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Ist die bevorstehende Digitalisierung positiv?

Dieses Thema im Forum "Zeitgeschehen, Politik und Gesellschaft" wurde erstellt von gaia, 10. September 2017.

  1. gaia

    gaia Prinz von Jerusalem

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    Bis 2030- so lauten die Prognosen,sollen die E-Autos bereits für viele Autofahrer Standart sein.
    Die Automobil- Industrie ist dabei sich umzustellen.
    Dadurch droht dadurch ein Anstieg der Arbeitslosenzahl. Für die Herstellung von Elektro- Autos, werden deutlich weniger Arbeiter gebraucht.
    Eine Studie des IFA(Instituts für Automobilwirtschaft) hat wohl ergeben,dass 170.000 bis 613.000 ihren Job verlieren könnten.
    Als Ausgleich geben Automobilhersteller nun an, dass der Jobverlust dadurch "aufgefangen" wird, dass ja IT- Kräfte eingestellt werden.
    Ich sehe in solchen Zukunftsprognosen jedoch trotzdem einen großen Nachteil der Digitalisierung- bzw halte ich das für eine statistische Aussage, die einem Automechaniker, der Handwerker ist und kein IT Spezialist wenig nützt.
    Als Nachteil der Digitalisierung würde ich also sehen, dass das Handwerk weiter verdrängt wird.
    Wo seht ihr die Vor- und Nachteile?
     
  2. DaMan

    DaMan Ritter der ehernen Schlange

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    Berufsfelder verschwinden, neue tauchen auf. Ob man sich jetzt vom Fließbandarbeiter bei Opel erfolgreich zum YouTubeStar umschulen lassen kann ist die andere Frage.
    Generell fallen mit jeder Produktivitätssteigerung natürlich Arbeitsplätze weg, die Arbeitskraft steht dann eben für andere Aufgaben zur Verfügung.
     
  3. a-roy

    a-roy Mensch

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    Nun, wo früher noch 10 Arbeiter benötigt wurden, um ein Auto zu montieren, braucht es heute nur noch einen, der die Roboter beim Montieren überwacht.
    Ich denke, dass mit zunehmender Technologisierung der handwerklichen Arbeit viele orthodoxe Arbeitsplätze wegfallen werden und wie das aufgefangen werden soll (viele Menschen, gerade Männer, ziehen ihren Selbstwert ja durch ihre Arbeit?!), weiß ich nicht.
     
  4. almende

    almende Prinz von Jerusalem

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    [.. Eine Studie des IFA(Instituts für Automobilwirtschaft) hat wohl ergeben ...]
    bei 808.491 derzeitigen Arbeitsplätzen in der Automobilindustrie, müssten diese
    Autos quasi per Hand hergestellt werden, wenn dafür 650.000 Arbeiter gebraucht
    werden.
    Die Arbeitsplätze die wegfallen liegen im Motorenbau - der Rest wird schließlich
    noch benötigt (Fenster, Reifen, Karosserie, Lack usw.
    Hier in NRW gab´s schon einmal einen großen Strukturwandel.
    Bergbau, Eisen und Stahlherstellung hatten sehr hohe Beschäftigungszahlen
    und auch große und individualisierte Zulieferer.
     
  5. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    Ja, und der Strukturwandel beschert uns in NRW bis heute Arbeitslosigkeit, verödete Innenstädte und Parallelgesellschaften. Hat toll funktioniert. Im Osten übrigens auch.
     
  6. Nachbar

    Nachbar Prinz des Tabernakels

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    Und was wäre die Lehre daraus? Sich dem Wandel entgegen zu stemmen oder ihn früher anzugehen und besser hinzukriegen?
     
  7. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    Weder noch.
     
  8. Nachbar

    Nachbar Prinz des Tabernakels

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    Sondern?
     
  9. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    Ja was denn? Marktwirtschaft organisiert sich selbst. Die kann man begleiten, um katastrophale Nebenwirkungen zu verhindern oder einzuschränken, aber die kann man nicht auf grundsätzlich andere Pfade leiten, ohne etwas kaputtzumachen. Der Energieausstieg ist bisher ein einmaliges Desaster dank früher angehen, das Ende des Kohlebergbaus ist ein Desaster dank entgegenstemmen.
     
  10. almende

    almende Prinz von Jerusalem

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    http://www.ruhr-guide.de/freizeit/i...icklung-und-der-strukturwandel/21960,0,0.html

    ein riesiges Disney-World oder noch besser West-World?
    FOC und Amazon so weit das Auge reicht und
    Gastro-/Vergnügungsmeilen incl. Nobel-Einkaufcentren?

    Hier gibt´s in der City fast nur noch Döner, Chicken, Shicha,
    Wett-Buden, Daddel-Buden, KiK und 1€ neben dem obligatörischen
    Mega-Center.

    Jäger meint wohl "Bevölkerungsreduktion" bzw. Vertreibung.
     
  11. TheUnforgiven

    TheUnforgiven Großer Auserwählter

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    Das glaube ich eher nicht.
     
  12. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    Rein theoretisch haben die Ruhrmetropolen in dieser Größe keine Daseinsberechtigung mehr, es gibt schlicht zu wenig Steuerzahler, um die Infraszruktur aufrecht zu erhalten. Die gut Ausgebildeten, die Wohlhabenden, die Unternehmenden ziehen weg. Siehe Chicago.
     
  13. erikson

    erikson Großmeister

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    Roboter werden für uns arbeiten und wir sind alle arbeitslos.
     
  14. TheUnforgiven

    TheUnforgiven Großer Auserwählter

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    Dann haben wir endlich mal Zeit für die schönen Dinge des Lebens.
     
  15. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    18. November 2007
    Dann haben wir Hartz 4 für die schönen Dinge des Lebens.
     
  16. Sonsee

    Sonsee Vollkommener Meister

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    Ich finde die Digitalisierung durchaus positiv, zum einen muss sich niemand mehr den Rücken bei schweren Arbeiten kaputt machen, zum anderen können einfache Dinge durchaus gut durch Roboter kompensiert werden. Auch die demografische Lücke verliert ihren Schrecken, denn wo zu viele Menschen leben, ist die Umweltverschmutzung und die Kriminalität viel höher. Das Individuum verliert an Wert, wie man es in allen überbevölkerten Ländern sehen kann. Allerdings müsste dann auch ein bedingungsloses Grundeinkommen vereinbart werden, so das die Menschen sich zusätzliches Geld, durch kreative Dinge, die ihnen Freude machen verdienen können anstatt zu arbeiten, um zu überleben.
     
  17. DaMan

    DaMan Ritter der ehernen Schlange

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    Ist doch prima.
    Sozial absolut gerecht und Armut existiert auch nicht mehr.
     
  18. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    Besonders viel rege ich mich nicht mehr auf, aber so eklatante Dummheit und Menschenverachtung, wie für einen Jubelartikel über eine Pflegeroboter nötig, sind eigtl. eine tolle Gelegenheit.
     
    gaia gefällt das.
  19. hives

    hives Prinz von Jerusalem

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    Da lässt sich eben theoretisch auch im Hinblich auf die Alterung der Gesellschaft einiges einsparen, und wenn das Priorität bleibt, halte ich die Aussicht nicht für unrealistisch. Es gibt zwar noch Probleme mit der Emotionssimulation, aber das wird schon, wie man zumindest im aus kommerziellen Gründen recht gut erforschten Bereich der ich sag mal "erotischen Robotik" annimmt:

    https://www.menshealth.com/sex-women/sex-robots

    http://www.dailymail.co.uk/sciencetech/article-5120627/Digisexuals-prefer-sex-robots-set-rise.html

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-5431473/Sex-doll-makers-create-Robohunk-models-women.html

    https://www.thesun.co.uk/tech/5529446/sex-robot-video-laugh-jokes-wash-dishes/

    Wer dachte, Dienstleistungen sind vor Mechanisierung sicher, hat sich vielleicht getäuscht. Mal schauen, vielleicht schaffen wir es ja in ein paar Jahr(zehnt)en - eben auch mit Hilfe von KI - jedwede menschliche Artbeit völlig wertlos zu machen.

    (Eigentlich wollte ich einen Clip der Daily Show zum Thema verlinken, konnte diesen aber nicht mehr finden. Den Aspekt der Sexrobotik fand ich jedoch so ähh... wichtig, dass ich stattdessen ein paar Artikel zusammengesucht habe...)
     
  20. Sonsee

    Sonsee Vollkommener Meister

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    1. Juni 2016
    Roboter sind aber verlässlicher als Menschen, die quälen und misshandeln keinen, denn so sind sie eben nicht programmiert.
     

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