Keinen Euro mehr für Russland!

Dieses Thema im Forum "Zeitgeschehen, Politik und Gesellschaft" wurde erstellt von Bundeskanzler, 1. November 2002.

  1. Bundeskanzler

    Bundeskanzler Auserwählter Meister der Neun

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    Ich habe die Entspannung zwischen Europa und Russland nach der Deutschen Vereinigung und der damit verbundenen Auflösung der "Blöcke" gerne gesehen. Ich fand's toll wie sich insbesondere Deutschland um Russland bemüht hat. Diese Bemühungen haben den Deutschen Steuerzahler allerdings auch einige Milliarden Euro gekostet. Aber egal, ein wohlhabendes und ausgeglichenes Russland war mir lieber als ein hungerndes Russland.

    Heute fordere ich nun einen rigorosen Stopp von jeglichen Zahlungen an Russland. Keine Deutschen oder Europäischen Kredite mehr für das Land! Keine Geldgeschenke mehr!

    Die Regierung dort ist auf den amerikanischen Zug aufgesprungen und geht noch kaltblütiger gegen seine Nachbarn vor als die USA. In den USA sehe ich trotz gleichgeschalteter Medienlandschaft noch die Möglichkeit des Widerstandes und der Meinungsfreiheit. Russland dagegen fällt gerade ins Mittelalter zurück!

     
  2. Ehemaliger_User

    Ehemaliger_User Beatus ille, qui procul negotiis.

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    Es fällt mir eher schwer, dieser Meldung Glauben zu schenken. Sollte sie jedoch richtig sein, wäre es sehr schade und für Russland ein großer Schritt zurück.
     
  3. Terrapansen

    Terrapansen Geheimer Meister

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    Nun ja Russland war schon immer etwas derber in seinen Methoden!
    Aber dennoch ein Schritt der zu bedauern ist!
     
  4. olaf

    olaf Geheimer Meister

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    Im Playboy war mal ein schöner Artikel über die russische Mafia drin, die sich nun auch in Deuschland breit macht. Putin hängt in der Scheiße natürlich auch ganz schön drin. Wenn hier Interesse besteht, kann ich den Artikel mal einscannen.
     
  5. Maxim

    Maxim Vollkommener Meister

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  6. Deimos

    Deimos Geheimer Meister

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    lieber ein abstinenter russischer präsident, welcher mafiakontakte hat als ein alkoholiker, der mafiakontakte hat.

    russland wird mittlerweile gar als "rechtsfreier raum" bezeichnet, die richter und gesetze sind beliebig zu kaufen...
     
  7. HanzGuckInDieLuft

    HanzGuckInDieLuft Geheimer Meister

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    ich würde zu gerne wissen wieviel von diesen milliarden in den tschetschenien-krieg geflossen sind...
    in russland ist der unterschied zwischen arm und reich unheimlich groß, so etwas wie einen "mittelstand" gibt es praktisch nicht. genauso verhält es sich mit der macht im lande, daher denke ich das sich die obersten 1000 die kohle in die tasche stecken, die für die russische "wirtschaft" gespendet wird. russland ist ein faß ohne boden, ich finde es ein witz das deutschland da so viel kohle reinbuttert(die USA sind auch net besser).
     
  8. Tominaitor

    Tominaitor Geheimer Sekretär

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    Russland

    Tja, Olaf du kannst den Artikel mal ruhig reinetzen, wäre für alle besser, und nett!!! :o :lol: :cry:
     
  9. Gaara

    Gaara Meister vom Königlichen Gewölbe

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    In der immer noch staatsnahen Zeitung "Prawda" wurde gefordert, dass die Leichen von islamistischen Terroristen in Zukunft in Schweinehaut zu begraben, die mit Schweinekot gefüllt sind.

    Was soll der Scheiss ?
    Die Prawda ist ein Überbleibsel aus der Sowjetzeit, mehr nicht.
    Staatsnah ist sie auch nicht wirklich.
    Hier ein kleiner Link : http://www.welt.de/daten/2000/11/25/1125mm204914.htx
    Also der Spiegel scheint ja wirklich die Unkompetenz in Person zu sein...
     
  10. Tarvoc

    Tarvoc Ritter vom Osten und Westen

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    Oh Mann!
    Kapierst du's denn nicht?
    Eine EU ohne Russland könnte viel weniger leicht ein Gegengewicht zu den USA werden, und wenn Europa sich's auch noch mit Russland verdirbt, sieht's noch schlechter aus!
    Mal einen Tipp: Vielleicht gibt es ja Leute, die Interesse daran haben könnten, dass sich kein Gegengewicht zu den USA bildet. Und vielleicht haben diese Leute ja 'was mit der russischen Regierung zu tun...

    Das russische Volk will jedenfalls eine Annäherung an Europa. Und es gibt Viele, die den Tschetschenienkrieg verdammen!
    Russland braucht eine neue Regierung. Russland braucht eine starke Wirtschaft. Russland braucht eine Verbindung zu Europa - nicht zu den USA!
     
  11. Eskapismus

    Eskapismus Großmeister-Architekt

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    Ist so nicht ganz richtig, ich war dieses Jahr in Moskau und letztes Jahr. Ich habe die Beobachtung gemacht, dass letztes Jahr entweder Ladas oder Mercedes S Klasse auf der Strasse waren. Dieses Jahr war es schon viel besser, es hatte plötzlich mehr Mittelklassewagen als Mercedes. Ist vielleicht ein wenig subjektiv und ausserdem ist Moskau nicht unbedingt gleich Russland aber für ein Land, dass erst seit 10 Jahren einen auf Westen macht, hatte ich das Gefühl, sie seien schon recht weit.

    Bezüglich Pressefreiheit in Russland: Es ist richtig, dass sie diesbezüglich ein wenig Nachholbedarf bei den Menschenrechten haben.
    Ich finde es aber sehr beachtlich, dass Euronews nun auch in Russland (auf russisch) empfangen werden kann.
     
  12. TheLiberalist

    TheLiberalist Geheimer Meister

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    Tja, die Ausbreitung der Russenmafia ist wohl die Quittung dafür, dass die Sozis und die Grünen die ganze Zeit den Sozialapparat künstlich aufblähen und weiterhin diese verantwortungslose Migrationspolitik pflegen müssen. Am Ende muss dann der Steuerzahler nicht nur für illegale Immigranten und Asylrechtsmissbraucher seinen Geldbeutel herhalten - nein, er darf grad auch noch die Verbrecher und Kriminellen aus dem Ostblock bezahlen. Gegen Flüchtlinge, brutale Ausländerbanden und organisierte Schlepperkriminalität unternimmt die deutsche Regierung ja auch nichts - wieso soll sie dann etwas gegen die Mafia unternehmen?

    Schliesslich sind die politisch Linken ja selbst schon zu so etwas wie einer Mafia geworden.
     
  13. Blubb

    Blubb Geheimer Meister

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    Also um das mal klarzustellen!

    Russland ist wichtig für Europa. Zum einen bilden sie einen Absatzmarkt von Gütern und zum anderen eine starke Macht im Verhältnis zu Europa. Deutschland ist eines der wichtigsten Bündnispartner für Russland und zugleich auch ihr Tor in den wirtschaftlich starken Westen. Vor allem die russischen Recourcen sind nicht zu unterschätzen! Dieses Land hat in den vergangenen 10 Jahren einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht!

    Zum anderen ist es richtig, dass Russland zugleich einen sehr großen Nachholbedarf hat. Es muss sich ein stabiles Verhältnis zwischen arm und reich bilden, ein wirklicher Mittelstand muss aufgebaut werden, die Lobby muss nach und nach ersetzt, das Korrupte System ausgetauscht und einige wichtige Veränderungen in deren Gesetzgebung getan werden. Ohne uns (Europa) wird Russland dies nie schaffen, würde sich hermetisch abriegeln und in seinen Wunden herum stochern. Wichtige Veränderungen, wie die Pressefreiheit, die nach aktuellen Informationen wieder fast abgeschafft wurde, müssen gefördert werden.

    Und der Konflikt in Tschechenien muss behoben werden! Russland muss dazu dessen Unabhängigkeit akzeptieren, ob es will oder nicht. Die Tschechenen werden alles tun, um sich von Russland lossagen zu können und dies muss Russland hinnehmen, komme was wolle.

    Das riesige Russland hat ein wahnsinniges Potential, welche gefördert und in die richtige Bahn gelenkt werden muss!
     
  14. TheLiberalist

    TheLiberalist Geheimer Meister

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    Das meine ich ja gerade: wirtschaftlich gesehen ist Russland für uns eine grosse Chance mit einem enormen Wachstumspotential; aus diesem Grund sollte die russische Bevölkerung auch die nötige Unterstützung erhalten, um die freie Marktwirtschaft zu ermöglichen.

    Dennoch ist eine solche Unterstützung nicht möglich, wenn man die Einwanderungs- und Asylgesetze lockert. Ein Grossteil der russischen Bevölkerung zieht dann nämlich in den Westen und verlangt dann Unterkunft und Krankenversorgung, Arbeitsplätze etc. - auf Kosten des Steuerzahlers. Für Deutschland bedeutet das weitere Aufblähung des Sozialapparats sowie Steuererhöhungen aufgrund weiterer Überverschuldung seitens des Staates und der Behörden.
    Für die wirtschaftliche Entwicklung Russlands ist die Auswanderungswelle in Wirklichkeit ein grosser Nachteil: Russland ist in einer wirtschaftlichen Entwicklungsphase, bei der es vor allem darum geht, die alten planwirtschaftlichen Marktstrukturen zu durchbrechen und weitgehende politische sowie wirtschaftliche Reformen durchzuführen. Das dabei vor allem sehr viele Arbeitskräfte im Landesinneren benötigt werden, sollte wohl jedem vernünftigen Mensch einleuchten. Tragischerweise ist es aber die Auswanderungswelle, die zu einem Mangel an Arbeitskraft im Landesinneren führt und somit die wirtschaftliche Entwicklung Russlands hemmt.

    Weder Russland noch Deutschland können von der bisherigen Einwanderungspolitik profitieren. Die vor allem von der europäischen Linken propagierte Asylfreizügigkeit hemmt somit die wirtschaftliche Entwicklung des Ostens, statt sie zu fördern. Zudem wird dabei der zunehmenden Schlepper- und Schmugglerkriminalität aus dem Osten Tür und Tor geöffnet - was den freien Handel mit dem Osten erschwert oder gar verhindert.

    Es geht nicht an, dass die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes einen Grossteil ihres Erwerbs für eine derart fehlgeleitete Ostblockpolitik ausgeben müssen.
    Würden die Linken wirklich so sozial und solidarisch handeln, wie sie das immer behaupten, dann müssten sie doch einsehen, dass eine Wirtschaftsförderung Russlands eben eine Förderung Russlands und nicht eine Förderung der Flüchtlinge ist.

    Eine Förderungspolitik im Osten ist nämlich nur dann sinnvoll, wenn man in Russland selbst die wirtschaftliche Entwicklung fördert. Nur so kann für die russische Bevölkerung ein Anreiz zur aktiven Beteiligung am wirtschaftlichen Aufbau geschaffen werden. Nimmt man diesen Anreiz weg, führt das nur zu weiteren Auswanderungen. Viele Russen erhoffen sich eine Arbeit im Westen und übersehen dabei, dass sie dadurch die Entwicklung des eigenen Landes verhindern. Die russische Wirtschaft kann folglich nur gefördert werden, indem man der Einwanderungswelle einen Riegel vorschiebt und sich stattdessen auf die Entwicklung in Russland selbst konzentriert. Erst dann ist die freie Marktwirtschaft in Russland möglich.
     

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