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Wer ist Michael Moore?

antimagnet

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.881
Aphorismus schrieb:
Ich glaube, MM muss sich gar nicht explizit zu Robin Hood erklären damit es peinlich bleibt auf der einen Seite gegen bestimmte Unternehmen und deren Gewinnwahn zu polemisieren - um dann selbst Aktien dieser Unternehmen zu kaufen. :idea:

peinlich finde ich höchstens, dass er - angeblich - behauptet, er besäße keine aktien und dies dann - angeblich - doch tut.

wenn ein halliburton-aktionär gegen die firma stänkert, ist das doch höchstens bescheuert - aus sicht eines gewinnorientierten aktionärs. ok, eventuell aus sicht eines glaubwürdigen journalisten auch...

andererseits: wenn wallraff springer-aktien hätte - würde das seine beobachtungen bei der bild-zeitung in frage stellen?
 

Aphorismus

Ritter vom Osten und Westen
22. Dezember 2004
2.466
Irgendwie reagierst du immer wieder auf einen Einwand den ich gar nicht gebracht habe. Ich habe doch gar nichts über seine Arbeitsergebnisse geschrieben. :wink:

Die behalten natürlich die gleiche Gültigkeit!

Aber peinlich, affig, moralisch widersprüchlich etc. ist es schon auf der einen Seite Filme darüber zu machen, wie die pöse Rüstungsindustrie mit Grausamkeiten ihre Profite maximiert und auf der anderen Seite die Aktien eben genau dieser Firmen zu besitzen, sprich: selber an den angeprangerten Grausamkeiten zu profitieren. Und das würde auch so bleiben selbst wenn er nicht gelogen, sondern seinen Aktienbesitz von vornherein offengelegt, hätte. Nur hätte sich dann wahrscheinlich kaum einer seinen Film abgeguckt... :wink:
 

Winston_Smith

Groß-Pontifex
15. März 2003
2.804
@ anti

politik wissenschaftlich zu betrachten, ist was für politologen, aber doch nicht für einen normalen menschen.

Ein Umstand, der es mir oft genug schwer macht, über Politik zu diskutieren... (Welchen Smilie setzte ich denn jetzt, um nicht arrogant zu klingen?)


Aber peinlich, affig, moralisch widersprüchlich etc. ist es schon auf der einen Seite Filme darüber zu machen...

-zustimm-



ws
 

_Dark_

Ritter Rosenkreuzer
4. November 2003
2.666
nur noch ganz kurz was ot an booth

stattfindet, und wie sich das auf die demokratie auswirkt..
Man frage sich aber auch mal, wieso so viele Menschen scheinbar glauben, daß so vieles früher "besser" gewesen sei

dann musst du aber doch auch die konsequenz ziehen, die demokratie, wie wir sie haben, in die tonne zu kloppen, denn das wahre kanns dann ja nicht sein.. schon eher aber eine oligarchie mit perfekter inszenierung

ws schrieb:
Welchen Smilie setzte ich denn jetzt, um nicht arrogant zu klingen?

brauchste nicht, denn das ist die wahrheit.. damit meine ich nicht andere meinungen, sondern pauschalisierungen, unwissen, vorurteile oder imprägniertes wissen..
hab ich sicher auch, wie jeder andere hier, aber wenigstens können wir das meistens zugeben, und draus lernen.
das ist mit sicherheit keine arroganz
 

holo

Frechdachs
27. August 2005
2.712
_Dark_ schrieb:
dann musst du aber doch auch die konsequenz ziehen, die demokratie, wie wir sie haben, in die tonne zu kloppen, denn das wahre kanns dann ja nicht sein.. schon eher aber eine oligarchie mit perfekter inszenierung

Also den Weg zu Mülltonne finde ich leicht - aber wie sieht die perfekte Inszenierung einer Oligarchie aus?
 
B

Booth

Gast
OT:
_Dark_ schrieb:
dann musst du aber doch auch die konsequenz ziehen, die demokratie, wie wir sie haben, in die tonne zu kloppen,
Sorry - der Zusammenhang ist mir nicht klar. Wieso muss ich die Demokratie in die Tonne kloppen, wenn ich darauf hinweise, daß ich es für sehr fraglich halte, den Eindruck zu erwecken, daß früher vieles besser gewesen sei? (Zumal dieses früher in der Aussage nicht ansatzweise eingegrenzt wurde).
denn das wahre kanns dann ja nicht sein..
Da gebe ich Dir ja völlig recht - aber wieso muss man permanent gegen diese "Früher-war-alles-besser"-Mentalität anreden?

Naja - ist aber wirklich OT... sorry.

gruß
Booth
 

morgenroth

Geheimer Sekretär
6. September 2003
685
Aphorismus schrieb:
Aber peinlich, affig, moralisch widersprüchlich etc. ist es schon auf der einen Seite Filme darüber zu machen, wie die pöse Rüstungsindustrie mit Grausamkeiten ihre Profite maximiert und auf der anderen Seite die Aktien eben genau dieser Firmen zu besitzen [...]

Natürlich ist das "peinlich", aber mit dieser Peinlichkeit rennen doch die meisten Leute durch die Gegend. Da zeigt sich halt der Unterschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit.

Ich meine, wieviele Leute regen sich über die stetig wachsende Umweltverseuchung auf und fahren dennoch ihr Auto; oder wieviele regen sich über die Ausbeutung der "dritten Welt" auf und tragen trotzdem adidas oder Nike. Wieviele regen sich über eine schlechte Politik auf und gehen aber nicht wählen und wieviele können die grausamen Bilder der Massenschlachtungen nicht sehen, freuen sich aber trotzdem auf ihren Braten. Diese inkonsequente Haltung der Menschen ließe sich wahrscheinlich endlos weiter führen und trifft an irgendeiner Stelle auf jeden von uns zu......

Nobody is perfekt. Mir persönlich sind Menschen lieber, die trotz ihrer Schwächen einen besseren Weg aufzeigen, als solche die ihren Egoweg auch noch verteidigen. :wink:

Im übrigen fällt es mir sehr schwer, an diese dubiose Aktiengeschichte zu glauben.....
 

Aphorismus

Ritter vom Osten und Westen
22. Dezember 2004
2.466
@ morgenroth:

Es ist eine Sache Halliburton-Aktien zu besitzen und am Krieg zu verdienen, es ist aber eine ganz andere Sache genau dasselbe zu tun UND dabei sowohl gegen Halliburton zu hetzen als auch den Besitz der Aktien zu leugnen.

"Die meisten Leute" machen auch mit Sicherheit keine Filme in denen sie Firmen kritisieren deren Aktien sie besitzen.

Das ist die gleiche Geschichte wie damals bei Friedman: würde es nicht ausgerechnet um den Moralapostel schlechthin gehen, wäre das, worum es geht, gar nicht so wichtig. Was interessieren einen schon die ganz normalen Kleinaktionäre von Halliburton und x-beliebigen Puff-Gänger? Erst durch die (von Moore und Friedman) selbst gewählte Rolle des Moralapostels und gesellschaftlichen Anklägers wird die "normale" Verlogenheit besonders abstossend. :wink:
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
Also ich weiss nicht. Aktien zu besitzen ist an sich nicht verwerflich. Aktien zu besitzen und trotzdem Kritik am Unternehemn zu übern ist völlig legitim. Aktien von Firmen mit zweifelhaftem Geschäftsgebaren dürften eine ganze Menge Leute haben, denn wer weiss schon genau, aus was für Anleihen und Aktien zum Beispiel das Fondspaket der eigenen Fondsrente geschnürt wird ? Zu versuchen die Kritik aber damit zu stützen, daß man behauptet selber keine Aktien von der Firma zu haben, sich also quasi als Boykotteur hinzustellen, obwohl das nicht stimmt, das ist jedenfalls nicht koscher.
 

bstaron

Vorsteher und Richter
5. August 2003
760
Dem Autor Peter Schweitzer geht es darum diese "Lieblinge" der Linken als Heuchler zu enttarnen. Deshalb auch der Titel des Buches. Ein Interview mit Schweitzer hier:
http://www.nationalreview.com/interrogatory/schweizer200510250827.asp

Als Hinweis: Der ist kein "Neocon" sondern ein Mitarbeiter am Hoover Institut wie schon Anthony Sutton früher dort war. Das ist eine sehr konservative Einrichtung.

Es gibt ja auch andere witzige Beispiele, etwa Barbra Streisand die immer klagt das die Amerikaner so viel vebrauchen, sie selbst gibt aber 22.000$ im Jahr für Wasser aus. Damit der Rasen schön grün bleibt.

Die Clintons, die immer dafür sind das Steuern für "die Reichen" erhöht werden benutzen jeden Steuertrick der nur möglich ist. Noam Chomsky macht das gleiche, dazu ist er Anti-Militarist, verdient aber MILLIONEN durch Veträge mit dem Pentagon. Leute wie Franken und Moore jammern über Rassismus, haben aber kaum Schwarze als Angestellte. Moore lebt sogar in einem Ort wo es keinen einzigen Schwarzen gibt.

Der "Super Linke" Ralph Nader hat Angestellte gefeuert weil sie eine Arbeitnehmervertretung gründen wollten.

Diese Leute glauben überhaupt nicht an das was sie ihrem Publikum verkaufen wollen! Es sind Heuchler.
 

hives

Ritter Rosenkreuzer
20. März 2003
2.785
Ein paar Fragen:

1. Waren die Aktien im persönlichen Besitz von Michael Moore oder im Besitz einer Organisation?
2. Die Aktien befanden sich offenbar auf einem speziellen Wisch, der zeigt, dass sie verkauft wurden - was die Möglichkeit eröffnet, dass Moore tatsächlich weder persönlich noch über irgendwelche Organisationen, an denen er wie auch immer beteiligt ist, entsprechende Aktien besitzt.
Nun würde ich ganz gerne wissen, wann und in welchem Kontext Moore behauptet hat, keine Aktien zu besitzen und von wann diese Aktienverkaufsbestätigung (oder was es auch immer sein soll) stammt.
3. Aktienbeteiligung ist ein Weg, an Informationen des Unternehmens zu kommen. 2000 Aktien sind für meine Begriffe zwar etwas viel für solche Zwecke, doch angeblich ist diese Praxis speziell von Moore bekannt. Hat jemand konkret zu diesem Punkt weitere Informationen?



Das ist die gleiche Geschichte wie damals bei Friedman: würde es nicht ausgerechnet um den Moralapostel schlechthin gehen, wäre das, worum es geht, gar nicht so wichtig.

Sehr seltsamer Vergleich. Zudem wüsste ich nicht, dass Friedman Politikern auf persönlicher Ebene moralische Vorwürfe in Bezug auf ihr Privatleben, also bspw. Drogenkonsum, gemacht hätte...
Friedman bekommt übrigens wieder seinen Polit-Talk - bei einem der privaten "Nachrichtensender".


Was ich in Bezug auf die Quelle Peter Schweizer interessant finde, ist, dass er über "liberale Heuchler" schreibt, und dann u.a. Peter Singer als Beispiel nimmt, einen sozialdarwinistisch-eugenischen Bioethiker, der "heuchlerisch" seine an Alzheimer erkrankte Mutter umsorgen lässt...
Was soll den an Singers eugenischer "Ethik" bitte "liberal" sein? Oder würzt Schweizer seinen Angriff gegen Linksliberale mit ein paar Spitzen wider die Gegenseite?
:gruebel:

Schätzungsweise würden einige User hier die Quellen und Aussagen kritischer betrachten, wenn es nicht gerade um die moralische Diffamierung ihrer Lieblingsfeinde gehen würde...

Unterhaltsame Rezensionskämpfe werden übrigens bei Amazon ausgetragen:
Well, Peter Schweizer has the cure for any dismayed, forlorn Republican. Lets just call " Do As I Say " one big Conservative " happy pill! "

Und dass ich persönlich ebenfalls meine Probleme mit Moore habe, ist an anderer Stelle nachzulesen, zb. da:
http://www.ask1.org/modules.php?name=Forums&file=viewtopic&t=13203&start=45


_______________________



Noch ein paar Worte zu Noam Chomsky: seine akademische Karriere (bzw. sein Quereinstieg in das MIT) hat im Kontext der Linguistik stattgefunden! Wenn schon, dann war er ein vom Militär bezahlter Sprachwissenschaftler, kein vom Militär bezahlter Politologe. Entsprechend kann ich mir auch recht gut vorstellen, dass Chomskys Interpretationen von Sprache und Sprachvermögen (insbesondere im Kontext von Universalgrammatik, Chomsky-Hierarchie etc.) für das Militär nicht ohne Bedeutung sind....

Chomsky selbst:
SZ: Aber jetzt was anderes: Ist es nicht so, dass das MIT vom Militär mitfinanziert wird?

Chomsky: Wieso nur mitfinanziert? In den 60er Jahren, als ich gegen Vietnam protestierte, habe ich in einer Abteilung gearbeitet, die zu 100 Prozent vom Militär finanziert wurde. Lustigerweise war es damals eine viel offenere und liberale Einrichtung als heute, wo die großen Firmen Einzug gehalten haben. Der Grund ist einfach: Das Pentagon begreift, was die meisten Wirtschaftsleute nicht zu verstehen scheinen, nämlich dass die Wirtschaft auf einem sehr dynamischen Staatssektor basiert, der gefördert werden muss. Und diese Förderung kam im wesentlichen vom Militär. Die gesamte moderne Wirtschaft, die so genannte new economy – Computer, Internet, Telekommunikation, Automatisierung, Laser –, entstand im Staatssektor und kam zumeist aus dem militärischen Bereich.

SZ: Sollten Ihre Forschungen nicht auch militärisch genutzt werden?

Chomsky: Dafür waren sie viel zu abstrakt. Das Militär hat meine Arbeit finanziert, aber das Ergebnis war denen egal.

SZ: Aber sollten nicht die Grundregeln Ihrer generativen Grammatik jedem Soldaten in den Rucksack gepackt werden für den Fall, dass er im fremdsprachigen Ausland abgeschossen wurde?

Chomsky: Das sagen die Leute, aber im Ernst dachte niemand daran. Ich habe es schon gesagt: Die Militärs finanzieren Forschung und Entwicklung, weil sie annehmen, dass es sich früher oder später auszahlen wird. Aber die eigentliche Arbeit hat sie nicht interessiert.

SZ: Und diese Militärs wollten Sie nie rausschmeißen, als Sie gegen den Vietnamkrieg protestierten?

Chomsky: Vielleicht haben sie es erwogen, aber ich habe nie etwas davon erfahren. Und ich war umstritten, ich habe Aktionen gegen den Krieg organisiert, ich war mehrfach im Gefängnis, aber für eine Entlassung gab es kein Anzeichen.
http://www.litart.ch/enzens1.htm


mfg
 

morgenroth

Geheimer Sekretär
6. September 2003
685
Aphorismus schrieb:
Erst durch die (von Moore und Friedman) selbst gewählte Rolle des Moralapostels und gesellschaftlichen Anklägers wird die "normale" Verlogenheit besonders abstossend. :wink:

Das hieße ja in der Konsequenz, dass man einem aktiven Tierschützer vorverwerfen könnte, dass er bei jedem Schritt den er tut wissendlich viele Kleintiere tötet.
Sollte man deswegen seine Tätigkeiten in der Wertigkeit reduzieren oder ihn von seiner Tätigkeit abhalten?

Das ist vielleicht ein bisschen weit hergeholt, soll aber zeigen, dass man m.E. sehrwohl Misstände aufzeigen kann, ohne den Anspruch der Perferktion zu haben.
 

Marc

Vorsteher und Richter
31. Dezember 2003
792
morgenroth schrieb:
Aphorismus schrieb:
Erst durch die (von Moore und Friedman) selbst gewählte Rolle des Moralapostels und gesellschaftlichen Anklägers wird die "normale" Verlogenheit besonders abstossend. :wink:

Das hieße ja in der Konsequenz, dass man einem aktiven Tierschützer vorverwerfen könnte, dass er bei jedem Schritt den er tut wissendlich viele Kleintiere tötet.
Sollte man deswegen seine Tätigkeiten in der Wertigkeit reduzieren oder ihn von seiner Tätigkeit abhalten?

Das ist vielleicht ein bisschen weit hergeholt, soll aber zeigen, dass man m.E. sehrwohl Misstände aufzeigen kann, ohne den Anspruch der Perferktion zu haben.
Das ist wirklich weit hergeholt.
Dem Tierschützer wird es schwer fallen eine Schritt zu machen ohne Tiere dieser Gefahr auszusetzen.
Michael Moore wird ja hier vorgeworfen das er wissentlich diese Aktien erwoben hat und nicht das er keine andere Wahl hatte.
Und auch wenn man Missstände aufzeigt, ist es trotzdem oder besser gesagt "gerade" fragwürdig, wenn man verheimlicht das man selber "Täter" ist.
 
B

Booth

Gast
bstaron schrieb:
Diese Leute glauben überhaupt nicht an das was sie ihrem Publikum verkaufen wollen! Es sind Heuchler.
Letztendlich sind alle Menschen Heuchler - alle kritisieren etwas an anderen, was sie selber ebenfalls tun oder zumindest durch die eine oder andere Handlung unterstützen.

Was ich mir zunächst einmal wünschte, wäre etwas mehr Selbstkritik - auch und gerade von Leuten, die in der Öffentlichkeit stehen... aber auch von ganz normalen Menschen, wie Dir und mir. Wir sind da selber nicht wirklich besser.

gruß
Booth
 

_Dark_

Ritter Rosenkreuzer
4. November 2003
2.666
ok, booth, mir war gar nicht klar, dass ich dieses "keiner mehr" so eingebaut habe, jetzt weiß ich was du meinst...
ich dachte, nur dass du nach deiner zustimmung, so habe ich den post jedenfalls interpretiert, dass die meisten nicht reflektieren und der propaganda auf den leim gehen, unsere demokratie wegschmeißen kannst, weil sie den namen letztendlich nicht verdient..

aber egal, ich denke das thema wird früher oder später in einem anderen thread auftauchen
 

the_midget

Meister vom Königlichen Gewölbe
28. Juni 2004
1.437
hives schrieb:
Ein paar Fragen:

1. Waren die Aktien im persönlichen Besitz von Michael Moore oder im Besitz einer Organisation?

Also hier
findet sich folgende Formulierung:
How then did author Peter Schweizer uncover IRS documents showing that Moore's very own foundation has bought stocks in some of America's largest corporations – including Halliburton, other defense contractors and some of the same companies he has attacked?

und etwas später wird nochmal gesagt:
he year that Moore claimed in "Stupid White Men" that he didn't own any stock, he told the IRS that a foundation totally controlled by Moore and his wife had more than $280,000 in corporate stock and nearly $100,000 in corporate bonds.

Ich weiss ehrlich gesagt nicht was mit "very own Foundation" gemeint ist. Also ob das jetzt eine Stiftung ist, oder ein Fund etc. Vielleicht kann damit ja jemand was anfangen...

2. Die Aktien befanden sich offenbar auf einem speziellen Wisch, der zeigt, dass sie verkauft wurden - was die Möglichkeit eröffnet, dass Moore tatsächlich weder persönlich noch über irgendwelche Organisationen, an denen er wie auch immer beteiligt ist, entsprechende Aktien besitzt.

Der Wisch um den es geht wird als IRS bezeichnet. vielleicht weiss ja jemand was das ist? (ich habe eigentlich an eine Art Steuererklärung gedacht?)

Nun würde ich ganz gerne wissen, wann und in welchem Kontext Moore behauptet hat, keine Aktien zu besitzen und von wann diese Aktienverkaufsbestätigung (oder was es auch immer sein soll) stammt.

Aus derselben Quelle wie oben:

Publicly, Moore has claimed he wants no part of these companies and won't own stock.

In his book "Stupid White Men," he wrote: "I don't own a single share of stock."

He repeated the claim in a 1997 letter to the online magazine Salon, saying: "I don't own any stock."

Also hat er es offenbar in Stupid White Man behauptet und diese Aussage 1997 erneuert! Ist also schon einige Jahre her.

3. Aktienbeteiligung ist ein Weg, an Informationen des Unternehmens zu kommen. 2000 Aktien sind für meine Begriffe zwar etwas viel für solche Zwecke, doch angeblich ist diese Praxis speziell von Moore bekannt. Hat jemand konkret zu diesem Punkt weitere Informationen?

Also ich hab in einigen Foren gestöbert und da hat zum Beispiel jemand argumentiert man können keine kleinen Aktienpakete (z.B. 10 Stück) kaufen, die würden immer in Paketen angeboten, die eine gewisse Größe haben. Dem wurde aber auch von jemandem widersprochen, der meinte man kann übers Internet als auch über einen Broker sehr wohl auch kleine Aktienmengen erwerben.

Ich weiss auch nicht inwieweit die Höhe des Anteils auch eine eventuelle Stimmberechtigung erhöht.

Wenn man bedenkt, daß Michael Moore sich angeblich mal in irgendeinen Rat seiner Schule wählen lassen hat, um dann den Direktor zu feuern (mit dem er wohl Ärger hatte), dann würde es auch passen wenn er Aktien kauft um Ärger im betreffenden Unternehmen zu machen.

Von MM selbst habe ich noch nirgends eine Stellungnahme zum Thema gefunden. Da das Buch mit den Vorwürfen sich anscheinend wachsender Popularität erfreut, dürfte das allerdings nur eine Frage der Zeit sein. Aber selbst wenn MM jetzt eine Erklärung abgeben würde, die in die Richtung geht, wäre es jetzt wohl nicht mehr besonders glaubwürdig.

gruß

mgt
 

Sensoe

Geheimer Meister
8. Februar 2003
379
the_midget schrieb:
Der Wisch um den es geht wird als IRS bezeichnet. vielleicht weiss ja jemand was das ist? (ich habe eigentlich an eine Art Steuererklärung gedacht?)

Damit dürftest Du auch richtig liegen.
Die IRS ist afaik die amerikanische Steuerbehörde.
 

Aphorismus

Ritter vom Osten und Westen
22. Dezember 2004
2.466
hives schrieb:
Aphorismus schrieb:
Das ist die gleiche Geschichte wie damals bei Friedman: würde es nicht ausgerechnet um den Moralapostel schlechthin gehen, wäre das, worum es geht, gar nicht so wichtig.

Sehr seltsamer Vergleich.

Finde ich nicht, aber nehme ich mal zur Kenntniss.

hives schrieb:
Zudem wüsste ich nicht, dass Friedman Politikern auf persönlicher Ebene moralische Vorwürfe in Bezug auf ihr Privatleben, also bspw. Drogenkonsum, gemacht hätte...

Habe ich das denn behauptet? Ich glaube wir reden aneinander vorbei. Den Vergleich habe ich gebracht, weil hier gesagt wurde, dass das, was Michael Moore da mache (also Aktien von Unternehmen besitzen die er aufs schärfste kritisiert) gar nicht so besonders verlogen sei, sondern wir alle ebensolche Heuchler sind wie er.

Und da gilt für mich das gleiche wie bei Friedman: Koks & Nutten? Bittesehr! Aber dann nicht den gesellschaftlichen Ankläger und Moralapostel spielen! (Soll ich dir die Artikel raussuchen wo Friedman vor seiner Affäre über die "prostituisierte Gesellschaft" schwadroniert oder willst du dir und mir die Arbeit ersparen?)

Oder für Moore: Halliburton-Aktien kaufen und die Kriegsmaschinerie stützen? Bittesehr! Aber dann bitte nicht den gesellschaftlichen Ankläger und Moralapostel spielen, der ausgerechnet gegen diese Unternehmen polemisiert.

Ich kenne genug Leute, die gut an Aktien verdienen - aber an Aktien von Solar-Anlagen. Will sagen: auch ohne Halliburton und Konsorten kann man an der Börse Kohle machen.

Im Grunde macht Moore doch nicht zum Heuchler, dass er Aktien besitzt, sondern dass er (1) darüber lügt (2) ausgerechnet Aktien der Unternehmen besitzt, die man ihm zu Folge "auf keinen Fall unterstützen" sollte und (3) das Geld für diese Aktienkäufe mit Filmen und Büchern verdient hat, die dieselben Unternehmen attackieren.

hives schrieb:
Schätzungsweise würden einige User hier die Quellen und Aussagen kritischer betrachten, wenn es nicht gerade um die moralische Diffamierung ihrer Lieblingsfeinde gehen würde...

Na dann lass mich doch mal an dem Ergebnis deiner kritischeren Betrachtung der Quelle teilhaben - was spricht gegen Schweizer?

morgenroth schrieb:
Aphorismus schrieb:
Erst durch die (von Moore und Friedman) selbst gewählte Rolle des Moralapostels und gesellschaftlichen Anklägers wird die "normale" Verlogenheit besonders abstossend. :wink:

Das hieße ja in der Konsequenz, dass man einem aktiven Tierschützer vorverwerfen könnte, dass er bei jedem Schritt den er tut wissendlich viele Kleintiere tötet.

Sorry: :?:

Verstehe ich überhaupt nicht. Wenn überhaupt dann ist Moore mit einem "Tierschützer" vergleichbar, der Schlachthäuser finanziert und dessen Lieblingsgericht Fleischsalat ist.
 

morgenroth

Geheimer Sekretär
6. September 2003
685
Aphorismus schrieb:
Verstehe ich überhaupt nicht.

Will damit sagen, dass ich bei der Beurteilung der Dinge, das menschliche Handeln auf meine ganz persönliche, subjektive Waagschale lege - denn perfekt ist niemand.

Wenn Michael Moore bespielsweise im Besitz solcher Aktien ist, ist das zwar im Zweifelsfall negativ, wiegt aber nicht schwerer als seine Verdienste in Sachen "Aufklärung".

Wenn aber beispielsweise Gorge W. Bush 10 private Dollars für ein Kriegsopfer im Irak spenden würde, wäre das im Zweifelsfall positiv, wiegt aber bei weitem nicht so schwer, wie seine restlichen Handlungen.

Im übrigen ist es ja nun mal wirklich so, dass man als Aktionär einen besseren Zugang zu diversen Daten hat, als wenn man die Sache "von aussen" angeht.

Ich muss aber zugeben, dass mein Englisch zu Wünschen übrig lässt, und ich diese Seite nicht so gut wie eine deutschsprachige Seite verstehe. Komischerweise gibts auch keine... zu Mindest hab ich keine gefunden...ausser eben diese eine englischsprachige...und das bei so einem "Skandal" :gruebel:
 

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