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Schächturteil

Germanische Traditionen

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  • kenn ich mich nich aus mit

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  • bergen auch wahres

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  • sind Mumpitz

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  • Umfrageteilnehmer
    342

Bernie

Geheimer Meister
8. April 2004
248
Ich glaube da lieber diversen Berichten, die das Schächten als eine der humansten Methoden beschreiben, um ein Tier zu töten.

Bravo, endlich hat es einer erkannt. Wer schlägt nun den Amerikanern vor, den elektrischen Stuhl durch Schächten zu ersetzen? 8)
Man stelle sich den gewaltigen Erkenntnisgewinn vor, wenn man die Geschächteten vor ihrem Ableben fragt, wie sie sich fühlen. Da sie ja nicht mehr sprechen können, könnte man sich vorher auf Kommunikation per Augenblinzeln oder Gebärdensprache verständigen. Warum hat man eigentlich so lange solch eine der humansten Methoden zum Töten nie in Gefängnissen praktiziert? :gruebel:
 

Jay-Ti

Auserwählter Meister der Neun
2. August 2002
989
Die Frage bleibt, was will Bernie uns damit sagen?
Dass das Rind bei Sachgemäßer Schächtung sofort keine Schmerzen mehr spürt ist Fakt. Wenn es um den Vorgang des Tötens an sich geht, ja, dann kann man natürlich geteilter Meinung sein. Dann aber bitte im Vegetarierthread posten.
 

fumarat

Erhabener auserwählter Ritter
21. Januar 2003
1.133
Seit Menschengedenken wurde geschächtet. Im Zeitalter der Bolzenschußgeräte ist es nun plötzlich eine Grausamkeit bzw. "Inspiration aus der Unterwelt". Lächerlich.

Wer behauptet eine ordentliche Schächtung sei Tierquälerei, der soll sich erstmal ordentlich mit der Thematik beschäftigen und nicht spinale Reflexzuckungen der Tiere als Leidbewegungen deuten.

-> aber es ging ja hier um germanische Bramdopfer oder so...


Grüße fumarat
 

Tacitus

Geselle
11. November 2003
38
"Seit Menschengedenken wurde geschächtet. Im Zeitalter der Bolzenschußgeräte ist es nun plötzlich eine Grausamkeit bzw. "Inspiration aus der Unterwelt". Lächerlich."

Ich würde die Meinung anderer nicht so (vor-)schnell disqualifizieren, nur weil sie nicht mit meinen eigenen Anschauungen übereinstimmt. Hast Du Dir z. B. den auf der letzten Seite geposteten Link einmal genauer durchgelesen? Da findet sich noch mehr im Internet drüber und wer hier nicht erkennt, dass die zum Schächten verurteilte Kreatur ganz offensichtlich grausam leidet, der ist mindestens auf einem Auge blind. Ich habe selber einen nicht unerheblichen Teil meiner Kindheit auf einem Bauerhof mit Eigenschlachtung verbracht und weiss daher sehr genau, dass einige Tiere auch trotz Bolzenschussgerät erheblich leiden. Das ganze ist ein Gewaltakt. Das Tier hat nicht nur Schmerzen, sondern auch panische Angst. Es leidet und stirbt, weil einige meinen, Gott dem Schöpfer und Lebensspender würde es gefallen, wenn man die von ihm erschaffende Kreatur zu seinem eigenem Wohlgefallen opfern würde. Meiner Meinung nach ein Widerspruch in sich. Im Rahmen religiöser Toleranz muss dies allerdings akzeptiert werden, was eine Diskussion darüber aber auch nicht ausschliessen darf. Religionen haben sich stets auch entwickelt und verharrten nicht immer in Stilstand. Allerdings bin ich von der Hoffnung besselt, dass sich auch in anderen Kulturkreisen irgendwann dahingehend die Einsicht durchsetzen wird, dass grausame Schächtung kein ädequater Weg ist, Gott zu huldigen und zu preisen.

"Wer behauptet eine ordentliche Schächtung sei Tierquälerei, der soll sich erstmal ordentlich mit der Thematik beschäftigen und nicht spinale Reflexzuckungen der Tiere als Leidbewegungen deuten."

Führwahr nicht jede Zuckung eine spinale Reflexzuckung. Schön wäre es, aber leider gibt es viel zu viele "unordentliche" Schächtungen. Abgesehen davon: Kein Tierchen ist zu klein, - als könnt' es nicht Dein Bruder sein ;-)

Zum Ausüben germanischer und/oder keltischer Rituale: Warum nicht ? Wenn eine positive Absicht damit verfolgt wird und es z. B. der Verbundenheit mit der Natur dienlich ist, erkenne ich darin absolut nichts verwerfliches. Im Gegenteil: Irgendwo ist es ja auch "gelebter" Brauchtum und könnte im Rahmen einer heimatkundlichen Vereinsgründung mit Sicherheit auch entsprechend "legalisiert" werden.

Gruss,
T.
 

Artaxerxes

Meister vom Königlichen Gewölbe
18. Juni 2004
1.323
Hi Shiraffa,

Ach ja, so friedliebend waren "die" Germanen nie. Wenn man überhaupt von "den" Germanen sprechen kann.

also, die "alten" Germanen waren genau so friedfertig wie alle anderen Völker um die Gezeitenwende. Die Germanen gab es ja nicht, sondern nur einzelne Stämme (z. B. Sueben, Chatten, Markomannen, Cherusker, Brukterer, Agrivarier u.v.m.) Solange man sie in Ruhe ihre Äcker bestellen ließ und ihre Rituale achtete, waren sie lammfromm.

Erst durch die Völkerwanderung und den Eroberungsfeldzug der Römer wurde ihre Agression geweckt - dann aber richtig. Für Stammestreitigkeiten gab es ja - bis dato - den Thing und zu ernsthaften Auseinandersetzungen kam es - innerhalb der Stämme - nur selten. Man kann diese Situation auch ohne weiteres mit den Bauernkriegen vergleichen. Läuft das Fass einmal über, gibt es kein Halten mehr!

Gruß Artaxerxes
 

fumarat

Erhabener auserwählter Ritter
21. Januar 2003
1.133
Ich würde die Meinung anderer nicht so (vor-)schnell disqualifizieren, nur weil sie nicht mit meinen eigenen Anschauungen übereinstimmt. Da findet sich noch mehr im Internet drüber und wer hier nicht erkennt, dass die zum Schächten verurteilte Kreatur ganz offensichtlich grausam leidet, der ist mindestens auf einem Auge blind. Ich habe selber einen nicht unerheblichen Teil meiner Kindheit auf einem Bauerhof mit Eigenschlachtung verbracht und weiss daher sehr genau, dass einige Tiere auch trotz Bolzenschussgerät erheblich leiden.
Auch ich habe schon dutzende Schächtungen miterlebt und kann das nicht bestätigen. Natürlich zappelt das Tier wenn man es festhält, schreit vielleicht, nach dem Schnitt spritzt Blut,.. usw.; jedoch leidet es danach nicht mehr, weil es durch den rapiden Blutdruckabfall sofort in Bewußtlosikeit fällt. Zuckungen und Bewegungen können noch Minuten andauern, doch ist das kein Schmerz und Leid Gestrampel, sondern autonome Reflexe. Einer Henne der man den Kopf abtrennt, legt vielleicht noch ein Ei oder läuft meterweit über ein Feld...

Führwahr nicht jede Zuckung eine spinale Reflexzuckung. Schön wäre es, aber leider gibt es viel zu viele "unordentliche" Schächtungen
Leid entsteht erst dann wenn Halbprofis, statt ausgebildete Metzger dieses Handwerk übernehmen, und mit unscharfen Messern minutenlang an der Kehle herumwerkeln. Dies fördert man übrigens mit Verboten, wenn die Leute dann selbst im Hinterhof Schächtungen mit dem Küchenmesser durchführen wollen.

Davon sind aber wie du ja selbst sagst nicht nur Schächter betroffen. Ich durfte selbst schon miterleben wie einem Bauer eine blutüberströmte Sau nach einem verfehlten Bolzenschuß entfloh und er dann minutenlang mit der stumpfen Axtseite auf freiem Feld auf ihr Genick einschlug um sie zu "betäuben" und dann den Kehlschnitt durchzuführen. Schade, hätte ich das gefilmt, könnte ich es nun ins Internet stellen, und gegen den Bolzenschuß polemisieren...

Wenn du genau liest wirst du merken, dass ich diese modernen Methoden nicht als qualvoll dargestellt habe. Jeder soll sein Tier so schlachten wie er will. Wer ihnen erst eine Vollnarkose verbreichen will, soll dies tun, nur wird eine Jude oder Muslim solch ein Fleisch nicht es essen, weil es eben nicht koscher/halal ist.


Es leidet und stirbt, weil einige meinen, Gott dem Schöpfer und Lebensspender würde es gefallen, wenn man die von ihm erschaffende Kreatur zu seinem eigenem Wohlgefallen opfern würde. Meiner Meinung nach ein Widerspruch in sich.

Allerdings bin ich von der Hoffnung besselt, dass sich auch in anderen Kulturkreisen irgendwann dahingehend die Einsicht durchsetzen wird, dass grausame Schächtung kein ädequater Weg ist, Gott zu huldigen und zu preisen.
Das ist kein Widerspruch sondern ein Fehlschluß deinerseits. Das Schächten ist bei Juden oder Muslimen die vorgeschriebene Art des Schlachtens, kein Akt der Ehrbietung. Das wäre mir zumindest neu.

Zum Ausüben germanischer und/oder keltischer Rituale: Warum nicht ? Wenn eine positive Absicht damit verfolgt wird und es z. B. der Verbundenheit mit der Natur dienlich ist, erkenne ich darin absolut nichts verwerfliches. Im Gegenteil: Irgendwo ist es ja auch "gelebter" Brauchtum und könnte im Rahmen einer heimatkundlichen Vereinsgründung mit Sicherheit auch entsprechend "legalisiert" werden.
Komisch. Dort wo es sich nicht um Opferungen handelt bist du dagegen und bezeichnest dies als grausam. Bei germanischen Opferbräuchen bist du aber plötzlich wieder dafür. Verstehe ich nicht.


Grüße fumarat
 

Tacitus

Geselle
11. November 2003
38
Hallo fumarat !

Danke für Deine Ausführungen, zu denen ist selbstverständlich etwas beizupflichten habe ;-)

"Auch ich habe schon dutzende Schächtungen miterlebt und kann das nicht bestätigen." ......... (Anmerkung: ... dass Tiere bei der Schächtung leiden)

Du fährst fort: "Natürlich zappelt das Tier wenn man es festhält, schreit vielleicht, nach dem Schnitt spritzt Blut,.. usw.; jedoch leidet es danach nicht mehr, weil es durch den rapiden Blutdruckabfall sofort in Bewußtlosikeit fällt."

Ich bin niemand der Worte auf die Goldwaage legt, weiss ich doch um die Fehlbarkeit insbesondere des im Internet geschriebenen Wortes. Allerdings impliziert das Schreien, Festhalten und Zappeln doch schon ein gehöriges Mass an Leid, Angst, Schrecken und Panik. Viele Tiere erahnen offensichtlich sehr wohl, dass es ihnen an's Leder geht: Spätestens nach dem ersten Schnitt und vor allen Dingen unter der Prämisse betrachtet, dass lt. Schächtungsvorschriften das Tier bei Bewußtsein bleiben soll, wird auch das Tier Todesängste ausstehen (müssen). Nehme ich Dich, lege Dich in Fesseln und fange an, mit einem Messerchen Deine Kehle zu bearbeiten, wirst auch Du Panik, Angst und Schmerz empfinden. Bis zu einem Punkt, wo vielleicht der Schmerz infolge hormoneller Ausstöße schwindet, Angst und Panik aber trotzdem bis zum entgültigen Abtritt sehr real bestehen bleiben und schrecklich wirken.

"Davon sind aber wie du ja selbst sagst nicht nur Schächter betroffen. Ich durfte selbst schon miterleben wie einem Bauer eine blutüberströmte Sau nach einem verfehlten Bolzenschuß entfloh und er dann minutenlang mit der stumpfen Axtseite auf freiem Feld auf ihr Genick einschlug um sie zu "betäuben" und dann den Kehlschnitt durchzuführen. Schade, hätte ich das gefilmt, könnte ich es nun ins Internet stellen, und gegen den Bolzenschuß polemisieren... "

Miese Geschichte, die mich wiederrum darin bestärkt, nach Möglichkeit kein Tierfleisch zu verkonsumieren. Und nebenbei bemerkt ist Polemik - ich denke hier gehen wir konform - kein geeignetes Mittel innerhalb einer Diskussion ;-)

"Jeder soll sein Tier so schlachten wie er will."

Bei aller Toleranz muss ich dem widersprechen. Insbesondere wenn das Schlachten mit vermeidbaren Qualen für das leidfähige Tier verbunden ist.

"Das ist kein Widerspruch sondern ein Fehlschluß deinerseits."

Weiss nicht, - mag sein. Darum unterhalte ich mich und kann hier ganz gewiss noch einiges lernen. Trotzdem ist es doch ein Opfer an den lieben Gott, auf das er meiner Anicht nach verzichten würde, wenn man ihn denn Fragen könnte ;-)

"Komisch.. Bei germanischen Opferbräuchen bist du aber plötzlich wieder dafür. Verstehe ich nicht. "

Hmmm, - offenbar ein kleines Missverständnis. Meiner Meinung würde eher entsprechen: "Dort wo es sich um Opferungen von Lebewesen handelt bist du dagegen und bezeichnest dies als grausam. Bei germanischen Opferbräuchen von pflanzlichen Objekten bist du aber plötzlich wieder dafür.

Verstehe ich nicht. ....... > jetzt hoffentlich schon.

Viele Grüsse,
T.
 

Artaxerxes

Meister vom Königlichen Gewölbe
18. Juni 2004
1.323
Hi Tacitus,

ich glaube, Du hast die Quintessenz gefunden. Schächten soll der, dem es Spass macht und der meint, damit irgend etwas richtig zu machen aber was hat das mit germanischen Riten zu tun?.

Hier eine Verbindung zu den Riten - die eben Dein Namensvetter auch beschrieben hat - zu suchen ist schon etwas weit hergeholt. Nicht nur die 2000 Jahre Differenz sind hier zu nennen, sondern auch die Tatsache, dass Leidtragende der Riten meist die Höherstehenden waren - also die Fürsten und Häuptlinge - denen es (im wahrsten Sinne) an den Kragen ging, wenn die Ernte nicht gut war oder der Stamm hungern musste.

Dererlei ist mir aus dem nahen Osten bisher nicht bekannt georden!

Gruß Artaxerxes
 

fumarat

Erhabener auserwählter Ritter
21. Januar 2003
1.133
Hallo auch,

Ich bin niemand der Worte auf die Goldwaage legt, weiss ich doch um die Fehlbarkeit insbesondere des im Internet geschriebenen Wortes. Allerdings impliziert das Schreien, Festhalten und Zappeln doch schon ein gehöriges Mass an Leid, Angst, Schrecken und Panik. Viele Tiere erahnen offensichtlich sehr wohl, dass es ihnen an's Leder geht: Spätestens nach dem ersten Schnitt und vor allen Dingen unter der Prämisse betrachtet, dass lt. Schächtungsvorschriften das Tier bei Bewußtsein bleiben soll, wird auch das Tier Todesängste ausstehen (müssen). Nehme ich Dich, lege Dich in Fesseln und fange an, mit einem Messerchen Deine Kehle zu bearbeiten, wirst auch Du Panik, Angst und Schmerz empfinden. Bis zu einem Punkt, wo vielleicht der Schmerz infolge hormoneller Ausstöße schwindet, Angst und Panik aber trotzdem bis zum entgültigen Abtritt sehr real bestehen bleiben und schrecklich wirken.
Sagen wir mal so, Rinder kennen sogar den "Todeswagen", in den der Bauer wöchentlich eine Kuh auflädt und zum Metzger fährt... (die ja dann wie die anderen Kühe bemerken nicht mehr zurückkommt). Schon mal gesehen wie die sich wehren? Egal wie du es machst. Wenn du eine einzelne Kuh aus dem Stall holst, sie wird nervös sein, weil sie irgendwas unangenehmes erahnt.
Nur, und jetzt hab ich deinen Zwiespältigkeit entdeckt :wink: , bitte nicht immer alles auf das Schächten projezieren, denn was du oben sagst gilt für andere Schlachtmethoden genauso. Das Abführen (in die sterile Fliesenhalle), festhalten, fixieren, das mag kein Tier,..., auch nicht dein Hauskätzchen (Herr Tierliebhaber :wink: ) wenn der Tierarzt ihr die Impfungen gibt. Wenn du also das Schächten aufgrund dieser Dinge für unangebracht hältst, dann müßtest du fairerweise jede tierärztliche Untersuchung genauso verbieten, schließlich weiß die Kuh bis zuletzt nicht, ob sie nun geschlachtet, geimpft oder operiert wird.
Laß mich raten. Du bist sicher ein Hundeleinengegner? B)

Bei aller Toleranz muss ich dem widersprechen. Insbesondere wenn das Schlachten mit vermeidbaren Qualen für das leidfähige Tier verbunden ist.
Ich sehe keine relevanten Unterschiede. Eine professionelle Schächtung kann ich nicht als Tierquälerei bezeichnen. Zumal Judentum und Islam hier sehr strenge Bedingungen haben.

Weiss nicht, - mag sein. Darum unterhalte ich mich und kann hier ganz gewiss noch einiges lernen. Trotzdem ist es doch ein Opfer an den lieben Gott, auf das er meiner Anicht nach verzichten würde, wenn man ihn denn Fragen könnte.
Beweise mir das. Ich möchte von dir lernen. Ich definiere die Schächtung als die für uns Muslime/Juden vorgeschriebene Art des Schlachtens, nicht mehr und nicht weniger. Warum soll das ein Opfer sein, wie kommst du darauf?

Achja und sorry für das Mißverständnis.


Grüße fumarat
 

affenratte

Geselle
3. Januar 2004
12
So, tu ich auch mal was sagen...

Beweise mir das. Ich möchte von dir lernen. Ich definiere die Schächtung als die für uns Muslime/Juden vorgeschriebene Art des Schlachtens, nicht mehr und nicht weniger. Warum soll das ein Opfer sein, wie kommst du darauf?

"Das Opferfest erinnert an die Bereitschaft Abrahams einen seiner Söhne zu opfern. Welcher der beiden Söhne Abrahams, Isaak oder Ismail, geopfert werden sollte wird jedoch im Koran nicht explizit erwähnt. Sowohl Isaak als auch Ismail haben im Islam eine große Bedeutung. Nach Koran 6, 84-87 gilt Isaak als Stammvater vieler Propheten und Gottesgesandten, während Ismail als Stammvater des Propheten Muhammad angesehen wird.

Am ersten Tag des Opferfestes versammeln sich die Gläubigen in den Moscheen, wo ein besonderes Festgebet abgehalten wird. Auch wird die Abschiedspredigt Muhammads, die dieser während seiner letzten Wallfahrt hielt, feierlich verlesen.

Dem folgt die rituelle Schlachtung (Schächten) der Opfertiere, die mit dem Kopf in Richtung Mekka gelegt und nach festgelegten Regeln vom ältesten männlichem Familienmitglied geschlachtet werden. "
http://www.feste-der-religionen.de/feste/iduladha.html

Mjoar also da würde ich schon von opfern im Namen Gottes reden... so liest man das auch in den meisten islamischen foren. :roll:

PS: ich gehör auch zu der salatfutternden Hippiefraktion und heiße genausowenig irgendwelche Schlachthöfe fuer human. (Nur um dem Vorurteil zu entgehen hier gegen irgendwelche tollen Religionen zu hetzen.)
 

Talpa

Vorsteher und Richter
15. März 2004
707
Verflucht nocheins! Wer Tiere RITUELL opfert, um irgendeinem imaginären GOTT zu gefallen, der .......Selbstzensur....!!!

Verflucht noch eins!
Religion ist der grösste Fehler der Menscheit...
Lasst uns endlich vernünftig werden!
 

Jay-Ti

Auserwählter Meister der Neun
2. August 2002
989
nein affenratte. Es geht nicht um einen einzelnen Tag, an dem irgendetwas geopfert wird. Für Juden gibt es nichts anderes, als geschächtetes Fleisch (für Moslems im Alltag auch oder nur bei bestimmten Festen? bitte ergänze mich fumarat).

Schade das Talpa aus der gepriesenen Aufklärung selbst nichts gelernt hat.
 

Talpa

Vorsteher und Richter
15. März 2004
707
Jay-Ti schrieb:
Schade das Talpa aus der gepriesenen Aufklärung selbst nichts gelernt hat.
Schade, dass du mich nicht präziser schimpfst!
Es handelt sich doch sowohl beim jüdischen als auch beim islamischen Schächten um Rituale, d.h. religiös oder kulturell festgelegte Abfolgen der Schlachtung. Einverstanden?
 

affenratte

Geselle
3. Januar 2004
12
Es geht nicht um einen einzelnen Tag, an dem irgendetwas geopfert wird. Für Juden gibt es nichts anderes, als geschächtetes Fleisch


Naja auch da finde ich das Ganze noch genauso mächtig unschön, ganz gleich ob der Spaß nur einmal im Jahr stattfindet oder 2mal pro Monat pro Familie.

Aber hier noch etwas mehr Infos zu den Unterschieden zwischen juedischer und islamischer Schächtung :

Auch im Islam wird Blut als rituell unrein angesehen. Damit es vollstaendig aus dem Koerper fliessen kann, schneidet der islamische Schlachter ebenfalls die Halsschlagadern des lebenden Tieres durch. Vorher dreht es das Tier in Richtung Mekka und ruft: ''Im Namen Allahs''. Dann setzte er das Messer an. Um das Leiden des Tieres zu verkuerzen, sollte er ein scharfes Messer verwenden - muss es aber nicht. Und genau an diesem Punkt scheiden sich die Geister. Denn auch alle anderen Instrumente sind erlaubt, die ein Auslaufen des Blutes ermoeglichen. So stirbt das Tier oft qualvoll, weil die Schlachtwerkzeuge stumpf, schartig oder rostig sind. Ein Grund, der den Feldzug der Tierschuetzer gegen das Schaechten erklaert. Waehrend bei den Juden das geschaechtete Fleisch nur als Nahrung dient, werden im Islam Tiere auch geopfert. Anlaesse dafuer sind die Erfuellung eines Geluebtes, die Geburt eines Kindes oder die Wallfahrt nach Mekka. So schlachten moslemische Familienvaeter die Tiere oft selbst anstatt diese Arbeit einem Profi zu ueberlassen. Ein weiterer Grund, warum Tierschuetzer dagegen protestieren.

zum schlau werden:
http://www.hagalil.com/judentum/koscher/m-shoch1.htm

Ismael Sandal wandte dagegen ein, dass Sunniten als eine grosse Gruppe innerhalb des islamischen Glaubens nicht mit der Elektro-Betaeubung vor dem Schlachten leben koennen. Sein Kompromiss ging vor einer anderen Abfolge aus: erst fixieren, dann der Helal-Schnitt und dann die Betaeubung durch Elektroschock.
frappierend was die Leute fuer Probleme haben, nene, ich weis ja nich :roll:
 

fumarat

Erhabener auserwählter Ritter
21. Januar 2003
1.133
Dieses Opferfest ist ein Tag im Jahr an dem u.a. ein Schaf geschlachtet werden kann um sich der Prüfung Abrahams zu erinnern. Allerdings wird dies nicht irgendeinem Gott geopfert sondern aufgeteilt. Ein Drittel den Armen, ein Drittel den Familienanghörigen und ein Drittel für die eigene Familie. Wo liegt das Problem?

Ansonsten ist für uns Fleisch nur dann erlaubt, wenn es ordnungsgemäß geschächtet wurde. Das "Ritual" ist wie folgt: Das Tier muß im Namen Gottes geschächtet werden. Punkt. Deshalb dürfen Muslime auch das Fleisch der Juden und der Christen essen, solange sie obige Bedingung erfüllen.

Hab ich gesagt Schächten macht Spaß?


Grüße fumarat
 

arius

Großer Auserwählter
16. Juli 2003
1.555
Tacitus schrieb:
Ich bin niemand der Worte auf die Goldwaage legt, weiss ich doch um die Fehlbarkeit insbesondere des im Internet geschriebenen Wortes.

Allerdings impliziert das Schreien, Festhalten und Zappeln doch schon ein gehöriges Mass an Leid, Angst, Schrecken und Panik. Viele Tiere erahnen offensichtlich sehr wohl, dass es ihnen an's Leder geht: Spätestens nach dem ersten Schnitt und vor allen Dingen unter der Prämisse betrachtet, dass lt. Schächtungsvorschriften das Tier bei Bewußtsein bleiben soll, wird auch das Tier Todesängste ausstehen (müssen).

Nehme ich Dich, lege Dich in Fesseln und fange an, mit einem Messerchen Deine Kehle zu bearbeiten, wirst auch Du Panik, Angst und Schmerz empfinden. Bis zu einem Punkt, wo vielleicht der Schmerz infolge hormoneller Ausstöße schwindet, Angst und Panik aber trotzdem bis zum entgültigen Abtritt sehr real bestehen bleiben und schrecklich wirken.

Miese Geschichte, die mich wiederrum darin bestärkt, nach Möglichkeit kein Tierfleisch zu verkonsumieren. Und nebenbei bemerkt ist Polemik - ich denke hier gehen wir konform - kein geeignetes Mittel innerhalb einer Diskussion.

Viele Grüsse,
T.

Zu dem Ausführungen von Tacitus ist sicher nicht mehr viel hinzuzufügen.

Denn nicht nur etischen, sondern auch nach ernährungsphysiologischen, ist von einem zu hohem Fleischverzehr eh abzuraten. Ein Schwerarbeiter mag mehr brauchen als ein Büromensch, jedenfalls habe ich es mir auch angewöhnt, höchstens 1-2 Mal die Woche Fleisch zu konsumieren, und wenn dann ist es eh meist Fisch, Geflügel oder Wild...

Jedenfalls sollte man sich die Seite des Tierschutzbundes

http://www.vgt.ch/

schon mal genauer ansehen, nachdem nicht nur beim Schächten, sondern auch in anderen Bereichen des Umgangs mit dem Tier dessen Rechte empfindlich verletzt werden...

Die neuesten Erkenntnuisse über unsere keltisch-germanischen Vorfahren belegen darüber hinaus, dass fast alle ausschliesslich Ackerbauern und waren und sich rein pflanzlich ernährten.

Gruß

Arius
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
Wer ernsthaft glaubt, daß Tiere in einem Schlachthaus weniger leiden, den lade ich gerne ein mit mir eines zu besuchen. Ich hatte vor ein paar Jahren mal das Vergnügen und durfte zusehen, wie der Schlachter 3 Schüsse brauchte bis der Ochse nicht mehr brüllte. Mir wurde glaubhaft versichert, daß das schon mal vorkomme, wenn eine Lieferung Tiere angeliefert werde und mehr oder weniger unter Zeitdruck geschlachtet wird.
Ebenfalls aussen vor gelassen wird, daß so manches Tier schon beim Transport unglaublich leidet und verletzt wird.
Zumindest wenn das Tier nach jüdischen Vorstellungen koscher sein soll, dann muß es vorher gesund und unverletzt sein und es bekommt einen Schlachter, der ohne Zeitdruck und mit einer 5 jährigen Ausbildung in der Tasche dem Tier mit einem sauberen Schnitt Luftröhre und Halsschlagader durchtrennt, was in der Regel in deutlich weniger als einer Minute zum Tode führt.
Hausschlachtungen ohne Beisein von ausgebildeten Fachleuten, sollten allerdings in der Tat verboten sein.
 

Artaxerxes

Meister vom Königlichen Gewölbe
18. Juni 2004
1.323
Hallo fumarat,

irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass es Dich immer dazu drängt, für irgendwelche Riten und Gebräuche - in diesem Fall das Schächten - vehement Partei zu ergreifen. Da bekommt dann die konträre Meinung gleich voll die Breitseite.

Es steht doch den Gläubigen frei, jedwede religiösen Handlungen zu begehen, solange diese dem geltenden Recht nicht widersprechen. Um mehr geht es doch - schlicht und ergreifend - nicht.

Und wenn landläufig die Meinung vertreten wird, das Schächten irgendwie dem Tierschutzgesetz widerspricht, dann ist das eben so und man muss sich daran halten. Gegebenenfalls kann man sich ja um eine Gesetzesänderung bzw. Ausnahmeregelung bemühen.

Aber die Freunde von der Schächt- und Kopftuchfraktion wollen ihre Meinung bei Gericht durchsetzen - koste es was es wolle. Sie vergessen dabei nur zu leicht, dass im gegenteiligen Falle ihnen noch nicht einmal eine Chance (sagen wir mal im islamischen Rechtssystem) auf eine gerichtliche Auseinandersetzung eigeräumt würde.

Und dies sehe ich als das eigentliche Problem an. Da werden - in allen Bereichen - die demokratischen Rechte bis aufs letzte ausgereizt und wenn sich dann immer noch kein Erfolg zeigt, wird geklagt auf Deibel komm raus! Und wenn das immer noch nicht reicht, ja dann wird der Knüppel aus dem Sack geholt!

Für mich haben diese Leute die "Kappe" kaputt!

Gruß Artaxerxes 8)
 

Quetzalcoatle

Großmeister
21. Februar 2004
67
Hallo agnentp,

Da dürften wir ja mal ausnahmsweise einer Meinung sein. Wobei ich allerdings anmerken muss, dass weder im Koran noch in der Tora, dem Talmud oder sonst irgendeiner für Muslime oder Juden verbindlichen Schrift das betäubungslose Schächten verlangt wird.

Rein logisch betrachtet könnten also jüdische oder muslimische Schlächter problemlos koscher oder hallal schächten auch wenn sie gesetzlich dazu verpflichtet währen z.B. eine elektrische Betäubung zu verwenden.

Wobei ich anmerken muss dass beide Betäubungsarten Elektrozange und Bolzenschuss nie 100%ig sicher sind. In beiden Fällen kommt es vor das die Betäubung fehlschlägt bzw. Die Tiere wieder aus der Betäubung erwachen während ihnen bereits Ohren, Arme und Beine abgeschnitten werden bzw. sie sich im Brühwasser zum entfernen der Borsten befinden.

Hier ist ein Text den ich zum Thema Schächten gefunden habe:
Auszüge aus der Stellungnahme des Deutschen Tierschutzbundes zum betäubungslosen Schlachten oder Schächten nach islamischem Ritus


Wird das Tier nicht durch eine fachlich ausgebildeten Schlachter oder mit einem unscharfen, nicht absolut schartenfreien Messer geschlachtet, erleidet das Tier schon beim Schnitt erhebliche Schmerzen und Leiden. Selbst bei dem mit einem scharfen Messer ausgeführten Schnitt kann es während des langsamen Ausblutens zu einer Verstopfung der durchtrennten Gefäßenden kommen, so dass nachgeschnitten werden muss, was für die Tiere äußerst schmerzhaft ist.

Infolge der Durchtrennung der Nerven und der gleichzeitigen Ausschaltung des gesamten sympathischen Nervensystems kommt es zur Zwerchfelllähmung und dadurch zur Todesangst durch Atemnot. Die dabei erlittenen Schmerzen und Leiden führen jedoch zur verstärkten Atmung, wobei das ausströmende Blut in die Lungen aspiriert wird und zu schweren Erstickungsanfällen führt.

Aufgrund einer anatomischen Besonderheit beim Rind erfolgt die Blutversorgung im Gehirn nicht allein durch die zwei Halsschlagadern, daher führen weitreichende Gefäßvernetzungen auch beim Durchtrennen der Halsschlagadern noch zu einer ausreichenden Blutversorgung des Rinderhirns. Das Ausbluten dauert erfahrungsgemäß einige Minuten.

Während beim Schaf die Empfindungs- und Wahrnehmungsfähigkeit bis zu 35 Sekunden andauert, dauert das Sterben bei den Rindern wegen der oben beschriebenen Blutversorgung des Gehirns noch erheblich länger und zwar durchschnittlich 77 Sekunden, in Einzelfällen waren Reizweiterleitungen noch nach 120 Sekunden messbar.

Auch die Vorbereitungen zum Schächtschnitt sind für das Tier besonders belastend. So bedient man sich beim Schächten von Rindern z.B. hydraulischer Apparate zur Positionsveränderung. Hierbei werden dem Tier auf drei Seiten Metallplatten angepresst und das Tier anschließend um 180 Grad um die Körperachse gedreht. Kurz vor dem Anlegen des Schnittes ist eine zusätzliche manuelle Fixierung des Kopfes mit einer Metallgabel erforderlich. Die Fixierung beim Schaf erfolgt durch Niederwerfen und Zusammenbinden der Gliedmaßen mit Seilen oder Ketten. Anschließend wird der Hals des Tieres mit maximaler Kraft nach hinten gestreckt (überstreckt) und fixiert. Vielfach erleiden die Tiere beim gewaltsamen Fixieren und überstrecken Verletzungen wie Knochen- und Genickbrüche. In jedem Fall erleiden die Schlachttiere durch die plötzliche unnatürliche Körperdrehung Angst.

Hier ein Bild das die oben erwähnte Metallkonstruktion zeigt:
schaechten1.jpg


Hier ein Bild das dass traditionelle Opfern nach muslimischen Ritus zeigt:
lamm.jpg


Man muss allerdings bedenken das der Sinn des Schächtens ursprünglich drin bestand die Zahl der getöteten Tiere so gering wie möglich zu halten und die Tiere möglichst schmerzfrei zu töten.
Vor allem der Begründer des Islams der Prophet Mohamed bezeichnete Mitgefühl den Tieren gegenüber als hohes Ideal. Mohamed soll der Überlieferung zufolge, aus Mitgefühl den Tieren gegenüber nur sehr selten Fleisch gegessen haben.


Mehr Infos über das Schächten auf der Seite:
http://www.vgt.ch/vn/0101/schaechtprozess.htm
 

Quetzalcoatle

Großmeister
21. Februar 2004
67
arius schrieb:
Denn nicht nur etischen, sondern auch nach ernährungsphysiologischen, ist von einem zu hohem Fleischverzehr eh abzuraten. Ein Schwerarbeiter mag mehr brauchen als ein Büromensch, jedenfalls habe ich es mir auch angewöhnt, höchstens 1-2 Mal die Woche Fleisch zu konsumieren, und wenn dann ist es eh meist Fisch, Geflügel oder Wild...

Jedenfalls sollte man sich die Seite des Tierschutzbundes

http://www.vgt.ch/

schon mal genauer ansehen, nachdem nicht nur beim Schächten, sondern auch in anderen Bereichen des Umgangs mit dem Tier dessen Rechte empfindlich verletzt werden...

Die neuesten Erkenntnuisse über unsere keltisch-germanischen Vorfahren belegen darüber hinaus, dass fast alle ausschliesslich Ackerbauern und waren und sich rein pflanzlich ernährten.

Hallo Arius,

Dem kann ich Dir nur zustimmen. Allerdings denke ich dass es selbst für Schwerarbeiter nicht notwenig ist Fleisch zu essen. Der Körper kann Kohlenhydrate von allen Nährstoffen am besten verwerten. Fett und Protein sind dagegen sehr schlechte Brennstoffe. (Fleisch enthält keine Kohlenhydrate)

Das war sicherlich auch der Grund warum in die Pharaonen in Ägypten ihren Arbeitern Bier zu trinken gaben. Denn Bier versorgt den Körper mit ausreichend Kohlenhydraten und allen 8 essentiellen Aminosäuren.
Auch die Kelten und Germanen tranken vor der Schlacht Met um genug Kraft für den Kampf zu haben.

Zudem erhöht eine kohlenhydratreiche Nahrung den Serotoninspiegel. Man wird also stressresistenter und Leistungsfähiger.

Wer also viel leisten muss sollte besser auf Fleisch verzichten da die Verdauung von Fleisch nur unnütz Kraft kostet.

Zudem kann der Körper pflanzliche Fette und Proteine leichter verwerten.

Hier ist noch ein Text den ich über die Lebensweise der alten Germanen gefunden habe:

Was aßen die Germanen?

Selbst die als "wild" verschrieenen Germanen ernährten sich zu Beginn des ersten Jahrtausends vermutlich noch überwiegend ohne Fleisch. Die "Minderheiten von Jägern hatten an der Kulturgestaltung so gut wie keinen Anteil. Die Viehzüchtung beschränkte sich damals auf die Zugtiere für den Ackerbau" (Wolfgang Baumgärtl, Die Germanen, in: Lebensschutz 1/01). Der römische Geschichtsschreiber Tacitus (55 - 116) schrieb: "Die germanischen Völker am Rhein ernähren sich von Äpfeln und Feldfrüchten", wozu je nach Möglichkeiten "frisches Wildbret" kam.

Letzteres galt in der römischen Küche, die bis heute von Getreideprodukten, Feldfrüchten und Oliven geprägt ist, als "barbarisch". Doch die einflussreichen Philosophen, die sich schützend vor die Tiere stellten, wurden durch das aufstrebende Kirchenchristentum vom 2. bis zum 4. Jahrhundert massiv bekämpft. Dessen Lehrer Paulus (10 - ca. 65) vertrat zwar teilweise noch eine hohe Ethik (z.B. das Böse mit Gutem überwinden). Den Tieren gegenüber brach Paulus jedoch alle Tabus, als er schrieb: "Alles, was auf dem Fleischmarkt angeboten wird, das esst, ohne euch ein Gewissen darüber zu machen" (Bibel, 1.Kor. 10,25). Die Anhänger der Kirche, die für ihr Seelenheil nur "glauben" und einige Sakramente in Anspruch nehmen mussten (vor allem die Wassertaufe), verrohten zunehmend und entfernten sich immer weiter von dem Mann aus Nazareth, auf den sich die Kirche fälschlicherweise bis heute beruft. Kirchenlehrer Aristides (um 150) spottete über die "Unvernunft" der Ägypter, die Tiere heiligen "und nicht merken, ... dass dieselben n i c h t s sind" (Apologie 4,2f; 5,1ff; 6,1;12,1.6ff. u.a.). Und Kirchenvater Clemens von Alexandria (ca. 150 - 210) stößt Weherufe gegen die "Gottlosen" aus, welche den Planeten Erde ehren und er lästert: "Ich bin aber gewohnt, die Erde mit meinen Füßen zu treten, nicht sie anzubeten" (Protr. Kap. 2 und 4, zit. nach Deschner, Kriminalgeschichte des Christentums, Bd. 1). Gegen diese sich zunehmend entlarvende Barbarei des Kirchenchristentums erhob sich im 3. Jahrhundert noch einmal eine mächtige Stimme.

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