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Hinrichtungen: Staatsgeheimnis von China und Japan

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Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
15. März 2004 Fast 10.000 Menschen werden jedes Jahr in China hingerichtet. Die Zahl der Exekutionen, die normalerweise wie ein Staatsgeheimnis behandelt wird, enthüllte der Abgeordnete des
Volkskongresses und Direktor des Rechtsinstituts der Südwest-Universität in Chongqing, Chen Zhonglin, wie am Montag auf der Internetseite der Zeitung „Zhongguo Qingnianbao“ zu lesen war.
Angeblich 10.000 Hinrichtungen
Die bisher gezählten Angaben lagen deutlich darunter. Sie betrugen bislang gerade mal ein Zehntel oder ein Fünftel.
Wie wird China auf die Enthüllung eingehen?


Auch Japan ist mit der Todesstrafe nicht zimperlich und absolut diskret.
Zum Tode Verurteilte dürfen nicht arbeiten, sie verbringen einen großen Teil des Tages in einer vorgeschriebenen Sitzhaltung in der Mitte ihrer Einzelzelle - selbst hinlegen ist verboten. Im Gegensatz zu den USA finden in Japan Hinrichtungen völlig heimlich statt, so dass die Anwälte keine Möglichkeit haben, um Begnadigung und Aussetzung der Exekution zu ersuchen. Der Betroffene wird meist erst ein bis zwei Stunden informiert, dass seine Zeit gekommen ist. Auch die Angehörigen werden nicht verständigt, sie werden nur irgendwann aufgefordert, die Leiche abzuholen - so diskret lassen sich Hinrichtungen abwickeln.
Wie ein Samurai an den Galgen

Warum wird die Diskretion der Mauern so ausgenutzt? Welche japanischen Organisationen befassen sich damit?
 

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Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Es ist so, dass China und Japan in Sachen 'Hinrichtung' effektiv zusammenarbeiten. Ein Artikel ist in der aktuellen ZEIT-Ausgabe (14/2004):
Der Hinrichtungs-Toyota.
Von Georg Blume und Chikako Yamamoto

Der Hinrichtungs-Toyota ist übrigens keine Geheimsache: die chinesischen Behörden sind stolz auf die fahrende Tötungsmaschine.
 

Tetsuo

Geheimer Sekretär
9. Juli 2003
649
Wow Leute macht mir nicht so eine Angst jetzt wo ich bald Ostasienwissenschaften studieren geh und wohl länger nach Japan geh.
 

truth-searcher

Vollkommener Meister
17. April 2002
565
@ Tetsuo

Das mit den Hinrichtungen in Japan ist korrekt! Für die meisten Japaner ist das leider auch gar kein so wichtiges Thema.

Und mach Dich noch auf einige andere Sachen gefasst!

In manchen Geschäfte (ganz normale Läden) werden zum Beispiel Ausländer nicht bedient, in vielen Clubs sind sie nicht gern gesehen, in die meisten Onsen (traditionelle Bäder) lässt man gaikokujin auch nicht rein. Und wenn Du irgendwo ein Tattoo hast, kannst Du noch nicht einmal in die öffentliche Badeanstalt! Kein Taxifahrer spricht englisch, und die Schilder der Zugstationen sind auch alle nur auf japanisch (Kanji oder Katakana oder sowas, aber kein romaji!)

Trotzdem würde ich mich von all dem nicht aufhalten lassen, und es einfach als Teil der Erfahrung annehmen.

Also viel Glück da drüben, ich werd wohl auch in den nächsten Wochen nach Thailand übersiedeln. :wink:

Grüsse,
 
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