Leben wir im Jahr 1002?

TanduayJoe

Geheimer Meister
Moinmoin

Vor kurzem (nicht am 1.April!) habe ich in der Sendung "nano" auf 3Sat einen Bericht über russische Wissenschaftler gesehen, die die bisherige Geschichtsschreibung in Frage stellen. Demnach sind etliche Chroniken nicht nur einmal in die Geschichte eingegangen, da unterschiedliche Völker ein und dem selben Herrscher unterschiedliche Namen gaben. Nach Prof. Dr. Anatolij Timofejewitsch Fomenko müßten wir anstatt im Jahr 2002 ungefähr im Jahr 1002 leben.
Nach Fomenkos erster Veröffentlichung zur Neuen Chronologie entbrannten heftige wissenschaftliche Kontroversen um seine Ideen. Russische Historiker griffen ausschließlich die geschichtlichen Konsequenzen seiner Theorie an. Mathematiker dagegen beurteilten Fomenkos mathematische Thesen als unzweifelhaft.
Hier ist die Internetseit mit dem ganzen Artikel.

Leider habe ich bis jetzt noch nichts weiter darüber gefunden. Hat einer noch anderes Material hierzu? Kann die Theorie von Prof. Dr. Anatolij Timofejewitsch Fomenko stimmen?

Gruß

TanduayJoe
 

zerbarus

Geselle
Ich bin grundsätzlich dem Gedanken nicht vollkommen abgeneigt, dass ein paar Jahre dazu oder weggeschummelt wurden, aber ein Jahrtausend? OK. Jahr Null. Römer. Griechen. MA. Renaissance. Neuzeit. Wo ungefähr kann man mehr als ein paar Jahre gefälscht haben?
 
A

Anonymous

Gast
Hmmm.... mann müsste doch nur einen (oder ein Stück) eines römischen Helmes oder Waffe die in der Geschichtsschreibung auftauchen auf Ihr Alter untersuchen ... dann wäre die Frage geklärt....

1000 Jahre einfach so weg halt ich auch für ein wenig happig.... :?

JV44
 

Asmodeus

Geselle
Ich bin da seeehr skeptisch, daß das stimmt.
Okay, es ist ziemlich wahrscheinlich, daß wir heute nicht Jahr 2002, sondern vielleicht 1952 oder 2052 haben. Schließlich hat sich die Zeitrechnung im Laufe der Jahrhunderte mehrfach geändert (ob's nun alle glauben oder nicht: unsere ist NICHT mit Jesus' Geburt eingeführt worden, sondern viel später :p )

Aber 1000 Jahre?
Das hätte spätestens mit der Entwicklung der Radiokarbonmethode auffallen müssen!:
"Hier eine Münze aus Augustus' Zeit. Müßte 2000 Jahre alt sein."
"Nö, die wurde erst vor 1000 geprägt..."
 

TanduayJoe

Geheimer Meister
Moinmoin

Mit der Radiocarbon-Methode ( C14 ) kann man nur das Alter von organischem Material feststellen. Das exakte Alter von Münzen usw. kann man damit leider nicht bestimmen. Auch ist sie wohl nicht so exakt, wie immer angenommen wird.
Proben mit einem konventionellen 14C-Datum 6500 B(efore) P(resent), also 4550 vor Chr., werden durch die Kalibration um bis zu 800-1000 Jahre älter. Leider enthalten die Kalibrationskurven zahlreiche wiggles, also mehrdeutige Stellen, weshalb im ungünstigen Fall das Datierungsintervall wesentlich höher werden kann, als das beim konventionellen Datum der Fall ist.

Quelle: http://www.nhm-wien.ac.at/NHM/Prehist/Stadler/LVAS/QAM/14C/

Eine weitere interessante Seite:
Die Datierung archäologischer Proben mittels Radiokarbon (14C).

So eine Messung ergibt ja dann auch nur das Alter der gefundenen Probe, die entsprechende Jahreszahl muß dann zugeordnet werden. Wenn mann dann von der "falschen" Voraussetzung ausgeht, daß heute das Jahr 2002 ist, ordnet man das Fundstück entsprechend ein.

Da ich auch nach längerer Recherche im Internet noch keine weitere Quelle gefunden habe, die sich mit den von Prof. Dr. Anatolij Timofejewitsch Fomenko gemachten Behauptungen deckt, bin auch ich ziemlich skeptisch. Falls jemand noch etwas finden sollte, bitte posten.


Gruß

TanduayJoe
 
A

Anonymous

Gast
Naja vielleicht läuft das hier auch wie in Matrix ab .....

in der Via haben die 1992 und in der Realität haben sie schon das Jahr 2052 oder so .....

wer sagt uns denn das alles real ist was wir um uns rum sehen , hören , riechen, schmecken und es dennoch nicht begreifen ??!!!

ich denke 1000 Jahre wäre ein wenig viel !! 10 oder 100 Jahre okay ...


CU
 

dkR

Großmeister aller Symbolischen Logen
Es gibt da ein Buch, dass sagt 1500. Das ist durchaus möglich, da die einzigen Leute die damals schreiben konnten die Mönche waren. Folglich waren alle Archive in den Klostern und die haben gemacht, was der Papst sagt. In dem Buch (weiß leider den Namen nimmer) wird auch gesagt, die ganze Epoche von Karl dem Großen sei reine Erfindung. Untermauert wird das mit Architektonischen und witschaftlichen Überlegeungen.
 

Jordi

Geselle
Der bedeutendste Vertreter des Fomenkoismus ist unser A.A.S.- und ehemaliger GBG-Kollege Dr. Eugen Gabowitsch, Direktor des Instituts für angewandte Mathematik am Forschungszentrum Karlsruhe.
Hier die HP seines Geschichtssalons: www.geschichte.eu.cx
War selbst schon Gast dort, was aber nicht heißen soll, daß ich etwas zur Chronologiekürzung beitragen könnte...

Liebe Grüße von

Jordi
 

abulafia

Geheimer Meister
dkR schrieb:
Es gibt da ein Buch, dass sagt 1500. Das ist durchaus möglich, da die einzigen Leute die damals schreiben konnten die Mönche waren. Folglich waren alle Archive in den Klostern und die haben gemacht, was der Papst sagt. In dem Buch (weiß leider den Namen nimmer) wird auch gesagt, die ganze Epoche von Karl dem Großen sei reine Erfindung. Untermauert wird das mit Architektonischen und witschaftlichen Überlegeungen.
Guten Abend.

Illig ist widerlegt. Manche seiner Behauptungen sind schlicht falsch (Trierer Architekturschichten ua). Im übrigen konten in dieser Zeit nicht nur Mönche schreiben, auch Zeugnisse der Literatur (vgl. etwa Manessesche Liederhandschrift) und Zeugnisse außereuropäischer Kulturen belegen die ungefähre Richtigkeit des Kalenders nach Gregor.

Gute Wege allen.
 
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