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Greater Middle East & Larger Europe

Gilgamesh

Erhabener auserwählter Ritter
24. Juni 2003
1.110
Während sich in den täglichen Nachrichten viele noch den Kopf darüber zerbrechen, ob Lady Di nun schwanger war,oder nicht, Spielen die Großmächte weiterhin Temporale Geopolitik und versuchen die Welt nach ihren Vorstellungen zu Formen.

Es ist nicht lange her, da wurde hier und dort posaunt, dass z.B. die Türkei nicht zu Europa (Kontinental) gehört und somit auch kein Mitglied sein dürfte. Dass Zypern, weit weg von Europa und der Türkei, nun bald ein willkommenes Mitglied Europas sein wird, darüber schauen viele schmuzelnd hinweg.

Das dieser Schritt nicht der Letzte ist, ignorieren viele oder können sich überhaupt nicht ausmalen, was noch folgen wird.

Schon jetzt wird von einem larger europe gesprochen, dessen Grenzen sich bis nach Armenien dehnen werden. Das Finale wird wohl der Eintritt Russlands in die Gemeinschaft bilden, welches weniger misstrauisch beäugt wird.

Lassen wir mal Europa aussen vor, denn auf der anderen Seite, arbeitet Amerika an seinen Plänen für den Greater Middel East. In dieser Region sind nicht nur die Bekannten Kandidaten angesiedelt, wie Israel Irak oder Syrien und Iran, sondern auch Afganistan bis Pakistan, und der gesammte Norden Afrikas.

Interesannt bei diesen großen Plänen ist für mich, dass die Türkei in beiden Plänen auftaucht. Sie ist Bestandteil des Larger Eurpe, als auch Greater Middel East.

Wie sehr Dick Cheney die Türkei auch in Europa sehen möchte, in den Plänen für den Greater Middle East wird sie weiterhin geführt.Doppelstrategie, Ablenkung, Sonderstatus, oder mit von der Partie? Wir werden es noch sehen und hören!

Das sich einges in Europa, Mittleren Osten und dem Kreuzungspunkt Türkei tut, sollte man nicht aus den Augen verlieren. Hier wird gerade die Zukunft geschrieben, so denke ich, welches die nächsten 30-50 Jahre bestimmen wird, also unsere Lebenszeit! - und darüber hinaus!

Doch, zu was wird das führen? Wird das System zu stabilisiern sein, oder werden hier neue Konflikte geboren? Ist eine derartige Lenkung der Geschichte besser, als wenn sich die Dinge eigendynamisch entwickeln würden. Wird daraus eine bessere Welt folgen, oder müssen wir wieder blut für solche Spielchen zollen?

:arrow: Gilgamesh

PS: Larger Europe und Greater Middle East werden zukünftig wohl als Sektoren behandelt werden. Mit Sektoren denke ich an abgeschottete,getrennte System- und Rechtsbereiche. Dabei denke ich, dass die führenden Sektoren, die getrennten Sektoren protektorieren und ausnutzen werden.
Das könnte soweit gehen, dass dieses System soweit gefestigt wird, dass die unteren Sektoren für den Wohlstand der oberen Sektoren für immer und ewig aufkommen sollen und ihnen keine Möglichkeit gegeben wird, selbständig zu werden oder sich weiterzuentwickeln.
 

MrMister

Großer Auserwählter
13. April 2003
1.525
Erinnert mich ein wenig an Polen, das zum Spielball der Großmächte wurde...
Außerdem bezweifel ich, das die Türkei, nur wegen ihrer Position, auf einmal zum Staat mit Weltmachtgewicht heranwächst, entweder sie entscheiden sich für die eine oder die andere Seite. Punkt.
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Welcher Akteur "entwickelte" diese Begriffe für die "Regionen"? Quellen?

Nebenbei: die EU-Staaten werden von us-amerikanischer Seite manchmal als "United States of Europe" betrachtet.
 

semball

Großer Auserwählter
26. Mai 2002
1.615
Russland in die EU, Türkei..... halt zu den andern moslemisch-morgenländischen Staaten (arabische Liga kann man ja nicht sagen, da´s keine Araber sind, hoffe es gibt da unten mal eine Union, die von Marokko bis Afghanistan alles aufnehmen kann)

Nebenbei, einem Europäischer Bundesstaat könnte ich wenig abgewinnen, sollte ein starker Staatenbund sein, zumindest offiziel wenigstens.

gruss semball
 

MrMister

Großer Auserwählter
13. April 2003
1.525
Ich sehe schon die Türkei-bereit-für-die-EU, die Kurden-sind-ein-eigenes-Volk und die Europa-definitions-Diskusionen am Horizont :D

Ansonsten stimme ich meinen Vorrednern zu...
 

Schwachkopf

Geselle
22. Januar 2004
15
die frage der tuerkei ist fuer mich weniger groß als das bemuehen um wie du es nennst "larger middle east"...

wenn tatsaechlich so etwas entstehen wuerde, ein gegenstueck zur EU, waeren wie du schon erwaehnst die amerikaner dabei und sogar in einer fuehrenden rolle.. zumindest in der planung..
die frage die sich mir dabei stellt : wollen alle laender diesen zusammenschluss ueberhaupt und wenn nicht was kommt dann.. muss wieder ein illegitimer angriff auf ein land gestartet werden und ein zivilverwalter eingesetzt werden !?

wenn sich die frage fuer die tuerkei stellt, ob mid-east oder EU, denke ich wuerde sich die tuerkei relativ deutlcih dem mid-east anschließen..

cya
 

MrMister

Großer Auserwählter
13. April 2003
1.525
die frage die sich mir dabei stellt : wollen alle laender diesen zusammenschluss ueberhaupt

Ich denke nicht, dass sie das so, wie Gilgamesh sich das vorstellt, wollen, dafür sind die Rivalitäten einfach zu groß. Alleine die Kurdengeschichte zeigt doch, wie gut die Türken mit Minderheiten umgehen können, und die sollen dann mit den Kurden im Irak auf einmal in einer Union sein? Na ich weiß ja nicht...
 

Gilgamesh

Erhabener auserwählter Ritter
24. Juni 2003
1.110
Vielleicht habe ich mich etwas unglücklich ausgedrückt? Muß wohl daran liegen, dass ich zu lange offline war. :roll:

Es geht hier nicht in erster Linie um die Türkei, ohwohl ich ihr eine bedeutende Schlüsselrolle zuweise.

Es geht hier vielmehr darum, dass die Grenzen bestimmter Regionen und zusammenhängender Gebiete neu definiert werden und diese Definition schleichend das Licht der Öffentlichkeit erreicht.

Nehmen wir Europa! Mit dem Ostblock, so denke viele, sind die Grenzen Europas erreicht. So scheint es aber nicht zu sein. Vielmehr wird der Ostblock das Zentrum Europas bilden, dessen Grenzen sich, wie oben angedeutet, um Armenien und Azerbajan ziehen werden.
Also nix mit Kontinental-Europa und wer dazugehören darf und wer nicht.

Der Mittlere Osten bekommt hingegen einen ganz neue Definition. Ich verstehe ja noch, dass man diesen Begriff bis an die Grenzen Indiens ausdehnen möchte, aber, was hat Nord-Afrika damit zu tun? Marokko, Tunesien, Lybien...? Hier verucht die USA alte Herschaftsstrukturen der Osmanen wiederzubeleben und einen zusammenhängenden Sektor zu schaffen. Deswegen wohl auch das Spielchen mit Gaddafi, der als Diktator rechtzeitig begriffen hat, dass er nur mit oder gegen die USA rudern kann. Also, spielt er mit und schon kräht kein europäischer Hahn mehr gegen diesen Diktator und für Demokratie in diesen Gebieten. So einfach scheint das zu sein.

Zurück zur Türkei und deren Schlüsselrolle. Man sollte nich vergessen, dass die Türkei für den erweiterten Mittleren Osten (in Richtung Osten) eigentlich von hoher Bedeutung ist. Nicht nur als Zwischenhafen für den Handel mit den Turkvolk-Staaten oder den Energie-Resourcen, sondern in 20-30 Jahren auch eventuell im globalen Konflikt des Westens mit China.

Die Provinz Xingjang in West-China ist nunmal der Schwachpunkt Chinas, da sich die Bewohner hier mehr mit den Turkvolk gemeinsam sehen, als mit den Chinesen. Schaut man sich die Umgebung an,so sieht man hier die Grenzen des zukünftigen [Greater Middel-East.

http://www.juergenkrenz.de/reisen/reise2001/bilderhtml/x-landkarte.htm

Alles Turkvölker und Staaten, die engen Kontak mit der Türkei haben und sich nicht nur kulturell vernbunden fühlen, sondern auch genetisch.

Deswegen hier die besonderen Rolle der Türkei für Europa, als auch für Amerika und seine Sicht des zukünftigen Mittleren Ostens.

Nun sollte man nicht vergessen, dass die Westmächte dem Mittleren Osten keine Selbständigkeit geben möchten. Vielmehr dienen diese Gebiete als Spielfeld für Machtinteressen der Führenden. Marionetten sollen die Gegenden ausfüllen, das Fußvolk soll Gehorsam zeigen.

Das viele die Türkei mit in diese Gruppe wünschen, ist nicht zu übersehen. Jedoch macht die Türkei hier nicht mit und zeigt rechtzeitig Rückrat, um in der 1. Liga der Macht mitzuspielen und will sich gar nicht in die Liga der Mittleren Osten einordnen.

Zur Zeit finden wirklich sehr interessante geopolitische Machtspiele statt, die in Zukunft einige Vorstellungen und Pläne auf den Kopf stellen werden.

Wen interessiert da, ob die SPD auf 24% gerutscht ist, oder dass G.Bush wieder an Beliebtheit einbüßt? Egal, was innenpolitisch wo auch immer passiert, der Focus der Macht liegt derzeit eindeutig in der Aussenpolitik!

:arrow: Gilgamesh
 

Kurdistan

Geheimer Meister
13. November 2003
152
Die Türkei hat an Bedeutung mit dem Irak Krieg eingebüsst, dieser Trennt scheint so weiter zu gehen.

Ich würde nicht so große Plänne schmieden. Bevor die Türkei an Wichtigtkeit verliert möchte sie lieber in der EU mitspiellen, doch die Euröpar halten bislang ihre Tore geschlossen.

Der Rückrat der Türkischen Regierung war stehts von der USA gestärkt nun erhofft man sich die EU an dessen Stelle, weil die USA nicht mehr so interessiert scheint.

Eigenständig war der Türkische Rückrat noch nie.

MfG
 

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