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Gibt es den freien Willen?

Popocatepetl

Meister des Tabernakels
27. August 2013
3.670
genauso gut kann man jedoch auch die behauptung aufstellen, wie viele kriege begonnen wurden, bloss weil eine frau den mann nicht ran gelassen hat ?

"nö schatz, geh erstmal parthien erobern, dann vielleicht..." oder so...
 
G

Gelöschtes Mitglied 32188

Gast
"Bring mir Köpfe - ich will Köpfe."
nee
"Jetzt will ich Hände"

Frauen
Man kann auch alles am Stück und lebend produzieren, statt zu zerstören. Das will Mann aber auch nicht. Nur zum Zwecke der Unterordnung zum richtigen Zeitpunkt.
Bei Spießern wird das meist innerhalb eines offiziellen Ehe-Aktes vollzogen.

Die anderen sind durch Alkohol und Drogen bereits impotent oder schlicht lustlos.

Das waren noch Zeiten, als Völker sich einfach vermischt haben und weiter gezogen sind...
 

Sonsee

Großer Auserwählter
1. Juni 2016
1.792
Die Frage nach dem freien Willen, ist tatsächlich nicht so einfach zu beantworten, darum hie eine kleine Diskussionshilfe!


So verwundert es nicht, dass der freie Wille auch deshalb verteidigt wird, weil er die öffentliche Ordnung aufrechterhält. Wenn wir nicht aus Verantwortung handeln, sondern aus den Tiefen des Gehirns ferngesteuert werden, dann geht scheinbar alles. Dann ist alles egal. Güte, Selbstlosigkeit und Strebsamkeit weichen Egoismus, Betrügerei und Faulheit. Die Psychologen Kathleen Vohs von der University of Utah und Roy Baumeister von der Florida State University verweisen auf ihre Studien, nach denen die Gefahr moralischen Verfalls besteht, falls der Glaube an den freien Willen schwindet. Der Philosoph Saul Smilansky von der Uni Haifa schlägt sogar vor, die furchtbare Wahrheit eines unfreien Willens vor dem Volk zu verheimlichen. Es sei gefährlich, die Idee eines durch Naturgesetze vorbestimmten Weltgeschehens zu verbreiten. Steht also Fatalismus – der Glaube an die Belanglosigkeit des eigenen Tuns – am Ende der Erkenntnis, weil alles vorherbestimmt ist? Nein, ganz und gar nicht. Es gibt auf der Ebene menschlichen Handelns kein unabänderliches Schicksal. Der Theorie nach sind wir unfrei, der Praxis nach aber nicht. Auch wenn absolute Freiheit und totale Unabhängigkeit illusionär sind, unsere Taten sind bedeutsam. Sie haben Konsequenzen, im besten Fall positive – auch auf das Tun der Anderen. https://www.tagesspiegel.de/wissen/illusion-freier-wille-jenseits-von-gut-und-boese/13898732.html
 

die Kriegerin

Ritter vom Osten und Westen
19. September 2017
2.436
Tja Mädels und nun zum eigentlichen Thema zurück:

Frauen und FM :harhar:


Spaß.

Also ist es freier Wille, die Wahl zwischen a,b,c und d zu haben?

FM und Frauen - Pariarchen wollen sich sehr ungern von Frauen belehren lassen...tja....die Weiber von Windsor..LOL
Ob wir wirklich entscheiden können - a, b, c, d zu haben...das ist hier wieder so eine Frage


Zum freien Willen retour...haben wir ihn oder nicht oder nahmen wir den freier Willen (z.B.als Mann oder Frau geboren zu werden). Freud hatte eine andere Ansicht wie Jung - Jung las okkulte und mystische Schriften, er war auch in Indien - (hatte er mit der Reinkarnation kein Problem) -

Freud die Sexualtheorie -Jung das "Archetypisch" - das Unbewusste - zum ICH.

Was ich mich wieder fragen lässt - ist es mein freier Wille diese Gedanken zu haben od. bin ich determiniert?

s://de.wikipedia.org/wiki/Determinismus

In der Naturphilosophie wird ein allgemeiner Determinismus zumeist durch zwei Annahmen gestützt: erstens, dass sämtliche natürlichen Prozesse durch Naturgesetze bestimmt sind und dass zweitens die Bewegungsgleichungen dazu beim Einsetzen von exakten Werten eine eindeutige Lösung liefern und damit die Ergebnisse festlegen. Ob diese Annahmen durchgängig zutreffen, ist umstritten. Wenn das Weltgeschehen jedenfalls festgelegt ist, scheint dies einen Widerspruch für die Existenz eines freien Willens zu erzeugen. Ob dieser Widerspruch besteht, ist ebenso umstritten wie die jeweiligen Konsequenzen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 32188

Gast
Ich halte es da eher mit Alfred Adler - im Glauben an eine höhere Wertegemeinschaft das meiner Logik entsprechend Richtige zu tun, auch wenn mir keiner beipflichtet.

Das „Ich“ erfüllend, die Erfogsaussicht vernachlässigend (Siehe auch Julian Assange - kann dieses Leben ein Vorbild sein?).

Nicht sinnvoll, aber sinnerfüllend.

FM inkognito
 

Markus von Stoiker

Geheimer Meister
20. Mai 2010
174
»Wenn du dich mit mir unterhalten willst, dann definiere deine Begriffe.«
– Voltaire

Was bedeutet freier Wille?
Eine Definition: Fähigkeit des Menschen, sich für bestimmte Handlungen zu entscheiden.

Als vernunftbegabtes Tier hat der Mensch die Möglichkeit zum Überlegen.
Dazu John Dewey: »Wir denken nur, wenn wir mit einem Problem konfrontiert werden.«

Die meisten alltäglichen Handlungen sind determiniert bzw. werden unbewusst ausgeführt.

– genetischer Determinismus
– sozialer Determinismus
– Erziehung
– Fremdeinwirkungen im Allgemeinen
– positive, negative Erfahrungen
– Gewohnheiten
...

In der Rechtssprechung dient der freie Wille zur Prüfung der Schuldfähigkeit. Würde man hier davon ausgehen, dass es keinen freien Willen gibt, dann wäre jeder Vergewaltiger und Mörder pauschal schuldunfähig.
Die Resozialisierung eines Straftäters setzt Einsicht und persönliche Mitarbeit voraus - Freiwilligkeit.
Und gerade hier offenbart sich oft, wie schwach der freie Wille vorhanden ist, wenn es um wesentliche Veränderungen geht.

Der Mensch ist mehr Gefühlsmensch als Vernunftmensch. Handlungen werden im Nachhinein versucht rational zu erklären, weil wir zu dem Rechtfertigungsmenschen sind. Da wir auch unreflektierte Menschen sind, glauben wir, dass unsere gefühlsmäßigen Entscheidungen, meist unbewusst, freier Wille ist.
 

Vercingetorix

Vollkommener Meister
22. Juli 2018
542
Nun aber wie verhält es dich den mit dem Unbewussten?
Könnte es sein, dass wir uns auch unbewusst, frei, entscheiden?
Quasi ein "überich", oder die Seele die Entscheidungen trifft ohne das sie dem "Ego" bewusst werden. Ich hoffe man versteht was ich sagen möchte
 

Sonsee

Großer Auserwählter
1. Juni 2016
1.792
Nun aber wie verhält es dich den mit dem Unbewussten?
Könnte es sein, dass wir uns auch unbewusst, frei, entscheiden?
Quasi ein "überich", oder die Seele die Entscheidungen trifft ohne das sie dem "Ego" bewusst werden. Ich hoffe man versteht was ich sagen möchte
Das Unbewusste ist ja auch geprägt durch die Erziehung und Sozialisierung des Elternhauses. Trotzdem glaube ich, dass es ein Überich gibt, dass auch zu anderen Quellen Zugang hat.
 

die Kriegerin

Ritter vom Osten und Westen
19. September 2017
2.436
Der Mensch ist mehr Gefühlsmensch als Vernunftmensch. Handlungen werden im Nachhinein versucht rational zu erklären, weil wir zu dem Rechtfertigungsmenschen sind. Da wir auch unreflektierte Menschen sind, glauben wir, dass unsere gefühlsmäßigen Entscheidungen, meist unbewusst, freier Wille ist.
Grüß dich Gott @stoiker...

Da bin ich leider nicht zu 1oo% überzeugt ...eher umgekehrt, werden wir nicht von den Medien zu sehr beeinflußt?
MAINSTREAM
wie frei denke ich da mit?

Allerdings -
da schlummern gewisse Teile in uns ....Jung

Animus und Anima - es handelt sich hierbei um zwei der wichtigsten[1] Archetypen, also im kollektiven Unbewussten angelegte, von individueller Erfahrung unabhängige unanschauliche Strukturen der Möglichkeiten menschlicher Imagination und Emotionalität.
Anima und Animus zeigen sich in Stimmungen und Launen, Begeisterung und Verliebtheit, in Träumen und Mythen. Die (inneren oder äußeren) Bilder von Anima und Animus beim individuellen Menschen können plakativ als „Personifikationen einer weiblichen Natur im Unbewussten des Mannes und einer männlichen Natur im Unbewussten der Frau“ bezeichnet werden.[2] Jung betonte, dass Animus und Anima wie alle Archetypen „von sich aus günstige und ungünstige, helle und dunkle, gute und böse Wirkungen entfalten“.[3]
Vorweg...Jung war auch hierüber mit Freud nicht immer einig - obwohl Freud Jung gerne als seinen Kronprinzen bezeichnete....

Jetzt frag ich mich - wie frei denke ich wirklich in der Wachwelt?

Warum entscheide ich mich ein „normaler“ Mensch zu sein und kein Bösewicht...usw..


Ich halte es da eher mit Alfred Adler - im Glauben an eine höhere Wertegemeinschaft das meiner Logik entsprechend Richtige zu tun, auch wenn mir keiner beipflichtet.
Dass die Psyche des Menschen nicht nur aus Inhalten und Strukturen bestehe, die dem Menschen bewusst sind, ist eine Grundannahme aller tiefenpsychologischen Theorierichtungen, wie sie maßgeblich von Sigmund Freud (1856–1939) und Carl Gustav Jung (1875–1961), aber auch von Eugen Bleuler (1857–1939), Alfred Adler (1870–1937) und weiteren Psychologie-Pionieren der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts entwickelt wurden
 

Markus von Stoiker

Geheimer Meister
20. Mai 2010
174
Bildet man seine Meinung aufgrund Berichterstattungen, dann basiert dies auf Vertrauen. Vertrauen ist ein Gefühl.
Mit der Berichterstattung der Bild-Zeitung hat man gute Erfahrungen gemacht. Deswegen vertraut man auch in Zukunft darauf, bis zum nächsten Skandal, wo das Vertrauen in Frage gestellt wird.

Relativ aktuell ist das Buch »Der Untergrund des Denkens« von Philipp Hübl. Schon die Fragestellung beeinflusst unser Urteil.

Warum tötete Tobias R. zehn Menschen?
Warum tötete der rassistisch motivierte Tobias R. zehn Menschen?

Die USA ermordete Bin Laden.
Die USA neutralisierte Bin Laden.

In Experimenten wurde nachgewiesen, dass Menschen aufgrund der Wortwahl, denselben Sachverhalt unterschiedlich moralisch beurteilen.

Wenn ein Amokläufer Ego-Shooter spielte, stürmen besorgte Eltern ins Kinderzimmer und ziehen den Stecker der Spielkonsole. Schließlich will man nicht zum Massenmörder erziehen.
Gefühlsmäßige Reaktionen aus Besorgnis, Angst und Abgleich mit anderen Eltern: Darf dein Kind Ego-Shooter spielen? Und: Was denken die Lehrer, wenn man es gestattet?

In der Psychologie gibt es auch die Auffassung, dass unbewusste Ängste unsere Handlungen stark beeinflussen. Als soziale Wesen brauchen wir die Bestätigung von anderen Menschen.

Derzeit sind die Männer in der Krise, weil die Bestätigung durch die weibliche Mitbevölkerung nachlässt, bzw. sich das Anforderungsprofil verändert.

Dann gibt es die Rebellen, die sich durch zu viele Regeln eingeengt fühlen.
Gefühle sind von unseren Handlungen untrennbar. Letztlich versuchen wir immer irgendwelche Bedürfnisse zu befriedigen. Das »Naturgesetz« dem wir unterliegen. Die evolutionsbiologische Anpassung in der modernen Kultur.
 

die Kriegerin

Ritter vom Osten und Westen
19. September 2017
2.436
Alt aber noch immer aktuell, dieser Vortrag ist sicher für Einige hier interssant.

Soviel zu unserem „FREIEN WILLEN“ und wie der geformt wird.


Der beim Menschen wichtigste und hinsichtlich seiner Bedeutung für die Nutzung der im Gehirn angelegten neuronalen Netzwerke und synaptischen Verschaltungen am nachhaltigsten wirksame Einfluß ist besonders schlecht operationalisierbar. Er läßt sich am Zutreffendsten mit dem Begriff „Erfahrung“ umschreiben. Gemeint ist damit das im Gedächtnis eines Individuums verankerte Wissen über die in seinem bisherigen Leben entweder besonders erfolgreich oder besonders erfolglos eingesetzten, in dieser Weise immer wieder bestätigt gefundenen und deshalb auch für die Lösung zukünftiger Probleme als entweder besonders geeignet bzw. ungeeignet bewerteter Strategien des Denkens und Handelns. Solche Erfahrungen sind immer das Resultat der subjektiven Bewertung der eigenen Reaktionen auf eine wahrgenommene und als bedeutend eingeschätzte Veränderungen der Außenwelt. Sie unterscheiden sich darin von allen (passiven) Erlebnissen und (passiv) übernommenen Kenntnissen und Fertigkeiten, denen kein oder noch kein Bedeutungsgehalt für die eigene Lebensbewältigung beigemessen wird.
 

Markus von Stoiker

Geheimer Meister
20. Mai 2010
174
In einem Interview vertrat ein Philosophie-Professor den freien Willen. Der freie Wille sei vorhanden, aber man ihn kann aufgrund der Komplexität (die Vorgänge die im Gehirn/Geist ablaufen) nicht lokalisieren. Er wurde dennoch nach einem Beispiel gefragt. Antwort: Man könne zum Beispiel einen Schießbefehl verweigern.

Erinnert an Jean-Jacques Rousseau: »Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will. Der Mensch ist frei geboren, und überall liegt er in Ketten.«
 

UniverseCode

Geheimer Meister
17. September 2017
156
Wenn man davon ausgeht, dass wir hier in dieser materiellen Welt in einer Welt voller Illusionen leben, dann hat man nicht unbedingt einen freien Willen da man andauernd auf diese Illusionen hereinfällt und in gewisser Weise von den Illusionen beeinflusst wird.
 
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