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So toll war das Bildungssystem der DDR!

elyias

Geheimer Meister
18. Januar 2013
364
Anderswo als themenfremd abgetrennt. Jg, Mod

Nun, das ist eben wie seinerzeit in der DDR oder wie heute auf Kuba, da gab und gibt es auch gewisse Defizite im Fach Staatsbürgerkunde. Aber lesen und schreiben lernten und lernen die Kinder da, und das ist die Grundvoraussetzung der Aufklärung. In Syrien lernen sie sogar verpflichtend die Sprachen zweier demokratischer Staaten und können deren Presse rezipieren, während in der DDR Russisch erste Fremdsprache war.

Welche Defizite im Fach Staatsbürgerkunde der DDR konntes Du denn selbst ausmachen, oder kommt diese Einschätzung wieder aus der Glaskugel.

Ich weiß heute zumindest, wie der Kapitalismus tickt, weshalb es viele "nette" Kriege gibt oder warum uns Banken in eine so globale Krise stürzen konnten.

Eine Studentin die die Schulbildung der BRD genossen hat, fragte mich beim Ausbruch des Irakkrieges: "Warum plündern die Einwohner der Städte (im Irak) denn die Geschäfte, die haben doch Erdöl da?" Kaum zu fassen.

Übrigens 2.Fremdsprache war Englisch oder Französisch, für 10.klässler Pflichtlektüre.

Dann hatten wir übrigens ein einheitliches Bildungssystem und keine 15 Bildungsminister die immer wieder das Rad neu erfinden wollten.

Finnland hat übrigens Lehrbücher der DDR übernommen, es gab damals einen regen Bildungsaustausch mit den skandinavischen Staaten auch Schweden. Die stehen bei Pisa ziemlich weit oben.

Du darfst Deinen Horizont in dieser Richtung langsam erweitern, über Bildzeitung und Stern hinaus.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
21.321
AW: So toll war das Bildungssystem der DDR!

Mir ist schon hinreichend bekannt, daß Du ein ewiggestriger Marxist bist, der nur noch zu Beleidigungen seine Zuflucht nehmen kann. Ich kenne die DDR und ihr Bildungssystem zur Genüge, laß Dir das gesagt sein, und ich habe es nicht nötig, das irgendjemandem zu beweisen.
 

lava

Gesperrter Benutzer
30. Mai 2011
1.766
AW: So toll war das Bildungssystem der DDR!

also das fach "Staatsbürgerkunde" war eine rein sozialistisch/kommunistische antikapitalistische propaganda
in welcher alles aber auch alles am staatsfeind BRD schlecht gemacht wurde,
zb. hat uns zu zeiten der neuen deuschen welle der stabü-leher ein typisches kapitalistisches machwerk per
kassenrecorder vorgespielt: geier sturzflug - wir steigern das brutto-sozial-produkt,
und er meinte das die bösen kapitalisten sich mit diesem lied über die arbeitslosen obachlosen in der BRD lustig machen wollen,
stabü-lehrer waren allesamt sed-mitglieder mit dem auftrag aus den schülern sozialistisch denkende menschen zu züchten (der dicke hinkende stabü-lehrer war übrigends auch dabei als ein NVA-typ in der schule schüler zu einem 3-jährigen NVA-dienst überreden wollte, es wurden einem dafür auch diverse vergünstigungen (zb. studienplätze in der sowjetunion) in aussicht gestellt)
also kurz zusammengefasst: das ddr-bildungsytem war durchtränkt von sozialistischer propaganda
 

elyias

Geheimer Meister
18. Januar 2013
364
AW: So toll war das Bildungssystem der DDR!

das ddr-bildungsytem war durchtränkt von sozialistischer propaganda

Dann beschreibe mir die sozialistische Propaganda im Fach Mathematik bei Kurvendiskussion oder in Deutsch bei Heine, vielleicht auch in Chemie und Physik. Sorry ich hoffe Du hast noch was fürs Leben gelernt.

- - - Aktualisiert - - -

Mir ist schon hinreichend bekannt, daß Du ein ewiggestriger Marxist bist, der nur noch zu Beleidigungen seine Zuflucht nehmen kann. Ich kenne die DDR und ihr Bildungssystem zur Genüge, laß Dir das gesagt sein, und ich habe es nicht nötig, das irgendjemandem zu beweisen.

Ich denke Du stehst auf Belege, dann steh dazu und geh mit gutem Beispiel vorn.
 

Popocatepetl

Ritter Kadosch
27. August 2013
6.000
AW: So toll war das Bildungssystem der DDR!

hmm... welches schulsystem ist nicht von propaganda durchtränkt ?


im westen hieß es (im sozialkunde-, politik-, etc- unterricht) 'kommunismus ist böse, kapitalismus ist gut' und vice versa...
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
21.321
AW: So toll war das Bildungssystem der DDR!

Instrumentalisierung des Mathematikunterrichts für politische Propaganda z.B. in Knoppke, Lars: Schulbücher als Herrschaftssicherungsinstrumente der SED, Wiesbaden 2011, S. 205 f.
 

Bona-Dea

Gesperrter Benutzer
3. August 2010
5.616
AW: So toll war das Bildungssystem der DDR!

Abgesehen von der ständigen Beeinflussung für das System, war der Unterricht für die damalige Zeit gar nicht so schlecht in der DDR. Insbesondere die Frühforderung war damals schon besser als heute bei uns.


Verpflichtend in der DDR war die Schulvorbereitung in der Vorschule, die in den Kindergärten angesiedelt war. Kindergartenplätze waren dabei für alle vorhanden.

Einheitsschule: "Schule in der DDR war besser" - n-tv.de

Ob Recht auf Arbeit, Sozialsysteme oder Umweltschutz – deutsche Schüler stellen der DDR ein erstaunlich positives Zeugnis aus. Vor allem ostdeutsche Jugendliche neigen zu posthumer Verklärung, wie eine Studie zeigt.
Im Nachhinein betrachtet ist offenbar alles nur noch halb so wild: Fast zwanzig Jahre nach dem Mauerfall wandelt sich das Image der DDR – weg vom Stasi-Staat, hin zu einer Art sozialem Paradies. Dies legt zumindest eine Untersuchung des Forschungsverbunds SED–Staat an der Freien Universität Berlin nahe, die jetzt in der Hauptstadt vorgestellt wurde.

Mythos DDR: Was war denn schlecht? - Pädagogik - FOCUS Online - Nachrichten

Recht auf Kindergartenplatz, gibt's bei uns erst jetzt, unberücksichtigt bleibt, dass die meisten Frauen mit den regulären Kindergartenzeiten, gar nichts anfangen können!
 

ThomasausBerlin

Ritter Kadosch
14. Januar 2012
5.094
AW: So toll war das Bildungssystem der DDR!

Das Problem der Schulbildung in der DDR war die ständige Indoktrination - Jäger hat's schon angesprochen. Das ist ja 'ne gute und nachahmenswerte Sache, dass ein Abi im Norden unter den gleichen Bedingungen abläuft wie im Süden der Republik - das zum Abi (und zum späteren Studium) dann aber noch die Jugendweihe und das "Absingen der Internationalen" (mal überspitzt gesagt) gehört - das kann's ja wohl nicht sein....

Soweit mir beklannt ist war die Schule in der DDR auch ein "Organ" um die Linientreue der Schüler/innen zu "überprüfen" und ggf. zu "korrigieren".... Sorry, mit Bildung hatte dieser Punkt aber nix zu tun (eher mit "Einbildung der herrschenden Klasse", um mal in den klassischen "sozialistischen" Jargon zu fallen...).
 

Viminal

Großer Auserwählter
10. Juni 2009
1.964
AW: So toll war das Bildungssystem der DDR!

Offensichtlich soll ein Schulsystem die Art von Bürgern heranbilden, die das Gesellschafts- und Staatssystem haben will. Die deutschen Schüler in 2013 werden ja auch politisch gebildet und beeinflusst.
Ja, natürlich auf gute Art, denn es wird Demokratie etc. vermittelt.

Nebenbei der politischen und gesellschaftlichen Erziehung stellt sich aber noch die Frage, wieviel hat eine Schülerin abgesehen davon an praktischen Dingen gelernt? Wenn ich die Leute angucke, die ich kenne und die in der DDR die Schule absolviert haben, dann kann ich aus dieser Erfahrung heraus behaupten dass die eine ganze Menge an praktischen Dingen gelernt haben. Und auch dass deren Schule eine gute Grundlage für weiterführende Bildung war.

Wer die politischen Aspekte von Schule nicht von den restlichen Aspekten trennen kann und meint die letzteren werden durch die ersteren automatisch schlecht und böse, der war wohl auch einer von denen die den Grünen Pfeil ablehnten weil der aus der DDR kam.
 

elyias

Geheimer Meister
18. Januar 2013
364
AW: So toll war das Bildungssystem der DDR!

Noch was zu Ergänzung:

Kurz nach der Wiedervereinigung 1990 kamen auch interessierte Schulpolitiker aus Westdeutschland und besahen sich die Schulen "drüben". Doch die ideologisch indoktrinierte Pädagogik der DDR, ihre Staats- und SED-Treue, die Fahnenappelle und Pioniernachmittage verstellten den Blick. Das westdeutsche Bildungssystem wurde auf die neuen Länder übertragen.

Einheitsschule: "Schule in der DDR war besser" - n-tv.de
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
21.321
AW: So toll war das Bildungssystem der DDR!

Legenden. Ein unideologischer Blick auf das Schulsystem der zweiten deutschen Diktatur sieht so aus:

Auch ein heilsamer Effekt sozialer Durchlässigkeit ist der Ostschule schwer zu bescheinigen. Und die Abiturquote in der DDR - zwischen fünf und fünfzehn Prozent - lag zu allen Zeiten deutlich unter jener der Bundesrepublik.
Wenn man sich vor Augen führt, dass alle Schüler von der fünften Klasse an Russisch lernen mussten und dass dennoch kaum jemand die Sprache einigermaßen alltagstauglich beherrschte, dann kann die Vermittlung des Stoffes nicht sonderlich effektiv gewesen sein.
Wer die Ostschule durchlaufen hat, wird in aller Regel die Erfahrung bestätigen, dass die schlechten Schüler der ersten Jahre auch als „Loser“ die zehnte Klasse verließen oder schon nach der achten in eine Lehre wechselten. Wer nicht mitkam, musste sich halt mehr anstrengen, wer sich nicht mehr anstrengte, blieb sitzen und hatte Pech.
Einen höheren Anspruch hatte die Ostschule nicht. Vorwerfen kann man ihr das nur bedingt, schließlich gab es keine vergleichbaren Bildungsdebatten in der DDR, und das straff geführte, zentralistische Bildungssystem hatte in erster Linie der Wissensvermittlung und der weltanschaulichen Prägung des sozialistischen Nachwuchses zu dienen.
„Selektiert“ wurde in der DDR-Schule übrigens auch: Wer Schulen mit verstärkter Leistungsförderung für Sport, Russisch, Musik oder Mathematik besuchen wollte, wechselte - so er denn die Chance dazu erhielt - bereits nach der zweiten Klasse an diese Sonder-, man könnte auch sagen „Elite“-Schulen.

Bildungssystem der DDR: Der Mythos Ostschule - FAZ
 

ThomasausBerlin

Ritter Kadosch
14. Januar 2012
5.094
AW: So toll war das Bildungssystem der DDR!

Russich, Jäger nutzte denjenigen, die auch nach Russland kamen... Das wiederum waren Menschen, die von der Partei dahin "delegiert" wurden... Der "normal sterbliche Ossi" hat dagegen wenig Chancen gehabt, den "grossen Bruder" auch mal persönlich kennen zu lernen.... Also kann man den Leut kaum einen Vorwurf daraus machen, dass sie die Sprache "kaum alltagstauglich" konnten...

Im Westen war's ein wenig anders: "... all the way - you find a Ami..." ;-) . Und im Gegensatz zu den "russischen Brüdern" hatten die kein Kontaktverbot; zu faul Deutsch zu lernen waren sie jedoch auch... Aber - man hat ja Englisch gelernt (dachte man jedenfalls... ;-) ). Und also hat man fleissig 'drauf los gebrabbelt (" Do you speak electric english? - Yes, e baar Funke.... :D ) und meistens auch noch was gelernt (bloss kein Oxford-English, wie mein Englischlehrer bemängelte...:D ). Die "Startchancen" sein Englisch anzuwenden, waren zumindestens dort wo Engländer, Amerikane, Schotten, Waliser stationiert waren, deutlich besser....
 

elyias

Geheimer Meister
18. Januar 2013
364
AW: So toll war das Bildungssystem der DDR!

Immer negativ, Jäger bleib so, das hilft in seiner kleinen Welt.

Abiturquote? Ich habe mein Abitur an der Hochschule gemacht nach meiner Berufsausbildung. Bedarftsgerecht. Heute nehmen Abiturienten den Realschülern die Lehrstellen weg. Toll.

Sporttalente auf Sportschulen, andere Talente auf Schulen mit ihren Fähigkeiten zu schicken war also schlecht?

Die Frankfurter Allgemeine behauptet, kaum einer konnte Russisch alltagstauglich, wie konnten wir denn dann in Russland studieren?

Nur durchschnittliche Dummköpfe aus der DDR Schulbildung? Ein Witz! Hinterfragst du auch, was Du liest?

Aber Anfang der neunziger Jahre gab es für Deutschlands Bildungspolitiker keinen Anlass, die Schweden zu beneiden. Auch von den Erfolgsmeldungen aus Finnlands Gemeinschaftsschulen, die sich einst vom Schulsystem der DDR inspirieren ließen, ahnte niemand etwas. Das böse Erwachen aus der eigenen Selbstherrlichkeit brachten erst internationale Leistungsvergleiche wie Timss und Pisa Jahre später.
Dabei hatte Anfang der 1990er Jahre die Längsschnittstudie Biju Bildungsverläufe in Ost und West untersucht und bemerkenswerte Leistungsunterschiede entlang der einstigen Grenzlinie gefunden. Siebtklässler aus Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt schnitten in mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern deutlich besser ab als gleichaltrige Schüler in Nordrhein-Westfalen .
Es fiel auf, dass es im Osten weniger schlechte Schüler im unteren Leistungsbereich gab und die Förderung der schwachen Schüler offensichtlich nicht auf Kosten der Leistungsspitze ging. »Damit hat sich für uns bestätigt, dass die Philosophie, keinen zurückzulassen, in der DDR wirklich gelebt wurde«, sagt Olaf Köller, Direktor am Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften in Kiel. Umso ernüchternder das Ergebnis der Nachuntersuchung vier Jahre später: »Kaum waren die ostdeutschen Schüler im westdeutschen Schulsystem angekommen, hatten sich ihre Leistungen an das niedrige Niveau angeglichen.« Die Ostschule blieb trotzdem verpönt.
Erst als im vergangenen Jahr plötzlich die sächsischen Schüler die unerwarteten Sieger im Pisa-Ländervergleich wurden und nach den Ergebnissen der Iglu-Grundschulstudie ausgerechnet Thüringens Kinder als die besten Leser im Land gefeiert wurden, fragte sich Deutschland plötzlich wieder: Wie macht der Osten das bloß?

Seite 4 von 4 | Schulsystem in der DDR: Nicht zu retten | ZEIT ONLINE

Das Leben ist und war viel bunter als Du es beschreibst.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
21.321
AW: So toll war das Bildungssystem der DDR!

ThomasausBerlin sagt es...

Der von mir verlinkte Artikel enthält Tatsachen (in einer wissenschaftlichen Arbeit würde noch ein Belegteil dazugehören), von anderer Seite kommen nur Wertungen... Der Leser kann sich seinen Teil denken.
 

Freestone

Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn
30. Dezember 2011
1.057
AW: So toll war das Bildungssystem der DDR!

Dieses Gerede mutet an wie der verklärend bemeinte Rückblick auf andere Dikaturen: "Es war nicht alles schlecht!"
Aber warum hat das Gesamt-System nicht überlebt? Weil es wie alle Diktaturen den Menschen vergessen hat und seine Bedürfnisse nach Anerkennung, nach Eigentum, nach Karriere oder zumindest persönlichem Erfolg.

Das Schulsystem der DDR diente der Diktatur. Es war nicht nur Bildungsinstrument, sondern auch Straf- und Belohungssystem: Es bestimmte, wer Abitur machen durfte (willige, stromlinienförmige DDR-Bürger)) und wer nicht (Kinder von Pastoren, Regimekritikern oder solchen, die als Regimekritier oder zumindest unzuverlässig eingestiuft wurden.).

Folglich war das DDR-Schulsystem ein Teil der Diktatur und ihres Repressions-Apparates. Folglich kann es nicht gut gewesen sein, auch wenn Teile des Systems vielleicht didaktisch gut bis hervorragend organisiert waren oder nach modernsten Methoden gearbeitet haben.
 

ThomasausBerlin

Ritter Kadosch
14. Januar 2012
5.094
AW: So toll war das Bildungssystem der DDR!

Das Gesamt-System (eigentlich wäre das ein neuer Thread wert...) hat wegen der Korruptheit seiner Führungskader nicht überlebt. Und da "der Deutsche" an und für sich kein Revolutionär ist, hat's hal 40 Jahre gedauert bis das Volk auf die Strasse ging und seine Führung absetzte. Wobei - zu Anfang haben alle - Ost wie West - noch daran geglaubt es besser zu machen...

Isoliert man die Hintergründe warum was gemacht wurde - dann war tatsächlich "nicht alles schlecht". Ostdeutsche gelernte Schlosser können z.B. aus einem Metall-Abfallhaufen noch Ersatzteile fertigen - nicht weil sie das wollen, sondern weil sie das bei dem chronischen Devisenmangel buchstäblich gelernt haben. In der DDR verlegte Fachbücher - egal ob Holztechnik, Maschinenbau, Landwirtschaft, Elektoinstallation, Bau- und Bauwirtschaft - werden in Antquariaten immer noch gerne gekauft... Einfach deshalb, weil die - auf dünnem Papier gedruckt - wesentlich mehr Sachinformationen bieten, als manches dreimal so teueres Westexemplar. Obwohl Trabbi und Wartburg die technische Entwicklung nach 1965 verschlafen mussten (Beschluss des RgW), hatten die in Sachen Recycling (Karosserie aus Presspappe, mit Baumwollfasern und Harz getränkt) "die Nase weit vorne" und die Austauschbarkeit mancher Motor- und Getriebeteile zwischen Trabant, Wartburg und MZ war schon fast sensationell (im Westen hat das bloss Mercedes innerhalb verschiedener aufeinander folgende Baureihen der Serien "Strich-8" bis "W111" fertig gebracht...; der Käfer scheidet da aus weil "Bulli" und "Käfer" sich untereinander nur durch verschiedenen Karosserieaufbau unterscheiden uind die Motoriesierungsvarianten bis hin zum Karman-Ghia und zum Ostermann-Käfer untereinander kaum kompatibel waren)).

Im "wilden Osten" gab's schon Abfall-Wiederverwertung im grossen industriellen Stil, als bei uns im Westen noch der Lumpensammler durch die Strassen zog. Natürlich wegen der Rohstoffknappheit - aber der "goldene Westen" hat nach der Wiedervereinigung auch von diesen Erfahrung profitiert (nur halt nicht die ostdeutschen Firmen und Arbeiter - aber das ist auch wieder ein anderes Thema...).

UJnd ganz ehrlich: Ein "Einheitsschuilabschluss" von Flensburg bis Regensburg ist im Vergleich zu der Kleinstaaterei heute von Nöten....
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
21.321
AW: So toll war das Bildungssystem der DDR!

Der von mir verlinkte Artikel beschreibt imho sehr genau und zutreffend, was nötig ist - durchdachte, koordinierte Lehrpläne, die auf bestimmte Bildungsziele hinführen. Daß sie in ganz Deutschland einheitlich sind, ist nicht nötig. Ein guter erster Schritt wäre es, die allhalbjährlichen Reformen ein paar Jahre auszusetzen. Es gab seit Gründung der Republik kein Jahr, in dem nicht irgendetwas an der Schule reformiert worden wäre, und natürlich immer unkoordiniert, um auch ja alle Anstrengungen zu hintertreiben, die die Schulen aus Eigeninitiative unternommen hatten, um mit der jeweils vorigen Reform fertigzuwerden. Man sollte auch bedenken, daß die DDR nur ungefähr so viele Einwohner hatte wie NRW.

Den ersten Aufstand gegen die Satrapen der Besatzungsmacht gab es 1953. Die Art, wie später die Aufstände in Ungarn und der Tschechoslowakei niederkartätscht wurden, war dann kein besonderer Anreiz, sich ihnen anzuschließen.
 

elyias

Geheimer Meister
18. Januar 2013
364
AW: So toll war das Bildungssystem der DDR!

Welchen Sinn macht es, das Schüler in NRW anders lernen als in Hamburg oder MV. Das kostet doch nur extra Geld. Allein die Schulbuchvariationen!?

- - - Aktualisiert - - -

Dabei hatte Anfang der 1990er Jahre die Längsschnittstudie Biju Bildungsverläufe in Ost und West untersucht und bemerkenswerte Leistungsunterschiede entlang der einstigen Grenzlinie gefunden. Siebtklässler aus Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt schnitten in mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern deutlich besser ab als gleichaltrige Schüler in Nordrhein-Westfalen .

Ergebnis dieser Studie sind keine Tatsachen?
 

lava

Gesperrter Benutzer
30. Mai 2011
1.766
AW: So toll war das Bildungssystem der DDR!

Welchen Sinn macht es, das Schüler in NRW anders lernen als in Hamburg oder MV. Das kostet doch nur extra Geld. Allein die Schulbuchvariationen!?

konkurrenz statt diktatur,
denn wenn herauskommt das die schüler in nrw nur noch idioten sind dann wird man halt auf ein besseres schulsystem umsteigen müssen,
es ist so eine art feldversuch, kapitalismus halt, gar nicht mal so schlecht
 

ThomasausBerlin

Ritter Kadosch
14. Januar 2012
5.094
AW: So toll war das Bildungssystem der DDR!

Der von mir verlinkte Artikel beschreibt imho sehr genau und zutreffend, was nötig ist - durchdachte, koordinierte Lehrpläne, die auf bestimmte Bildungsziele hinführen. Daß sie in ganz Deutschland einheitlich sind, ist nicht nötig. Ein guter erster Schritt wäre es, die allhalbjährlichen Reformen ein paar Jahre auszusetzen. Es gab seit Gründung der Republik kein Jahr, in dem nicht irgendetwas an der Schule reformiert worden wäre, und natürlich immer unkoordiniert, um auch ja alle Anstrengungen zu hintertreiben, die die Schulen aus Eigeninitiative unternommen hatten, um mit der jeweils vorigen Reform fertigzuwerden. Man sollte auch bedenken, daß die DDR nur ungefähr so viele Einwohner hatte wie NRW.

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Teilweise richtig - jedoch: Die "förderalistische Trennung"fördern; das Gegenteil ist der Fall. Es gibt keinen "Wettwebewedrb" darum "besser" in der Schulreform zu sein als "die Anderen", sondern der Länderfördaralismus fördert gerade mal den verzweifelten Versuch, "den Anderen" ihre Unzuverlässigkeit zu beweisen. Dabei bleiben dann die Schüler, Lehrer, Studenten und Prof's auf der Strecke... So wettern die Bayern z.B. gegen die Gesamtschule, unfähig die Chancen einer Gesamtschule zu erkennen (es nimmt ihnen ja keiner ihre Elitegymnasien und es wäre auch ein schwerer Fehler solche Eliteschulen abschaffen zu wollen). Andernorts - NRW - setzt man fast ausschliesslich auf Gesamtschulen und begründet das damit, das in der Regel Schüler/innen aus "sozial schwachen Schichten" keinen Zugang zu höherwertiger Bildung hätten, Das mag sein - aber da sollte man dann ruihig auch gesetzlich ein "Quotenkontigent" den Elitenschulen zur Auflage machen: Ein bestimmter Prozentsatz der Schüler sollte - sofern die schulischen Leistungen stimmen - mit aufgenommen werden, Notwendige Kopsten zahlt das Sozialamt; man darf hochintelligente Kinder nicht wegen fehlendem Geld der Eltern "links liegen lassen". So wie die Bayern (CSU) hinsichtlich ihres dreigeteilten Schulsystems vernagelt sind, so sind die NRW's (SPD/Grüne) hinsichtlich der "Einheitsschule" vernagelt....

Reformen, Jäger, dienen in der Bundesrepublik Deutschland schon lange nicht mehr dazu, Fehler zu beseitigen und Zustände zu verbessern. Heutzutage ist eine Reform vergleichbar mit einem Autofrikkler, der das Loch im Türschweller mit Plastikmasse zuklebt, weil er als Frikkler nie schweissen gelernt hat....


Zum Aufstand '53: Das lässt sich kaum mit der "friedlichen Revolution" von '89 vergleichen. Der Schriftsteller Stephan Heym hat das in seinem Buch "Sieben Tage im Juni" sehr genau beschrieben, als er einen alten Dreher in seinem Roman zu Wort kommen lies: "...unter dem Kaiser haben wir gearbeitet um Lohn und Brot zu bekommen. Unter Hitler haben wir gearbeitet um Lohn und Brot zu bekommen. Wir arbeiten auch unter euch - aber gebt uns endlich unseren Lohn und unser Brot....". Der Aufstand erfolgte - berechtigt - weil zwar die Leistungsnormen hochgesetzt wurden, das "Brot" (auch die Wohnungen...) aber fehlten. 1989 dagegen hatten die Leut`die Schnauze vom Duckmäusertum, von der "Firma Horch, Guck und Greif", von der Mangel- und Misswirtschaft gestrichen voll - da ging's nicht um "Bananen aus'm Westen", sondern um persönliche wie politische Freiheit. '53 und '89 lässt sich nicht miteinander vergleichen.

- - - Aktualisiert - - -

konkurrenz statt diktatur,
denn wenn herauskommt das die schüler in nrw nur noch idioten sind dann wird man halt auf ein besseres schulsystem umsteigen müssen,
es ist so eine art feldversuch, kapitalismus halt, gar nicht mal so schlecht

Diese "Konkurrenz" fördert nix anderes als die schulische Umsetzung des "Ellenbogenkaptalismus", lava. Ein Schulsystem das Zusammenarbeit fördert, scheint mit zukunftsträchtiger zu sein. Da war das System der DDR in Teilen besser....
 

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