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wem gehören eigentlich die Bahnhöfe?

Highwaydog

Geheimer Meister
16. Oktober 2002
241
ich hab mich mal mit einem unterhalten, ob jetzt der Hauptbahnhof in Heilbronn (auch allgemein alle Bahnhöfe) der Stadt gehören oder der DB.. wären es demnach öffentliche Plätze oder Eigentum der DB...
also wer würde z.B. eingreifen, wenn dort beispielsweise eine Schlägerei abgeht (nein, ich hab nix vor, das sollte ein theorethisches Experiment bleiben :lol:)

(PS: ich hab kein besseres Forum gefunden als Politik, Zeitgeschichte und Geschichte, in das das Topic hier gepasst hätte)
 

Lazarus

éminence grise
10. April 2002
1.280
Die DB - sie ist Besitzer und Hausherr und hat auch für die allgemeine Sicherheit zu sorgen...
 

SentByGod

Großer Auserwählter
10. April 2002
1.675
Die Hütten gehören den Städten und die Angestellten der DB. Wie soll denn die DB soviele Gebäude unterhalten können?
 

Lazarus

éminence grise
10. April 2002
1.280
Was meinst wohl warum einer nach dem anderen platt gemacht wird und durch solche tollen Bahnsteigsdinger ersetzt wird??
 

Highwaydog

Geheimer Meister
16. Oktober 2002
241
also der anlass, warum wir darüber diskutiert hatten, war folgender:

jemand hatte mir erzählt, dass am Bahnhof (im Hbf-Gebäude selber, nicht an solchen komsichen billigen Steigen da) eine Gruppe mit Dreadlocks rumstand (diese gequirlten lustigen Haare, ihr wisst schon), und ein Sicherheitsbeamter ist zu ihnen herangetreten und will wissen, was sie da machen. Als die Gruppe antwortet, dass sie auf einen Zug wartet, meint der Beamte: "Ja kommt doch 5 Minuten bevor der Zug abfährt wieder hier her, ihr macht das Bild des Bahnhofs kaputt"...

ich war da nicht dabei, sonst wär ich dem vielleicht ans Leben, aber ich find es schon recht unverschämt, die Dreadheads, nur weil sie eine andere Frisur wie das Ideal des Beamten eine ist, tragen. Da habe ich mir dann überlegt, ob der Beamte noch etwas zu sagen gehabt hätte wenn man etwas erwidert hätte ungefähr wie folgendes: "Entschuldigen Sie mal, aber finden Sie nicht, dass wir ungefähr den gleichen Wert haben wie Sie, so wie das im Gesetz verankert ist, und dass wir beide Menschen sind und Sie kein Recht haben, uns zu diskriminieren?"

Meint ihr, der Beamte hätte die Gruppe sonstwohin schleppen können, zu einer höheren Instanz, wenn sie nicht aus dem Bahnhofsgebäude verschwunden wäre, oder wäre das Gebäude öffentlich gewesen, also hätte er den Dreadheads garnichts befehlen können, da sie sich nicht strafbar gemacht hatten, da sie nur herumstanden und auf den Zug warteten, was ihr gutes Recht war?? :?:
 

Lazarus

éminence grise
10. April 2002
1.280
Wenn es einer vom der Bahnhofssecurity war, vertritt er den Hausherren, sprich die Bahn. Die Bahn ist nicht verpflichtet jeden zu befördern und hat das recht Personen nach eigem ermessen aus dem Haus/Bahnhof zu verweisen - wenn nötig mit sanfter Gewallt (raustragen) - auch der Bahnhofsvorplatz ist meist im Besitz der Bahn, auch hier kann ein Platzverweis von den Beamten ausgesprochen werden.

Bei stärkeren Wiederstand wird dann eben die staatliche Ordnungsmacht gerufen und eine Anzeige geschrieben, bzw im härte Fall eine Festnahme vollzogen. Die Beamten sind auch berechtigt notfalls eine vorläufige Festnahme zu vollziehen....
 

Highwaydog

Geheimer Meister
16. Oktober 2002
241
aber ich vermute, dass sich die Bahnhofsbeamten nicht nach ihren eigenen Regeln richten dürfen... also wenn sie so handeln, wie sie es in eigenem, persönlichen Interesse gern hätten, dann vertreten sie ihren Hausherrn nicht...
Oder gibt es etwa bei der DB eine Regel, die besagt, dass bestimmte Gruppierungen einfach so grundlos ausgeschlossen werden dürfen?
Davon hätte doch niemand was... denn "das ruiniert das Bild des Bahnhofs" ist nur eine behelfsmäßige Ausflucht, dass der Beamte keine weitere Begründung liefern muss, da er keine hätte.

Ich glaube nämlich kaum, dass der Beamte zuerst noch zu einem Vorgesetzten gegangen ist, sich über die aktuellen Verhältnisse informiert hat in punkto Toleranz von jugendlichen Gruppen, und anschließend gehandelt, sondern der hat das spontan beschlossen, nach dem Motto "ha die denken wohl sie wären schon erwachsen, denen zeig ich's".
Und diese Denkensweise ist SEHR realistisch, nur um mal eventuelle Gelächter auszuschließen.

Nachtrag: Der Beamte hat für die Sicherheit des Bahnhofes zu sorgen, nicht für die Gewohnheiten der Besucher Sorge zu tragen... wenn es irgendeinen Anhaltspunkt gegeben haben könnte, dass die irgendwelche potenziellen Attentäter, Brandstifter, Chaosverursacher, Diebe, Entführer, usw. sind, dann wäre das ja verständlich, aber das war eine normale, rechtschaffene, Gruppe von Jugendlichen, die weder die Sicherheit der Bahnhofsbesucher gefährdet noch eine Aufenthalts-Regel verletzt hat, von daher hätte ich zumindest nach einer Erklärung, die erkenntliche Gründe zeigt, gefordert...

PS: hat mal einer die aktuellen Verhaltensregeln von der DB??? :roll:
 

Lazarus

éminence grise
10. April 2002
1.280
Sie haben Anweisung Personen, welche in ein bestimmtes Raster fallen zu entfernen - du hast natürlich das recht einen Beschwerdebrief zu schreiben und der Beamte muss sich dir auch ausweisen - aber ich glaube nicht das es wirklich was nützt - die haben relative Handlungsfreiheit....
 

Highwaydog

Geheimer Meister
16. Oktober 2002
241
Da ich nicht dabei war, kann ich die Situation auch nicht recht beurteilen... aber als ich das gehört habe, hab ich gedacht "spinnen die??"
und angehört hat es sich für mich wie ein Beamter, der genervt war von den ganzen Menschen, die ihn tagein, tagaus anlabern, und er deshalb seinen Dampf ungerechterweise an Jugendlichen auslässt...
Seine Begründung war nämlich mehr als unzureichend!
"Ihr zerstört das Bild des Bahnhofs"
gibt keine Information darüber, inwiefern dies vor sich geht!

Wie gesagt, wenn ich dabei gewesen wäre, hätte ich bestimmt schon längst einen Beschwerdebrief geschrieben...
An erster Stelle natürlich wegen der Vorurteile und Diskriminierung / Entwürdigung der Dreadheads:
Lazarus schrieb:
welche in ein bestimmtes Raster fallen zu entfernen
In solch einem Raster sollte man eher notieren, wie jemand wirklich ist. Da sowas aber nicht möglich ist, sagt man sich "Alles, was sich nicht anzieht/richtet wie jeder brave Bürger, fällt hinaus" und somit landet man wieder beim Aussehen...

Ich habe immer noch Zweifel, dass diese Anweisung von oben kam... es gibt so viele Dreadheads in Deutschland, dass schon sehr oft auf Bahnhöfen die Leute vertrieben werden mussten, da müsste doch schon mehr als ein paarmal Klage eingelegt worden sein... Wie schon (ganz oft von mir) gesagt, irgendwann mal mache ich mir Dreads und stelle mich nur auf den Bahnhof mit anderen, um zu sehen, was der Beamte mir als Begründung liefert...

Denn zu dem Bild des Bahnhofs gehören nicht nur gepflegte Frisuren... es gibt auch Leute, die Dreadlocks schön finden aufgrund ihrer wuscheligen Form...

Also für mich ist das ganz klar wieder so ein Generationenkonflikt, in dem ein Erwachsener meint, Jugendliche vor sich herzuschubsen, nur weil er denkt, dass das so nicht geht...
Aber ich kann mich da mal erkundigen, auf was die Sicherheitsbeamten so Wert legen wenn sie beschließen, einen rauszuwerfen... :D
 

sillyLilly

graues WV- Urgestein
14. September 2002
3.269
Also hier laufen dauernd Leute mit Dreadlocks und noch ganz anderem Outfit in der Bahn und auf Bahnsteigen rum.
Wenn die die alle rausbitten wollen, dann hätten sie viel zu tun :lol:

Namaste
Lilly
 

InsularMind

Geheimer Sekretär
9. Dezember 2003
644
Eigentlich ne Unverschämtheit gegenüber den Leuten mit den Dreadlocks, aber stimmt schon, diese Raster werden von allen möglichen Leuten verwendet, um das für ihr Geschäft, ihre Zuständigkeitsbereiche, ihr Gästeideal passende Gemisch aus Leuten vor die Nase zu kriegen.

Viele Türsteher handeln nicht viel anders, bzw. Geschäftsinhaber, die einen Kunden zum Gehen auffordern, weil sie vielleicht nichts in seiner Größe führen.
Hängt wohl damit zusammen, dass man gewissen Stilen irgend etwas Negatives anhaftet -- wie früher, als Leute mit Jeans und Lederjacke als Kriminelle galten, Langhaarige als Rumtreiber und Skater als unzuverlässig ... oder so ähnlich jedenfalls.

Weiter ungewöhnlich finde ich es dennoch nicht -- fast jeder Mensch beurteilt nach so ner Art Raster irgendwie, die einen enger, die Anderen weiter.
Na ja , manche der Raster kommen schon ganz schön antiquiert daher, zuweilen. Da wird der Dreadlockmensch verdächtigt das Image zu verschandeln ( oder irgendwas Übles im Schilde zu führen? ) und der feine Herr im Anzug und mit der Bombe in der Aktentasche kann hingehen wo er will...

8O Ich bin für Dreadlocks/ Stachelhaare bei Bankangestellten 8O
 

Highwaydog

Geheimer Meister
16. Oktober 2002
241
aber wäre es nicht schändlich für das Bild des Bahnhofs, wenn Leute zusehen, wie das Gebäude freigemacht wird von multi-kulti-Frisuren?
Es gab bestimmt genug Zuschauer die das beobachtet haben und sich über die nicht vorhandene Freiheit der Gruppe Gedanken gemacht haben und zugleich gedacht "was hat der nur an der Frisur?"

Ich finde es immer noch unglaublich, dass die DB nicht peilt, dass Frisuren oftmals nichts mit den Absichten der Person zu tun haben...

Ich werd, wenn wieder Schule ist (hab erstmal Ferien) mal einen Sicherheitsbeamten zu dem Thema befragen (ich kann mich ja ausgeben als einer, der ein Projekt zur Gemeinschaftskunde veranstalten will, und wenn ich Glück hab, erwisch ich dieses Schwein (ich glaube immer noch, dass er aus eigenen Motiven gehandelt hat), das auch schon die Dreadheads verjagt hat :lol:)


PS:
antimagnet schrieb:
seht ihr, deswegen heißt das ja auch rastafahndung...
kewles wortspiel :D
 

trashy

Großer Auserwählter
19. Mai 2002
1.781
Die meisten Menschen denken zuerst an Bahnhöfe, wenn es um die Bahn geht – und wünschen sich ein angenehmes Ambiente für ihre Reisen. Gleichzeitig muss die Bahn dafür sorgen, dass die Stationen wirtschaftlich betrieben werden können. Um beides unter einen Hut zu bringen, hat die Bahntochter DB Station&Service verschiedene Maßnahmen und Programme entwickelt. Vieles ist erfolgreich gestartet oder bereits umgesetzt.

Aber auch künftig werden von unserer Seite Anstrengungen nötig sein. Unsere strategische Ausrichtung dabei ist klar: das Erscheinungsbild unserer Bahnhöfe als wichtigem Imageträger der Bahn soll weiter verbessert und die Zufriedenheit unserer Kunden erhöht werden.

Unser bewährtes Konzept für Service, Sicherheit und Sauberkeit und die Bahnhofsentwicklungskonzeption sollen flächendeckend für Wohlfühlbahnhöfe sorgen.
link: http://www.bahn.de/pbhf/view/profil/zahlen_daten_fakten.shtml
 

Trasher

Ritter der ehernen Schlange
10. April 2002
4.104
Highwaydog schrieb:
Ich werd, wenn wieder Schule ist (hab erstmal Ferien) mal einen Sicherheitsbeamten zu dem Thema befragen (ich kann mich ja ausgeben als einer, der ein Projekt zur Gemeinschaftskunde veranstalten will, und wenn ich Glück hab, erwisch ich dieses Schwein (ich glaube immer noch, dass er aus eigenen Motiven gehandelt hat), das auch schon die Dreadheads verjagt hat :lol:)
Steck Dir nen Laptop in den Rucksack und klemm Dir 'ne Webcam hinter das Jackenknopfloch. Auf so etwas stehen die Boulevardmagazine. Vergiss aber nicht, das Gesicht des Typen später unkenntlich zu machen. 8)
 

bombaholik

Auserwählter Meister der Neun
14. Oktober 2003
924
Manche Bahnhöfe gehören auch den Städten.

Grundsätzlich gilt aber immer, dass die Herren dort, ob vom BSG (nicht zu verwechseln mit BGS (grenzschutz) wobei diese ähnlichkeit absichtlich ist)
oder sonstigen Privaten Firmen, das Hasusrecht haben und somit jeden vom Bahnhof verweisen dürfen.

Allerdings haben diese Herren keine Polizeirechte, sondern nur das Hausrecht.


DAS HEIßT DURCHSUCHEN (TASCHEN;RUCKSÄCKE), EINSPERREN ODER SONSTIGES IST DIESEN MÄNNER UND FRAUEN NICHT GESTATTET, SELBST DEN PERSONALAUSWEIS MUSS MAN DIESEN NICHT ZEIGEN.
ALLERDINGS DÜRFEN SIE BEI STARKEM VERDACHT DICH FESTHALTEN UND DER POLIZEI ÜBERGEBEN BZW DIESE RUFEN.

Gruss
 

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