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„Was gesagt werden muss“ - Ein Gedicht von Günter Grass - Wahrheit oder Hetze ?

Ich mag mein Becks

Gesperrter Benutzer
30. August 2009
1.571
Derzeit sind ja die Schreiberlinge in unserem medialen Blätterwald nahezu ausser sich. Da schreibt einfach jemand das, was eigentlich deren Aufgabe gewesen sein sollte - einen kritischen Beitrag zum israelisch-iranischen Konflikt.

Was gesagt werden muss - Kultur - sueddeutsche.de

Aber Moment. Bei den darauf folgenden Reaktionen fällt einem plötzlich auf, dass sich die Leute gar nicht über die genannten Fakten in dem Gedicht echauffieren. Nein sie empören sich darüber, dass jemand sich die Dreistigkeit erlaubt, diese auszuformulieren.

Ich hab im Verlaufe des Tages sogar schon vom "sekundären Antisemitismus" gelesen. Ich ersparte mir eine Definitionsgoogelei, die erste spontane Reaktion meinerseits, hat mir gereicht. Ich habe immer noch einen errötetenden Handabdruck in der Hälfte meines Gesichts.

Zum Glück war dieser Grass mal in der SS - und auch noch freiwillig! Da ist ja glücklicherweise logisch woher der Wind weht - möcht man meinen... Zumindest wenn man sich quer durch die Reaktionen der Kommentatoren, Redakteuren und sonstigen Journalisten liest. Bis auf wenige Ausnahmen hallt ein Antisemitismusvorwurf durch den Raum.


Interessanterweise sind die Kommentare der jeweiligen Leser durchaus differenzierter und die Meinung tendiert eher dahin, Grass in seinen Äusserungen beizupflichten. Soweit jedenfalls meine Beobachtungen.


Grass selbst will sich dazu übrigens in den Tagesthemen im TV dazu äußern.


Was denkt ihr über die ganze Geschichte?

Sollte diese Art der Kritik aushaltbar sein? Ist sie unangemessen? Könnt ihr darin Antisemitische Tendenzen erkennen? Welche Motivation hat der Autor?

Interessant ist vielleicht auch noch die Reaktion seines Verlegers in Israel:
Der Verleger der Werke von Günter Grass in Israel betonte das Recht des deutschen Autors, seine Meinung frei zu äußern. "Wir stehen zu ihm als Schriftsteller. Zu seinem Gedicht äußern wir uns aber nicht", sagte Ziv Lewis vom Verlagshaus Kinneret in Tel Aviv. Es habe nach der Veröffentlichung des Gedichts "Was gesagt werden muss" auch keine Anrufe von Lesern beim Verlag gegeben. "Israelis regen sich nicht so sehr darüber auf wie die Deutschen", meinte Lewis.
Umstrittenes Gedicht über Israel: Grass will in den "Tagesthemen" Stellung beziehen - Kultur | STERN.DE

Ich persönlich finde ja das Timing mit Blick auf die Lage im Nahen Osten klasse. Die allgemeinen Reaktionen verbuche ich unter "Getroffene Hunde bellen". Vielleicht ist ja sogar eine Analogie zum Sarrazzin Thema und der daraus resultierenden öffentlichen Diskussion absehbar.


Denn so eindeutig wie uns die Medien die Reaktion aussehen lassen wollen, ist sie nunmal in der breiten Bevölkerung nicht.


Auch meine derzeitige Lieblingsverschwörungstheorie bezieht sich auf das Timing der Veröffentlichung:
Die wird sogar lustigerweise direkt von der israelischen Regierung lanciert und lautet:

Die israelische Botschaft in Berlin hat die Anwürfe in dem neuen Gedicht von Günter Grass zurückgewiesen: Es gehöre zur europäischen Tradition, die Juden vor dem Pessach-Fest des Ritualmords anzuklagen, heisst es in einer Erklärung des Gesandten Emmanuel Nahshon.

Ich mein ich musste gut lachen, aber ernsthaft - als Repräsentant mit riesigem Beraterstab usw. usf. - Was besseres ist denen nicht eingefallen? Oder denken und glauben die WIRKLICH daran... ?!?
Das würde imho Grass' Bedenken nur nochmal extra unterstreichen.

Da wäre doch sogar eine konstruierte, heimliche Mitgliedschaft Grass' in der NSU glaubwürdiger...

Tante Edith hat gerade noch diesen Artikel aus Israel gefunden:
One of the parties to the debate in Israel is former Mossad chief Meir Dagan, who shares Grass' view that Iran should not be bombed. Dagan broke the security official's proverbial vow of silence and hasn't stopped talking. He should be closely listened to because few people know more about Iran than he does.
But if Dagan published poems in newspapers, people would say he had lost his mind. The same could be said about Grass meddling in questions of nuclear strategy; not because he is wrong - he may or may not be - but because he's no better informed than the average news consumer.
http://www.haaretz.com/news/diploma...m-is-more-pathetic-than-anti-semitic-1.422674
 
Zuletzt bearbeitet:

Luzie

Geheimer Sekretär
4. Februar 2012
688
AW: „Was gesagt werden muss“ - Ein Gedicht von Günter Grass - Wahrheit oder Hetze ?

Wahrheit oder Hetze?
Nun ich stimme für : Wahrheit
Also mit seinem "Gedicht" sagt er die Wahrheit
 

a-roy

Mensch
22. Oktober 2007
10.946
AW: „Was gesagt werden muss“ - Ein Gedicht von Günter Grass - Wahrheit oder Hetze ?

Schön, dass ers doch gesagt hat!
 

Jeremia

Geheimer Meister
30. Januar 2012
388
AW: „Was gesagt werden muss“ - Ein Gedicht von Günter Grass - Wahrheit oder Hetze ?

Es ist wirklich beschämend wie die Dummschwätzer von der ARD das zionistische Gesabbel nachbeten. Günter Grass wusste nichts von der Lüge über Ahmadinedschads Rede von der Vernichtung Israels. Tom Buhrow hatte natürlich nichts Besseres zu tun, als diese Lüge vor den Zuschauern zu wiederholen. Man ist es ja gewohnt, dass bei jeder Kritik über Israel das heuchlerische und lügenhafte Geschwafel der Israel-Lobby gestartet wird.

Grass: "Was gesagt werden muss" | NDR.de - Kultur - Literatur
 

dtrainer

Wiedergänger
17. Dezember 2008
10.562
AW: „Was gesagt werden muss“ - Ein Gedicht von Günter Grass - Wahrheit oder Hetze ?

Was für ein "zionistisches Gesabbel" denn? In israel nimmt man den Kommentar von Grass nur als Randnotiz zur Kenntnis. Die Aufregung die hier durch die Medien schwappt, findet dort gar nicht statt.
Nicht immer gleich alles für die eigenen Feindbilder instrumentalisieren, bitte.
 

KTGR

Erhabener auserwählter Ritter
2. März 2011
1.113
AW: „Was gesagt werden muss“ - Ein Gedicht von Günter Grass - Wahrheit oder Hetze ?

Ich mag mein Beck´s schrieb:
Was denkt ihr über die ganze Geschichte?

Sollte diese Art der Kritik aushaltbar sein? Ist sie unangemessen? Könnt ihr darin Antisemitische Tendenzen erkennen? Welche Motivation hat der Autor?


Warum schreibt ein ehemaliger SS so ein Gedicht?

1. Gewinn (Situation ausnutzen um den Verkauf zu maximieren).
2. Lügen (um seine Vergangenheit in ein anderes Licht erscheinen zu lassen).
3. Rassismus (man ist gegen bestimmte Leute/Völker/Religionen/Hautfarbe).
4. Ideologie (er glaubt immer noch an das große deutsche Reich).
5. Gute Idee (generelles greifen ins Weltgeschehen...zur Zeit sehr in).
6. Lange Weile (nicht zu tun gehabt).
7. Wahrheit (jemand muss es sagen).
8. Zukunftsorientiert (beobachten, auswerten, analysieren, ausdrucken).

Was kann man ausschließen was nicht?
 

Sueder

Ritter vom Schwert
18. Mai 2010
2.175
AW: „Was gesagt werden muss“ - Ein Gedicht von Günter Grass - Wahrheit oder Hetze ?

Ich glaube Grass will immer noch seine NS-geprägte Jugend verdrängen.

Ich glaube ich habe es irgendwo in diesem Forum schon mal geschrieben aber der Konflikt zwischen Israel und dem Iran ist einfach eine neue Auflage des kalten Krieges inklusive Stellvertreterkriegen.

Irgendwann wird der Iran die Atombombe haben. Aber nicht in der Stärke wie er ein Chemisches Angriffspotential was er derzeit hat.

Die Nordkoreanische Atombombe konnte auch nicht verhindert werden.
Warum wohl?
Weil die USA wahrscheinlich mit ihren AEGIS-Kreuzern und -Zerstörern wahrscheinlich jede einzelne Raketen abfangen könnten.

solange nicht der Iran auf einmal über 3000 Sprengköpfe verfügt wird auch noch Israel sich noch zurückhalten solange der Iran eine stabile Regierung besitzt.
Das schließt einzelne Luftangriffe meiner Meinung nicht nach aus!

Das Gedicht von Grass berührt die ktuelle Politik Israels wohl nicht um eine Promille-Stelle hinter dem Komma.So eine große Bedeutung hat Deutschland auch nicht für Israel wenn man von der historischen Schuld absieht.
 

oma

Geselle
15. Mai 2011
14
AW: „Was gesagt werden muss“ - Ein Gedicht von Günter Grass - Wahrheit oder Hetze ?

Habe mir sein Interview angesehen. War davor eher nicht so ein Grass- Fan. Hat seine Meinung für mich gut begründet. Egal ob nun wahr oder nicht wahr, man wird doch wohl auch noch eine kritische Haltung zum Militär im nahen Osten und das nicht nur jetzt, haben können ( beide Seiten) ohne gleich in die braune Ecke gestellt zu werden.
Ich sehe mich selbst als Antifaschist und kann mit dem " Gedicht" gut umgehen.

LG Oma
 

ThomasausBerlin

Ritter Kadosch
14. Januar 2012
5.094
AW: „Was gesagt werden muss“ - Ein Gedicht von Günter Grass - Wahrheit oder Hetze ?

Thomas Logemann

Brüsseler Str. 19

An den
Zentralrat der Menschen jüdischen Glaubens
in Deutschland e.V.


per – e-mail


Betrifft: Eine Stellungnahme zu Günter Grass


Sehr geehrte Damen und Herren,


da ist sie wieder – die „Ohrfeige des deutschen Antisemitismus“. Kaum erlaubt sich ein Mensch, der zu den hochgeachtesten Schriftstlerrn unserer Zeit zählt, die Grausamkeitspolitik zweier Staaten der Welt anzugreifen, von denen ein Staat das Heimatland der verfolgten Juden seit 1948 ist – schon wird die Peitsche des deutschen Antisemitismus aus der Schublade geholt.


In einer auf gegenseitiger Achtung und gegenseitigem Respekt gergründeten Welt müsste es doch möglich sein, die Meinung des Anderen frei von Vorurteil und Demagogie diskutieren zu können?


Halten wir die Fakten fest: Der Staat Israel schweigt zur Frage ob er Atomwaffen besitzt oder nicht. Der Staat Iran beteuert das er kein Interesse an Atomwaffen hätte. Beiden Staatsführungen ist jedoch nicht zu trauen; den Israelis nicht weil sie in der Geschichte viel zu oft unberechtigt angegriffen wurden und sich zur Wehr setzen mussten und diese Erfahrung zur Geheimniskrämerei hinsichtlich der eigenen militärischen Rüstung verführt, dem Staat Iran nicht weil seit der islamischen Revolution die Staatsführung des Iran offen von einer „islamisch-revolutionären Welt“ träumt und der Staat Iran über die notwendigen militärischen Mitteln verfügt, um diesem Schreckenstraum auch Taten folgen zu lassen.


Von Aussen betrachtet stellt sich schon die Frage, welch' „Geistes Kind“ man sein muss, wenn man den völkerrechtswidrigen Terrorangriff von Mini-Raketen mit geballter militärischer Kraft der hochgerüsteten Armee „beantwortet“, dabei ein Spur der Verwüstung und des Grauens hinterlässt, wenn man mit Panzern den Steinwurf von Kindern und Jugendlichen beantwortet, wenn man in einer Zeit in der die Vernünftigen dieser Welt danach trachten die Mauern, die unser zusammenleben behindern, einzureissen – gerade neue Mauern aufbaut um das friedliche Zusammenleben von Geschwistern zu verhindern. Und auch die „Gegenseite“ muss sich fragen lassen, warum sie sich auf „Gottesrecht“ beruft, obwohl Er, der die sichtbaren wie unsichtbaren Welten erschuf, gerade seinen orientalischen Kindern die Verpflichtung auferlegt hat, in gegenseitiger Achtung und Respekt, in brüderlicher Liebe gemeinsam am Aufbau der Kultur zu wirken. Zeugen Katjuscha's und „Selbstmordattentate“ von Respekt?


Als sich von Despoten und Demagogen herbeigerufene Armeen der „islamischen“ Staaten 1948 gegen Israel verbündeten und das kleine Volk der Heimatlosen überfiel – war es richtig das sich die demokratische Welt hinter die Überfallenen stellte. Dass die über 2.000 Jahre in der Diaspora lebenden Heimatlosen sich fortan eng zusammen schlossen, um ihre neue alte Heimat gegen Repression zu verteidigen, verdiente nicht nur den Respekt der demokratischen Welt, sondern auch die tatkräftige Unterstützung der demokratischen Welt. Dass sich aber gerade die vorher Entrechteten und Gedemütigten nun ihrerseits zu einem Volk hin entwickeln, bei dem unter „Selbstbehauptung“ mehr und mehr verstanden wird, den „Anderen“ mit den gleichen Mitteln „heimzusuchen“, die man geschichtlich vorher selbst zu erleiden hatte, verdient nicht die Unterstützung der Demokraten dieser Welt, sondern die offene Kritik!


Ob Israel oder Iran – es herrschen die Falschen. Es herrschen diejenigen, die eine „Blut und Boden Politk“ propagieren, die rücksichtslos mit dem Leben der eigenen Bevölkerung wie mit dem Leben der Nachbarbevölkerung spielen. Es herrschen diejenigen, sie ihr Leben dem Götzen Macht und Profit verschrieben haben – und sie lassen diejenigen, die sie voll Vertrauen gewählt haben, in einem Meer kochenden Blutes untergehen. Wenn der Staatspräsident Netanjahu des Landes Israels eine solche Politik vertritt, ist er um keinen Deut besser als der Staatspräsident Ahmadenidschad des Irans, der mit „Engelszungen“ die Politik des tollwütigen Wolfes betreibt!


Und nun frage ich Sie: Bin ich ein „Antisemit“ weil ich mich gegen den Terror stelle, egal ob dieser Terror von faschistischen Israelis oder faschistischem Iranern ausgeübt wird? Gegen die immer noch in Deutschland wirkenden Faschisten der „NPD“ und der sogenannten „Heimatverbände“ stelle ich mich ebenso, auch gegen die Tatsache das wir in Deutschland in Teilen eine faschistoide Gesetzgebung haben, die noch aud den „Beständen“ des kotbraunen Reiches stammt (das sogenannte „Ausländergesetz“, das in weiten Teilen den „Wert“ des Menschan aus seiner Herkunft und seiner Nationalität ableitet, ist ein praktisches Beispiel dafür).


Man hört, sie hätten Günter Grass als Antisemiten bezeichnet. Man hört, sie werfen Herrn Grass seine Vergangenheit vor – weil er sich -leider sehr spät – dieser Vergangenheit gestellt hat. Schon geht das Gespenst um – nicht das braune Gespenst des angeblichen „ewigen Juden“, sonder das ebenso braune Gespenst des „ewigen deutschen Faschisten“. Wer so argumentiert – ist um keinen Deut besser als ein ehemaliger „Reichspropagandaminister“.


Mit freundlichen Grüssen
Thomas Logemann

Anmerkung: Ostermontag geht dieses Statement zugunsten Günter Grass "in die Internetwelt".
 

KTGR

Erhabener auserwählter Ritter
2. März 2011
1.113
AW: „Was gesagt werden muss“ - Ein Gedicht von Günter Grass - Wahrheit oder Hetze ?

Man muss ein paar Punkte aufzählen Bzw. in Erinnerung bringen um das ganze aus der Sicht des Schreibers sehen zu können.
Da Fallen mir spontan die berühmten Karikaturen über den Propheten ein.
Dort war es angeblich "künstlerische Freiheit" und "freie Meinung".

Egal welcher Zeit diese veröffentlicht wurden
Egal welcher Hintergrund des Machers
Egal ob nötig oder nicht
Egal des Aufschreien einer Glaubensgemeinschaft
Egal den "künstlerischen" Wert dieser Karikaturen
Egal wer hinter ihm stand als es berechtigt (?) zur Ausschreitung kam

Das selbe Ding...
Nur diesmal nicht für sondern gegen die Weltanschauung mancher demokratischer Länder/Volkes/Staates/Regierung

Warum sich aufregen? Was ist daran "neu"?

Wer mit Waffen auf Steinschleuder antwortet der hat nun mal die Schuld und das egal ob er Recht hat oder nicht!
Das ist in jedem Gesetz eines X beliebigen souveränen Staates fest verankert.
StGB Gesetz der Notwehr §32: dort steht "...die erforderlich ist um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden".

Die erforderlich ist: Sie darf nicht Mittel einsetzen die der Angreifer nicht auch hat.
Gegenwärtig sein: Sie muss jetzt statt finden...nicht statt finden können.

Irrtümliche Notwehr ist auch im Gesetz verankert jedoch wirkt diese auf die Strafe mildernd, hebt diese aber nicht auf.


Mag also sein das sich Israel in eine Notwehr Situation glaubt...danach auch handelt.
Da diese jedoch nicht stattgefunden hat (Bzw. von beiden Seiten behauptet wird) sollten beide "nicht mit Gewehre auf Spatzen schießen".


Bin ich jetzt ein Antisemit?
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
18.879
AW: „Was gesagt werden muss“ - Ein Gedicht von Günter Grass - Wahrheit oder Hetze ?

Es ist mir zwar unklar, wieso man sich das Völkerrecht über Analogieschlüsse aus dem deutschen Notwehrrecht erschließen will, aber diese beiden Aussagen sind jedenfalls unzutreffend:

Sie darf nicht Mittel einsetzen die der Angreifer nicht auch hat.
Irrtümliche Notwehr ist auch im Gesetz verankert jedoch wirkt diese auf die Strafe mildernd, hebt diese aber nicht auf.
 

dtrainer

Wiedergänger
17. Dezember 2008
10.562
AW: „Was gesagt werden muss“ - Ein Gedicht von Günter Grass - Wahrheit oder Hetze ?

Die gestörte Wahrnehmung des G.G.
Seltsam, was Herr Grass da schreibt.
Ich habe oft Kritik an Israels Politik gelesen, in den angeblich fast gleichgeschalteten deutschen Medien. Es gab auch schon öfter hitzige Debatten darüber. Nicht bemerkt, Günter?
War er da losläßt klingt verdächtig ähnlich wie das Gejammer der Rechtsradikalen, die angeblich ihre Meinung nicht sagen dürfen. Wird ja sofort bestraft...wirklich? Ich wüßte nicht.
Natürlich nimmt er jetzt eine Kampagne wahr. Das sagen auch gern Politiker, die erwischt wurden...
Natürlich formuliert Herr Grass seine Ressentiments raffinierter als rechte Schreihälse, er ist ja ein Sprachkünstler und weiß wie man Vorurteile gaumengerecht zubereitet, damit sie nicht als solche erkannt werden.
Aber wenn man Herrn Ahmadinedjad als "Maulhelden" verharmlost, fällt das halt auf. Hätte er nur den Mund gehalten, der Herr Dichter. Nichts Neues, nur neu zubereiteter Unsinn.
Antisemitismus? Nein. Einseitige Blindheit....
 

DaMan

Ritter-Kommandeur des Tempels
30. Januar 2009
4.517
AW: „Was gesagt werden muss“ - Ein Gedicht von Günter Grass - Wahrheit oder Hetze ?

Thomas Logemann

Brüsseler Str. 19

An den
Zentralrat der Menschen jüdischen Glaubens
in Deutschland e.V.


per – e-mail


Betrifft: Eine Stellungnahme zu Günter Grass


Sehr geehrte Damen und Herren,

Anmerkung: Ostermontag geht dieses Statement zugunsten Günter Grass "in die Internetwelt".
Ist das die vielbemühte Differenzierung zwischen "den Juden" und dem Staat Israel?
Schicks doch wenigstens an die Botschaft, damit blamierst du dich nicht ganz so.
 

Jeremia

Geheimer Meister
30. Januar 2012
388
AW: „Was gesagt werden muss“ - Ein Gedicht von Günter Grass - Wahrheit oder Hetze ?

Wahrheit oder Hetze?
Nun ich stimme für : Wahrheit
Also mit seinem "Gedicht" sagt er die Wahrheit

Über die krassen Aussagen Grass wird wahrscheinlich schnell Gras gewachsen sein. Wie sagte schon George Orwell in 1984:
In Zeiten, da Täuschung und Lüge allgegenwärtig sind, ist das Aussprechen der Wahrheit ein revolutionärer Akt !
 

DaMan

Ritter-Kommandeur des Tempels
30. Januar 2009
4.517
AW: „Was gesagt werden muss“ - Ein Gedicht von Günter Grass - Wahrheit oder Hetze ?

Was sagt Grass denn, was nicht schon tausendmal diskutiert ist?
 

Jaeger

Geselle
16. Juli 2011
45
AW: „Was gesagt werden muss“ - Ein Gedicht von Günter Grass - Wahrheit oder Hetze ?

Was sagt Grass denn, was nicht schon tausendmal diskutiert ist?

Die Diskussion möchte ich sehen! Mir ist keine Diskussionsrunde im öffentlichen TV bekannt die das Thema von Israels Nahostpolitik aufgreift und beleuchtet. Du kannst mir aber bestimmt eine zeigen oder verlinken!

Spontan in den Sinn kommen mir sonst nur die üblichen Verdächtigen wie Integration und Moslems.

Was war nicht Sarrazin für ein Held! Der Herkules der freien Meinungsäußerung und des "das muss man doch wohl mal sagen dürfen".

Tja, hat sich der Herr Grass wohl das falsche Land zum kritisieren rausgesucht nicht wahr, dtrainer und DaMan?


Hier im Edit dann noch ein schönes Statement von der jüdischen Stimme:

Wir, die Mitglieder der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost, gratulieren Günter Grass für seine aufrichtige Aussage in bezug auf die Atompolitik Israels. Auch wenn Günter Grass durch sein langes Schweigen über seine ehemalige Angehörigkeit zur Waffen-SS Glaubwürdigkeit in Sachen NS-Aufarbeitung einbüßt, so zeigt die hysterische Reaktion jüdischer und nicht-jüdischer Deutscher deutlich, dass er ins Ziel getroffen hat. Mit Recht weist Grass auf die überlegene Stärke der vierten Atommacht des Staates Israel und die Gefahr eines tödlichen Kriegs, der mit oder ohne Unterstützung der USA den ganzen Nahen Osten in Mitleidenschaft ziehen und möglicherweise auf die restliche Welt übergreifen würde. Der Wunsch der im Iran Herrschenden, dass das "zionistische Regime" verschwinden möge, hat seine genaue Entsprechung im Wunsch der USA und Israels, dass das "islamistische Mullah-Regime" verschwinden möge. Unsere Medien und Politiker verteufeln das eine als "Vernichtungsdrohung gegen die Bevölkerung" und spielen das andere als "berechtigte Forderung" herunter.
weiterlesen

Ich hoffe keiner versucht jetzt den Antisemitismus auf den sich hier wohl nach eurer Definition selbsthassenden Juden zu übertragen:2+3:
 
Zuletzt bearbeitet:

DaMan

Ritter-Kommandeur des Tempels
30. Januar 2009
4.517
AW: „Was gesagt werden muss“ - Ein Gedicht von Günter Grass - Wahrheit oder Hetze ?

Die Diskussion möchte ich sehen! Mir ist keine Diskussionsrunde im öffentlichen TV bekannt die das Thema von Israels Nahostpolitik aufgreift und beleuchtet. Du kannst mir aber bestimmt eine zeigen oder verlinken!
Das liegt ausschließlich daran, dass Talkshows im dt. Fernsehen nicht die einzige Diskussionsplattform auf diesem Planeten sind.
Du könntest mit den entsprechenden Threads auf diesem Forum anfangen, dann machst du weiter im Spiegel-Forum und arbeitest dich über die NewYorkTimes und DieWelt zu den israelischen Zeitungen vor.
Jerusalem Post und Haaretz wären da mal ein Anfang. Aber vorsicht, du könntest was bei Lernen!

Was war nicht Sarrazin für ein Held! Der Herkules der freien Meinungsäußerung und des "das muss man doch wohl mal sagen dürfen".

Tja, hat sich der Herr Grass wohl das falsche Land zum kritisieren rausgesucht nicht wahr, dtrainer und DaMan?
Tja, da hat sich der Herr Sarrazin wohl die falsche Immigrantengruppe zum Kritisieren rausgesucht nicht wahr, Jaeger?
Was möchtest du eigentlich von mir?
 
Zuletzt bearbeitet:

Jaeger

Geselle
16. Juli 2011
45
AW: „Was gesagt werden muss“ - Ein Gedicht von Günter Grass - Wahrheit oder Hetze ?

Das liegt ausschließlich daran, dass Talkshows im dt. Fernsehen nicht die einzige Diskussionsplattform auf diesem Planeten sind.
Du könntest mit den entsprechenden Threads auf diesem Forum anfangen, dann machst du weiter im Spiegel-Forum und arbeitest dich über die NewYorkTimes und DieWelt zu den israelischen Zeitungen vor.
Jerusalem Post und Haaretz wären da mal ein Anfang. Aber vorsicht, du könntest was bei Lernen!

Tja, da hat sich der Herr Sarrazin wohl die falsche Immigrantengruppe zum Kritisieren rausgesucht nicht wahr, Jaeger?
Was möchtest du eigentlich von mir?

Die öffentlichste Plattform ist das öffentliche Fernsehen und genau in diesem gibt es eine solche offene Diskussion nicht Punkt

Dein zweiter Absatz ist mir etwas zu unverständlich um ihn zu kommentieren.

Ich hoffe du hast dir den Text der Jüdischen Stimme einmal durchgelesen, ihn verstanden und dabei was gelernt.
Leider bist du darauf nicht eingegegangen - zu deinen Gunsten werte ich das einfach mal als stille Zustimmung.

Bitte berichtige mich wenn ich damit falsch liege!
 

DaMan

Ritter-Kommandeur des Tempels
30. Januar 2009
4.517
AW: „Was gesagt werden muss“ - Ein Gedicht von Günter Grass - Wahrheit oder Hetze ?

Die öffentlichste Plattform ist das öffentliche Fernsehen und genau in diesem gibt es eine solche offene Diskussion nicht Punkt
Möchtest du mal selber googlen?

Ich hoffe du hast dir den Text der Jüdischen Stimme einmal durchgelesen, ihn verstanden und dabei was gelernt.
Ich habe ihn überflogen und fand ihn etwas spinntert, halt das übliche anti-amerikanische appeasementGewäsch

Jüdische Stimme für Frieden, war das nicht dieser seltsame Verein, bestehend aus zwei Leutchen, die garkeine Juden sind?
Ist ja auch egal, allein schon die Existenz eines solchen Vereins widerlegt doch deine Behauptung, es gäbe keine Diskussion weil abweichende Meinungen unterdrückt werden würden.
 

tiktok

Vorsteher und Richter
24. März 2012
727
AW: „Was gesagt werden muss“ - Ein Gedicht von Günter Grass - Wahrheit oder Hetze ?

Anti amerikanisch und appaesement in einem Satz. Gratz!

Und dein letzer Satz stimmt leider nicht. Ansonsten sind die schwachsinnigen Äusserungen einiger israelischer Politiker, die als Reaktion auf das Gedicht von Prgromen gegen Juden schwafeln, gar nicht erklärbar. Kritik an der Regierung Israel darf nur aus Israel kommen. So hat es zumindest den Anschein.
 
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