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Was sind die schnellsten Züge der Welt?

Bunter Hund

Intendant der Gebäude
2. Juni 2025
824
Was sind die schnellsten Züge der Welt? Es sollen Züge angeblich geben, die schneller als 1000 km fahren können.

 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
22.785
China hat eine Ost-West-Ausdehnung von grob 4000 km. Wozu soll das also gut sein? Wessen Zeit ist wertvoll genug für diesen Unsinn? Hybris, wenn es wahr wäre.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.800
Zu meiner Studienzeit war bei 200 km/h noch Schluss, aber man ging man davon aus, dass man mit der klassischen Eisenbahn als Konzept wohl so 500 bis 600 km/h hinbekommen würde. Japan ist heute in dieser Größenordnung.

Was jetzt versuchsweise die 1000 km/h erreicht hat, hat nicht mehr viel mit Eisenbahn gemeinsam. Es handelt sich um eine Magnetschwebebahn in einer luftleeren Röhre, der Versuch fand in Südkorea statt. Das Vakuum muss ein Schweinegeld kosten.

Ich empfand den Geschwindigkeitsfetisch eigentlich schon bei den deutschen ICE-Zügen mit ihren vergleichsweise moderaten 300 km/h als nicht wirklich nachvollziehbar. Zumindest nicht, wenn man die damit verbundenen gigantischen Kosten mit ins Kalkül nimmt. Ich denke mir, das Geld wäre besser in die allgemeine Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit investiert worden.
 

Giacomo_S

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
13. August 2003
4.843
Ich empfand den Geschwindigkeitsfetisch eigentlich schon bei den deutschen ICE-Zügen mit ihren vergleichsweise moderaten 300 km/h als nicht wirklich nachvollziehbar. Zumindest nicht, wenn man die damit verbundenen gigantischen Kosten mit ins Kalkül nimmt. Ich denke mir, das Geld wäre besser in die allgemeine Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit investiert worden.

Besser nicht so schnell fahren und dafür sicherer.
Wer meint, ständig von A nach B und C und zurück jetten zu müssen, der lebt sowieso irgendwie falsch. Vor allem überschätzt er ganz erheblich die Wichtigkeit der Anwesenheit seiner Person.
Besser mehr, zuverlässigere und dichtere Verbindungen für alle, als wenige Hochgeschwindigkeitszüge für wenige.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.800
Ich war ja selbst lang genug Handelsreisender. Und … wie soll ich sagen? … ein Zeitproblem entsteht nicht aus der planmäßig benötigten Reisezeit - die kann und muss man eben einplanen, egal wie lang sie ist. Das Problem besteht aus einer Verspätung, die alles über den Haufen wirft. Und hier hatte eigentlich jahrzehntelang die Bahn als das einzige Verkehrsmittel, nach dem man die Uhr stellen konnte, die Nase vorn.

Das verspielt zu haben, ist nichts, was man jemals wieder mit ein paar Minuten kürzerem Aufenthalt am Stuttgarter Hauptbahnhof, für den man Milliarden investiert hat, wieder hereinholen kann. Einen anderen systemimmanenten Vorteil hat die Bahn nie realisiert! Nämlich, dass man auf der Bahnfahrt auch arbeiten kann und die Reisezeit keineswegs verlorene Zeit sein muss. Warum nicht auch Bürodienste anbieten - Kopierer, Drucker usw. Vielleicht sogar Büroabteile mit Telefon, einem kleinen Schreibtisch und 220 V Anschluss, damit man ungestört arbeiten kann. Die Zeit ist mittlerweile über so etwas hinweg gegangen, aber vor 20 Jahren wäre das der Knaller gewesen.

Hast Du Deinen Besuchsbericht schon fertig und hast morgen den Kopf frei oder hockst Du noch im Auto im Stau und machst morgen endlos Überstunden (unbezahlt) dafür?

Du hättest damit nicht eine Viertelstunde gespart, weil der Zug in Stuttgart nicht mehr Kopf machen muss, sondern hast einen kompletten Arbeitstag gerettet! Ich denke, man hätte hier vieles machen können, um attraktiv zu sein. Aber man hat es ja noch nicht mal versucht. Schade.
 

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