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Liebe! Füllstandsanzeige der Hormonproduktion???

morgenroth

Geheimer Sekretär
6. September 2003
685
Auch das ist so ein altes Lied.Nachdem meine Frau sich von mir getrennt hat, habe ich verstärkt drüber nachgedacht was eigentlich Liebe ist.Vieleicht hätte ich vorher drüber nachdenken sollen,aber da hatte ich keine Zeit, ich musste ja die ganze Zeit lieben.Alles Denken hat mir bis jetzt nicht geholfen,ich kann's mir nicht erklären.Ist es die evulotionär
bedingte notwendigkeit den Fortbestand seiner Species zu garantieren,oder einfach nur ein hochgefühl der geborgenheit.Sind es Dinge die wir nicht zu beschreiben vermögen,oder ein erhöhter Hormonspiegel,der uns verleitet Dinge zu sagen und zu machen,zu denen wir sonst nicht bereit wären.Oder ist es nur wie es ist?

Eure Meinung interesiert mich brennend.Ich fände es schön, wenn ihr angeben würdet ob ihr männlich oder weiblich seit.Einfach um zu erkennen ob es Gedanken oder Bedürfnissunterschiede zwischen den Geschlechtern gibt..

morgenroth
 

Anemi

Großmeister
10. April 2002
77
Der Mensch wird hauptsächlich von seinem archaischen Hormonsystem angetrieben.
Man hat aber die Wahl, sich treiben zu lassen oder dagegenanzurudern.
Ich finde es am klügsten, zu genießen, dass der Strom einen voranbringt und gelegentlich mal ein Ruder einzutauchen, um ein heftiges Anschlagen auf eine felsige Klippe zu vermeiden.
Und wer ein Stück des Weges mit mir paddelt, ist willkommen...

(Ich weiß, dass ist jetzt sehr vereinfacht...)
 

Ihlenam

Großmeister
11. August 2003
93
Mit der Frage nach der Liebe ist es so wie mit der Frage nach dem Sinn des Lebens. Man kann es als Durchschnittsmensch (aber wahrscheinlich auch als Überdurchschnittsmensch) einfach nicht hundertprozentig beantworten. Wenngleich die Liebe vielleicht rein wissentschaftlich gesehen nur aus chemischen Prozessen besteht, so ist sie doch ein Teil des Lebens, dessen Sinn wir hinterfragen. Irgendwann, vielleicht nach dem Tod oder wenn uns die Erleuchtung kommt, werden wir solche Dinge verstehen - entweder ist alles eine Laune der Natur oder doch gewollt...

Mit natürlich männlichen Grüßen
Fiona vom Fell
 

Giacomo_S

Prinz von Jerusalem
13. August 2003
2.259
Es gibt drei bekannte Spezies auf der Erde, die Sexualität nicht nur zur Reproduktion ausüben: Der Delphin, der Bonobo und der Mensch.
Es ist eine interessante Frage, ob Delphine und Bonobos sich auch verlieben können.

Was eigentlich Liebe ist, das fragt sich die Menschheit ja immerhin schon seit Anbeginn. Sogar im ältesten überlieferten Buch der Menschheit, dem Gilgamesh-Epos, wird die Liebe behandelt. Dennoch sind nach 5.000 Jahren der Literatur weder Poeten, Künstler noch Wissenschaftler zu einer Lösung gekommen und ich befürchte fast, die Teilnehmer dieses Forums würden sie auch nicht haben.

Kürzlich geisterte ja durch die Presse, daß Verliebte ähnliche Spiegel von Neurotransmittern haben wie Zwangsneurotiker. Ein Schuft, wer jetzt den Verliebten zum Zwangsneurotiker klassifiziert. Die mechanistisch-naturwissenschaftliche Denkweise, sonst so nützlich, versagt meines Erachtens, wenn man sie auf die Psychologie des Menschen anwenden will. Denn zwischen den Impuslen der Neurotransmitter und dem Handeln liegen noch immer Interpretation und Intention des eigenen Gehirns. Gib fünf Teilnehmern eines Drogen-Experiments LSD, so wird sich jeder nicht nur anders fühlen, sondern auch andere Dinge sehen - trotzdem sie alle dieselbe Dosis des Halluziogens in ihren Synapsen rauschen hören.

Aus evoloutionärer Sicht ist das Lieben und Verliebtsein Kür und nicht Pflicht, man sollte sogar annehmen, dem evoloutionären Erfolg ist das eher hinderlich. Immerhin kommt die weitaus größte Mehrheit aller Spezies erfolgreich ohne sie aus. Lieben und Verliebtsein bedeutet ja gerade das Gegenteil von hemmungsloser Vermehrung, sondern es ist ja gerade der Verzicht auf andere mögliche Kopulationen. Man bevorzugt eine/n Partnerin und bleibt bei ihm/ihr.
 

Sickhead

Geheimer Meister
6. August 2002
181
Hm Erdmänchen auch noch.
Wieso?
Empirische Studien haben ergeben das jedes 3te Ermänchen schwul ist .
 

cosmo

Geselle
8. Januar 2003
23
Liebe ist für mich einfach definiert: das Wohlwollen, das man anderen (Menschen, Dingen, Vorgängen, sich selbst) entgegen bringt.

"Ich will, dass es Dir gut geht" - Liebe
"Es ist egal, was du tust - ich verurteile dich nicht" - Liebe
und so weiter.

Was sich zwischen Mann und Frau abspielt, ist eigentlich keine Liebe in diesem Sinne. Ohne Liebe wird es aber nie von Dauer sein.
 

cristsend_

Geselle
19. August 2003
29
liebesdefinition

(tja... warum er wohl die url nicht korrekt wiedergibt is grad sehr rätselhaft)

...so weit ist es mit den versuchen einer erklärung der liebe her.
die liebe jedoch ist ganz anders. sie ist dort wo wir nicht sind, falls wir sie suchen. sie sättigt uns vollkommen, falls wir sie finden. und wenn wir glauben, sie gefunden zu haben, dann sind wir am weitesten von ihr entfernt.
 

orbital

Geheimer Sekretär
19. April 2002
694
liebe ist das grösste was einem passieren kann, und wenn es schief geht das schlimmste was passieren kann.
es sind zwei extreme. in der hochphase hebet es einen aus der masse, es kommt das gefühl besonders zu sein, mit jemanden verbunden zu sein, unverwundbar über allen dingen stehent.
zerbricht diese liebe, dann kehrt sich die sache um.
man stellt sich selbst in frage, sucht fehler bei sich bei dem anderen, missverständnisse wo vorher absolutes verständniss war, lustlosigkeit zukunftsangst.
einwenig einfach das auf hormone zu schieben?
naja der artikel liebe=zwangsneurose hat mich schon nachdenklich gestimmt, aber wissenschaft, lebensweisheiten und schlaue sprüche machen vieles plausiebel aber helfen wird es nicht.
mir stellt sich die frage: soll man sich am ende einer langen liebe überhaupt jemals wieder auf eine neue einlassen? heute ist alles kurzlebig, wenn es nicht funktioniert dann weg, warum dann nochmals etwas investieren oder wieder auf die grosse unkekannte hoffen wo es ach so gut passt?
risiko eingehen, oder einfach sagen der verlust ist zu gross?
mir ist der verlusst eigentlich am ende zu gross - deshalb bin ich mir nicht sicher ob man es nochmals wagen sollte.

wenn es hormone sind dann hätte ich gern eine spritze.
 

cristsend_

Geselle
19. August 2003
29
In Liebe, aus ihr geboren.

Auftauchen! Sagte ihm die Liebe.
Geh fort von diesem Schmerz! Sagte ihm die Angst.
Als seine Flügel gebrochen waren, glitt er hart zu Boden.
Als ihm die Beine versagten, versank er im Schlamm.
Als ihm die Luft fehlte, fragte er sich endlich:
Was ist es? Diese Eine? Was ist Liebe??
Als der Schlamm die Lungen füllte, hielt auch bald jede Bewegung inne.
Stille umfing seinen Geist. Und jener sprach mit eindringlich widerhallenden Worten,
die seinen Körper erzittern ließen, während noch sein Geist aus der Dunkelheit trat.
Auftauchen! Sagte die Liebe.
Geh fort von diesem Schmerz! Sagte die Angst.
Da jedoch die Liebe ihm stets mit wenig Worten die Seele beflügelte, folgte er ihr.
Er trat in das Licht seines Geistes, ohne zu bedenken, ob auch die Angst noch immer hinter seinem Rücken lauerte.
Erst fühlte er sich nackt. Dann relativierte sich ein solches Gefühl zu einem neuen. Er wähnte sich durchleuchtet.
Keine Ausflüchte. Kein Zurück mehr.
Kein Vorwand. Kein Geheimnis.
Nichts Verborgenes blieb nicht offenbar.
Er sah sich liegen und weinen, und lag und weinte.
Er sah sich erschöpft und krank, und wurde erschöpft und krank.
Doch eine unendlich sanfte Hand heilte seine Leiden geduldig, bestimmt.
Was wollte dies bedeuten? Sprach der ewig Fragende.
Und als ein einziges Blatt in stiller Herbstnacht durch die Augen in sein Herz fiel - schwieg der Verstand.
Er sah zum Mond hinauf und dachte an Dich. Du hast ihn gereinigt. Du hast ihn erweckt. Du Liebe!
Leuchten strich ihm über das Gesicht. Und jener dort oben strahlte golden und reif, umsäumt von Sternen, die in die Ferne locken.
Die große Eine sah er in allen Dingen. Doch neben ihm, die deutlichste Manifestation seiner unendlichen Sehnsucht. Ein Mensch, in dessen Augen seine Seele wie in Spiegeln badete. Ja, genüsslich ertrank. Unzählige Male ist er dort gestorben. Ein herrlich zarter Tod ist das.
Dort in Deinen Augen wollte er sterben, und er starb!
So rein wie ihn die Liebe machte, so leicht glitt er ohne Hinderniss in die Schluchten des dunklen Mystischen.
Und als er sehen konnte, fand er sich wieder in der Unendlichkeit
Und sprach:
Deine Sehnsucht hat mich gezogen,
Meine Sehnsucht hat mich geschoben.

Ich bin Du!
 

Traenenreiter

Geheimer Meister
1. Oktober 2002
334
Nein, so geht es nicht gewöhnlich. Meinet ihr denn, eine Liebe mit voller Hingabe des Lebens und der Seele sei etwas Alltägliches, und glaubet wohl gar, so geliebt zu haben oder zu lieben: Enttäuschet euch!Jeder spricht von Geistern, doch wenige haben sie gesehen.
 
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