Herzlich Willkommen auf Weltverschwoerung.de

Angemeldete User sehen übrigens keine Werbung. Wir freuen uns wenn Du bei uns mitdiskutierst:

Esoterik: Religion des Narzissmus?

abulafia

Geheimer Meister
11. April 2002
360
Guten Tag.

Um einen anderen thread (knd) nicht zu verwässern, meinen Gedankengang aber doch zur Diskussion zu stellen, stelle ich folgende These auf:

Die Esoterik ist die Religion des Narzissmus.

Esoteriker glauben, das Heil der Welt läge in einer universalen Kraft, die "man" nur anzuzapfen brauche. Diese Kraft erfordere nur Besinnung und Findung einer und eigener Innerlichkeit. (Bitte um Kritik: ist diese sehr knappe, auf die These abgestellte Definition hier haltbar? Bitte um Ergänzung)

Narzissmus ist die (übersteigerte) Selbstliebe, die Selbstverliebtheit. (exkurs: zum Themenkreis "N. und Fremdenfeindlichkeit" ein mE interessanter Artikel im Sinne von E. Fromm bei http://www.erichfromm.de/lib_2/funk04.html ). Der Narzissmus reduziert die Rolle der Umwelt auf die Befriedigung eigener Bedürfnisse und Wünsche, im sexuellen Bereich wird dann die Sexualität losgelöst vom Bezug auf den Partner, und Sex nur als Befriedigung des Triebes genutzt (one-night-stands, Selbstbefriedigung). (Auch hier wieder Bitte um Kritik)

Diese Aufgabenzuweisung an die Umwelt, der Befriedigung eigener Triebe und Bedürfnisse zu dienen, findet, These, ihre Entsprechung in dem Postulat des Bestehens einer anzapfbaren Universalkraft, die dem Ich zu dienen bestimmt sei.

Werteordnungen, deren Inhalte sich auf Werte außerhalb des Ichs beziehen (ich bin nicht das Maß aller Dinge), werden abgelehnt, oder, bei gesteigerter Ausprägung des Narzissmus, heftigst bekämpft.


Als bekennender Nicht-Esoteriker :-) würde ich besonders für Gegenargumente der zahlreichen Vertreter der Esoterik hier danken.

Gute Wege.
 

Agarthe

Vorsteher und Richter
10. April 2002
796
Hallo abulafia,

Esoteriker glauben, das Heil der Welt läge in einer universalen Kraft, die "man" nur anzuzapfen brauche. Diese Kraft erfordere nur Besinnung und Findung einer und eigener Innerlichkeit.


Knifflig, weil es erstmal eine Definition der "Esoteriker" bedarf, aber was Du ansprichst, ist mit Sicherheit ein Teilaspekt.

Der Narzissmus reduziert die Rolle der Umwelt auf die Befriedigung eigener Bedürfnisse und Wünsche, im sexuellen Bereich wird dann die Sexualität losgelöst vom Bezug auf den Partner, und Sex nur als Befriedigung des Triebes genutzt

Ok, sagen wir mal, dass der Narzissmus dafür steht.


Diese Aufgabenzuweisung an die Umwelt, der Befriedigung eigener Triebe und Bedürfnisse zu dienen, findet, These, ihre Entsprechung in dem Postulat des Bestehens einer anzapfbaren Universalkraft, die dem Ich zu dienen bestimmt sei.

Hier will ich ansetzen. Esoterik, wie ich sie verstehe, lehrt, dass die Trennung von Ich und Umwelt eine Illusion ist.
Wir sind Teil eines Ganzen (Gott), aus dem alles enstanden ist und besteht. Als anschauliches Beispiel sei hier ein Ozean genannt, der viele Wassertropfen beinhaltet. Jeder Mensch ist so ein Wassertropfen mit einem Bewusstsein.
Als Teil Gottes (DAS-WAS-IST) wohnt uns auch schöpferische Kraft inne, d.h. wir können die Realität formen. Die Energie, die uns dabei gehorcht, ist WERTfrei, d.h. sie unterscheidet nicht in GUT und BÖSE, wie wir das tun.
Jemand, der um diese formbare Energie weiss, kann sie natürlich auch für das "Schlechte" einsetzen und völlig selbstbezogen handeln. Das entspricht dann seiner Bewusstseinstufe und den Erfahrungen, die er/sie zu machen hat/will.

Gott würde dies aber immer noch nicht als "schlecht" bewerten, es IST einfach so. Bsp.: einem Kleinkind wird immer wieder verboten zu nahe an den Herd zu geraten, aber es will die Erfahrung wohl selbst machen, bis es an die heisse Herdplatte packt, dann hat es die Lektion begriffen.

Gott schaut dabei zu, weil der SEELE des Kindes passiert dabei nichts. Es gibt keine Gefahr, weil ALLES im Lot ist. Nichts bedroht "ihn" und das "Endziel" der Seelen. Es ist wie ein Spiel, und "er" weiss, dass seine Kinder nach dem Spiel nach Hause kommen und ihm von den Abenteuern berichten, die sie erlebt haben.


Durch das geistige "Gesetz der Resonanz" wird das Individuum immer ernten, was es gesät hat. Das ist aber kein Justizracheakt Gottes, sondern ein Gesetz wie jenes das ALLES sich verändert. Für unser Spiel, unsere Matrix gibt es einige, wenige Spielregeln.

Demnach kann ein "Esoteriker" (meiner Definition) kein Narzißt sein, da es keine Trennung zwischen Individuum und Umfeld gibt. Schadet er dem Umfeld, schadet er sich. Liebt er sich, liebt er das Umfeld.

Es spricht demnach nichts gegen Selbstliebe, die sich vom Narzißmus folgendermassen unterscheidet. Narzißmus hat a) Trennungs- und starkes Indivudualbewusstsein und ist b) somit vergleichend. (Ich bin die Schönste, ich kann bin ja so smart, ich bin Weltmeister etc...)

Die wahre (Selbst)liebe erkennt man daran, wie man sich seinen Mitmenschen und der Natur gegenüber verhält.

Fühlt man diese Liebe zu sich selbst, dann ist man mit der Schöpfung im reinen und dann ist man es auch mit der Natur und seinen Mitmenschen.

Alles wird zum Tempel Gottes, dem man mit Ehrerbietung und Liebe begegnet.


Gute Wege

Auch Dir, abulafia :D

Agarthe
 

abulafia

Geheimer Meister
11. April 2002
360
:-) danke, werte Agarthe, danke ...

und Deinen Beitrag hab ich mir kopiert, enthält einige ernstzunehmende Weiterungen, wird ein etwas dauern diese zu prüfen.
 

Eireannach

Geheimer Meister
10. April 2002
333
Wie schon an anderer Stelle gesagt ist Esoterik nicht gleiche Esoterik.

Ich kann mich nur insofern als Esoteriker bezeichnen, als dass ich mich mit vielen verschiedenen Arten von Religionen und spirituellen Lehren beschäftige, da mir unsere christliche Kirche von Gott bzw. dem-was-ist weiter entfernt scheint als ein Seepferdchen vom Springreitturnier ;-).

Was ist denn Esoterik für Dich?
Ist Helsing Esoterik?
Oder eine Jahrmarktshellseherin?
Oder ein Krsna-Anhänger?
Oder einer, der Licht und Liebe wünscht?
Oder wie jetzte?

Gruß Eire
 

Schattenspiegel

Vorsteher und Richter
11. April 2002
753
Ja.
Und obwohl ich mich ebenfalls für verschiedenste Religionen,spirituelle Richtungen,Magie"arten"...interessiere, bezeichne ich mich nicht als
Esoteriker.
Ich glaube,erst wenn man sein Ego unter Kontrolle hat und nicht mehr versuchen muss anderen die eigene "Meinung" näherzubringen/sie zu überzeugen,ist man frei.

(Da dies hier ein Forum ist,werde ich natürlich :wink: meine Meinung verbreiten, also nur ein scheinbarer Widerspruch.Internet-Leben.)

L & L

stupy
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
24.048
esoterik ist eigentlich ein sammelbegriff für alles, was nicht konkret einer bestimmten weltreligion zugeordnet werden kann und auch keine sekte ist.
die wissenschaft des nichtwissenschaftlichen?
:-)

wie auch immer, jeder wird sich den glauben suchen, der einen weiter bringt. für den einen isses wichtig, sich als sünder zu begreifen, für den anderen ist es wichtig, sich von gott geliebt zu wissen, für den nächsten ist es wichtig, sich jeden tag selber noch in die augen sehen zu können.

mit welchen begrifflichkeiten einer seinen glauben umschreibt, ändert dennoch nichts am inhalt.

liebe grüsse
das zauberweib
 

Nebelgeist

Geselle
10. April 2002
22
Esoterik ist doch die Lehre vom Geistigem innerem, Geisteswissenschaft.
Der Gegensatz zur Esoterik ist die Exoterik, die Lehre vom Materiellen.
 

abulafia

Geheimer Meister
11. April 2002
360
Agarthe schrieb:
Hallo abulafia,

Esoteriker glauben, das Heil der Welt läge in einer universalen Kraft, die "man" nur anzuzapfen brauche. Diese Kraft erfordere nur Besinnung und Findung einer und eigener Innerlichkeit.


Knifflig, weil es erstmal eine Definition der "Esoteriker" bedarf, aber was Du ansprichst, ist mit Sicherheit ein Teilaspekt.

Der Narzissmus reduziert die Rolle der Umwelt auf die Befriedigung eigener Bedürfnisse und Wünsche, im sexuellen Bereich wird dann die Sexualität losgelöst vom Bezug auf den Partner, und Sex nur als Befriedigung des Triebes genutzt

Ok, sagen wir mal, dass der Narzissmus dafür steht.


Diese Aufgabenzuweisung an die Umwelt, der Befriedigung eigener Triebe und Bedürfnisse zu dienen, findet, These, ihre Entsprechung in dem Postulat des Bestehens einer anzapfbaren Universalkraft, die dem Ich zu dienen bestimmt sei.

Hier will ich ansetzen. Esoterik, wie ich sie verstehe, lehrt, dass die Trennung von Ich und Umwelt eine Illusion ist.
Wir sind Teil eines Ganzen (Gott), aus dem alles enstanden ist und besteht. Als anschauliches Beispiel sei hier ein Ozean genannt, der viele Wassertropfen beinhaltet. Jeder Mensch ist so ein Wassertropfen mit einem Bewusstsein.
Als Teil Gottes (DAS-WAS-IST) wohnt uns auch schöpferische Kraft inne, d.h. wir können die Realität formen. Die Energie, die uns dabei gehorcht, ist WERTfrei, d.h. sie unterscheidet nicht in GUT und BÖSE, wie wir das tun.
.....

Guten Tag.

Zu meiner Ausgangsfrage: sie greift zu kurz, da die Definition "Esoterik" wohl zu kurz geht. Insoweit wäre die These nur für einen Teil der Esoterik haltbar, wenn überhaupt.

Agarthe: Trennung eine Illusion: nein, hier bin ich anderer Ansicht. Na ja, abgesehen davon, daß wir die Umwelt ja erst in uns durch unsere Wahrnehmung konkretisieren, insoweit unsere Wahrnehmung das Bild von der Umwelt begründet (neurologische Fragestellungen möchte ich hier unbeachtet lassen). Nach meinem Glauben sind wir nicht Teil Gottes, da Gott nicht das Ganze ist; nach meinem Glauben steht Gott über dem Ganzen, als Schöpfer hat er zwar Anteil am Ganzen, er ist aber mehr als seine Schöpfung. (Exkurs: daher ja auch, in meinem Glauben, die Rolle Jesu, der zum Teil des Ganzen gemacht worden ist.)

Folgerichtig kann ich auch nicht zustimmen, daß eine schöpferische Energie uns gehorchen würde.

Wir sind Teil des Ganzen, aber eben ohne schöpferische Energie. Wir sind ein besonderer Teil, da, insoweit Zustimmung, mit Bewußtsein. Und hieraus entsteht mE eine besondere Verantwortlichkeit dem Ganzen und Gott gegenüber. Die Umsetzung der Verantwortung (oder Nicht-Umsetzung) zeitigt Konsequenzen (zB Umweltveränderungen oder -zerstörungen, Kriege, Tierquälerei), diese Folgen unseres Handelns oder Unterlassens verändern die Schöpfung (und unsere Wahrnehmung). Diese Änderungen sind ihrerseits aber keine schöpferischen Akte.



Agarthe schrieb:
Jemand, der um diese formbare Energie weiss, kann sie natürlich auch für das "Schlechte" einsetzen und völlig selbstbezogen handeln. Das entspricht dann seiner Bewusstseinstufe und den Erfahrungen, die er/sie zu machen hat/will.
...

In meiner Sicht geht es um eine "schlechte" Ausübung der Verantwortung, der meine Verantwortung entgegensteht, gegen das "Schlechte" zu handeln.

Und hier beginnt die wirkliche Gefahr des Lebens: den richtigen Weg zu finden.

Teilgefahr: Die richtige Erkenntnis zu finden: ja, die gibt es mE auch im objektiven Sinne. Grunddilemma: der Mensch ist in der Verantwortung, sich "richtig" zu verhalten, ist aber nicht Gott, maßt sich insoweit göttliche Erkenntnis an, wenn er das Ziel des Strebens erreicht wähnt, Leben ist paradox: der Mensch ist verantwortlich, nach richtiger Erkenntnis zu streben, und diese umzusetzen; es ist ihm nicht möglich, da göttliches Bewußtsein und Erkenntnis erforderlich wäre, die er nicht hat. Hier ist auch (meiner nicht-universitär-theologisch fundierten Interpretation nach) ein Ansatz zum Verständis der Vertreibungsgeschichte: nicht der Wunsch, Erkenntnis zu haben ist sündhaft, vielmehr ist es der Fehlschluß, trotz allen Strebens diese im umfassenden Sinn erlangen zu können. Diese dem Menschen nicht zustehende Selbstüberhebung führt dann zu "unmenschlichen" Resultaten (vgl. etwa Faust-Themenkreis) in doppeltem Sinne. Und je mehr der Mensch strebt, desto unerträglicher wird das Dilemma. Zur (scheinbaren) Auflösung wird dann der Mensch als Maß aller Dinge gesetzt, er wendet (in meiner Sicht) sich ab von Gott und macht sich selbst zum Gott.

Zweite Teilgefahr: unterstellt, es gehe um die Verteidigung des "unstrittig Guten" (bei Beachtung obiger Prämisse: die Qualifizierung als "Gut" ist menschlich und daher fehlerhaft, bedarf also der ständigen Prüfung). Hier behindert die menschliche Unvollständigkeit das Finden der gebotenen Erforderlichkeit. Es kann zu einer Umkehrung des faustischen "Teil der Kraft, die stets das Böse will, doch stets das Gute schafft" kommen.

Ich sage hierzu: die Gefahr des Beglückungsterrorismus. Um ein subjektiv-objektiv Gutes zu erreichen, werden Mittel angewendet, die ihrerseits unverhältnismäßig sind, und dem unterstellt Guten zwar nutzen, aber den Handelnden vernichten (der dann nur noch stammeln kann: "aber ich habe doch daran geglaubt..."). Religiöser Wahn und seine Handlungen begehen diesen Fehler, diese (Tod-)Sünde. Ja, ich denke hier auch an Verbrechen und Unmenschlichkeiten, die im Namen der christlichen Kirche begangen worden sind.




Agarthe schrieb:
.........

Es spricht demnach nichts gegen Selbstliebe, die sich vom Narzißmus folgendermassen unterscheidet. Narzißmus hat a) Trennungs- und starkes Indivudualbewusstsein und ist b) somit vergleichend. (Ich bin die Schönste, ich kann bin ja so smart, ich bin Weltmeister etc...)

Die wahre (Selbst)liebe erkennt man daran, wie man sich seinen Mitmenschen und der Natur gegenüber verhält.

Fühlt man diese Liebe zu sich selbst, dann ist man mit der Schöpfung im reinen und dann ist man es auch mit der Natur und seinen Mitmenschen.

Alles wird zum Tempel Gottes, dem man mit Ehrerbietung und Liebe begegnet.

.....

Agarthe

Obigem Zitat stimme ich dem Sinn nach zu; die unterlassenen Zitierungen betrachte ich eher kritisch, muß dazu aber noch lesen, daher die .... :-)

Gute Wege.
 

black stone

Geheimer Meister
15. April 2002
302
*denk nach*

Wir sind Teil des Ganzen, aber eben ohne schöpferische Energie.

hmm das stimmt doch gar nicht *grübel*, wir haben doch schöpferische Energie, die wir gezielt einsetzen können, was meinst du denn mit schöpferischer Energie.Wir sind Teile des Ganzen und jeder Teil ist im Schöpfungsprozess miteinbezogen, kann selbst seine Welt kreieren und die Welt mitformen. Hmmm ....

...nach meinem Glauben steht Gott über dem Ganzen, als Schöpfer hat er zwar Anteil am Ganzen, er ist aber mehr als seine Schöpfung.

Ja das sehe ich genauso.


...Nach meinem Glauben sind wir nicht Teil Gottes, da Gott nicht das Ganze ist; nach meinem Glauben steht Gott über dem Ganzen,

Wieso trennen? .
Gott ist nicht das Ganze, weil Gottes Schöpfungen nicht Teil von ihm sind,
so versteh ich den Satz.

ich zitiere mal Seth (Esoterik):
All-das-was-ist erkannte, daß eine solche Trennung es ermöglichen würde, eine andere göttliche Kunst auszuüben, in der nämlich nicht nur die Schöpfungskräfte, sondern auch ihre Schöpfungen schaffend tätig waren und Daseinsformen in die Wirklichkeit
der Stoffwelt riefen, die eben gerade deshalb möglich waren, weil ein Unterschied zwischen dem Schöpfer und den Schöpfungen zu bestehen schien. Das All-Eine ist darum auch im kleinsten Teil des Bewußtseins wie auch in der Stoffwelt enthalten.
Doch selbst ein kleines Teilchen des Bewußtseins kann auf einzigartige Weise exentrische Versionen All-desse-was.ist hervorbringen, die sonst ,ohne jede Trennung, nicht hätte zustandekommen können. Die liebende Unterstützung, die liebevolle Ermutigung des kleinsten wahrscheinlichen Bewußtseins und der geringsten Erscheinungsform - das ist die Absicht des All-Einen.

.... Doch diese gedanklichen Wirklichkeiten hatten von Anfang an nach der Erfahrung der Vergegenständlichung und auch nach einer Erfüllung anderer Art gestrebt, nach einer Werterfüllung, die von ihnen den Einsatz ihrer eigenen Schöpferkraft forderte.
 

Agarthe

Vorsteher und Richter
10. April 2002
796
Hallo abulafia,

ich wollte nur kurz auf Deine Antwort reagieren.

Danke zunächst für die vielen Gedanken, die Du Dir gemacht hast, um mir (?) zu antworten und sei versichert, dass ich Deine Meinung zu dem Thema völlig respektiere.

Ich bin zu wenig Missionar für eine Diskussion, da sollen diejenigen einspringen, denen so etwas Spass macht. Das ist nicht bös gemeint, ist für mich einfach nicht die richtige Zeit und der richtige Ort.

Mir ging es nur kurz, um eine Stellungnahme als Esoteriker (um die Du gebeten hattest) zu Deiner Eingangsfrage.

Dieser Thread entwickelt sich in eine Glaubensgrundsatzdiskussion, was mir nichts bedeutet.

Ich habe keine Zweifel, dass wir uns in vielerlei Hinsicht ähnlich sind, zumindest sich unsere Handlungsweisen ähneln würden (mitfühlendes Verhalten etc.). Das genügt mir persönlich.

Zudem glaube ich fest daran, dass weder Dein, noch mein, noch irgendjemandes Seelenheil gefährdet ist durch den Weg, den er/sie einschlägt. Nur eine Frage der Länge des Weges, noch nicht einmal der Qualität. :)

Und da ich mir um Dich folglich keine Sorgen machen muss, ziehe ich mich diskret aus diesem Thread zurück.

Licht und Liebe, Agarthe
 

abulafia

Geheimer Meister
11. April 2002
360
Danke, Agarthe, bin zur Zeit auch ziemlich beschäftigt; alles Gute Dir, *verneig* und Gute Wege allen.
 
A

Anonymous

Gast
Tiefsinnig!!!

Also mal ehrlich, eure Diskussion über Esoterik ist ja tiefgründig!!! Habt ihr eine Ahnung worüber ihr hier redet??? Über einen nicht genau definierbaren Begriff...
Denkt ihr alles ist so schlecht an Heidnischen Religionen???? Die gab es schon vor dem Christentum und das nicht ohne Grund!!!!!!!!!
:evil:
 

abulafia

Geheimer Meister
11. April 2002
360
Alien: die Tragebahre gabs auch vor dem Notarztwagen, nicht wahr? Oder den Trampelpfad vor der Postkutsche oder dem Auto/ICE...

keine gleichsetzende Beleidigung, sondern Hinweis, daß Urtümlichkeiten oder schlichtes "von-Alters-her" für sich noch kein Argument ist.

Vielmehr dokumentieren sie mE nur oder zumindest überwiegend Angst vor Modernität, vor der Gegenwart, oder die Sehnsucht nach einfachen Wahrheiten, und sind Ausdruck von Bevorzugung einfacher, undifferenzierter Muster. Ist auch deutlich bequemer, selbst-interpretierte "alte" Bräuche zu praktizieren, als etwa Thomas v Aquin oder den Abaelardus vs Bernhard zu studieren.

Gute Wege.
 

black stone

Geheimer Meister
15. April 2002
302
hmmm.....

das mit der Vergeistigung....

es gibt auch den Intellektuellennarzismus, der jede einfache Wahrheit
abtut, und sich kompliziert verstrickt ohne zu "schauen"
nur so am Rande
 

abulafia

Geheimer Meister
11. April 2002
360
Ja, dies ist zutreffend, leider und in einigen mir bekannten Fällen wirklich nur schwer erträglich. Geht häufig Hand in Hand mit einer gewissen, verachtenden Geringschätzung "dümmerer" Menschen, und einer sozialen Kälte.

Häufig wird Bildung und formaler Abschluß als menschen-notwendig angesehen, und dabei nicht erkannt, daß diese Faktoren bei entsprechender finaziellen Ausstattung des elterlichen Haushaltes sehr viel leichter zu erwerben sind, als wenn Armut und Not regieren. Und dann kann es auch zu dem Intelligenz-Narzismus kommen, der sich in der Tat in Selbstliebe erschöpft, ohne die Umwelt zu achten.
 

Ähnliche Beiträge

Oben Unten