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Krieg: USA greift Venezuela an

Bunter Hund

Vollkommener Meister
2. Juni 2025
583
Weiß ich nicht. Oder doch? Ich denke, wenn die nicht zufällig auf ihrem Öl säßen, würde tatsächlich kein Hahn nach ihnen krähen.

Sie, US-Amerikaner wollen auch Kuba angreifen.

Bisher ist noch jedem Land unter dem Sozialismus die Bevölkerung weggelaufen - sofern die Grenzen nicht dicht dicht waren. Die Unterscheidung zwischen den (echten?) Sozialisten und den linken Karikaturen finde ich witzig. Wo und wer sind denn diese echten Sozialisten? Der Begriff der „No-true-Scotsman-Fallacy“ sagt Dir was?
Ich denke, das weißt Du besser!
 

Bunter Hund

Vollkommener Meister
2. Juni 2025
583
Das war doch das Embargo, das zum Beispiel verbot, leistungsfähige Computer in den Ostblock zu liefern? Nun einfaches Argument dagegen: Wäre der Sozialismus im Osten ein überlegenes oder auch nur gleich gutes System gewesen, hätte er ähnliche Verbotslisten führen müssen. Aber denkste, das Beste, was sie hinbekommen haben, war ein Nadeldrucker, an dessen Verkauf sie fast pleite gegangen sind.
Das glaube ich nicht! Die DDR war zwar hinterher und hat vieles kopiert, aber das, was Du schreibst, glaube ich nicht.

 

Lagavulin

Geheimer Sekretär
24. Februar 2024
664
Mal abgesehen von den Drogen oder was auch gerade in Venezuela abgeht.

Erstaunlich ist immer wieder zu beobachten, wie es diese bedepperte Propagandamaschine schafft, den naiven Geist eines unaufgeklärten Volkes zu beeinflussen und zu kontrollieren.

Letztlich ist auch dieses Forum nur das Spiegelbild einer massenhaften Irreführung. Ist nicht immer einfach die grenzenlose Dummheit der Menschen zu beschreiben, aber der Berthold hier, hat ein passendes Beispiel gefunden.

Wenn ich mir durchlese was die Leute hier so alles schreiben, da muss ich immer an diese Worte denken!

„Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen und schrieen sich zu ihre Erfahrungen, wie man schneller sägen konnte, und fuhren mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen Schüttelten die Köpfe beim Sägen und sägten weiter.“- Berthold Brecht
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.667
Die VEB-Betriebe waren nicht auf die Westwirtschaft ausgerichtet, sondern auf dem RGW abgestimmt. Und wurde ohne Not, 1990 Jahre, rausgerissen und sind in diesem Zuge und durch die Treuhand kaputtgegangen.

… und deswegen waren diese Betriebe nur im RGW lebensfähig, und schlimmerweise kollabierte der Markt im Osten im Zuge der allgemeinen Schwäche des RGW komplett. Da gab es nichts mehr, aus dem man die VEBs hätte herausreißen können.

Die VEB‘s waren leider veraltet. Für das Ostblockgeschäft hätte es noch gereicht. Im Westlichen Markt konnten sie nicht mithalten. Jedenfalls nicht wettbewerbsfähig, und aus sich selbst heraus ohne Provisionen profitabel.

Nimm einfach mal ein etwas populäreres Beispiel: Trabbi und Wartburg. Wie hätte die Automobilindustrie der DDR, die rollende Pappendeckel mit „rembelembembem“-2-Takt-Motor und 20 Jahren Lieferzeit fertigte, auch nur den Hauch einer Chance auf dem Westmarkt gehabt? Und das sah in anderen Industriesparten auch nicht besser aus.

Unser größter Wettbewerber hatte die uns entsprechende, in der DDR zu einem Kombinat zusammengefasste Industrie aufgekauft und ist letzten Endes daran verreckt. Sie hatten gehofft, das Geschäft des XYZ mit zu kaufen - und da war nichts. Und die Produkte des XYZ waren qualitativ unverkäuflich. Dafür auf einmal unbeschäftigtes Personal ohne Ende. Große Katastrophe.

Du kannst es glauben oder bleiben lassen. Was die Metall- und Elektroindustrie betrifft, war der Zugewinn durch die DDR ein glatter Flopp.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.667
Das glaube ich nicht! Die DDR war zwar hinterher und hat vieles kopiert, aber das, was Du schreibst, glaube ich nicht.

Schau Dir mal diese Seite an:


und achte mal auf die Verkaufspreise auf dem heimatlichen Markt: Zwischen 3500 und 7000 Mark (Ost).

Ganz zum Schluss der Seite werden einige Exportmodelle vorgestellt. Der Verkaufspreis hier: 369,- DMark (West).

Da die Volkwirtschaft der DDR aber ganz heftig Geld in der eigenen Währung versenkt, nur, um ein paar D-Mark einsacken zu können. Gesund ist so etwas aber nicht. Und selbst, wenn dieser ruinöse Verkauf im Westen nicht gewesen wäre, wäre natürlich immer noch der Fakt übrig geblieben, dass ein lumpiger 9 Nadeldrucker, im Arbeiter- und Bauernparadis das 10 bis 20 fache kostete, mithin für Normalbürger unerschwinglich war.

Ich hoffe, damit wird es etwas nachvollziehbarer.
 

Bunter Hund

Vollkommener Meister
2. Juni 2025
583
Du kannst es glauben oder bleiben lassen. Was die Metall- und Elektroindustrie betrifft, war der Zugewinn durch die DDR ein glatter Flopp.
Es kann keinen Zugewinn gegeben haben, wenn fast alle VEB-Betriebe durch die Treuhand geschlossen wurden. Und der West wollte, wieso erstmal seine kitschigen und kurzlebigen Produkte loswerden und hat im Osten einen neuen Absatzmarkt.

 

Popocatepetl

Inquisitor
27. August 2013
7.606

konstantin hat völlig recht. als zeigefinger hebender "wertewesten" sind solche nationalen alleingänge wie in venezula absolut kontraproduktiv für die glaubwürdigkeit.
 

Vercingetorix

Ritter vom Osten und Westen
22. Juli 2018
2.532
Dieser Alleingang zeigt gerade folgendes: wir können: wo wir wollen, wann wir wollen, wie wir wollen.
Das kann man doof finden, oder ungerecht, oder auch anmaßend, aber es ist nicht zu leugnen.
Die einen führen einen Enthauptungsschlag seit fast 4 Jahren, die anderen in 4 Stunden. Völkerrecht, ja klar geschenkt, gilt sowieso nicht für die grossen 3. Zumindest nicht, wenn es hart auf hart geht. War schon immer so, wird immer so sein.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
22.610
Ich habe es nicht nötig, irgendwelche Propaganda zu verbreiten, ich rede von Zuständen, die ich selbst erlebt habe, und das waren verfallende und zunehmend unbewohnbare Altbauten in den Innenstädten, leere Geschäfte (Metzgereien nannte man Kachelgeschäfte, weil es da außer den schönen Wandkacheln aus der Vorkriegszeit nichts zu sehen gab) und eine äußerst miserable und normalerweise stinkende Gastronomie. Bahnhofsgaststätten habe ich nicht kennengelernt. Nebenbei: Jedes Gericht wurde "mit Sättigungsbeilage" angeboten. Das konnten Nudeln sein, Reis, Kartoffeln oder Knödel, je nachdem, was es gerade gab. Spoiler: Es gab immer Salzkartoffeln. Keine Rösti, keine Bratkartoffeln, keine Kroketten, keinen Kartoffelbrei, keine Fritten, keine Steakhausfritten, keine Ofenkartoffeln, keine Herzoginkartöffelchen, keine Reibekuchen, keine Klöße, sondern Salzkartoffeln. Immer und ausnahmslos Salzkartoffeln, und zwar immer und ausnahmslos ohne Petersilie, serviert von arrogantem, pampigem Personal.

Der Laden war am Ende.

Der konnte seinen Bürgern nichts bieten, weder materiell noch immateriell. Das einzige, was er ihnen bieten konnte, waren Mißtrauen und Verachtung.

Ja, die hatten irgend etwas anzuziehen. Hilfspakete aus dem Westen waren dabei fest einkalkuliert, und Rentner durften auch ausreisen, da konnte sich jemand anders um sie kümmern.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.667

konstantin hat völlig recht. als zeigefinger hebender "wertewesten" sind solche nationalen alleingänge wie in venezula absolut kontraproduktiv für die glaubwürdigkeit.

Hm … regelbasierte Ordnung, Wertewesten. Das wäre doch fast ein eigenes Threadthema wert, oder?

Ein paar Gedanken dazu: Wenn sich schon die Exponenten des Wertewestens noch nicht einmal mehr auf eine gemeinsame Auffassung zu Meinungsfreiheit und Zensur einigen können - und das sind jahrzehntelang Selbstverständlichkeiten gewesen -, dann wird doch sehr deutlich, dass da einiges gewaltig ins Rutschen gekommen ist und die Einigkeit über westliche Werte und basierende Regeln längst nicht mehr besteht.

Und zufällig tritt dies genau dann zutage, wenn rechts und links orientierte Regierungen des sogenannten Wertewestens interagieren oder kommunizieren.

Wir erleben seit Jahren, wie von links Begriffe gekapert und willkürlich umdefiniert werden. Wie der Verfassungsschutz zum Regierungsschutz umgemodelt und damit sein Sinn ins Gegenteil verkehrt wurde. Wie sich die Parteien eine Institution nach der anderen einverleibt und für ihre Zwecke instrumentalisiert haben.

Regelbasiertheit - merkwürdig, dass die Regeln die Machthaber schützen, egal was sie für Schweinereien treiben und das Leiden einer Bevölkerung von 31 Mio Menschen achselzuckend, da angeblich regelbasiert hinnehmen. Hauptsache, die Herrscher sind links, dann haben sie regelbasierte Narrenfreiheit. Ist damit der Sinn eines Völkerrechts nicht auch in sein Gegenteil verkehrt?

Zählt die per Wahlbetrug unrechtmäßig angemaßte Souveränität eines Verbrechers tatsächlich mehr als die Rechte einer Bevölkerung von 31 Mio Menschen? Anscheinend schon, zumindest, wenn der Herrscher links ist. Regelbasierte Ordnung statt Recht des Stärkeren. Klingt gut. Wenn es neutrale Regeln sind und nicht kein einseitiges linkes Primat, nach dem das 31 Mio Menschen zugefügte Unrecht eines machtgeilen Verbrechers rechtens sein soll.

Bevor man die abgelutschten Buzzwords von Wertewesten und regelbasierter Ordnung ins Spiel bringt, wäre vielleicht die Frage sinnvoll, was für eine Substanz und Glaubwürdigkeit sie denn überhaupt noch haben.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.667
Nein, deine Ansichten kann ich nicht nachvollziehen!

Du, das waren nicht meine Ansichten, sondern ein paar Informationen zum Verkauf der in der DDR hergestellten 9-Nadeldrucker, denen man einige Hinweise entnehmen kann, was für ein mörderisches Verzweiflungsgeschäft das für die DDR war.

Es ist wirklich schade, wenn Du mit dieser Information nichts anfangen kannst. Dann ist nämlich dieser Teil unserer Diskussion gerade für‘n Arsch. Du glaubst mir halt nicht - und ich habe keine Chance, Dir nachzuweisen, dass ich Dir nichts vorflunkere. Für mich ist das ziemlich frustrierend. Rentiert es sich, auf Dich und Deine Fragen einzugehen?
 

Karacho Heinz

Geheimer Meister
1. September 2024
221
Rodriguez ist allerdings auch Mitglied der Maduro-Regierung.
Richtig, somit müsste die ja eigentlich auch ungewählt sein wenn Maduro es nicht war. Trump scheint aber kein Problem damit zu haben dass die übergangsweise am Regieren ist. Und das ist es ja was ich meinte: Das Volk mag jubeln dass Maduro weg ist, hat aber jetzt übergangsweise die nächste aus der Maduro Regierung an der Macht bis eine reguläre (was das bei Trump heißt will ich mir iwie nicht vorstellen) nachfolge gefunden ist. Wie wird das eigentlich gehen? Durch wahlen oder durch ernennung? Daher die Frage obs jetzt wirklich besser wird oder eher noch Schlimmer?

- wegen Wahlbetrug zumindest fragwürdiger Immunität
Naja wenn man mal schaut was ein Putin mit der Opposition so alles anstellt, da hab ich schon meine zweifel ob das wirklich Wahlen sind oder nicht doch eher Wahlbetrug. Gleiches wiederholt bei ländern wie nordkorea etc.

Ich bleibe dabei, einem Trump geht es nicht darum dort irgendwie Recht und ordnung zu schaffen, sondern um bereicherung und Machterhalt.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.667
Ich bleibe dabei, einem Trump geht es nicht darum dort irgendwie Recht und ordnung zu schaffen, sondern um bereicherung und Machterhalt.

Was ist daran für einen amerikanischen Politiker anstößig? Selbstverständlich handelt er vorrangig im Interesse Amerikas. Das ist sein Job, dafür ist er gewählt worden, dafür wird er bezahlt.

Nur Deutschland leistet sich Politiker, die gezielt Verarmung und Kontrollverlust des eigenen Landes betreiben und die bei internationalen Meetings betonen, dass es überhaupt nicht notwendig ist, auf irgendwelche Interessen Deutschlands Rücksicht zu nehmen. Oder über Jahrzehnte die Terroristen pampern, die mittlerweile die Stromversorgung ganzer Stadtteile zerstören. Genau das ist aus meiner Sicht Hochverrat und darüber könnte ich mich viel mehr aufregen.

Dem gegenüber - ich habe mein ganzes Berufsleben einem Verkaufsbereich angehört - habe ich überhaupt kein Problem damit, Politik als eine unaufhörliche Folge von „Deals“ aufzufassen. Das ist zwar alles andere als ein Zuckerschlecken und schafft mit Sicherheit auch kein heiles Bullerbü, in dem sich alle lieb haben - aber im Kern ist es ein - wenn auch grob - praktiziertes Leben und Leben lassen. Was beim Versuch, ein Bullerbü zu schaffen, herauskommt, sehen wir vor unserer eigenen Haustür.

Dass man Putin nicht so ohne weiteres habhaft werden kann und er außerdem auch etwas zu wehrhaft dazu ist, als dass man mit ihm so umspringen könnte wie mit einem Maduro, kann unmöglich ein Argument dafür sein, Maduro einfach so gewähren zu lassen.

Man könnte die Sache aber auch ganz anders betrachten:

Um die Ukraine mit ihren rund 30 Mio Einwohnern vor dem Zugriff Putins zu schützen, wird nun seit Jahren ein irrsinnig teurer Abnutzungskrieg geführt, der die Wirtschaft Europas und Deutschlands ruiniert, Europa zusehens in eine Despotie verwandelt und bei dem noch keinerlei Ende abzusehen ist.

Angenommen, Putin gewinnt den Krieg auf ganzer Linie und er erobert die Ukraine komplett. Was könnte er dem Volk antun? Er könnte seine Macht konsolidieren, indem er seine politischen Gegner ermordet. Er könnte das ukrainische Volk ausbeuten, das Land in ein Shithole verwandeln und verelenden lassen. Er könnte eine Schreckensherrschaft einrichten, bei der es lebensgefährlich wird, nicht dümmlich zu lächeln. Könnte er - ob er es wiklich tun würde, steht in den Sternen.

Und genau dieses hypothetische worst-case Szenario ist für die mit 31 Mio Menschen gleich große Bevölkerung Venezuelas schon lange Realität. Trump hat also mit einem winzigen Bruchteil des Aufwands, den die westliche Welt vergeblich und unter selbstschädigenden Mühen in die Rettung der Ukraine stecken, genauso vielen Menschen in Venezuela eine Hoffnung auf eine bessere Zukunft verschafft. Indem er die ohnehin nicht vorhandene Souveränität einer unrechtmäßigen Regierung missachtet hat. In Anbetracht dessen, was er damit erreicht hat, sind die Vorwürfe einfach nur noch kleinlich.

Klar, ideologisierte Politiker, denen ihre meist absurden Ideologien seit jeher wichtiger waren als das Wohlergehen der Menschen, plustern sich jetzt, wie immer, wenn sie mal Federn lassen mächtig auf, und blubbern was von regelbasierter Ordnung und dem üblen Recht des Stärkeren. Und begeistern damit die selben Idioten, die auf Demos „Wir sind mehr!“ gröhlen.

Also Trump hat zumindest aus meiner Sicht einen guten Move gemacht, und 31 Mio Menschen geholfen. Ob die das allesamt bejubeln, weiß ich nicht. Ich weiß aber auch nicht, ob die 29 Mio Menschen in der Ukraine allesamt einen Sieg Selenskijs bejubeln würden.

Ob jetzt aus dem guten Move etwas nachhaltig Gutes erwächst, bleibt abzuwarten. Es ist zum Beispiel doch völlig klar, dass ein gewisser Pragmatismus erforderlich ist, wie z.B. die Zusammenarbeit mit Rodriguez. Ansonsten wäre es ja erforderlich, das Land komplett zu erobern und mit den Segnungen des American Way of Life zwangszubeglücken. Und das ist bisher grundsätzlich und immer gründlich schief gegangen. Stellt es Trump dieses Mal geschickter an und wird er erfolgreich sein? Ich hoffe, dass er keinen typisch amerikanischen Mist baut, und darauf, dass noch so viel Unvoreingenommenheit vorhanden ist, ihn fair zu beurteilen, wenn ihm dies gelingen sollte. Bei beidem habe ich meine Zweifel, aber we‘ll see.
 

Rülspmin

Großmeister
11. April 2025
82
Ich bin nach wie vor irritiert was für ein Quatsch von offiziellen US Accounts gepostet wird - und ich respektiere gute shitposts, ist wohl meine Generation jetzt am social Media managen hahaha - ich will auch gar nicht groß derailen.


Im Endeffekt drehen wir uns im Kreis - es bleibt abzuwarten was nun passiert. Gestern Nacht waren wieder Schüsse zu hören in Caracas. Soll wohl friendly fire auf eigene Drohnen seitens der Maduro Anhänger gewesen sein. Gibt Videos, aber nichts genaues weiß man nicht.
 

Giacomo_S

Ritter der Sonne
13. August 2003
4.759
Nö. Wenn es so eindeutig und einfach wäre, dann wäre beispielsweise auch der Einsatz der GSG 9 in Mogadishu zur Befreiung der Passagere der „Landshut“ gegen das Völkerrecht gewesen.

Stümmt, das hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm.
Vielleicht ist für den Zweck, der die Mittel heiligt, aber auch das Zauberwort "Terrorismus" die auszuwählende Beschwörung. Trump spricht ja auch von "Drogenterrorismus".

Stellen wir uns mal etwas vor:
Der amerikanische Kriminelle James J. Bulger war zeitweise einer der 10 am meisten gesuchten Täter des FBI, verantwortlich für den Tod von mindestens 19 Menschen. Zeiweise gab es das Gerücht, er hielte sich in Deutschland auf. Kann das FBI oder die CIA einfach nach Deutschland kommen und Bulger verhaften? Nein, dies können sie nicht. In diesem Fall haben sie um Amtshilfe zu ersuchen, deutsche Behörden haben Bulger zu verhaften, und dann gibt es ein Auslieferungsverfahren.

Allerdings war Bulger kein Terrorist, sondern ein Krimineller ... wohl aber in terroristische Transaktionen, u.a. mit der IRA, verwickelt. Worin unterscheidet sich nun aber ein Terrorist von einem Kriminellen?
Das ist nicht genau definiert. Ein Terrorist kann ein Krimineller, ein Anarchist oder auch ein Freiheitskämpfer sein. Am Ende ist es eine Frage des Standpunktes und der gerade amtlichen Diktion, was von alledem. Und letztlich ist es der historische Sieger, der die Geschichte schreibt und diese Einordnung vornehmen wird.

Definiert man jemanden jedoch als "Terroristen", dann scheinen jegliche Regeln aufgehoben zu sein. Denn als Terrorist ist er ein weltweites, nicht nachvollziehbares Problem.
 

Bunter Hund

Vollkommener Meister
2. Juni 2025
583
Ich habe es nicht nötig, irgendwelche Propaganda zu verbreiten, ich rede von Zuständen, die ich selbst erlebt habe, und das waren verfallende und zunehmend unbewohnbare Altbauten in den Innenstädten, leere Geschäfte (Metzgereien nannte man Kachelgeschäfte, weil es da außer den schönen Wandkacheln aus der Vorkriegszeit nichts zu sehen gab) und eine äußerst miserable und normalerweise stinkende Gastronomie. Bahnhofsgaststätten habe ich nicht kennengelernt. Nebenbei: Jedes Gericht wurde "mit Sättigungsbeilage" angeboten. Das konnten Nudeln sein, Reis, Kartoffeln oder Knödel, je nachdem, was es gerade gab. Spoiler: Es gab immer Salzkartoffeln. Keine Rösti, keine Bratkartoffeln, keine Kroketten, keinen Kartoffelbrei, keine Fritten, keine Steakhausfritten, keine Ofenkartoffeln, keine Herzoginkartöffelchen, keine Reibekuchen, keine Klöße, sondern Salzkartoffeln. Immer und ausnahmslos Salzkartoffeln, und zwar immer und ausnahmslos ohne Petersilie, serviert von arrogantem, pampigem Personal.

Der Laden war am Ende.

Der konnte seinen Bürgern nichts bieten, weder materiell noch immateriell. Das einzige, was er ihnen bieten konnte, waren Mißtrauen und Verachtung.

Ja, die hatten irgend etwas anzuziehen. Hilfspakete aus dem Westen waren dabei fest einkalkuliert, und Rentner durften auch ausreisen, da konnte sich jemand anders um sie kümmern.
Waren Sie in Kleinkleckersdorf in einer Dorfkneipe? Das klingt nach einer Dorfkneipe. Sie müssen unterscheiden, es gibt Restaurants, Gasstätten, Imbisse, Kiosks (wo man eine Bockwurst oder einen Klops, Boulette, Frikadelle essen kann), Kantinen usw. und Geschäfte wie z. B. Feinkostenläden, Supermärkte, Discounter, Delikat, Kaufhalle, Konsum und Tante-Emma-Laden.
In der Dorfkneipe in DDR bekommen Sie eine Bockwurst mit Kartoffelsalat und Senf und Spiegelei um Bratkartoffel!
 

Bunter Hund

Vollkommener Meister
2. Juni 2025
583
Was ist daran für einen amerikanischen Politiker anstößig? Selbstverständlich handelt er vorrangig im Interesse Amerikas. Das ist sein Job, dafür ist er gewählt worden, dafür wird er bezahlt.

Nur Deutschland leistet sich Politiker, die gezielt Verarmung und Kontrollverlust des eigenen Landes betreiben und die bei internationalen Meetings betonen, dass es überhaupt nicht notwendig ist, auf irgendwelche Interessen Deutschlands Rücksicht zu nehmen. Oder über Jahrzehnte die Terroristen pampern, die mittlerweile die Stromversorgung ganzer Stadtteile zerstören. Genau das ist aus meiner Sicht Hochverrat und darüber könnte ich mich viel mehr aufregen.

Dem gegenüber - ich habe mein ganzes Berufsleben einem Verkaufsbereich angehört - habe ich überhaupt kein Problem damit, Politik als eine unaufhörliche Folge von „Deals“ aufzufassen. Das ist zwar alles andere als ein Zuckerschlecken und schafft mit Sicherheit auch kein heiles Bullerbü, in dem sich alle lieb haben - aber im Kern ist es ein - wenn auch grob - praktiziertes Leben und Leben lassen. Was beim Versuch, ein Bullerbü zu schaffen, herauskommt, sehen wir vor unserer eigenen Haustür.

Dass man Putin nicht so ohne weiteres habhaft werden kann und er außerdem auch etwas zu wehrhaft dazu ist, als dass man mit ihm so umspringen könnte wie mit einem Maduro, kann unmöglich ein Argument dafür sein, Maduro einfach so gewähren zu lassen.

Man könnte die Sache aber auch ganz anders betrachten:

Um die Ukraine mit ihren rund 30 Mio Einwohnern vor dem Zugriff Putins zu schützen, wird nun seit Jahren ein irrsinnig teurer Abnutzungskrieg geführt, der die Wirtschaft Europas und Deutschlands ruiniert, Europa zusehens in eine Despotie verwandelt und bei dem noch keinerlei Ende abzusehen ist.

Angenommen, Putin gewinnt den Krieg auf ganzer Linie und er erobert die Ukraine komplett. Was könnte er dem Volk antun? Er könnte seine Macht konsolidieren, indem er seine politischen Gegner ermordet. Er könnte das ukrainische Volk ausbeuten, das Land in ein Shithole verwandeln und verelenden lassen. Er könnte eine Schreckensherrschaft einrichten, bei der es lebensgefährlich wird, nicht dümmlich zu lächeln. Könnte er - ob er es wiklich tun würde, steht in den Sternen.

Und genau dieses hypothetische worst-case Szenario ist für die mit 31 Mio Menschen gleich große Bevölkerung Venezuelas schon lange Realität. Trump hat also mit einem winzigen Bruchteil des Aufwands, den die westliche Welt vergeblich und unter selbstschädigenden Mühen in die Rettung der Ukraine stecken, genauso vielen Menschen in Venezuela eine Hoffnung auf eine bessere Zukunft verschafft. Indem er die ohnehin nicht vorhandene Souveränität einer unrechtmäßigen Regierung missachtet hat. In Anbetracht dessen, was er damit erreicht hat, sind die Vorwürfe einfach nur noch kleinlich.
Ich wette, wenn Trump mit seinen Truppen dein Haus stürmen wurde und dich aus deinem Haus vertreiben und dein Konto plündern wurde, dann wurdest du am lautesten schreien, wie schlimm das ist. Aber wenn die USA und der Westen mit anderen Völkern das macht, dann stört dich das nicht.

 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
22.610
Ich war in Gasthäusern (erstes Haus am Platze in einem Städtchen), in Ausflugslokalen, in Restaurants in Großstädten (Berlin, Dresden) und in der berühmten Bastei in der Sächsischen Schweiz. Ja, das war etwas besonderes. Normalerweise stand in der Gastronomie ein Schild: "Halt! Das Personal wird Ihnen einen Platz zuweisen!" Das war für Westler jetzt eher ungewohnt. In der Bastei ging es vornehmer zu: "Bitte haben Sie einen Augenblick Geduld! Das Personal ist Ihnen bei der Auswahl Ihres Tisches behilflich." Wir waren die einzigen Gäste. Wir hätten uns ja für einen Fensterplatz entschieden, immerhin ist das ja ein berühmtes Panoramarestaurant. Dummerchen, die wir waren. Zum Glück war uns das Personal behilflich und wir bekamen den tollen Tisch an der Küchentür, da wurde das Essen nicht kalt auf dem weiten Weg zu uns. Es gab übrigens Brühwürstchen. Also, ausschließlich Brühwürstchen. Oder eben, wenn man die nicht mochte, keine Brühwürstchen. Da hatte man die freie Wahl. Das war doch toll, jedenfalls besser als beim Militär, wo man keine Wahl hat, weil sie einen erst gezielt hungrig machen und "keine schmackhafte Pampe" keine Option mehr ist. Wir hätten auch wieder gehen können! Das war mehr, als DDR-Bürger insgesamt und im großen und ganzen so durften, auf die wäre dann geschossen worden, also nicht beim Verlassen eines Lokals, aber beim Verlassen des Landes. Jedenfalls nutzten wir die Wartezeit bis zum Erwarmen der Brühwürstchen, um ein paar Postkarten schreiben, bis uns die freundliche Bedienung mit den Worten "Jetzt wird nicht geschrieben, jetzt wird gegessen!" die Brühwürstchenteller auf die Postkarten stellte. Naja, fast.

Wir gingen selten essen. Wenn wir essen gingen, dann war es jeweils besser als zu Hause. Immer etwas, was man nur mit Riesenaufwand hinkriegt, oder wenn man es wirklich kann, oder mit Zutaten, die es nicht auf dem Markt gab. Meist eh nur im Urlaub. In der DDR war das Essen im Restaurant plötzlich zuverlässig schlechter als zu Hause. Jedes einzelnemal. Schlechter, und zwar um Längen schlechter, als die Verwandten und Freunde das zu Hause hinkriegten, trotz der hundsmiserablen Versorgungslage, und die Versorgungslage sah so aus, daß es plötzlich Tomaten gab, und daß die dann eine Reihe von Dörfern abklapperten, bis sie auch die Zwiebeln hatten, um uns Tomatensalat vorsetzen zu können. Ich möchte das noch einmal betonen, es war ein Problem, Zwiebeln zu bekommen. Meine Tante, Ärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten, fand sich einmal allein auf der Station und wunderte sich, wo die Kollegen alle geblieben waren. Tja, im Gonsum gabs Appelsinen, genau wie im Witz. Ihr hatte keiner was gesagt, ein Arzt mußte ja wenigstens in der Klinik bleiben. Sie beneidete mich um meine Armbanduhr, die war nämlich wasserdicht und ich mußte sie zum Händewaschen nicht abnehmen. So etwas gab es nicht, auch nicht für Ärzte und Akademiker. (Ich habe mir wenig später eine schnieke russische Armbanduhr gekauft, weil ich meine Schweizer Uhr nicht im Geländedienst verschleißen wollte. Leider ging das Paradestück sowjetischer Ingenieurkunst am Tag eine halbe Stunde nach.) Wir fuhren mit den Freunden in die Kreisstadt und meine Mutter erklärte: "Ich kaufe euch allen ein Eis!" Keine Reaktion bei den Kindern. Keinerlei Begeisterung. Natürlich nicht, denn in der Kreisstadt gab es sonntags kein Eis. Da hatte nix auf, wo es Eis hätte geben können. Wie hatten wir glauben können, man könne sonntags Eis essen gehen, wir dummen Westler? Und wie in der Gastronomie war es im Einzelhandel. Da war ein Spielwarengeschäft. Wir wollten eigtl. nur mal durchstöbern, gekauft haben wir dann Skatkarten, deutsches Blatt, die waren bei uns unüblich. Das Schild las sich: "Eintritt nur mit Einkaufskorb." Es gab ungefähr drei oder fünf Einkaufskörbe, so war sichergestellt, daß sich nicht zu viele Kunden im Laden aufhielten und das Personal nicht den Überblick verlor oder zu viel arbeiten mußte.

Im Winter 89/90 fuhren wir zum vorletztenmal rüber, jetzt ohne stundenlange Wartezeit an einem von drei oder vier Grenzübergängen, ohne "Gänsefleich ma Ihrn Goffrraum uffmachen?" sondern einfach irgendwo, Allerdings mit Geschwindigkeitsbegrenzung hinter einer Kurve und Radarpistole einen Zentimeter hinter dem Geschwindigkeitsbegrenzungsschild und "Zahlen Sie bitte in Ihrer Währung!". Und abgesehen davon, daß die ganze DDR plötzlich ein Meer von schwarzrotgoldenen Fahnen war, jedes Haus beflaggt wie zu Führers Geburtstag, gab es plötzlich exquisites Essen in jeder Dorfkneipe. Die konnten nämlich kochen, wenn sie ordentliche Zutaten bekamen, und die bekamen sie, wenn sie Westmark einnahmen. An der Wartburg hatte irgendjemand einen Grill aufgestellt und verkaufte Thüringer für zwo Mark, und irgendein Westdepp fragte: "Nehmen Sie auch Westmark?" Ja, du Depp, das ist der Sinn der Sache.

Ich wäre ja glücklich gewesen, wenn ich Spiegelei und Bratkartoffeln bekommen hätte. Habe ich aber nie. Es gab immer nur Salzkartoffeln. An Eier kann ich mich überhaupt nicht erinnern.

Der bankrotte Drecksladen hatte seinen Bürgern nichts zu bieten. Nicht einmal Zwiebeln. Nicht einmal Bratkartoffeln mit Spiegelei. Nur Mißtrauen und Verachtung.
 

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