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Hartz-Kommission

Bundeskanzler

Auserwählter Meister der Neun
11. April 2002
991
Netzzeitung vom 5. Juli 2002 - Von Hartz lernen

Die 13 Module der Hartz-Kommission zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit

Kommissionsleiter Dr. Hartz


In den letzten Tagen und Wochen nimmt die Diskussion ständig zu. Gerade bin ich in einer Zeitung wieder darüber gestolpert und bin selbst hin- und hergerissen. Mir war und ist klar, dass sich in der staatlich organisierten Arbeitsvermittlung was tun muss. Aber ist nun alles Gold wo Hartz-Kommission drauf steht?

Vielleicht interessiert das Thema hier nicht allzuviele, die meisten sind ja eher jung und werden einen Job haben (hoffe ich zumindest). Viele Vorschläge klingen logisch und selbstverständlich. Aber unter Berücksichtigung verschiedener Lebenssituationen erscheinen sie mir manchmal zu wenig durchdacht. Oder ist die Zeit der "Rücksichtnahme" vorbei? Sollte es in Deutschland tatsächlich so weit kommen, dass tatsächlich jeder für sich selbst verantwortlich ist? Schluss mit dem Sozialstaat?
 

Terrapansen

Geheimer Meister
20. April 2002
362
Nee nee! Bin leider zur Zeit Arbeitslos und garantiert nicht glücklich darüber! Bin echt froh das es den Sozialstaat gibt und ich nicht am Hungertuch nagen muss! Alles in allem ist man aber ganz schön am Arsch wenn man aufs A Amt angewiesen ist!
 

Bildungslücke

Großmeister
13. Juli 2002
52
Ich persönlich halte nicht viel davon, habe mich aber auch noch nicht eindringlich damit beschäftigt. allerdings denke ich, dass der sozialstaat etwas sehr wichtiges ist, und auch schon immer war. warum etwas einschränken, bzw. abschaffen, was schon über lange zeit gut funktioniert!?

greets,
Bildungslücke
 

Maxim

Vollkommener Meister
28. Juni 2002
538
Bildungslücke schrieb:
Ich persönlich halte nicht viel davon, habe mich aber auch noch nicht eindringlich damit beschäftigt. allerdings denke ich, dass der sozialstaat etwas sehr wichtiges ist, und auch schon immer war. warum etwas einschränken, bzw. abschaffen, was schon über lange zeit gut funktioniert!?

greets,
Bildungslücke

Das problem ist das im moment SEHR viele den Sozialstaat ausnützen, und schaden !
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Den 'Sozialstaat' nutzt auch Dr. Hartz aus. Kontrolle von oben ist schlechter. Es ist schon paradox, wie gerne reiche Personen über das Schicksal der Armen Gesetze schaffen wollen...
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
was mich an dieser ganzen debatte total ankotzt, ist, das dabei verschleiert wird, das es überhaupt nicht genug arbeitsplätze für alle gibt und auch nicht mehr geben wird.
hier wird immer noch von vollbeschäftigung gefaselt, was absolut illusorisch ist.
in frankreich gibt es seit einiger zeit die 35 stunden woche bei vollem lohnausgleich, die leute sinds zufrieden und so sind auch mehr arbeitsplätze entstanden.

die meisten unternehmen kehren sich einen feuchten dreck um ihre angestellten.
wenn es gerade in den kram (bei entlassungen steigen die börsenkurse!) passt, bzw. irgend so ein obermacker den karren in den dreck gefahren hat, dann werden halt mal wieder ein paar tausend entlassen. wen kümmerts?
oder sie lassen gleich im ausland für dumpinglöhne produzieren.

die hartz-pläne besagen ja unter anderem auch, das sich niemand mehr auf seine qualifikation berufen kann.
wenn in einem bestimmten zeitraum kein passender job gefunden wird, und das ist wahrscheinlich in den meisten fällen so, dann musst du halt 'nen andern job annehmen.
das heißt, warst du mal der echte crack in deinem job, kannst du ganz schnell auf die stufe eines gesellen fallen, ist zwar schlecht für dich, aber für die unternehmen billiger.

dienstleistung ist ja das andere zauberwort.
das wird dann so aussehen, das die "dienstleister", die für ihre arbeit nur 'nen appel und 'nen ei kriegen, den besser betuchten das leben verschönern.

während in diesem land mitlerweile korruptionsskandale an der tagesordnung sind, wo große unternehmen keine steuern mehr zahlen und ganze städte und gemeinden in den notstand treiben (siehe auch berlin, bankenskandal)), da scheint es für manche doch ein prima ablenkungsmanöver zu sein, mal wieder auf die arbeitslosen (die leider keine lobby haben) einzuprügeln.

@schleicher

* Es ist schon paradox, wie gerne reiche Personen über das Schicksal der Armen Gesetze schaffen wollen...*

nagel auf den kopf getroffen!
immer über die köpfe der betroffenen hinweg reden.
warum redet denn eigentlich keiner der politiker mal mit ihnen?
weil das, was sie da zu hören kriegen würden nicht in ihr konzept passt.

und niemand hier der einen job hat, kann sich sicher sein ihn zu behalten.
das kann sich ganz schnell ändern...
und dann beginnt die "hartz-mühle".
viel spaß dabei, besonders die singles, die dann das land von norden nach süden, westen nach osten (eher unwahrscheinlich...) durchkämmen werden, auf der suche nach jobs.
jaja, allzeit bereit heißt die parole.

mir fällt dabei nur immer der spruch ein:

sie predigen wasser und trinken wein
wohl bekomms!
 
P

psst

Gast
Das sind doch die Regeln des Kapitalismus. Ich verstehe auch nicht, warum immer sich alle anfangen aufzuregen, wenn irgendwo eine Firma pleite macht und gerettet werden soll. Weil dort so viele Arbeitsplätze dranhängen ?
Die Politiker machen Ihren Wahlkampf immer mit der Begründung neue Arbeitsplätze zu schaffen. Aber das ist totaler quatsch. Die Politik und die Wirtschaft im Kapitalismus sind zwei unterschiedliche Sachen.
Man kann für den Kapitalismus keine Gesetze schaffen. Der Kapitalismus ist wie ein organismus, der sich mit den Umständen anpasst.
Wenn man entlassen wird, wünscht man sich den Staat. Aber das sind nunmal die Regeln. Da es dadurch einer Konkurenzfilma irgendwo auf der Welt besser geht und davon Profitiert oder sogar daran schuld war.
DER KAPITALISMUS LEBT VON DEN VERLIERERN IN DER WELT.
Auch sozialhilfe empfänger sind verlierer dieses systems. Gewinner sind die Grossverdiener.

UNSERE ZUKUNFT :

Immer mehr Arbeitslose
-somit immer mehr Menschen ohne Kranken, Rentenversicherung
- daurch immer mehr Gewalt und Verbrechen durch Ziellosigkeit
- Dieses fordert immer mehr Gesetze für die Überwachung der Mensche

Immer weniger Mittelstand
- dadurch immer Reichere Reiche

Wundert Ihr euch den gar nicht, warum Sie jetzt mit immer mehr Gesetzen für Innere Sicherheit kommen ?
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
@psst

*UNSERE ZUKUNFT :

Immer mehr Arbeitslose
-somit immer mehr Menschen ohne Kranken, Rentenversicherung
- daurch immer mehr Gewalt und Verbrechen durch Ziellosigkeit
- Dieses fordert immer mehr Gesetze für die Überwachung der Mensche

Immer weniger Mittelstand
- dadurch immer Reichere Reiche

Wundert Ihr euch den gar nicht, warum Sie jetzt mit immer mehr Gesetzen für Innere Sicherheit kommen ?*

du sagst es, alles gehört zusammen.

die gesetze für die innere sicherheit sind sozusagen schon die absicherung für eventuelle "unzufriedenheiten", die in der bevölkerung ausbrechen könnten.
wir kucken hauptsächlich immer nach amerika, was auch ok ist, man sollte dabei aber nicht die entwicklung im eigenen land übersehen.
es wird oft von amerikanischen verhältnissen gesprochen, was für die einen ein schreckenszenario ist und für die anderen (meistens politiker oder arbeitgeberverbände) als ein erstrebenswertes ziel dargestellt wird.

toll, drei jobs um überhaupt über die runden zu kommen, ausgrenzung aller orten.
das nennt man die globalisierung des kapitalismus, überall die gleiche entwicklung.
 

Bundeskanzler

Auserwählter Meister der Neun
11. April 2002
991
samhain schrieb:
die hartz-pläne besagen ja unter anderem auch, das sich niemand mehr auf seine qualifikation berufen kann.
wenn in einem bestimmten zeitraum kein passender job gefunden wird, und das ist wahrscheinlich in den meisten fällen so, dann musst du halt 'nen andern job annehmen.
das heißt, warst du mal der echte crack in deinem job, kannst du ganz schnell auf die stufe eines gesellen fallen, ist zwar schlecht für dich, aber für die unternehmen billiger.

Das ist zum Beispiel ein Punkt, bei dem ich selbst nicht sicher bin, ist das nun gut oder schlecht. Ich denke, um so etwas einzuführen, müsste in den Köpfen der Arbeitgeber erst einmal ein Umdenken stattfinden.

Beispiel: Unverschuldete Kündigung, weil das Unternehmen wg. verbrecherischer Führung Pleite gemacht hat (Beispiele gibt's dazu in der Tagespresse). Die Kündigung kommt zudem noch in einer Resession. Und nun geh mal mit hoher Qualifikation eine Zeitlang als xxxx los (nur damit es nicht heißt, ich hätte was gegen xxxx).

- Dein Lebenslauf ist damit schlicht "versaut" in den Augen der meisten Personalchefs!

- Vorher 80.000 Euro, jetzt 30.000 Euro - aber Du hast 'nen Job. Ist jetzt ein Extrembeispiel, aber durchaus möglich. Dabei wird zum Beispiel leicht übersehen, dass man sich im Laufe der Zeit natürlich an den höheren Lebensstandard angepasst hat.

Das Beispiel ist nicht weit hergeholt. Wer in der IT arbeitet, kennt die hohen Gehälter, die dort in den letzten Jahren gezahlt wurden. Und selbst GUTE Leute, haben es im Moment verdammt schwer, zu wechseln oder sich aus einer Arbeitslosigkjeit heraus zu bewerben und eine Stelle zu finden. Und wenn man gerade in dieser Branche ein halbes bis ein Jahr draußen bist, ist jede Chance zunichte gemacht, überhaupt noch einen Angestelltenjob in der IT zu kriegen. Was noch? Viele GUTE sind inzwischen zu ALT (ab ca. 35)!

Und nun die andere Seite. Da kassiert einer lange Zeit den Höchstsatz an ALU und lehnt im Grunde jeden angebotenen Job ab, weil ihm keiner sein altes Gehalt zahlen will oder er nicht mehr in die gleiche Position kommt, die vorher inne hatte, oder weil der Job nicht vor der Haustüt liegt.

- Das finde ich auch nicht gut.

Einen gewissen "Druck" halte ich daher für notwendig, aber er sollte individuelle Lebenssituationen berücksichtigen, auch mal fünfe gerade sein lassen.

Ich war selbst auch schon arbeitslos. Ganz ehrlich, man kann sich dran gewöhnen... und das ist eben das Gefährliche daran, man wird täglich träger, AA zahlt ja. Das muss nicht für jeden Arbeitslosen gelten, aber mir ging es zum Beispiel so. Habe natürlich trotzdem fleißig Bewerbungen geschrieben und dann durch Eigeninitiative einen neuen Job gefunden, weil mir mein Verstand gesagt hat, dass ALU kassieren auf Dauer keine Lösung ist. Aber ans geregelte Arbeiten musste ich mich nach fünf Monaten schon wieder gewöhnen.
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
@bundeskanzler

mmmh, nun ja, ich seh' das mit der "arbeit" ein bißchen anders.
ich kritisiere das prinzip der lohnarbeit schlechthin, von den wenigen abgesehen, die das glück haben/hatten, ihre berufung zum beruf zu machen.

ich möchte dazu aus einem kleinen büchlein zitieren, das da heißt:

handbuch gegen die arbeit

der fetischcharakter der arbeit

faktischer arbeitszwang, blinwütige produktion um der produktion, daher arbeit um der arbeit willen, arbeit als fremdbestimmung:
all das spricht dafür, die kapitalistischen produktionsverhältnisse umzustürzen und durch menschliche zu ersetzen. doch all dies wurde mit der schmiere bürgerlicher ideologie übertüncht.
diese nenne ich den fetischcharakter der arbeit, den ich im folgenden erläutern will.
seinen ausgang nimmt dieser fetischcharakter bei einer zunächst richtigen annahme:
daß die tätigkeit des menschen nach einem vom verstand gesetzten zweck ihn zum menschen macht, der mensch bedürfnisse außerhalb der "tierischen" entwickeln und befriedigen kann, indem er die natur nach seinen zwecken formt. erst in der tätigkeit wird der mensch wirklich.
nun sind zwei schritte nötig, um von hier zum fetischcharakter der arbeit zu kommen.
zunächst muß nämlich alle tätigkeit, die nicht unmittelbar etwas produziert, wie musizieren, gedichte schreiben, malen...abgespalten werden. so entsteht ein scheinbar gegensätzliches paar: auf der einen seite "richtige" arbeit, auf der anderen seite muße. das lesen eines guten buches in kombination mit dem leeren einer flasche leckeren rotweins
wird so zum faulenzen, und wer so etwas wichtiger als "richtiges"arbeiten betrachtet, macht sich schon verdächtig.

danach betrachtet der arbeitsfetischist die arbeit, und sieht wohl, dass diese selbstverwirklichung des menschen bedeutet.
hier hört jedoch seine analyse auf.
auch die entfremdete, erzwungene arbeit wird zur selbstverwirklichung verklärt.
es wird der eindruck erweckt, als könne der mensch nur als arbeitender mensch selbstwertgefühl haben, als wäre er sonst nichts.

ein argument für die 100.000 jobs für jugendliche- kampagne der bundesregierung ist auch, das die jungen menschen an arbeit gewöhnt werden müssten. wer sich nicht in das stakkato der lohnarbeit einfügen kann, ist offenbar kein vollwertiger mensch.
dieser gedanke besteht schon seit der gewaltsamen durchsetzung der lohnarbeit. den genügsamen menschen des mittelalters an harte arbeit zu gewöhnen, war ein zweck der arbeitshäuser.
bis dahin kannte der mensch wohl auch die strikte trennung von freizeit und arbeit nicht. sie entstand ebenfalls erst mit dem aufkommen der manufakturen und fabriken. erst hier wurde der ort der arbeit und der erholung voneinander getrennt....

das ende der arbeit

allüberall rhabarbert es aus dem links- wie rechtsbürgerlichen blätterwald:
die arbeit geht uns aus, wir müssen nach neuen formen der beschäftigung suchen, eine generation ohne perspektive wächst heran.
der hintergrund ist ein einfacher: die produktivkräfte sind im kapitalismus so weit gewachsen, dass, um mehr waren zu produzieren als früher, weniger einsatz menschlicher arbeitskraft notwendig ist.
nimmt mensch noch hinzu, dass jede menge unnützes und naturzerstörendes zeugs wie waffen, atomkraft etc. produziert wird, und die gesellschaftlich notwendige arbeit (lebensmittel produzieren, häuser bauen etc.) eigentlich nicht mehr allzu viel zeit in anspruch nehmen dürfte, und somit die vorausetzungen da wären, der menschheit ein schönes leben zu ermöglichen, dreht der arbeitsfetischist ab.
in einer zeit, wo so wenig arbeit wie noch nie notwendig wäre, um alle gesellschaftlichen bedürfnisse zu befriedigen, ist der arbeitsfetisch so wirkungsmächtig wie nie.
die meisten menschen haben ihn inzwischen völlig internalisiert.
selbst das privatleben ist völlig durchdrungen davon. jeder tätigkeit wird ein gewissen maß an zeit eingeräumt, um möglichs viel erledigen zu können. selbst feiern wird den kriterien der leistung unterworfen, wer es am längsten auf der tanzfläche aushält, ist held/heldin des abends.
nach feierabend noch arbeitet der mensch im garten, oder betreibt "beziehungsarbeit", die nachdenklicheren "trauerarbeit". der müßiggang wird damit entschuldigt, daß mensch doch fit für die arbeit bleiben muß, oder er wird in arbeit umgewidmet.
der arbeitsfetisch treibt seine skurrilen blüten...



*Ich war selbst auch schon arbeitslos. Ganz ehrlich, man kann sich dran gewöhnen... und das ist eben das Gefährliche daran, man wird täglich träger, AA zahlt ja.
. Aber ans geregelte Arbeiten musste ich mich nach fünf Monaten schon wieder gewöhnen.*

na das hört sich doch nicht so an, als hättest du dein dasein damals unerträglich gefunden??!!

oh ja, man muss sich wieder dran gewöhnen, daran kaum noch zeit zu haben, in aller herrgottsfrühe aufzustehen, alles aufs viel zu kurze wochenende zu verschieben und und und...
 

Bundeskanzler

Auserwählter Meister der Neun
11. April 2002
991
samhain schrieb:
Ganz ehrlich, man kann sich dran gewöhnen... und das ist eben das Gefährliche daran, man wird täglich träger, AA zahlt ja.
. Aber ans geregelte Arbeiten musste ich mich nach fünf Monaten schon wieder gewöhnen.*

na das hört sich doch nicht so an, als hättest du dein dasein damals unerträglich gefunden??!!

Doch, weil ich mich selbst ständig unter Druck gesetzt habe, den Zustand eben nicht zu "genießen". Wäre schön, wenn ich es als Urlaub hätte ansehen können (was auch vielen Arbeitende sicher tun!). Und das Selbstwertgefühl schwindet rasend schnell. Schon nach vier Wochen Arbeitslosigkeit und haufenweise Absagen habe ich angefangen, an meinen Fähigkeiten zu zweifeln. Ist schon ziemlich kacke...

Wahrscheinlich hängt das wohl mit dem "Fetischcharakter der Arbeit" zusammen... Zumindest erscheint mir die von Dir zitierte Theorie nicht abwegig. Auf der anderen Seite helfen uns HEUTE solche Betrachtungsweisen doch nicht wirklich weiter, oder?

samhain schrieb:
oh ja, man muss sich wieder dran gewöhnen, daran kaum noch zeit zu haben, in aller herrgottsfrühe aufzustehen, alles aufs viel zu kurze wochenende zu verschieben und und und...

Das ist wirklich wahr!
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
@bundeskanzler

* Auf der anderen Seite helfen uns HEUTE solche Betrachtungsweisen doch nicht wirklich weiter, oder? *

da bin ich aber ganz anderer meinung. gerade heutzutage ist in diesem bereich aufklärung vonnöten, weil hier nämlich auch hier eine riesige
verschwörung und verarsche abläuft.
 

Ronin

Geselle
16. Juli 2002
19
@all
Hallo Leute !!! aufwachen !!!
warum denkt ihr, wachsen die Konzerne immer mehr
(Beispiel München ist gerade mal wieder pleite, weil ein Haufen Steuern an
die grossen Konzerne zurückgezahlt wird), und warum wird die Arbeitslosigkeit nie wirklich zurückgehen ?
wenn die Arbeitslosigkeit zu gross wird, besteht die gefahr eines Aufruhrs,
sie darf also nur so gross sein, um den Rest der bevölkerung
unter psychologischen Druck zu halten ("es könnte ja auch mir passieren")
Wenn der "Mittelstand" gefördert würde, könnte man mehr Arbeitsplätze
schaffen lassen, aber hätte zuviele eigenständige Meinungen und Gruppen,
fördert die Politik (auch eine rot-grüne, oder welche Farbe auch immer)
aber die Konzerne, nimmt die Zahl der potentiellen Ansprechpartner für
die Formung und Kontrolle der Gesellschaft extrem ab und die Bevölkerung wird wesentlich lenkbarer.
 

Maxim

Vollkommener Meister
28. Juni 2002
538
Habt ihr schon davon gehört ???

http://de.news.yahoo.com/020723/12/2vdll.html

Seit 1960, als die Abgabenquote noch bei 41,5 Prozent lag, seien die Einkommen nur in zwei Jahren stärker belastet worden als 2002. Im Jahr 1999 habe die Quote bei 56,8 und 2000 bei 57 Prozent gelegen.

AUFWACHEN !!! ROT-GRÜN VERNICHTET DIE DEUTSCHE WIRTSCHAFT !!!!
Es ist nichtmehr von der Hand zu weisen das uns Rot-Grün ins Verderben treibt ! NOCH NIE MUSSTEN WIR SO VIELE STEUEREN ZAHLEN !!!!!!!!!!!!!!!

Wer Rot-Grün wählt muss wirklich dumm wie Brot sein !!!

Der einzigste der uns da noch irgendwie aus der Scheisse ziehen könnte ist LOTHAR SPÄTH !

Eichel und co haben jetzt wirklich ALLES verspielt... tut Deutschland und euch selber einen Gefallen und wählt CDU/CSU !

Bund der Steuerzahler: «Schlechter geht es fast nicht mehr»

Die Steuerreform 2000 habe nichts gebracht, kritisierte Däke. Selbst für das Jahr 2005 sei nach der letzten Stufe dieser Reform eine Abgabenlast von 55,8 Prozent zu erwarten. «Wenn weitergemacht wird wie bisher, wird sich der Belastungszugriff immer weiter verschärfen, und Wachstum und Beschäftigung werden abgewürgt», warnte der Steuerzahler-Präsident. Der «Spaß an der Leistung» sei vielen Beschäftigten längst vergangen.
 

Esajas

Geheimer Meister
12. April 2002
362
@ Maxim:

Noch so jung und schon so schwarz!

Mich stört auch vieles an unserer rot-grünen Bundesregierung,
z.B. jetzt das Getue mit der Hartzkommission.

Aber es soll doch bitte niemand glauben,
dass die Union fähiger wäre,
wenn es um die Beseitigung der Arbeitslosigkeit geht,
die natürlich schon viel zu lange viel zu hoch ist.

Lothar Späth kocht auch nur mit Wasser
und dass der Wirtschaftsminister wird,
glaube ich im Leben nicht.

Die FDP würde da nie mitspielen,
falls es für schwarz-gelb reichte!

Das sind doch alles nur Kampagnen,
die schon an Wählerbetrug grenzen!
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
@streicher

guter link 8)

@ronin

*wenn die Arbeitslosigkeit zu gross wird, besteht die gefahr eines Aufruhrs,
sie darf also nur so gross sein, um den Rest der bevölkerung
unter psychologischen Druck zu halten ("es könnte ja auch mir
passieren")*


du hast recht, so werden die leute unter kontrolle gehalten und vor allen dingen bleibt so der schwarze peter bei den arbeitslosen, mit all den ausgrenzungs- und schuldgefühlen, die damit (bewußt) erzeugt werden.

der zweite punkt wäre, würde man die tatsache anerkennen, das man von der arbeitslosigkeit nicht mehr runterkommt (im gegenteil...), dann müßte die politik eigentlich so etwas wie eine grundsicherung (existenzgeld) einführen.
das liegt aber nicht in ihrem interesse, weil man dann die menschen nicht mehr so gut in die sündenbockfunktion bringen könnte.

das gerade der mittelstand immer mehr den bach runtergeht ist doch schon geradezu verdächtig.
lieber die milliarden den großen konzernen in den arsch schieben, für die ihre arbeiter eh nur manövriermasse sind, die zum passenden zeitpunkt, natürlich mit krokodilstränen, abgestoßen werden.

@esajas

*Das sind doch alles nur Kampagnen,
die schon an Wählerbetrug grenzen!*

du sagst es.
wer darauf reinfällt, der wird tief fallen...

noch zwei ganz gute links, wie man auch damit umgehen kann:

www.diegluecklichenarbeitslosen.de

www.muessiggangster.de
 

Esajas

Geheimer Meister
12. April 2002
362
Zum Glück gab es in den 60er Jahren den Pillenknick.

Vielleicht sinkt die Zahl der Erwerbstätigen um 2010 deutlich
und die Arbeit reicht wieder mal für alle!
 

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