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Stichwort Weltbank: Bekenntnisse eines Wirtschaftskillers

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
ein insider gibt einblicke in die spielregeln:

John Perkins offenbart die Machenschaften der Weltbank


Der heute 60-jährige Amerikaner John Perkins hat in seinem neuen Buch "Bekenntnisse eines Economic Hit Man" ungeheuerliches enthüllt. Im Alter von 26 Jahren wurde er von der National Security Agency der USA rekrutiert und bereiste im Auftrag der internationalen Beratungsfirma Main die Welt. Seine Aufgabe bestand darin, mit Hilfe manipulierter, scheinbar wissenschaftlich fundierter Machbarkeitsstudien und Wirtschaftsprognosen politische Maßnahmen umzusetzen, um die Interessen der US-amerikanischen und internationalen Koalition von Regierungen, Banken und Unternehmen zu fördern.

"Wirtschaftskiller, das sind hochbezahlte Profis, die Staaten um Billionen betrügen", sagt Autor John Perkins. "Sie leiten Gelder von Organisationen wie der Weltbank und Entwicklungshilfe in die Taschen von Groß-Unternehmen. Ihre Methoden: gefälschte Finanzberichte, Bestechung, Erpressung, Sex und Mord. Ich muss es wissen. Ich war ein Wirtschaftkiller." In "Bekenntnisse eines Economic Hit Man" packt John Perkins über seine Zeit als Wirtschafts-Killer aus. In den 70er Jahren wurde er jüngster Partner von Main, einer der großen Firmen in der Grauzone von Beratung, Bestechung und der Vergabe von Bau-Aufträgen. Seine Spezialität: Entwicklungs-Länder mit geschönten Gutachten für Großkredite begeistern. Oft ist das der Beginn einer Schuldenspirale.

"Nach einiger Zeit sind wir in die Länder zurück und haben gesagt: Seht doch, ihr schuldet uns eine Menge Geld, ihr könnt eure hohen Schulden nicht bezahlen", erklärt der ehemalige Wirtschaftskiller. "Deshalb: gebt uns billiges Öl. Oder stimmt bei der nächsten Uno-Versammlung mit uns. Oder unterstützt uns militärisch. Kurz gesagt: Wir forderten unsere Beute." Perkins beschreibt ein reibungsloses Zusammenspiel von Unternehmen, Banken und US-Regierung auf der Jagd nach Geld und Einfluss.

...Doch nicht immer läuft alles so glatt: "Wenn unsere Mission als Wirtschaftskiller fehlschlägt, kommen die zum Zug, die wir Schakale nennen. Das sind von der CIA genehmigte Killer, die versuchen, Regierungen zu stürzen oder Präsidenten zu ermorden", sagt Perkins. "Wenn auch die Schakale versagen, senden wir als letzte Stufe das Militär, wie etwa im Fall Irak."

3sat
 

DaJ23

Geheimer Meister
28. Oktober 2003
150
St-Germain schrieb:
Ist es nicht erschreckend, wie simpel das Ganze letztendlich funktioniert? :cry:
Ist es nicht simple wie erschreckend das Ganze ist? Ich fand es eher erschreckend das das Bild mich von John Perkins erst auf eine neue Rolle von Harrison Ford denken ließe. Vielleicht ists ja auch die Filmindustrie die all die Fäden in den Händen hält.

Mensch mensch... Wo kommen wir hin wenn wir alle immer nur die Schuld bei den anderen suchen, packen wir uns selbst an die Nase und versuchen erstmal die kleinen Probleme im good-old-germany zu lösen. Da können die Amis soviel Geheimpolizei und Krieg spielen wie sie wollen, die Probleme mit Arbeitslosigkeit, Krankheiten etc. bekommen Sie dadurch auch nicht in den Griff, auch die Reichen und Mächtigen sind davor nicht gewappnet, egal wo, egal wann, egal wie...

Gruß DaJ23
 

general

Auserwählter Meister der Neun
30. März 2004
982
Genau diese Politik, zusammen mit der arroganten Art der US-Regierungen, haben den Hass auf die USA hervorebracht. Verständlich. Genau dies ist wohl die "Interessenpolitik" von der Dark immer spricht. Sowas kann doch nicht gut sein!

Hoffen wir mal, das was ändert, obwohl ichs nicht glaube. Dem Herrn Autor wünsche ich noch ein hohes Alter und keine Schakale 8O :roll:

Schöne Welt.
 

Booth

Großer Auserwählter
19. Oktober 2003
1.521
Klingt ziemlich übel, was der Mann erzählt. Und unabhängig davon, ob man glaubt, daß die Weltbank ein strukturelles Mittel der US-Regierung zur Erweiterung des Einflusses und Gefügigmachung kleinerer Länder ist: Wie auch im Artikel angesprochen wirken enorm viele Projekte, die von der Weltbank durchgeführt werden eher kontraproduktiv und entwicklungshemmend.
Dies wird gar nicht laut und oft genug in der Öffentlichkeit benannt. Die Weltbank muss sich erheblich ändern, um wirklich konstruktive und langfristige Hilfe für unterentwickelte Regionen zu generieren.
Daß dies nicht geschieht, und scheinbar von den meisten politischen Seiten hingenommen wird, ist eine schlimme Sache...

Kennt jemand kritische Webseiten, die sich intensiv mit der Weltbank ùnd deren Projekte beschäftigen?

gruß
Booth
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
egal wo man auch hinsieht- dasselbe muster:


Äthiopien - oder wie ein Land systematisch in den Hunger geriet

Chossudovsky weist nach, wie sich einzelne Firmen überstaatlicher Organisationen bedienen, um ihre eigenen Kapitalinteressen zu Lasten von ganzen Ländern zu verwirklichen.

...Die von IWF und Weltbank aufgezwungene "Wirtschaftstherapie" ist zu einem großen Teil verantwortlich für den Ausbruch der Hungersnöte und für die soziale Verwüstung in Äthiopien.

Sie hat der bäuerlichen Wirtschaft vernichtenden Schaden zugefügt und Millionen von Menschen verarmen lassen.

In Komplizenschaft mit US-Regierungsstellen haben diese Organisationen auch US-Biotech-Unternehmen die Möglichkeit gegeben, traditionelles Saatgut und Kulturpflanzen zu enteignen und unter dem Deckmantel von Katastrophen- und Hungerhilfe die Einführung ihres eigenen, genetisch modifizierten Saatgutes zu betreiben.

Krise am Horn von Afrika und die Verheißung des "freien Marktes"...

http://www.artfond.de/aethiopien.htm
 

hives

Ritter Rosenkreuzer
20. März 2003
2.785
Hilfslieferungen als Einfallstor, um die Landwirtschaft von patentierten Sequenzen abhängig zu machen? Das ist wohl die moderne Variante von "Hilfe zur Selbsthilfe"...
Siehe hierzu auch den Thread "Landwirtschaft im Irak -Multis sichern Interessen":
http://www.ask1.org/postt14968.html
 

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