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Studentenverbindungen - gut oder schlecht?

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
24.048
Nach einer Berufsinformationsanstaltung an unserer Schule ( vielleicht ist es wichtig, zu erwaehnen, dass es sich um eine Privatschule handelt ) wurden wir von einem Mann, der zum Thema BWL einen Vortrag gehalten hatte, zu einem Grillfest eingeladen. Das Grillfest fand kurz nach Ende der Veranstaltung statt. Mit ein paar Freunden ging ich dort hin und war extrem überrascht. Mitten in bester Lage - Frankfurter Westen - stand das Haus, in das wir eingeladen wurden.
Wir wurden von jungen Maennern mit einem Baendchen um den Hals freundlichst begrueßt, ließen uns das Haus zeigen. Das Haus gehoert einem Corps, auch als Burschenschaft bekannt. Der Sinn des Corps ist wohl nach dem Motto "Gemeinsam sind wir staerker" zu suchen. Auf jeden Fall waren wir alle schwerstens beeindruckt. Das Corps hat rund 170 Mitglieder, davon aber nur ca 15 wirkliche Studenten. Die restlichen Mitglieder sind Senioren, sie sorgen in einer Art negativem Generationenvertrag dafuer, dass es keine finanziellen Probleme gibt. Man kann kostenguenstig wohnen, hat DSL-Anschluss, wirklich allerfeinste Lage, kurze Wege zur Uni (noch) etc.

Nun, wirklich viel habe ich ueber das Corps nicht gelernt. Ich weiß, dass die Verbindung um 1860 rum in Prag gegruendet wurde, dann fliehen musste und irgendwie nach Frankfurt kam. Im Haus selbst haengen unzaehlige alte Gegenstaende, Wappen, Flaggen, Fotos der Gruender und so weiter. Es gibt einen eigenen Fechtkeller ( = "schlagende Verbindung" ).

Uns wurde auch gleich angeboten, dass man uns mitteilen wuerde, wenn es wieder eine Feier o.ä. geben wuerde.

Die Senioren, die dort waren, schienen es im Leben zu etwas gebracht zu haben ( aus materieller Sicht zumindest ). Relativ beeindruckt verließen wir spaeter dann das Haus. Seitdem habe ich mir einige Gedanken über das Corps und Corps allgemein gemacht. Es ist im Grunde eine unglaublich gute Sache, mit guten Absichten und guten Zielen.

Das Corps entspricht keinem Klischee, das ich bis jetzt kenne ( Auslaenderfeindlich usw.)

Hat jemand von euch schon einmal Erfahrungen mit solch einer Verbindung gemacht?

Die Webseite des Corps (das uebrigens Austria heißt) findet sich unter www.austria.de
 
G

Guest

Gast
hi duftbaum, ich gebe dir nen guten rat: LASS DIE FINGER DAVON!!! und das meine ich ernst. studentenverbindungen, gerade wenn sie auch noch schlagend sind und auf alten traditionen fußen (stichwort: fechtraum), sind ein hort rechter strömungen. ich studiere auch in frankfurt und bin froh, dass es hier so gut wie keine verbindungen gibt.
ich komme aus der nähe von freiburg, wo noch etliche verbindungen aktiv sind. ich gebe dir noch nen guten rat: bevor du dich entschließt, dort einzutreten, geh mal auf ne party bei ihnen. wenn die alle ordentlich getrunken haben, dann kannste ja mal hören, was da wirklich abgeht. (hab ich schon ein paar mal gemacht und fühlte mich in meiner abneigung immer bestätigt!) wenn du aber das bedürfnis nach ner starken gruppe mit einigen dubiosen mächtigen hintermännern hast, die dir später mal den einstieg in chefetagen ermöglichen, gleichzeitig auch von ner tiefbraunen propagandasoße nicht abgeneigt bist (was ich dir hiermit auf keinen fall unterstellen will!), dann nur zu. aber sag nicht, es hätte dich niemand gewarnt...
 

nicolecarina

Meister vom Königlichen Gewölbe
6. Juni 2003
1.414
hörte bislang eigentlich nichts besonders gutes über die studentenverbindungen, sollen meiste recht rechts sein und außerdem üble gruppenregeln haben. als ich aus versehen mal wegen einem zimmer dort anrief, meinte der junge mann ziemlich irritiert: das sei lediglich was für männer und mir war in dem moment klar: da willste auch gar nicht hin ... 8O :roll: :wink:
 

hives

Ritter Rosenkreuzer
20. März 2003
2.603
Duftbaum schrieb:
Das Corps entspricht keinem Klischee, das ich bis jetzt kenne ( Auslaenderfeindlich usw.)
Für elitäre Studentenverbindungen ist es auch nicht besonders PR-trächtig, offen Ausländerfeindlichkeit zur Schau zu tragen...

Und die hochgelobten Ziele, naja, wer hat die nicht? :roll:

Austria schrieb:
Austria ist eine pflichtschlagende Verbindung und gehört dem Kösener Senioren-Convents-Verband an, in dem an die einhundert Corps zusammengeschlossen sind. Wie alle Corps, ist auch Austria eine Verbindung, die keine politischen Ziele verfolgt und sich keinen weltanschaulichen, wissenschaftlichen oder konfessionellen Zwängen unterwirft.
Außer der hausinternen Vertternwirtschaft, den Seilschaften und sonstigen neoliberal-konservativen Klüngeleien... (nein, keine Quellen heute :) )

Auch interessant, von der Homepage des Dachverbandes:

die-corps.de schrieb:
Alles rechts oder was?

Von Karl Marx, Urvater der sozialistischen Staatslehre und Wilhelm Liebknecht, Mitbegründer der Sozialdemokratie, wird wohl zuletzt erwartet, daß auch sie in ihrer Jugend studentischen Verbindungen angehörten. Und doch war es so:
 

Seifenigel

Geheimer Meister
14. Januar 2003
172
Ich muss mir immer wieder von Leuten anhören das Studentenverbindungen (Burschenschaften) Rechtsradikal, Frauenfeindlich etc. sind. Gerade von Frauen höre ich oft, dass es total sexistisch und überholt sei reine Männerclubs aufzumachen. Dies ist aber Tradition. Frauen haben über Nacht auf den Häusern nichts verloren da man einen gewissen moralischen Standart wahren will. Über die Tatsache, dass es auch reine Frauenverbindungen gibt, regt sich natürlich keiner auf :roll:

Es sind halt extrem konservative Vereinigungen, ich kann nicht sagen, dass (evtl. gibt es Ausnahmen, die ich aber nicht kenne) sie überwiegend rechtsextrem sind (sowas hört man eigentlich sehr oft aus der linksextremen Ecke... aber die Sache mit dem Brett vor dem Kopf möchte ich hier nicht ansprechen :wink: ), aber wenn du dich einer Verbindung anschließen willst kannst du dich auf folgendes gefasst machen:

- Saufen ohne Ende
- Die erste Zeit als Fuchs wird eine extrem demütigende Erfahrung *g*
- Deine Freizeit wird stark eingeschränkt da du am Wochenende oft andere Verbindungen besuchst
- Morgens um sieben aufstehen um sich mit einem Eimer auf dem Kopf auf den selbigen zu hauen ist auch nicht Jedermanns Sache :p

Einige Verbindungen bieten an, erst mal einige Zeit auf den Häusern zu wohnen. Bevor du dich entschließt beizutreten solltest du dieses Angebot wahrnehmen.
 

fumarat

Erhabener auserwählter Ritter
21. Januar 2003
1.133
Prinzipien hin oder her. Schlußendlich geht es nur darum zu saufen und später in der Berufskarriere von einem dieser alten Genossen vermittelt zu werden. Ich hab mit diesen Verbindungen auch schon so meine Erfahrungen gesammelt und diverse Postenschachereien beobachtet.

Natürlich sind auch die politisch gefärbt. Die meisten sind halt christlich konservativ und einige tatsächlich ziemlich braun.

Bei den meistem Mitgliedern hab ich so den Eindruck die haben Probleme mit dem Selbstbewußtsein. In der Gruppe ist man halt stark und kriegt trotz persönlicher Unfähigkeit und Alkoholismusproblemen mal einen anständigen Job.

Also auch mein gutgemeinter Rat. Finger weg von diesen Kamaraden. Du schaffst es auch ohne einer Gruppe anzugehören es zu etwas zu bringen, wenn dir das so wichtig ist.

Grüße fumarat
 

JCDenton

Geheimer Meister
27. Januar 2003
180
was soll man nun von solchen studentenvereinigungen halten?
gibt es hier mitglieder solcher vereiningungen ?
was für vor/nachteile gibt es ?
denn auf mich wirkt das alles sehr elitär und zum teil auch verschwörerisch...
wie z.B. die skull & bunes. wir fördern dich und hiefen dich an die spitze, dafür bist du dann unsere marionette....
 

fumarat

Erhabener auserwählter Ritter
21. Januar 2003
1.133
was für vor/nachteile gibt es ?
Vorteile:
-berufliche Chancen durch interne Vermittlung
-Stärkung des Selbstbewußtseins durch Gruppe, durch erfolgreiche ältere Mitglieder
-günstige Unterkunft, Billigbier, gratis Partykeller,...
...

Nachteile:
-mangelnde Selbstentfaltung
-politische u. ideologische Beeinflussung
-Abhängigkeit (auch im späteren Berufsleben)
...


denn auf mich wirkt das alles sehr elitär und zum teil auch verschwörerisch...
Naja. Ich kenn halt nur ein paar hier in Österreich. Gerade elitär kann man nicht unbedingt sagen. Eigentlich ziemlich veraltet und verstaubt. Im großen und ganzen sind die eh am Aussterben. Das Geld geht ihnen aus. Sie verbrauchen halt das, was sie aus der Vergangenheit noch haben. (teilweise teure Häuser mitten im Stadtzenrum). Der Grund ist eigentlich recht einfach. Die Sache mit der Postenschacherei geht eben nicht mehr so einfach heutzutage. Qualität ist schlußendlich doch mehr gefragt, als dubiose Verbindungen. Gott sei Dank!


Grüße fumarat
 

Seifenigel

Geheimer Meister
14. Januar 2003
172
Vorteile:
- Du hast Annehmlichkeiten (großes Zimmer in sehr gutem Zustand, DSL Anschluss oder besser…) die man sich als Student ansonsten nicht leisten kann.
- Du kannst dich deinem Studium ganz ohne Job widmen
- Du knüpfst gute Kontakte für dein Späteres Berufsleben. Das kannst du zwar auch anders machen, aber wenn mal wieder auf dem Haus ein Altherrenabend ist, ist es einfach leichter(wobei ich mich hier nicht auf Vetternwirtschaft beziehe. Du wirst nicht automatisch irgendwo eingestellt weil du in einer Verbindung warst, sondern du kennst halt einfach schon mal die richtigen Leute)

Nachteile:
- Du fährst eigentlich jedes 2. Wochenende weg um eine andere Verbindung zu besuchen
- Du wirst viel trinken. Ich meine hier nicht Party trinken oder Kampftrinken… du bist eigentlich nur am saufen…
- Wenn es eine schlagende Verbindung ist wirst du jeden Tag zum Fechten antreten müssen. Außerdem wirst du eine Pflichtzahl von Duellen hinter dich bringen müssen (darfst aber schon einen Augenschutz tragen… *g*)
- Je nachdem wie radikal (ich meine jetzt nicht politisch) die Verbindung in ihren Traditionen ist wirst du dich an strenge Regeln halten müssen. Deine Anfangszeit wird demütigend


Eine Verbindung ist nichts Elitäres oder Verschwörerisches. Jeder der will kann da mitmachen (natürlich nur in der für ihn entsprechenden Verbindung *g*). Bsp.: Bei einer besuchten Verbindung ist ein Gaststudent aus den USA eingetreten. Ein Afroamerikaner. Also lasst euch nicht erzählen das ALLE Verbindungen ultrarechte Männerclubs sind
 

Fantom

Erhabener auserwählter Ritter
9. August 2002
1.198
ich habe an der uni einige leute aus einer verbindung kennengelernt. auf den ersten blick nette, lustige typen.
der zweite blick war schon interessanter:
wochenende: saufen. ok, wer tut das nicht manchmal - aber: ein hobby der mitglieder dieser verbindung ist es besoffen in den park zu rennen und obdachlose zu verprügeln. ich habe gefragt, ob das nicht irgendwie eine spur bekloppt sein könnte. die parolen die ich dann hörte, klingen nach der vergangenheit "asoziale" und "arbeitsscheues volk", wen stört das schon?

ein ehemaliger klassenkamerad hörte sich auf dem klassentreffen an wie alfred rosenberg, als er von der "semitischen" und "muselmanischen" bedrohung des deutschen volkes sprach. auch seine einstellung, deutschland solle sich die abgetrennten gebiete so schnell wie möglich wiederholen, zeugten von einer gewissen weltfremde.

abgesehen davon, empfehle ich jedem hier die berichte der landesämter für verfassungsschutz. viele der verbindungen pflegen gute kontakte zur npd und dergleichen.
 

Sile

Geheimer Meister
13. Juni 2003
377
Also ich kann den Leuten hier nur ZUstimmen, wenn sie dir hier nach den Informationen, die sie haben abraten dich einer solchen Organisation anzuschliessen. Und das was sie hier an Informationen gepostet haben, deckt sich auch mit einem Fernsehbericht den ich mal gesehen habe. Nach dem es in der Burschenschaft sehr sehr hast ist am Anfang. Also meiner Meinung nach solttest du lieber die Finger davon lassen, so schön dir die offensichtlichen Vorteile auch erstmals erscheinen mögen.
 

ilek

Geheimer Meister
18. Mai 2002
266
Bsp.: Bei einer besuchten Verbindung ist ein Gaststudent aus den USA eingetreten. Ein Afroamerikaner. Also lasst euch nicht erzählen das ALLE Verbindungen ultrarechte Männerclubs sind
Ja, auch einige besonders ausgesuchte Ausländer schmücken die Burschenschaften! Und wieso? Weil man durch diese Quotenausländer ein Alibi hat, nicht rechtsradikal zu sein. So einfach ist das. Diese Info habe ich von einem früheren Klassenkameraden, der wie sein vater jetzt in einer Burschenschaft ist
 

danny77

Geheimer Meister
26. November 2002
417
ich halte nicht viel von dem ganzen "ehre und zusammengehörigkeits"-quark. sieht für mich aus wie eine vereinigung von deppen, die reiche eltern haben und ein hierarchiespielchen spielen wollen, sozusagen ne "bande" für studenten. der tollste (der am tollsten fechten kann?) darf dann der anführer sein. viele vorurteile, aber ich find' sowas grundsätzlich nicht gut.
 

DarkEmperor

Geheimer Meister
4. Juli 2003
126
Dieser ganze Schmus hat sowas wie "Stasi-Seilschaften" und den Touch des illegalen, konspirativen. Solche Umtriebe sehe ich nur mit großer besorgnis.

Es wäre sicher nicht falsch, wenn der Verfassungsschutz mal ein wachsames Auge auf solche Vereinigungen wirft und das ganze gründlich durchleuchtet, um irgenwelche Vorteilsnahmen der Mitglieder dort gegenüber anderen Personen zu unterbinden.

Derartige Geheimbünde müssen aus dem öffentlichen Leben, der Politik und der Großkonzerne grundsätzlich ferngehalten werden.
 

Wraith

Großmeister
2. April 2003
68
ohne jetz alles nur mal überflogen zu haben:

es gibt (angeblich) modernere, welche nach den ami-vorbildern fungieren, mit mann und frau - hat mir ein studentenfreund aus Wien berichtet - hab hier in graz allerdings noch nichts vergleichbares gesehen, hier sind die studenten wohl noch 'traditionsbewusst' - auf jedenfall, zu einer offenen verbindung würd ich eher aufgeschlossen stehen, hört sich mehr nach lern und saufgemeinschaft an ;)

die realität, hier zumindest ist, dass viele burschenschaften (irgendwie viel treffender als studentenverbindung.. )

1. sehr rechts orientiert sind,
2. sexistisch bis zum abwinken
3. wenns ne schlagende verbindung ist auch noch vernarbte gesichter haben (und wenn ich mir auf der nachbaruni die profs. so ansehe ists erschreckend wie viele da narben im gesicht haben - woher die wohl kommen - was bin ich froh dass ich auf der TU nur die technik-freaks habe ;) )

für wenig selbstbewusste mitläufer ists natürlich ideal in so eine verbindung einzutreten, die familie kümmert sich da um einen wenn man treu jeden scheiss mitmacht und wenig hinterfragt. das die alten herren solcher verbindungen einigen einfluss haben ist sicher kein geheimnis.

mein persönliches fazit:
lieber tot als n burschenschaftler *pfui* :evil:

PS: ich hatte seinerzeit erfahrung in einer mittelhochschulverbindung sammeln dürfen - so was wie ne studentenverbindung für nichtstudenten ;) - das ganze war zwar mehr ne jux-partie aber trotzdem waren vorallem die älteren mitglieder erzkonservativ eingestellt, haben ihre politische meinung jungen und noch eher ungefestigten leuten aufgedrückt, von rassistischen bemerkungen und diskriminierung sozial schwächerer (über unserer 'bude' war ein jugendzentrum) mal ganz abgesehen. von daher auch meine begründete abneigung gegen solche vereine
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
24.048
Erstmal danke fuer die vielen Antworten :o)

Ich werde das jetzt so machen, das ich zu der naechsten Party gehe und mir die Leute vorher - nuechtern - und nachher - betrunken - einmal genau anschaue. Sollte sich dann irgend ein Verdacht bestaetigen, kann man ja auch nochmal nachfragen ;o) Auf die Antwort bin ich dann auch gespannt.

Sobald sich etwas tut, melde ich mich!
 

Seifenigel

Geheimer Meister
14. Januar 2003
172
ilek schrieb:
Bsp.: Bei einer besuchten Verbindung ist ein Gaststudent aus den USA eingetreten. Ein Afroamerikaner. Also lasst euch nicht erzählen das ALLE Verbindungen ultrarechte Männerclubs sind
Ja, auch einige besonders ausgesuchte Ausländer schmücken die Burschenschaften! Und wieso? Weil man durch diese Quotenausländer ein Alibi hat, nicht rechtsradikal zu sein. So einfach ist das. Diese Info habe ich von einem früheren Klassenkameraden, der wie sein vater jetzt in einer Burschenschaft ist

Naja, ich bestreite nicht das es Burschenschaften gibt die soetwas machen, aber die, die ich kenne sind "farbenblind". Die ethnische Herkunft ist ihnen egal, solange man mit ihren Idealen übereinstimmt.

Ich habe selber Familienmitglieder die in (schlagenden) Verbindungen waren. Sie sind jetzt Altherren ihrer Verbindungen. Zu behaupten sie seien rechtsextremisten werte ich als hohle Beleidigung dieser gegenüber ihnen, da ich sie kenne. Sie sind alles andere als das.

Was ich allerdings sehr komisch finde ist die Tatsache, dass an Universitäten offen gegen Burschenschaftler mit dem Argument "rechtsextreme Schläger" stimmung gemacht wird, aber am ganzen Campus Plakate der Antifa offen zur Gewalt aufrufen, worüber sich keiner natürlich stört... :?

Edit: Diese meine Familienmitglieder haben kein zernarbtes Gesicht :p
 

Lyle

Vorsteher und Richter
16. Februar 2003
777
Sie sind jetzt Altherren ihrer Verbindungen. Zu behaupten sie seien rechtsextremisten werte ich als hohle Beleidigung dieser gegenüber ihnen, da ich sie kenne. Sie sind alles andere als das.
Man sollte mit dem Begriff "rechtsextrem" Vorsichtig sein wenn er an Unis gebraucht wird. Der Witz ist nämlich das einige, die am lautesten wettern dem seehhhhr linken Rand des Spektrums zuzuordnen sind und fast alles, was etwas konservativer ist, als rechts bezeichnen. Jedenfalls ist das an meiner Uni so.
Es gibt mit Sicherheit rechtsextremes Gedankengut in Studentenverbindungen, die Frage ist nur in welchen.

Ach ja als Tipp. Wenn der Student mal Langeweile hat kann er ganz gut die Programmhefte oder Zeitungen der "Studentenvertreter" (Ich kann das echt nur in Anführungszeichen setzen) lesen. Ist manchmal echt witzig.
 

Seifenigel

Geheimer Meister
14. Januar 2003
172
Lyle schrieb:
Sie sind jetzt Altherren ihrer Verbindungen. Zu behaupten sie seien rechtsextremisten werte ich als hohle Beleidigung dieser gegenüber ihnen, da ich sie kenne. Sie sind alles andere als das.
Man sollte mit dem Begriff "rechtsextrem" Vorsichtig sein wenn er an Unis gebraucht wird. Der Witz ist nämlich das einige, die am lautesten wettern dem seehhhhr linken Rand des Spektrums zuzuordnen sind und fast alles, was etwas konservativer ist, als rechts bezeichnen. Jedenfalls ist das an meiner Uni so.
Es gibt mit Sicherheit rechtsextremes Gedankengut in Studentenverbindungen, die Frage ist nur in welchen.
Danke Lyle, du hast das auf den Punkt gebracht worüber ich die ganze Zeit rumschwafel :p Aufgrund deiner Erfahrungen könnte man meinen du studierst in Göttingen :D
 
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