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Im Nordirak ist es schon lange heiss

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Im Land der Höllenangst geht es schon lange heiss her. Das Augenmerk der Weltöffentlichkeit richtet sich darauf, ob Großbritannien und die Vereinigten Staaten jede Regel verletzen, um einen Krieg über den Zaun zu brechen oder nicht. Währenddessen probiert sich das Regime im Irak daran, zu taktieren, ob es eine gewisse beschränkte Welt nicht doch über seine Chancenlosigkeit hinwegtäuschen kann. So lässt sich die Krisenregion in Nahost leicht als absurd beschreiben. Scheinbar fallen die Entscheidungen in einem Saal des Sicherheitsrats der VN. Und?
Im Nordirak rollen die Köpfe. Dort wird geschossen. Dort ist kein kalter Krieg sondern ein heisser.
Islamisten terrorisieren Gebiete der Kurden im Nordirak. Sie kommen nachts aus den Bergen und metzeln ihre Opfer nieder. Unterstützt werden sie von al-Qaida – behaupten kurdische Offiziere

Am 4. Dezember 2002 im Nord-Irak, an der Grenze zum Iran, sieht ein Junge zu, wie sein gleichaltriger Freund, von Männern umringt, auf Knien um sein Leben bittet. „Mein Freund weinte und flehte: ,Im Namen Allahs, tötet mich nicht‘.“ Die Männer lachten, zapften aus einem Landrover Benzin ab, gossen es über den Freund. Dann zündeten sie ihn an. Sie sahen zu, wie er verbrannte. Schließlich schoss ihm einer eine Kugel in den Kopf.
Weiter auf zeit.de von Bruno Schirra
 

ducvietnam

Geheimer Meister
31. Januar 2003
152
gibt es ein motiv für Al-Qaida so etwas zu machen? ich dachte Kurden gehören auch zum Islam?
 

truth-searcher

Vollkommener Meister
17. April 2002
565
Oder gibt es ein Motiv für die Kurden, so etwas zu behaupten?
Vielleicht will man es so den Amis leichter machen, eine Rechtfertigung für die Beseitigung Saddams zu haben?

Grüsse,
truth-searcher
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
ducvietnam schrieb:
gibt es ein motiv für Al-Qaida so etwas zu machen? ich dachte Kurden gehören auch zum Islam?
Im Kriegsfall wird sich der Religion und deren Unterformen als Handwerkszeug bedient. Die Religion beugt sich vor den Interessen mächtiger politischen Kräfte - wie im Krieg zwischen Iran und Irak - die kriegsbeteiligten Zinnsoldaten werden vom Nachdenken ferngehalten. Es könnte einen verwundern, dass die Taliban ihre 'Niederlage' noch nicht als 'Strafe Gottes' eingestanden haben. Aber die Welt steckt ja voller solcher Widersprüche. Da kann ein amerikanischer Präsident durch 'Gottes Gnade' das Laster des Alkohols abgelegt haben, jedoch wird er nie seine Skandalsünden und Kriegsverbrechen bekennen und bereuen - wie komisch.
 

Der Nager

Geheimer Meister
21. August 2002
438
truth-searcher schrieb:
Oder gibt es ein Motiv für die Kurden, so etwas zu behaupten?
Vielleicht will man es so den Amis leichter machen, eine Rechtfertigung für die Beseitigung Saddams zu haben?

Grüsse,
truth-searcher
*ping* - Genauso schätze ich das Ding auch ein.
 

Dynamic

Geselle
7. Februar 2003
34
Warum sollten die kurden was gegen saddam haben :?:
Und welcehr religion gehört ER eigentlich an :?:
 

Franziskaner

Ritter vom Schwert
4. Januar 2003
2.062
tja, zur Not kommt halt die Befreiung der Kurden vor dem Genozid auf die Tagesordnung. Wenn nichts anderes mehr hilft, damit kriegt man bestimmt die Unterstützung im Sicherheitsrat für einen militärischen Eingriff im Irak.

Bestimmt hat die CIA noch ein paar Propagandagemetzel aus Bosnien in der Schublade - einfach nur den Ort überpinseln und schon haben wir den Grund, warum der Irak "demokratisiert" werden muss.

Blöd nur, dass die Kurden selbst gerne mit Zündern und Sprengmaterial hantieren (erinnert sich noch jemand an die Anschläge in der Türkei vor ein paar Jahren?) und das dann gleichzeitig die Türkei angegriffen werden muss. Die Türken unterdrücken die Kurden im Südosten ja auch, ausserdem verfügen sie über eine schlagkräftigere Armee als der Irak...

So sieht's aus im Nahen Osten. Egal ob Kurden, Iraker, Schiiten, Saudis, Palästinenser oder Israelis. Aus allen Völkern und Gruppierungen kommen die Kriegstreiber und Bombenleger. Ob da automatisch Frieden einkehrt, wenn einer der Brandstifter abgesägt wird, wage ich doch mal ganz stark zu bezweifeln.

Aber sich einen auf Vernunft, friedlicher Koexistenz, Freiheit und Wohlstand für die Menschen in der gesamten Region geltenden Friedensplan zu überlegen, ist ja auch deutlich schwieriger als ab und zu mal einen Landstrich plattzubügeln...
 
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