Was sind die schnellsten Züge der Welt?

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Bunter Hund

Auserwählter Meister der Neun
2. Juni 2025
913
Was sind die schnellsten Züge der Welt? Es sollen Züge angeblich geben, die schneller als 1000 km fahren können.

 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
22.886
China hat eine Ost-West-Ausdehnung von grob 4000 km. Wozu soll das also gut sein? Wessen Zeit ist wertvoll genug für diesen Unsinn? Hybris, wenn es wahr wäre.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.857
Zu meiner Studienzeit war bei 200 km/h noch Schluss, aber man ging man davon aus, dass man mit der klassischen Eisenbahn als Konzept wohl so 500 bis 600 km/h hinbekommen würde. Japan ist heute in dieser Größenordnung.

Was jetzt versuchsweise die 1000 km/h erreicht hat, hat nicht mehr viel mit Eisenbahn gemeinsam. Es handelt sich um eine Magnetschwebebahn in einer luftleeren Röhre, der Versuch fand in Südkorea statt. Das Vakuum muss ein Schweinegeld kosten.

Ich empfand den Geschwindigkeitsfetisch eigentlich schon bei den deutschen ICE-Zügen mit ihren vergleichsweise moderaten 300 km/h als nicht wirklich nachvollziehbar. Zumindest nicht, wenn man die damit verbundenen gigantischen Kosten mit ins Kalkül nimmt. Ich denke mir, das Geld wäre besser in die allgemeine Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit investiert worden.
 

Giacomo_S

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
13. August 2003
4.889
Ich empfand den Geschwindigkeitsfetisch eigentlich schon bei den deutschen ICE-Zügen mit ihren vergleichsweise moderaten 300 km/h als nicht wirklich nachvollziehbar. Zumindest nicht, wenn man die damit verbundenen gigantischen Kosten mit ins Kalkül nimmt. Ich denke mir, das Geld wäre besser in die allgemeine Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit investiert worden.

Besser nicht so schnell fahren und dafür sicherer.
Wer meint, ständig von A nach B und C und zurück jetten zu müssen, der lebt sowieso irgendwie falsch. Vor allem überschätzt er ganz erheblich die Wichtigkeit der Anwesenheit seiner Person.
Besser mehr, zuverlässigere und dichtere Verbindungen für alle, als wenige Hochgeschwindigkeitszüge für wenige.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.857
Ich war ja selbst lang genug Handelsreisender. Und … wie soll ich sagen? … ein Zeitproblem entsteht nicht aus der planmäßig benötigten Reisezeit - die kann und muss man eben einplanen, egal wie lang sie ist. Das Problem besteht aus einer Verspätung, die alles über den Haufen wirft. Und hier hatte eigentlich jahrzehntelang die Bahn als das einzige Verkehrsmittel, nach dem man die Uhr stellen konnte, die Nase vorn.

Das verspielt zu haben, ist nichts, was man jemals wieder mit ein paar Minuten kürzerem Aufenthalt am Stuttgarter Hauptbahnhof, für den man Milliarden investiert hat, wieder hereinholen kann. Einen anderen systemimmanenten Vorteil hat die Bahn nie realisiert! Nämlich, dass man auf der Bahnfahrt auch arbeiten kann und die Reisezeit keineswegs verlorene Zeit sein muss. Warum nicht auch Bürodienste anbieten - Kopierer, Drucker usw. Vielleicht sogar Büroabteile mit Telefon, einem kleinen Schreibtisch und 220 V Anschluss, damit man ungestört arbeiten kann. Die Zeit ist mittlerweile über so etwas hinweg gegangen, aber vor 20 Jahren wäre das der Knaller gewesen.

Hast Du Deinen Besuchsbericht schon fertig und hast morgen den Kopf frei oder hockst Du noch im Auto im Stau und machst morgen endlos Überstunden (unbezahlt) dafür?

Du hättest damit nicht eine Viertelstunde gespart, weil der Zug in Stuttgart nicht mehr Kopf machen muss, sondern hast einen kompletten Arbeitstag gerettet! Ich denke, man hätte hier vieles machen können, um attraktiv zu sein. Aber man hat es ja noch nicht mal versucht. Schade.
 

Popocatepetl

Inquisitor
27. August 2013
7.819
Für wen ist das im Zeitalter von Videokonferenzen noch wichtig?
habe mal gehört, china hätte sehr viele wanderarbeiter, die am wochenende durchaus auch sehr weit pendeln. die freuen sich wahrscheinlich sehr, ein paar stunden mehr mit den lieben verbringen zu können.
 
Zuletzt bearbeitet:

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.857
Hm. Mag sein, dass sich das jetzt anhört wie „… sollen Kuchen essen, wenn sie kein Brot haben!“, aber da würde ich doch eher das Flugzeug empfehlen. Das gibt‘s schon und ein Flugliniennetz aufzubauen ist, sofern es die Flugplätze schon gibt, nicht viel mehr Arbeit, als eine Karte zu zeichnen.

Aber ein Netz aus 4000 km langen, luftleeren Rohren, in denen die Züge wie Projektile herumgeschossen werden? Ick weeß nicht … und so rein gefühlsmäßig: Billiger als Fliegen ist so etwas bestimmt nicht. Also vermutlich ist Beides Kuchen für die Brotlosen.

Da sind unsere Zukunftsprobleme doch viel naheliegender: Wie vermeide ich es, für ein paar Jahre eingelocht zu werden, weil ich ein paar heilige grüne Visionäre mit den den passenden, aber nach §188 verbotenen Begriffen belegt habe, weil ich mit meinem Lastenfahrrad mit dank Stromsperre ungeladenen Akkus den Greinberg in Würzburg nicht hochkomme?
 

Popocatepetl

Inquisitor
27. August 2013
7.819
bei flugzeugen ist man jedoch von kerosin abhängig. zumindest ist da auf längere sicht wohl keine sinnvolle e-mobilität möglich.

und da den chinesen bekanntlich egal ist, wo der strom her kommt...


zumal sie wohl auch die ersten mit funktionierenden fusionsreaktoren sein werden:

 

Giacomo_S

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
13. August 2003
4.889
Einen anderen systemimmanenten Vorteil hat die Bahn nie realisiert! Nämlich, dass man auf der Bahnfahrt auch arbeiten kann und die Reisezeit keineswegs verlorene Zeit sein muss. Warum nicht auch Bürodienste anbieten - Kopierer, Drucker usw. Vielleicht sogar Büroabteile mit Telefon, einem kleinen Schreibtisch und 220 V Anschluss, damit man ungestört arbeiten kann. Die Zeit ist mittlerweile über so etwas hinweg gegangen, aber vor 20 Jahren wäre das der Knaller gewesen.

Hast Du doch heute bereits. Gut, keinen Drucker, aber den braucht heutzutage im Grunde eh kaum noch jemand.
Im ICE kannst Du Dir einen Platz mit Tisch reservieren, und da hast Du einen 220V-Anschluss und kannst Deinen Laptop aufbauen. Und genau das tun die Fahrgäste i.d.R. auch. Die Internetverbindung der Bahn lässt zwar zu wünschen übrig, interessanterweise ist man mit seinem Smartphone-Tethering meist besser aufgestellt. Im Tunnel geht dann aber trotzdem nichts.
 

Bunter Hund

Auserwählter Meister der Neun
2. Juni 2025
913
Ja, das hat Vorteile, wenn man in der Zugfahrt gleichzeitig die Büroarbeit erledigt tut.
 

Pilz

Geheimer Meister
9. Januar 2026
306
Hast Du doch heute bereits. Gut, keinen Drucker, aber den braucht heutzutage im Grunde eh kaum noch jemand.
Im ICE kannst Du Dir einen Platz mit Tisch reservieren, und da hast Du einen 220V-Anschluss und kannst Deinen Laptop aufbauen. Und genau das tun die Fahrgäste i.d.R. auch.

Das ist toll! Vielleicht fahre ich/ wenn ich in China mal seinen sollte/ auch mit einem Zug/ der 1000 km/h fährt und Steckdosen mit 230 V hat*

 

Bunter Hund

Auserwählter Meister der Neun
2. Juni 2025
913
Luca Cordero di Montezemolo möchte mit Ferrari-Schnellzügen der Deutschen Bahn Konkurrenz machen.


Jetzt will der Ex-Ferrari-Chef die Deutsche Bahn angreifen​

Luca Cordero di Montezemolo hat die Marke Ferrari zurück an die Weltspitze geführt. Künftig will er Schnellzüge durch Deutschland schicken. Wie Kunden profitieren könnten – und was den Start erschwert.

Ex-Ferrari-Chef Montezemolo: Luxusklasse mit kostenlosen Mahlzeiten, Alkoholausschank und breiten Sesseln
 

Giacomo_S

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
13. August 2003
4.889
Luca Cordero di Montezemolo möchte mit Ferrari-Schnellzügen der Deutschen Bahn Konkurrenz machen.

Das Problem der Deutschen Bahn sind nicht die Züge, sondern die marode oder fehlende Infrastruktur. Wenn man, wie ich erst kürzlich, am Bhf. in Mannheim die Durchsage hört: Verspätung 90 Min. (!), Grund dafür ist eine Streckensperrung - dann werden Ferrari-Schnellzüge daran auch nichts ändern können. Oder man sitzt in einem an sich schnellen ICE, der aber gerade mal nicht schnell fahren kann, weil er hinter einem anderen Bummelzug schleichen muss ...

Während man in anderen Ländern (Frankreich!) eigene Schnellstrecken gebaut und das System gepflegt und gewartet hat, so hat man in D die Bahn über Jahrzehnte kaputt gespart. Das sehen wir heute, praktisch alle Durchsagen beziehen sich auf irgendwelche technischen Ausfälle und selbst die Stellwerke der Großstädte sind noch aus den 1970ern ...

Unlängst erst fuhr ich in Frankreich mit dem Zug ... die Bahnhöfe wie picobello und wie geleckt ... man steht an einem Fahrkartenautomaten, und er fragt dich nach deiner email ... und zwei Sekunden später hast du dein Ticket auf dem Smartphone. Er hat nicht einmal mehr einen Ticket-Drucker, und wenn du mit einem Schnellzug fähst, dann reserviert er dir einen Sitzplatz, automatisch und ohne extra Kosten.
Und den Sitzplatz, den gibt es auch, denn alle anderen sitzen auch auf reservierten Plätzen.
Ich war echt begeistert ... und beschämt.
 

Bunter Hund

Auserwählter Meister der Neun
2. Juni 2025
913
Das Problem der Deutschen Bahn sind nicht die Züge, sondern die marode oder fehlende Infrastruktur. Wenn man, wie ich erst kürzlich, am Bhf. in Mannheim die Durchsage hört: Verspätung 90 Min. (!), Grund dafür ist eine Streckensperrung - dann werden Ferrari-Schnellzüge daran auch nichts ändern können. Oder man sitzt in einem an sich schnellen ICE, der aber gerade mal nicht schnell fahren kann, weil er hinter einem anderen Bummelzug schleichen muss ...
Vielleicht baut Luca Cordero di Montezemolo auch neue Bahnstrecken.
 

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