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Was haltet ihr von Fight Club?

Lhasa

Großmeister
11. Juli 2002
66
Es geht um den Film 'Fight Club' mit Brad Pitt und Edward Norton.
Was sagt ihr zur Philosophie von Tyler Durden?
 

CamiloCienfuegos

Geheimer Meister
7. Juli 2002
108
Ganz ehrlich?
Ich finde den Film einfach grottenschlecht, ein IMHO sinnloser Film für Menschen, die nichts besseres zu tun haben als sich über GARNICHTS Gedanken zu machen. Okay, Edward Norton spielte seine Rolle sehr gut, aber ein guter Schauspieler macht noch lange keinen guten Film.

Ich persönlich hasse Filme deren Handlung fernab jeglicher Realität rumgurkt (Matrix ist so ein Paradebeispiel). Wenn ich in Phantasiewelten abtauchen möchte glotz' ich mir Tom&Jerry oder die Feuersteins an. Aber pseudointelligente Schrottfilme muss ich mir nicht antun.

Aber jedem das seine, gell ?! :wink: Wers mag ....
 

Soa

Großmeister
10. April 2002
74
Hallo:)

Also ich finde den Film gut gemacht, sehr interessant aber auch ganz schön krass in Bezug auf die Gewalt..

Wie definierst Du denn erstmal die Philosophie von Tylor? Also ich sehe es erstmal so:

Er tut das, was er innerlich wirklich will..das macht er dadurch, in dem er eine zweite Persönlichkeit hat..und da er es nicht weiß, kann es ihn ja auch erstmal nicht schockieren, was sein zweites Ich wirklich will..

Hmm..entweder der Film stellt dar, dass jemand ganz schön irre krank sein kann *g* oder er stellt dar, dass man das tun sollte, was man wirklich will. Allerdings sollte es dann so sein: Tu was Du willst, aber tu es mit Liebe, ohne jemanden zu schaden;) Tja..und das wird ihm dann wohl am Ende des Films auch ziemlich krass klar;)

@ Camilo

Ein Film für Menschen, die sich über GARNICHTS Gedanken machen? Und dann noch als Beispiel Matrix? *g*
Matrix gehört zu meinen Lieblingsfilme..

Gerade solche Filme regen zum Nachdenken an..bspw. Matrix:
Wer sagt, dass die Welt hier wirklich so ist, wie wir glauben, dass sie zu sein scheint?? Der Film war ne Anregung dazu, sich mal zu überlegen, was die Welt und alles um uns und der Welt herum eigentlich wirklich sein könnte..wenn man einmal anfängt in diese Richtung zu denken, kann man gar nicht aufhören..denn ALLES kann MÖGLICH sein...es hat kein Ende..
Dem Denkerwahn stehen somit alle Türen offen:)

Aber jedem das Seine;) Ach ja..ich glaube schon, dass ich schon über ziemlich viel sinnvolles nachgedacht habe *zwinker*

Licht und Liebe..

Soa
 

Maxim

Vollkommener Meister
28. Juni 2002
538
Ich bin auch ein Matrix fan, aber der Film war viiiiel zu langezogen, und zwischendrin wurde es mir mal echt langweilig !
 

Agarthe

Vorsteher und Richter
10. April 2002
796
Hi allerseits,

ich fand den Fight Club supergut gemacht, und habe ihn mehrmals gesehen.

Allerdings kenne ich jemanden, der den Film noch viel besser findet, und mir irgendwann erzählt hat, ein Kumpel und er wollten einen gründen :!:

Das fand ich dann schon sehr erschreckend, welche Wirkung dieser Film haben kann.

Besagter Bekannter hat sich übrigens nie wieder bei mir gemeldet, gleich nach dem Abend, wo ich ihm gestanden habe, wie kindisch ich seine Idee finde... :roll: :wink:

8) , Agarthe
 

Magna

Vollkommener Meister
10. April 2002
525
Hab den Film von einem Bekannten bekommen, der völlig begeistert war. Daher war ich auch entsprechend skeptisch.
Ich glaube nicht, dass es darum geht, zu tun was man möchte. Ich glaube auch nicht, dass sich viel ändert, durch das was Tyler doch noch erreicht.
Allerdings halte ich den Film für hochgradig gesellschaftskritisch.
Der Ikea-Wahn, die Kalkulation von Kosten bei der Überlegung schadhafte Autos aus dem Verkehr zu ziehen, der Espresso des Chefs... Das sind doch alles Zivilisationskrankheiten mit denen wir schon längst leben. Kann und muß man dabei eigentlich noch normal sein/bleiben? Wer von uns kann sich noch als gesund bezeichnen? Wer sucht nicht nach einer Möglichkeit endgültig auszubrechen?
Ich glaube das ist es, was den Film zu interessant und wichtig für mich macht. Er setzt die Wut und den Wahnsinn um mit dem viele täglich leben, mich nicht ausgeschlossen.
Liebe Grüße,
Magna
 

ParaM!nd

Geheimer Meister
23. Mai 2002
320
Als Film find ich Fight Club absolut genial, allein dadurch, dass es keine von diesen absoluten und absolut unglaubwürdigen Happy End`s hat, gehört er für mich zu den besten Filmen überhaupt.
Zur Philosophie, hm, überzeugt nicht wirklich, wobei man das, was Magna gesagt hat, so stehen lassen kann.

ParaM!nd
 
A

Anonymous

Gast
Fand den Film langweilig. Hab auch überhaupt nicht verstanden, wie man so unreflektiert durch's Leben stiefeln kann. So draufkommen ist doch eine Frechheit allen gegenüber, die nicht in so ein warmes Nestchen geworfen werden wie diese Holios da in dem Film. Aber fand ich noch konsequent, dass sie sich wenigstens freiwillig dafür verprügeln lassen.
 

Wowbagger

Intendant der Gebäude
12. April 2002
800
Moin...

"Fight Club" ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme!!!

Ich fand bemerkenswert, dass "vielleicht" jeder Bereich menschlicher Abgründe angerissen wurde.
Aber das ist wohl - wie bei jeder Kunstform - sehr betrachtungsabhängig...

Mir kam er wie ein "guter alter Freund" entgegen.
Und dann noch der Soundtrack... sehr feine Sache!!!

Beste Grüße.......

Ach ja...
So hirn- und gedankenlos kann der Film kaum sein...
Ich hab mehrfach gehört, dass der Film (besser noch das Buch) in Psychologen- und Philosophenkreisen - bzw. bei den entsprechenden Studenten - recht häufig als Diskussionsthema herhalten darf... :wink:
 

CamiloCienfuegos

Geheimer Meister
7. Juli 2002
108
Ich find'n wie gesagt schlichtweg kagge ... unwichtig, ein typischer Hollywood-U-Film der späten 90er meiner Meinung nach ... "Na, denkt mal schön drüber nach, wir gehen derweil in Geld baden, und wenn wir wiederkommen schaun wir mal in diverse Diskussionsforen und lachen uns den Arsch ab" - sowas denken sich die Macher solcher Filme 100pro! :)

Für meine Gedankenwelt sind Filme wie "Waynes World", "Top Secret!", "Das Schweigen der Hammel" oder "Das Leben des Brian" tausendmal wichtiger ... :wink:
 

Wowbagger

Intendant der Gebäude
12. April 2002
800
Moin...

Da jeder andere Gedanken hat, wird auch jede Reaktion und Interpretation anders ausfallen...
Nebenbei - ich fand z.B. "Das Schweigen Der Hammel" richtig mies!

Erfahrungen prägen Gedanken und machen Menschen... und genau darum (finde ich zumindest) dreht sich ein großer Teil von "Fight Club"!

Wie gesagt: Mir erschien der Film, als wäre er eine Spezialanfertigung für mich...

Beste Grüße.......
 

Wowbagger

Intendant der Gebäude
12. April 2002
800
Moin...

*LOL* Du glaubst hoffentlich nicht, dass ich den Film für diese Erkenntnis brauchte...!? :D

Beste Grüße.......
 

Moppel

Großmeister
18. Juli 2002
83
Also in dem Film geht es nicht um die gespaltene Persönlichkeit von Jack/Tyler, sondern um fette Gesellschaftskritik. Derjenige, der sagt, der Film sei langweilig oder unintelligent, hat ihn nicht verstanden.
Ob der Film gut ist - naja, über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Nicht streiten lässt sich jedoch über die Aussage.
Es geht doch einfach nur darum, dass Tyler Durden einfach das tut, woauf er Bock hat. Er kümmert sich nicht um unsere gesellschaftlichen Normen oder Ideale, er praktiziert Anarchie in seiner reinsten Form. Und dazu benutzt er diese fertigen Yuppies, die so frustriert sind von ihrem Job und ihrem Leben, dass der FightClub zu ihrem Lebensinhat wird. Wer kennt das nicht? Möchtest du nicht auch mal deinem Chef so richtig fett die Fresse polieren?
S geht auch gar nicht darum, ob die ganze Szenerie realistisch ist oder nicht! Jack ist genau so wie wir alle, wir gehen regelmäßig unserem Job nach, gehen nach Hause, kaufen uns die berühmte Ikea-Möbel, trinken Kaffee aus unserer italienicshen Cappucino-Maschine.... Und Tyler steckt genau so inn jedem von uns drin. Der Teil von uns, der sagt: F**K you, do what you like. F**K the norm!! Nur dass wir uns nicht trauen, diesen Teil von uns auszuleben. Auch Jack traut sich nicht, darum erschuf er seine zweite Persönlichkeit: Tyler Durden.
 

CamiloCienfuegos

Geheimer Meister
7. Juli 2002
108
Jack ist genau so wie wir alle
Nun, mal sehen:
a) ich gehe regelmässig ziemlich unregelmässig mässigen Jobs nach, also mööp, falsch
b) IKEA-Möbel, IKEA, was hat alle Welt gegen IKEA ? Warum zur Hölle schimpft ihr nicht mal auf, was weiß ich, Porta ? Mööp, IMHO unsinniger Punkt
c) Ich hasse Cappuirgendwas, auch mööp, auch falsch.


Und Tyler steckt genau so inn jedem von uns drin. Der Teil von uns, der sagt: F**K you, do what you like. F**K the norm!! Nur dass wir uns nicht trauen, diesen Teil von uns auszuleben. Auch Jack traut sich nicht, darum erschuf er seine zweite Persönlichkeit: Tyler Durden.
Um "fuck you" oder, etwas dezenter, sagen zu können was ich denke muss ich nicht erst schizophren oder wasweißichwas werden ...


Wenn der Film wirklich DIESE Aussage hat finde ich den erst recht Ü B E R F L Ü S S I G !
 

Magna

Vollkommener Meister
10. April 2002
525
Ich glaube kaum, dass es darum geht, Fuck you zu sagen. Finde ich doch etwas oberflächlich interpretiert. Der Film gibt keine Anleitung oder Anweisung, was zu tun ist, er zeigt uns lediglich etwas.
Er zeigt, wie krank die Ideale sind, die wir fast alle täglich verfolgen, mit denen wir auf der Strasse zugeschmissen werden und die uns aus Zeitungen anstarren. Ikea steht symbolisch für den Deko- und Einrichtungswahn, der tatsächlich gar nicht so selten ist, wie man meinen möchte.
Der Film überzieht unsere eigene Situation und macht damit deutlich, was viele so einfach vielleicht gar nicht ausdrücken können.
Tylor Durdan ist der ideale Mann, er ist sexy, muskulös, extrovertiert, potent... Kurz: Er ist eine Karikatur vom Traummann der Medien. Jeder möchte so sein, aber keiner kann. Er ist der, der etwas verändern kann und das auch tut, aber letzten Endes stellt sich heraus: Selbst der genervteste Mensch und hat er die Nase noch so voll vom Zivilisations- und Medieneinerlei, will und wird diese Gesellschaftsform erhalten.
Liebe Grüße,
Magna
 

Wowbagger

Intendant der Gebäude
12. April 2002
800
Oh Mann...

Das "Ikea Beispiel" dient doch nur dazu, zu verdeutlichen, dass die Gleichschaltung der Menschen schon bei ihren Möbeln beginnt...
Ikea ist der McDonalds der Wohnkultur!

Ich pack´s beinahe nicht... :roll: *g*

Beste Grüße.......
 
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