannte elegant unter den teppich kehrt.
auf jeden fall können wir froh sein dass wir übers denken nachdenken können :D
 

Martin_II

Geselle
29. Januar 2003
17
Denken ist die Wahrnehmung der Verarbeitung der äußeren (fünf Sinne) und inneren (zB Erinnerungen) Reize im Gehirn. Dieser Prozess vollzieht sich automatisch und man ist nur ein Beobachter. Es ist aber möglich, daß diese Beobachtungen ebenfalls als Reize in den Verarbeitungsprozess aufgenommen werden.
 

Skywalker

Großmeister
23. September 2002
94
Ich empfehle mal Martin Heideggers Schrift "Was heißt Denken?".
Ich habe es gerade nicht zur Hand, sonst würde ich noch die Bestellnummer dazuschreiben, es sollte aber eigentlich in jeder anständigen Buchhandlung als Reclam Heft zu finden sein.

Gruß

Skywalker
 

rhesus

Geselle
7. April 2003
18
also ich denke(*g*), dass Denken
1) ein Gespräch im Kopf darstellt von zwei verschiedenen Einstellungen/Möglichkeiten/Meinungen/Informationen/Zitaten/etc...
2) ein Versuch ist sich etwas Unbekanntes vorzustellen
3) sein Handeln zu kontrollieren(auch mit 1.)
4) ein Versuch ist die Zukunft anhand von Informationen vorraus zu sehen
5) die Gefühle wahrnimmt und mit 1.-4. verarbeiten
6) Erinnerungen und Wahrnemungen bewertet oder interpretiert
7) anhand von 1.-6. eine Meinung bildet

das ist mein Versuch mal das Denken zu Strukturieren so gut es geht. Aber da auch mein Denken nicht perfekt ist(ist es nie(wieso eigentlich nicht?)) ist es bestimmt noch nicht einmal annähernd vollständig :D
 

Diskordias Legionär

Geheimer Sekretär
25. April 2002
606
Ich denke, denken läuft so ab (muahahahaaaaa):

wir nehmen Sachen, Dinge , Geschehnisse [...] auf mit Augen, Ohren und was uns noch so zur verfügung steht...das ganze "jagen" wir dann durch "Siebe" oder Raster..., die uns vorgegeben wurden, seit wir angefangen haben, etwas mitzubekommen.....diese Raster sind sehr eng...und dann heißt es: die guten (bekannten Dinge) ins Körbchen, den Rest in den Mülleimer.... also basiert das "denken" auf den Sieben und Rastern!!!

(ich)

Danke!
 

Hammerhand

Geheimer Meister
9. März 2003
232
... und genau dies würde ich als die sogenannte Vorarbeit zum Denken beschreiben!

Das Denken entwickelt sich erst dann, wenn du die Eindrück in deinem Hirn auch verarbeitest, d.h. wenn dein Verstand versucht diese Dinge zu verstehen!
Als einfaches Beispiel können wir zwei Stühle betrachten. Wir wissen, dass dies zwei Stühle sind, obwohl sie vielleicht kaum etwas gemeinsam haben, aussen den zwei Beinen, die man vielleicht gar nicht zieht, und einer Lehne. Nur durch Assoziation mit bekannten Dingen können wir diese Dinge dann auch verstehen. Das Denken ist also immer eine Art abstrakter Vergleich verschiedener Dinge untereinander, die mit Hilfe von Sinnen erst dazu angeregt werden.
Denken ist der Reflektionsprozess im Gehirn, bei dem alle menschlichen Eigenarten hinein spielen!
 

Diskordias Legionär

Geheimer Sekretär
25. April 2002
606
Als einfaches Beispiel können wir zwei Stühle betrachten
Ok....tun wir das!!!

Wir wissen, dass dies zwei Stühle sind
das is aber sehr naiv.... :lol: :lol:

obwohl sie vielleicht kaum etwas gemeinsam haben, aussen den zwei Beinen, die man vielleicht gar nicht zieht, und einer Lehne
Du drückst das gesehene durch ein Raster...und das eheste, das in betracht kommt, ist ein Stuhl....(in diesem Fall)

Das Denken ist also immer eine Art abstrakter Vergleich verschiedener Dinge untereinander, die mit Hilfe von Sinnen erst dazu angeregt werden.
Also: nicht abstraktion, sondern "Raster drücken"!!!

Danke
 

NoToM

Intendant der Gebäude
13. Januar 2003
852
Hier eine Philosophische-Definition: (Quelle: wissen.de)

Philosophie

In der antiken Philosophie, insbesondere durch Parmenides und Platon, wurde Denken scharf von Meinung unterschieden. Es wird vom "reinen Denken", das nicht durch Wahrnehmung und Sinnlichkeit beirrt sein soll, ausgegangen. In der neuzeitlichen Philosophie tritt das Denken in Gegensatz zum objektiven "Sein". Während der Empirismus den Stoff des Denkens als von der Sinnlichkeit gegeben annimmt, geht der Rationalismus vom erkenntnistheoretischen Primat des Bewusstseins ("reinen Denkens") aus. Kant hingegen bringt Denken und Sinnlichkeit in ein Abhängigkeitsverhältnis ("Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind" ["Kritik der reinen Vernunft"]). Er behält die auch in der Aufklärungsphilosophie gebräuchliche Unterscheidung zwischen Vernunft und Verstand bei, wertet sie jedoch anders: Das Höhere ist die Vernunft als Gesetzmäßigkeit des Denkens, während der Verstand als erfassendes Denken sich auf die Gegenstände richtet, die nun nicht mehr übersinnlich gedacht werden. Heidegger versucht in seiner Spätphilosophie, ein "ursprüngliches Denken" wiederzugewinnen, das er dem Denken der Wissenschaften entgegensetzt und das zu der griechischen Identität von Denken und Sein zurückführen soll.
 

Hammerhand

Geheimer Meister
9. März 2003
232
Legionär - du hast offensichtlich nicht verstanden, was ich geschrieben habe. Deswegen enthalte ich mich hier jeglichen Kommentaren.
 

Diskordias Legionär

Geheimer Sekretär
25. April 2002
606
Falsch...ich habe versucht, Dir zu zeigen, das man es so oder so sehen kann....wie immer: ALLES IST ABHÄNGIG VON DER ANSICHT! (nichts ist wahr.....alles erlaubt....)
 

Hammerhand

Geheimer Meister
9. März 2003
232
Tja, wie gut, dass Du andere Meinung tollerierst und nicht ausfallend wirst, sobald etwas deiner Meinung nicht entspricht. Sachliche Diskussionen scheinen wohl nicht deine stärke zu sein ...

Naja, lassen wir das. Zurück zum Thema ...
 

Diskordias Legionär

Geheimer Sekretär
25. April 2002
606
Da DU (HammerHand) nicht auf die PM antwortest, werde ich es die hier mitteilen:

Schön, das Du (in meinen Augen grundlose) Denunzierungsversuche starten "mußt"...aber naja...

Sorry, passt nicht zum Thema, aber er antwortet wie gesagt nicht auf eine PM!
 
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