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Lehrer als Priester...

Dieses Thema im Forum "Glaube und Religion" wurde erstellt von abulafia, 18. Mai 2002.

  1. abulafia

    abulafia Geheimer Meister

    Beiträge:
    360
    Registriert seit:
    11. April 2002
    der Religion der narzistischen Beliebigkeit?

    Meine These: Lehrer verstehen Art. 5 GG (Meinungsfreiheit hier) nicht. Sie vermitteln insoweit ein fehlerhaftes Verständnis von Meinungsfreiheit. Dieses Verständnis führt zur Beliebigkeit, deren Akzeptanz zum Dogma erhoben wird.

    Die entsprechende religiöse Schlußformel lautet: "Dies ist meine Meinung", die zugleich schützend (keine weitere Kritik zugelassen) wie auch segnend (da Anruf der Autorität) wirken soll.

    Der so erzogene geistige Narzist flüchtet dann (horror vacui!) in entsprechende Beliebigkeitskulte. Da Denken in dieser Religion nur bis zu einem individuell bestimmten Punkt erlaubt ist, wendet der Narzist sich schnell dem Nicht-Denken auch zur Lösung alltäglicher Probleme zu (das Horoskop als Kanzel). Daher die grausige Wiedergeburt des Aberglaubens im Jahre 2002 n. Chr. .


    Thesen im Anschluß an meinen Beitrag bei

    http://www.weltverschwoerung.de/phpBB2/viewtopic.php?p=17221&highlight=#17221

    Allen gute Wege.
     
  2. Ehemaliger_User

    Ehemaliger_User Beatus ille, qui procul negotiis.

    Beiträge:
    20.846
    Registriert seit:
    10. April 2002
    ne intressante theorie...

    allerdings sehe ich die schlussformel "nur meine meinung" nicht so wie du es hier darstellst.
    sondern - zumindest ich verwende sie in diesem zusammenhang und verstehe sie auch bei anderen als so verwendet - wird dann angewendet, wenn es zu einem thema nun mal keine allgemeingültige aussage sein soll, sondern - wie der satz ja besagt - die eigene meinung zu diesem thema dargestellt werden soll.

    bei vielen themen gibt es eben kein "richtig" oder "falsch" sondern halt ne menge verschiedener ansichten, die alle gleichrichtig bzw. gleichfalsch sind - das ist ansichtssache :-) auf jedenfall gleichwertig, da sie alle persönliche erfahrungen widerspiegeln. von daher halte ich den zusatz "eigene meinung" schon als relevante zusatzinfo. dass der schreiber hiermit eben nicht die wahrheit verkaufen will, sondern lediglich seine meinung kundtun..

    aberglauben hat es immer gegeben und wirds wohl auch immer geben. verbieten kann man es nicht und sollte man auch nicht (da wirkungslos). man kann höchstens dagegensteuern durch aufklärung. dazu gehört mE vor allem die erkenntnis, dass es "die wahrheit" nicht gibt, dass es "die realität" nicht gibt, "das böse" genausowenig wie "das gute" etc. sondern dass all das immer nur im auge des betrachters liegt und genau deshalb es so wichtig ist, die eigene (wahrgenommene) welt immer wieder zu hinterfragen und nachzufragen.



    es grüsst
    das zauberweib
     

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