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Hochhaus-Indianer

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
24.048
In den USA gab es doch (und gibt es heute noch) diesen schwindelfreien Indianerstamm, der Wolkenkratzer und Brücken baut(e). Weiß einer von euch, welcher das ist?
 

Wowbagger

Intendant der Gebäude
12. April 2002
800
Moin...

Die Mohawk gelten als Spezialisten für den Job.
Angeblich ist der Gleichgewichtssinn der Indianer (allgemein) etwas anders, als "unserer"... deswegen sollen sie auch so schnell betrunken sein.

Beste Grüße.......
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
Und jetzt mal was zwei dieser angeblich schwindelfreien Indianer dazu sagt:

In den 20er Jahren verdienten sich die Angehörigen der Caughnawaga Mohawk ihren Lebensunterhalt als Facharbeiter beim Bau von Wolkenkratzern und Brücken. Die Mohawks arbeiteten auf unzähligen Bauwerken wie zum Beispiel die Golden Gate Bridge, Empire State Building, Chrysler Building und der George Washington Brücke. Ihre Fähigkeiten waren besonders gefragt, wenn die Arbeiten gefährlich und halsbrecherisch waren.

“Ein guter Stahlarbeiter hat Angst vor großen Höhen. Ich möchte nicht mit einem Narren zusammenarbeiten, der sich nicht ein bischen davor fürchtet, so hoch oben zu sein. Es ist die Furcht, die dich vorsichtig macht, die dich wach hält.... Nein, ein Mohawk hat genauso Höhenangst wie der nächstbeste Typ. Der Unterschied ist nur, dass der Mohawk bereit ist sich dieser Angst zu stellen.” Ein Mohawk-Stahlbaumonteur
Quelle: http://members.fortunecity.de/snakeandowl/Indianer_heute/hauptteil_indianer_heute.html


und hier

What made the Mohawks such superb high steel workers remains something of a mystery. The legends assumed some kind of genetic advantage, but there is little evidence of this. Joseph Mitchell, in his scrupulous New Yorker article, "The Mohawks in High Steel," thought Kahnawake children in Brooklyn "have unusual manual dexterity; by the age of three, most of them are able to tie their shoelaces"—but Kanatakta, Executive Director of the Kahnawake Community Cultural Centre, suggests that it's more "a question of dealing with the fear."
Quelle: http://www.kevinbaker.info/e_ag_saiw.html


Das mit der schwindelfreiheit ist also eher ein moderner Mythos.
Die Indianer konnten zum einen besser mit ihrer Angst umgehen und waren arm genug um auch solch riskante Jobs anzunehmen. Einen weiteren Ansatz zur Mythenbildung habe ich mal gelesen, aber leider finde ich im Moment die Quelle nicht, werde ihn aber gerne nachreichen:
Der Mythos vom schwindelfreien Indianer war für die "weisse" Öffentlichkeit einfach weniger unangenehm, als die Idee, daß man die Leute den gefährlichsten Job machen liess, die das Geld so nötig hatten, daß sie es sich kaum leisten konnten abzulehnen.
 

chaZ

Geheimer Meister
3. Oktober 2002
206
Etwa so in der Art hatte ich mir das vorgestellt *g*

Oder das sie nur vorgaben diese Fähigkeit zu besitzen damit sie ihren Job auch ganz bestimmt bekamen (is ja n ziemlicher vorteil gegenüber anderen bewerbern)
 

Wowbagger

Intendant der Gebäude
12. April 2002
800
Moin...

Hab auch noch mel etwas bei google rumgeguckt...

Irokesen (genauer: Mohawks aus dem Kahnawake Reservat) arbeiten oft auf Wolkenkratzer-Baustellen. Die Männer nennt man im Baujargon übrigens "Skywalker". Allerdings handelt es sich nicht um angeborene Schwindelfreiheit, sondern um eine Kombination aus Übung und Mut. Im US-Staat Illinois gibt es sogar ein 14-tägiges Trainigsprogramm für die Indianer, die in der Hochbaubranche arbeiten wollen.

Die Tradition geht auf das Jahr 1886 zurück, als eine kanadische Firma die Eisenbahnbrücke über den St.-Lorenz-Strom errichtete.

Anthropologische Studien ergaben im übrigen keinerlei Beweise für eine angeborene Fähigkeit.

Quelle: http://www.w-akten.de/index.shtml


Wieder ein Mythos zerstört... *schnief*

Beste Grüße.......
 

Tesla.N

Geheimer Meister
8. Oktober 2002
258
gott zum gruße

des mit dem schnell betrunken werden hat glaub ich auch was anderes auf sich:

Einen grossen Teil der indianischen (glab a asiatischen) Bevölkerung fehlt das Enzym Alkoholdehydrogenase, das den Alkohol im Körper knackt.
richtig rauschig wird man auch nicht aber hat kopfschmerzen und der kreislauf ist länger im eimer als sonst.

heal isöm
 

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