Gedicht von Morgenstern

Dieses Thema im Forum "Freimaurer, Illuminaten und andere Geheimbünde" wurde erstellt von Übercanivor, 27. August 2002.

  1. Übercanivor

    Übercanivor Geselle

    Beiträge:
    9
    Registriert seit:
    26. August 2002
    MAl ne Frage,

    ich hab zuletzt ein Gedicht von Morgenstern glaub ich gelesen und Morgenstern soll ja auch ein Illu gewesen sein jedoch war es nur ein auszug aus dem Gedicht der ging so...

    Der 12Elf hieß 23.

    Kann mir einer mehr dazu sagen oder kennt jemand das ganze Gedicht?
     
  2. kaetzchen

    kaetzchen Lehrling

    Beiträge:
    1
    Registriert seit:
    27. August 2002
    Das Problem

    Der Zwölf-Elf kam auf sein Problem
    und sprach: Ich heiße unbequem.
    Als hieß' ich etwa Drei-Vier
    statt Sieben — Gott verzeih mir!

    Und siche da, der Zwölf-Elf nannt' sich
    von jenem Tag ab Dreiundzwanzig.
     
  3. Anonymous

    Anonymous Gast

    Das erinnert mich an die Zeiger einer Uhr.
    Wenn der kleine Zeiger auf der 11 und der große Zeiger auf der 12 steht, dann hat man abends 23 Uhr.
    Ich denke nicht, daß da ein größeres Mysterium dahintersteckt.
    Es gibt übrigens eine Band namens TwelveAfterElf. Aber das nur am Rande.
    (Welchen Morgenstern meinst Du denn? Ralf Morgenstern, von diesem Kaffeeklatsch im ZDF? :lol: )
     
  4. tocoshroom

    tocoshroom Geselle

    Beiträge:
    15
    Registriert seit:
    26. April 2002
    dgh

    Christian Morgenstern

    Der Werwolf


    Ein Werwolf eines Nachts entwich
    von Weib und Kind, und sich begab
    an eines Dorfschullehrers Grab
    und bat ihn: Bitte, beuge mich!

    Der Dorfschulmeiseter stieg hinauf
    auf seines Blechschilds Messingknauf
    und sprach zum Wolf, der seine Pfoten
    geduldig kreuzte vor dem Toten:

    "Der Werwolf",- sprach der gute Mann,
    "des Weswolfs, Genitiv sodann,
    dem Wemwolf, Dativ, wie man's nennt.
    den Wenwolf,- damit hat's ein End'."

    Dem Werwolf schmeichelten die Fälle,
    er rollte seine Augenbälle.
    Indessen, bat er, füge doch
    zur Einzahl auch die Mehrzahl noch!

    Der Dorfschulmeister aber mußte
    gestehn,daß er von ihr nichts wußte.
    Zwar Wölfe gäb's in großer Schar,
    doch 'Wer' gäb's nur im Singular.

    Der Wolf erhob sich tränenblind-
    er hatte ja doch Weib und Kind!
    Doch da er kein Gelehrter eben,
    so schied er dankend und ergeben.
     
  5. Anonymous

    Anonymous Gast

    Ein klarer Fall fürs Lyrikforum!
     

Diese Seite empfehlen