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USA: 'Demokraten' zurückgeworfen?

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Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Wie gehen die Demokraten in den USA mit der Gefangennahme 'Husseins' um? Die Demokraten müssen in ihrer Wahlkampagne einiges umdisponieren, das ist sicher. Howard Dean kann sich auf mittlerer Sicht wohl nicht mehr 'links' aufhalten, sondern muss sich 'auf die Mitte' zubewegen, um ein Gros der Bevölkerung auf seine Seite zu schlagen. Aber gäbe es nicht genug Stoff, das als Zündstoff für einen Wahlkampf geeignet wäre? Bauen auf Sand oder Fels
 

Vindaloo

Großmeister
16. August 2003
91
Ich weiß nicht, bis zur Wahl vergehen ja noch ein paar Monate und das der irakische Widerstand mit dem Erdloch-Spektakel beendet ist, glaubt außer den Chickenhawks in Washington wohl keiner.
Dazu mal wieder ein guter Artikel von Robert Fisk vom Independent:
Saddams Festnahme wird den Krieg nicht beenden
http://www.zmag.de/artikel.php?id=946
und der etwas polemische Michael Moore
Wir haben endlich unseren Frankenstein und er befand sich in einem Erdloch
http://www.zmag.de/artikel.php?id=943

Zur Zeit läuft es nicht gerade gut für Bush, der Oberste Gerichthof hat das Guantanamo-Theater abgemahnt, Kritik wg. der permanten Verletzungen der Genver Konventionen, die 9/11 Kommission unter dem republikaner Kean sagt, 9/11 hätte verhindert werden können, nein müssen, der Dollar befindet sich im Freifall, beim staatlich finanzierten Aufschwung entstehen keine neuen Jobs und niemand glaubt an die Dauerhaftigkeit. Das Leistunsbilanzdefizit ist atemberaubend, über die äußerst unpopuläre Wiedereinführung der Wehrpflicht wird mehr als geflüstert und ein Ende der Guerillakriege in Afghanistan oder dem Irak ist nicht mal ansatzweise in Sicht. Geht sogar schon soweit, dass laut Umfragen nur noch 38% der Militärhaushalte/Familien hinter Bush stehen, Quoten die sonst bei 90% liegen.
Hinzu kommen die Lügengebilde um Krieg/Terror/Massenvernichtungswaffen und die teilweise völlig korrupt erscheinende Adminstration -> Haliburton, Bechtel, Enron, etc.

Am gefährlichsten für Dean erscheint mir derzeit eher die Einführung der Diebhold Wahlmaschinen. Bush hat schon einmal eine Wahl getürkt, in Kalifornien gibt es Anzeichen für Unregelmäßigkeiten und am krassesten zeigte bisher wohl der republikaner Chuck Hagel wie eine Wahl im Heimatstaat dieser Maschinen gewonnen werden kann. Teilweise mit >80% Stimmen für Hagel in den Stammwählerschichten der schwarzen Demokraten.
http://www.commondreams.org/views03/0131-01.htm

Auch wenn die Saddam-Posse Bush ein wenig Aufschub geben wird, wenn die GI's weiter sterben und ein kein "unerwartetes" Ereignis wieder mal die Welt verändert, dann sehe ich für Dean mehr als gute Chancen der nächste Präsident zu werden.
Ob das wiederum tatsächlich etwas ändert, das ist eine andere Frage.

Wie gehen die Demokraten in den USA mit der Gefangennahme 'Husseins' um?
Dazu auch mein üblicher Hinweis auf http://www.democraticunderground.com/discuss/duboard.php?az=latest_threads
 

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Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Wäre noch auszuwerten, wie die Regierung mit seiner Syrienpolitik fährt.

In den letzten zwei Jahren ist ein Haufen Literatur erschienen, in welcher die bestehende Regierung und ihre Hegemonialpolitik nicht gut wegkommt. Und im nächsten Jahr ist kein umgekehrter Trend in Sicht.

Problematisieren die Demokraten die 'Wahl- und Stimmgepflogenheiten' denn landesweit? Wahlbezirke werden manchmal durch Umlegung der Grenzen auch zu (un-)gunsten der anderen Partei verändert. Aber anscheinend kommen die Demokraten im Umgang mit dem 'Mehrheitwahlsystem' auch nicht mit Weisser Weste davon.
 

IMplo

Geheimer Meister
22. August 2003
352
QUOTE:

Wie gehen die Demokraten in den USA mit der Gefangennahme 'Husseins' um? Die Demokraten müssen in ihrer Wahlkampagne einiges umdisponieren, das ist sicher. Howard Dean kann sich auf mittlerer Sicht wohl nicht mehr 'links' aufhalten, sondern muss sich 'auf die Mitte' zubewegen, um ein Gros der Bevölkerung auf seine Seite zu schlagen. Aber gäbe es nicht genug Stoff, das als Zündstoff für einen Wahlkampf geeignet wäre?
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Klingt jetzt ein wenig nihilistisch, es ist aber die Frage erlaubt, was die Strategie der Demokraten für einen Unterschied macht? bei der letzten Wahl wurde schließlich auch nicht die Mehrheitsregierung an die Macht gesetzt?

Noch dazu: In einem Land, in dem ein Herr Schwarzenegger, geistiger Tiefflieger, weltbekannt, Mehrheiten und politische Aufträge erhalten kann...da ist der Inhalt der Kampagne längst zur absoluten Nebensache degeneriert, oder?

Greetz!
IMplo
 
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