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Was kommt nach dem Kapitalismus?

Antiplutokrat

Geselle
2. September 2012
27
Was kommt nach dem Kapitalismus?


Ich frage mich: was kommt nach dem Kapitalismus. Entsteht dann eine höhere sozialdarwinistische Gesellschaft, wie z.B. der Googlelismus oder Googletismus, wo die Geldbanken nicht die Mächtigen sind, sondern die Informationsbanken von Google, NSA, Yahoo usw. Geld dominiert nicht mehr, sondern wichtige Informationen und Wissen, wo nur wenige Menschen einen Zugang haben und bekommen.


Oder setzt sich eine kollegiale Gesellschaftsform durch, wie z.B. der Sozialismus, Utilitarismus oder Balancetismus?

Was ist Eure Meinung?


Google-Pläne: Kauf dir einen Roboter - Unternehmen - FAZ


Google: Straßenzulassung für autonomes Auto - SPIEGEL ONLINE
 

DaMan

Ritter-Kommandeur des Tempels
30. Januar 2009
4.517
AW: Was kommt nach dem Kapitalismus?

Nichts. Kapitalismus (und Marktwirtschaft) ist das einzige System, das funktioniert.
 

DaMan

Ritter-Kommandeur des Tempels
30. Januar 2009
4.517
AW: Was kommt nach dem Kapitalismus?

Dass nach dem Kapitalismus nichts kommt weil es schlichtweg keine funktionierende Alternative gibt.
 

ThomasausBerlin

Ritter Kadosch
14. Januar 2012
5.094
AW: Was kommt nach dem Kapitalismus?

...da gab's um 1880 mal einen Engländer de behauptet hat: "Jetzt - gibt's nichts von Bedeutung mehr. Wir haben Wohlstand, wir haben die Dampfmaschine die uns Arbeit abnimmt, wir können weltweit kommunizieren weil wir den Telegraph haben - was soll da noch grossartiges kommen....?"

Tja - man kann sich irren..... kommt vielleicht nach dem Kapitalismus deswegen nichts, DaMan, weil Du Dir nichts anderes vorstellen kannst?
 

beast

Moderator
Teammitglied
23. Februar 2009
5.806
AW: Was kommt nach dem Kapitalismus?

[.....]Tja - man kann sich irren..... kommt vielleicht nach dem Kapitalismus deswegen nichts, DaMan, weil Du Dir nichts anderes vorstellen kannst?

Wie man nun Technik mit Kapital vergleichen kann, wird wohl dein Geheimnis bleiben?
 

ThomasausBerlin

Ritter Kadosch
14. Januar 2012
5.094
AW: Was kommt nach dem Kapitalismus?

Ach beast(ilein).... Da konnte sich einer keinen Fortschritt in der Technik vorstellen - und de andere kann sich keinen Fortschritt ökonomischen Systemen vorstellen.... Merkste was? Den Leutz fehlt's an Vorstellungskraft, Fantasie, Ideen..... Da hab' ich mal einen schlauen Satz gehört: "Tradition - ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Bewahrung der Asche"... Wenn man meint es gäbe keinen Fortschritt - egal in welchem Bereich - mehr, "hütet man die Asche"....
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
17.833
AW: Was kommt nach dem Kapitalismus?

Okay... Mit "Kapitalismus" ist unser gegenwärtiges Wirtschaftssystem gemeint? Das ist allerdings weltweit ganz und gar nicht einheitlich. In den entwickelten Volkswirtschaften haben wir es natürlich vor allem mit mehr oder minder eingeschränkten marktwirtschaftlichen Systemen zu tun - eingeschränkt durch sozialstaatliche Regelungen, mehr oder minder heftige staatliche Einmischung, Günstlingswirtschaft wie in Rußland, Korruption usw.
 

DaMan

Ritter-Kommandeur des Tempels
30. Januar 2009
4.517
AW: Was kommt nach dem Kapitalismus?

Ach beast(ilein).... Da konnte sich einer keinen Fortschritt in der Technik vorstellen - und de andere kann sich keinen Fortschritt ökonomischen Systemen vorstellen.... Merkste was? Den Leutz fehlt's an Vorstellungskraft, Fantasie, Ideen..... Da hab' ich mal einen schlauen Satz gehört: "Tradition - ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Bewahrung der Asche"... Wenn man meint es gäbe keinen Fortschritt - egal in welchem Bereich - mehr, "hütet man die Asche"....
Die Sache ist recht eindimensional, es gibt genau zwei Optionen (und unendlich Graustufen).
Entweder entscheidet jeder für sich selbst, was er wo kauft oder produziert - das ist dann der Markt (bzw. Kapitalismus), oder jemand anders bestimmt für ihn was er kauft und wo er arbeitet - das ist dann der Staat (bzw. Planwirtschaft). Freiheit oder Zwang, in zigtausend Jahren Menschheitsgeschichte hat noch keiner eine dritte Option gefunden und dass Zwang nicht funktioniert hat sich oft genug gezeigt.
 

Nachbar

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
20. Februar 2011
4.898
AW: Was kommt nach dem Kapitalismus?

[...] Freiheit oder Zwang, in zigtausend Jahren Menschheitsgeschichte hat noch keiner eine dritte Option gefunden und dass Zwang nicht funktioniert hat sich oft genug gezeigt.
Du hast vollkommen recht. Allerdings nur unter der Prämisse der hier und heute herrschenden Mentalität/Geisteshaltung.
Mal angenommen, wir würden umso mehr Glück empfinden, je besser es den Menschen in unserer Umgebung geht, wie sähe es dann aus?
Oder mal angenommen, wir würden umso mehr Glück empfinden, je weniger wir verbrauchen, wie dann?

Die Marktwirtschaft als das einzig sinnvolle System ist schon verdammt eng an die Art von Begehrlichkeiten geknüpft, die wir mit Glücksgefühlen verbinden.
All das wirkt im Augenblick unveränderlich, muß es aber nicht sein.
 

DaMan

Ritter-Kommandeur des Tempels
30. Januar 2009
4.517
AW: Was kommt nach dem Kapitalismus?

Du hast vollkommen recht. Allerdings nur unter der Prämisse der hier und heute herrschenden Mentalität/Geisteshaltung.
Mal angenommen, wir würden umso mehr Glück empfinden, je besser es den Menschen in unserer Umgebung geht, wie sähe es dann aus?
Oder mal angenommen, wir würden umso mehr Glück empfinden, je weniger wir verbrauchen, wie dann?
Bist du sicher, dass du eine Wirtschaftsordnung meinst?
 

Nachbar

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
20. Februar 2011
4.898
AW: Was kommt nach dem Kapitalismus?

Ich könnte es einfach eine "Werteorientierung" oder auch "Gefühlsorientierung" nennen. Egal, eine einfach andere Ausrichtung aller Empfindungen oberhalb der absolut existenziellen Grundbedürfnisse.

Ich will nichts bewerten oder gar propagieren, sondern nur die Möglichkeit in den Raum stellen, daß Menschen ein grosses EIGENES Haus und einen EIGENEN Mercedes als grotesk und widerlich empfinden könnten. Und die Frage stellen, ob sich aus so einer gesellschaftlichen Bewusstseinslage (die aktuell und eventuell generell völlig utopisch ist) nicht auch eine andere, uns seltsam erscheinende, Wirtschaftsordnung ergeben könnte.
Also letztlich nichts anderes tun als zu schauen, wie weit es sich spekulieren lässt. Denn die Zukunft ist weit und offen... Und wir dürfen nie vergessen, ziemlich im JETZT gefangen zu sein.
 

DaMan

Ritter-Kommandeur des Tempels
30. Januar 2009
4.517
AW: Was kommt nach dem Kapitalismus?

Ich könnte es einfach eine "Werteorientierung" oder auch "Gefühlsorientierung" nennen. Egal, eine einfach andere Ausrichtung aller Empfindungen oberhalb der absolut existenziellen Grundbedürfnisse.
...
Also letztlich nichts anderes tun als zu schauen, wie weit es sich spekulieren lässt. Denn die Zukunft ist weit und offen... Und wir dürfen nie vergessen, ziemlich im JETZT gefangen zu sein.
Vielleicht rede ich auch schlichtweg am Rest vorbei.
Ich gehe auch davon aus, dass sie die Handelsgüter und der "Waren"wert ändern, sobald neue Technologien oder z.B. Replikatortechnologie verfügbar ist. Am grundsätzlichen Prinzip eines Marktes Angebot und Nachfrage wird sich jedoch IMO nichts groß ändern, einfach weil es das funktionierendste System ist.
Fürs Protokoll: Ich bin keineswegs der Meinung, dass 100% Markt funktioniert oder gar erstrebenswert sei.
 

ThomasausBerlin

Ritter Kadosch
14. Januar 2012
5.094
AW: Was kommt nach dem Kapitalismus?

Die Sache ist recht eindimensional, es gibt genau zwei Optionen (und unendlich Graustufen).
Entweder entscheidet jeder für sich selbst, was er wo kauft oder produziert - das ist dann der Markt (bzw. Kapitalismus), oder jemand anders bestimmt für ihn was er kauft und wo er arbeitet - das ist dann der Staat (bzw. Planwirtschaft). Freiheit oder Zwang, in zigtausend Jahren Menschheitsgeschichte hat noch keiner eine dritte Option gefunden und dass Zwang nicht funktioniert hat sich oft genug gezeigt.

Siehste, DaMan - jetzt wird's interessant.... Stell Dir mal ein Wirtschaftssystem nach folgenden Grundsätzen vor:

1. Arbeitsleistung muss honoriert werden.
2. Bitterste Armut und überquellender Reichtum muss geächtet sein
3. Warenproduktion muss sich an - festzulegenden - ökonomischen und ökologischen Mindeststandards orientieren.
4. Wirtschaft muss transparent sein.

Zu 1: Der alte FDP-Spruch: "Leistung muss sich lohnen" war gar nicht so verkehrt. Die Frage die aber vorher beantwortet werden muss, ist die Frage nach dem was "Arbeit" und "Leistung" eigentlich ist. Für mich gibt es qualitativ keinen Unterschied zwischen der "Arbeit" und "Leistung" der Kindererziehung, der Alten- und Krankenpflege, der Produktionsarbeit oder der "akademischen" Denkarbeit. Es ist im Prinzip völlig egal welchem Tätigkeitsfeld jemand nachgeht - solange er diesem Tätigkeitsfeld seine Kraft widmet und in vollem Umfang seine erlernten und angeborenen Fähigkeiten dafür einsetzt.

Zu 2: Man kann heutzutage nicht mehr sagen, dass wenn jemand arm ist, er oder sie "selbst daran schuld" sei. Dafür ist da Wirtschaftsgefüge viel zu komplex; wir "wirtschaften" heute nicht mehr in einem kleinen, überschaubaren Rahmen einer dörflichen Gemeinschaft, sondern wir wirtschaften über teilweise höchst komplizierte Strukturen weltweit. Menschen sind heutzutage nicht mehr "die Herren (und Ladies) der Arbeit", sondern in vielen Bereichen eher "Teil der Produktionsmasse, Wirtschaftsgut". Etwas besser gestellt dem ethischen Anspruch nach wie ein Sklave, aber manchesmal noch rechtloser im Wirtschaftssystem.... Hier muss eine gesetzliche globale Regelung her, die "Opfer" des Wirtschaftssystems ausschliesst; die "Ausschlussfinanzierung" erfolgt durch das steuerliche Beschneiden der Spitzengewinne. Und diese gesetzliche Regelung muss solange Bestand haben, solange die Gier nach "immer mehr haben wollen" noch Teil des menschlichen Charakters ist....

Zu 3:In Deutschland ist das "eigentlich" schon mal klar, das es Arbeitsschutzgesetze gibt. Teilweise von der Berufsgenossenschaft vorgeschrieben, teilweise gewerkschaftlich erkämpft. Dies muss weltweit Standard sein, wobei man sich natürlich darüber unterhalten muss ob die hohen deutschen Standards nun verbindlich sein sollen, oder eher die niedrigen russischen oder chinesischen.... Darüber hinaus müssen einheitliche globale Kriterien der Nachhaltigkeit gelten; wir können bei einer stetig anwachsenden Weltbevölkerung keinen uferlosen Konsum für die Einen predigen und die anderen "hinterher laufen lassen", und alle Rohstoffe sind endlich - mag es im Einzelfall auch noch ein paar hundert Jahre dauern bis "der letzte Fisch gefangen, der Letzte Baum gefällt" ist. Wirtschaft trägt heute die Verantwortung nicht nur für das "Morgen", sonder für das "Über-übermorgen"....

Zu 4: Heutzutage versteckt sich "die Wirtschaft" gerne hinter einem Geflecht von Verbindungen", die alle mehr oder weniger undurchsichtig sind. Korruption ist weltweit an der Tagesordnung, Ausbeutung auch - und kaum jemand bemerkts weil es einfach "zu gut versteckt ist". Hier müssen mit dirigistischen gesetzlichen Mittel diese Formen der Intransparenz aufgehoben werden - letztlich auch zugunsten der Wirtschaft die damit "beweisen" kann dass sie auf ehrlicher Grundlage ehrlich arbeitet.

Kapitalismus pur - ist das sicher nicht. Sozialismus pur - aber auch nicht. Marktwirtschaftlich? Nun ja, "der Markt" arbeitet letztlich auch nur dauerprofitorientiert.... Es steckt von jedem etwas darin..... also ganz so "eindimensional" ist die Sache nicht....
 

DaMan

Ritter-Kommandeur des Tempels
30. Januar 2009
4.517
AW: Was kommt nach dem Kapitalismus?

Das ist auch wieder bloß ein regulierter Markt.
 

ThomasausBerlin

Ritter Kadosch
14. Januar 2012
5.094
AW: Was kommt nach dem Kapitalismus?

Das ist auch wieder bloß ein regulierter Markt.


Richtig - aber was ist daran falsch? Wenn 7,2 Milliarden Menschen keine Gier mehr kennen und nur noch das "Wohl der Welt" (dass da eigene Wohl natürlich mit einschliesst..) im Auge haben - braucht man vielleicht keinen regulierten Markt mehr....
 

DaMan

Ritter-Kommandeur des Tempels
30. Januar 2009
4.517
AW: Was kommt nach dem Kapitalismus?

Daran ist nichts falsch. Es ist nur keine Alternative zum bestehenden System, weil es das bestehende System ist.
 

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