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Sich des schönen enthalten ?

Harakiri

Geheimer Meister
10. April 2002
286
Viele Philosophen wiesen immer wieder darauf hin ,dass das Schöne ,das Unschöne und somit auch das Leidvolle mit sich bringt . Um also ein Leben ,ohne Sorgen zu leben ,sollte man sich den Dingen ,die wir als Angenehm emfinden ,enthalten .

Um ein Beispiel zu nennen : Wer heiss duscht ,dem wird es kalt ,sobald er aus der Dusche tritt . Duschen wir also Lauwarm ,werden wir danach ,auch die Kälte nicht spüren müssen . So lässt es sich auch alles andere übertragen .
Auch kann es leicht passieren ,dass wir uns an die sinnlichen Gelüste binden ,oder gar süchtig werden . Habe ich einmal Sex ,mag es die schönste Nebensache der Welt sein ,doch habe ich den ganzen Tag nur Sex ,wird es langweilig . Hat es einmal Spass gemacht ,will man diesen Spass immer mehr und so oft wie möglich ,aber die Stetigkeit ,lässt es langweilig werden .

Was meint ihr ? Soll man seinen ,von der Natur gegebenen irrationalen Trieben nachgeben ,sie genißen und somit auch die negativen Auswirkungen in Kauf nehmen ,oder sollte man so Leben wie es die Philisophen taten ?
 

Esajas

Geheimer Meister
12. April 2002
362
Das Maßhalten ist sicher eine (Lebens-)Kunst,
die es anzustreben gilt.

Damit meine ich nicht Askese,
sondern Genügsamkeit.

Fremde Worte in dieser modernen Welt!
 

Magna

Vollkommener Meister
10. April 2002
525
Also ein lauwarmes Leben?
Kein Schmerz, kein Ärger, keine Wut, aber auch nicht glücklich sein? Reicht euch Zufriedenheit denn wirklich?
Mir nicht.
Liebe Grüße,
Magna
 

Esajas

Geheimer Meister
12. April 2002
362
Die Basis oder auch der Kern von Glück ist Zufriedenheit.
Es geht hier aber nicht um den "Goldenen Mittelweg".
Selten Ärger, Schmerz und Wut ist ja wohl erstrebenswert?!

Gemeint ist aber: Es ist vielleicht wünschenswert, aber nicht gut, dreimal am Tag Eis oder Sahnetorte zu essen. Ein großer Genuss ist es jedenfalls nur, wenn wir es seltener tun. Anderes Beispiel: Jeden Tag Sex mag befriedigend sein, aber ein Highlight wird es doch wohl eher, wenn wir's seltener treiben!
 

Magna

Vollkommener Meister
10. April 2002
525
Okay, so kann ich mich eher damit identifizieren.
Ich sehe allerdings Zufriedenheit nicht unbedingt als Grundlage und die Frage, ob man wirklich so selten wie möglich wütend oder verletzt sein sollte, wäre für mich auch noch zu diskutieren.
Liebe Grüße,
Magna
 

DarkEldar

Geheimer Meister
1. Juni 2002
176
In diesem Falle halte ich mich doch eher an den lieben Buddha..
Das Leben in Luxus hats net gebracht und auch net das Leben ins Askese .. also spanne den Bogen zu fest und er wird reisen, spanne ihn zu lasch und man kann net drauf spielen... also alles im Maße... das scheint mir persönlich erstrebenswert genug

~*~ Dark
 

Wowbagger

Intendant der Gebäude
12. April 2002
800
Moin...

Einstürzende Neubauten: "Keine Schönheit ohne Gefahr..."

Man muss sich dessen nur bewusst sein... Ängste überwinden und los! :D

Beste Grüße.......
 

Abbadon

Großmeister-Architekt
28. Juni 2002
1.295
Dem möchte ich auch widersprechen zum Thema Enthaltsamkeit der von mir oft zitierte Gibran:

Winkt dir die Liebe, so folge ihr, sind auch ihre
Wege hart und steil. Und umfahn dich ihre Flügel,
so ergib dich ihr, mag auch das unterm Gefieder
verborgene Schwert dich verwunden. Und redet
sie mit dir, so trau ihrem Wort, mag auch ihre
Stimme deine Träume erschüttern, wie der Nordwind
denGarten verwüstet. Denn gleich wie die Liebe dich
krönt, so wird sie dich kreuzigen, wie sie deinen
Lebensbaum entfaltet, so wird sie ihn beschneiden.
Wie sie emporsteigt zu deiner Höhe und die
zartesten Zweige liebkost, die in der Sonne
erbeben, ebenso wird sie hinabsteigen zu deinen
Wurzeln und sie aufrütteln in ihrem Festklammern
am Erdboden. [...]
All dies soll Liebe dir antun, auf dass du
kennest das Geheime deines Herzens und in
diesem Wissen ein Bruchteil werdest vom
Herzen des Lebens. Doch suchst du in deiner
Angst nur der Liebe Ruhe und der Liebe Lust,
dann tätest du besser, deine Nacktheit zu
verhüllen und der Liebe Tenne zu entfliehen.
In die schale Welt, wo du wirst lachen, doch
nicht dein ganzes Lachen, und weinen, doch
nicht all deine Tränen.

Ein Leben im Mittelmass ist für mich nur ein halbes. Sicherlich sind Dinge angenehmer, wenn man Sie weniger Häufig tut, aber das hat nichts mit Enthaltsamkeit oder Mässigung zu tun, sondern lediglich mit dem ablehnen von Völlerei.
Auch das schlechte, das einem widerfährt hat seine Berechtigung und wer die Schönheit darin erkennen kann, kann klar sehen. Auch Leid kann "schön" sein. Und ohne unsere Ängste hätten wir auch keine Hoffnungen und ohne das Schlechte würden wir doch gar nicht wissen wer wir sind, zumal es oft nur die schlechten DInge sind, die uns nachdenken oder lernen lassen.

Das hat selbst Star Trek V kapiert... LOL :wink:
 

Reticulum

Geheimer Meister
6. Juli 2002
301
Ein Mensch, den ich mal beruflich für eine kurze Zeit kennenlernen durfte;
jemand mit erstaunlich guter Menschenkenntnis, hat mir mal auf den Kopf zugesagt, daß mein Lebensstil dem eines Pendels gleicht - immer von einem Extreme ins andere. Hin und her.

So was halbgares...ein bischen hiervon, ein bischen davon...kenn ich nicht.
Anders könnt ich mir mein Leben auch nicht vorstellen.

Entweder fühl ich mich, als könnte ich Bäume ausreißen - oder alles ist sch...

Entweder hab ich Sex, bis zu umfallen (oder bis es langweilig wird) -
oder es kommt die Zeit, wo ich allein von dem Wort "Frau" nen Ausschlag bekomme.

Entweder ich bin pappsatt - oder hab Hunger, wie ein Ausgehungerter.

Also...
Was meint ihr ? Soll man seinen ,von der Natur gegebenen irrationalen Trieben nachgeben ,sie genißen und somit auch die negativen Auswirkungen in Kauf nehmen
BINGO !
 

Harakiri

Geheimer Meister
10. April 2002
286
Hm ,ich halte es besser immer mit einem leichtem lächeln durch die Gegend zu laufen . Das Schöne ist so selten ,da muss man lernen mit dem schlechten umzugehen . Die Woche hat 7 Tage und die meisten müssen 6 Tage davon arbeiten . Da lerne ich doch lieber mich mit den 6 Tagen anzufreunden .
 
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