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Erschütterndes Interview (mit Udo Voigt: NPD-Chef)

Paran

Vorsteher und Richter
30. November 2003
795
@ Plaayer

Nur glaubst du, dass solche Typen verschwinden nur weil man eine Partei verbietet? Ich wurde selbst schon mal von den Glatzen attackiert. Nur sag ich mal, dass es da auch viele Mitläufer gibt, die halb so schlimm sind und man deswegen nicht pauschal urteilen sollte. Ich war zum Beispiel mal auf einer Party eingeladen wo sowohl Skins als auch Türken anwesend waren und es ging skurrilerweise ziemlich friedlich zu. Nach ein paar Bieren haben die sich sogar untereinander unterhalten. Ich sag mal, dass das eine ziemlich Ausnahmesituation ist, aber daran sieht man, dass hinter der harten Fassade oft ganz normale Menschen stecken!
 

hives

Ritter Rosenkreuzer
20. März 2003
2.785
agentp schrieb:
Ähm, moment mal: Die Gleichsetzung von PDS und "linkem Rand" ist deine Interpretation, nicht meine.

Sorry, da hat wohl meine massenkonforme Assoziationsschmiede wieder einen Schnellschuss geleistet.... ;)


Man der PDS sicher so einiges vorhalten, aber ich persönliche glaube nicht, daß sich in dieser Partei noch eine Mehrheit für totalitäres Gedankengut auftreiben lässt.

Ja, das Gefühl habe ich ich auch nicht.
 

semball

Großer Auserwählter
26. Mai 2002
1.615
Paran schrieb:
@ Plaayer

Nur glaubst du, dass solche Typen verschwinden nur weil man eine Partei verbietet? Ich wurde selbst schon mal von den Glatzen attackiert. Nur sag ich mal, dass es da auch viele Mitläufer gibt, die halb so schlimm sind und man deswegen nicht pauschal urteilen sollte. Ich war zum Beispiel mal auf einer Party eingeladen wo sowohl Skins als auch Türken anwesend waren und es ging skurrilerweise ziemlich friedlich zu. Nach ein paar Bieren haben die sich sogar untereinander unterhalten. Ich sag mal, dass das eine ziemlich Ausnahmesituation ist, aber daran sieht man, dass hinter der harten Fassade oft ganz normale Menschen stecken!

Ja, bei Skins kann das der Fall sein.
Nun ist das mit Skins aber eine Sache für sich.
Das sind vorwiegend einfache Menschen, die Rattenfängern ins Netz gegangen sind, das "Deutschland den Deutschen" usw. indoktriniert gekriegt haben und aufgrund ihrer schwierigen privaten und finanziellen Verhältnisse sich an die nächtsbeste Ideologie angeschlossen haben.
Zu einer anderen Zeit wären sie halt Jakobiner oder Raubritter oder Kommunisten geworden.
Diese Typen (Mitläufer) können im Prinzip menschlich agieren, eben aufgrund ihres mangelnden Intellektst und dem begrenzten Aufnahmevermögen für Ideologie jeder Art.

Das Problem sind die hellen Köpfe, die man wirklich als die Wurzel des Nazismus ansehen muss, die ihren Vertsand gebrauchen und eben nicht Aggressionen an wehrlosen Opfern abreagieren. War im dritten Reich genauso: Himmler, Hitler und Goebbels waren diese Art von Nazis, die SA war für sie nur ein Haufen nützliche Idioten, die man als quantitatives Instrument gebrauchen konnte.

Genauso verhält es sich auch mit dem Führungskader (Leute wie Horst Mahler halt, die schon über den nötigen Intellekt, gepaart natürlich mit einem perversen Minderwertigkeitskomplex, verfügen) der NPD und den Nazi-Skinheads, dem "Pöbel". Von NPD-Aussteigern hört man immer wieder wie bei Planungen für irgendwelche Aufmärsche Äußerungen wie "Na, wo treiben wir das Vieh diesmal hin" über sie gefallen sind.

Nationalsozialismus und chauvinistischer Nationalismus sind nun mal von Natur aus menschenverachtend, auch gegen das eigene Volk und die eigenen Anhänger. Im Zusammenbruch des dritten Reiches hatte sich das kompakt und umfassend offenbart. Trotzdem darf man auch mit den "Verführten"(SA/Skinheads) in der Auseinandersetzung genausowenig Gnade haben wie mit den "Führern".

These, Agrument, Begründung habe ich geliefert. Ein Beispiel wäre auch nicht schlecht. Ach, da fällt gerade eins vom Himmel:
Querdenker schrieb:

Gesegnet sei die wehrhafte Demokratie,
gruss semball
 

Sensoe

Geheimer Meister
8. Februar 2003
379
semball schrieb:
Ja, bei Skins kann das der Fall sein.
Nun ist das mit Skins aber eine Sache für sich.
Das sind vorwiegend einfache Menschen, die Rattenfängern ins Netz gegangen sind, das "Deutschland den Deutschen" usw. indoktriniert gekriegt haben und aufgrund ihrer schwierigen privaten und finanziellen Verhältnisse sich an die nächtsbeste Ideologie angeschlossen haben.
Zu einer anderen Zeit wären sie halt Jakobiner oder Raubritter oder Kommunisten geworden.
Diese Typen (Mitläufer) können im Prinzip menschlich agieren, eben aufgrund ihres mangelnden Intellektst und dem begrenzten Aufnahmevermögen für Ideologie jeder Art.

nope..das sind Boneheads...Skinheads sind lediglich Anhänger einer englischen Jugendkultur welche politische Extreme sicher nicht als Inhalt hat.Sie sind auch nicht für "Deutschland den Deutschen"...und ich dachte das wäre nach diversen "Skinhead" Threads endlich klar ...
Nachsitzen, Parteisoldat Semball :lol:
Abgesehen von diesem Missgeschick, erhält Dein Post durchaus meine Zustimmung.

semball schrieb:
Querdenker schrieb:

Gesegnet sei die wehrhafte Demokratie,
gruss semball

und vielmals Dank auch an die vielen AntifaAktivisten... :wink:
 

Elbee

Vorsteher und Richter
28. September 2002
730
streicher schrieb:
Lesenswerter Artikel auf WELT.de zur NPD und ihre Ziele:
"Kampfauftrag auf allen Ebenen"

Liest sich wie Science Fiction aus der komischen Ecke, auweh. NPD und DVU haben btw heute bekanntgegeben, dass sie für die nächste Bundestagswahl gemeinsam antreten wollen. Ist das so zu verstehen wie Grüne/Bündnis 90 oder mehr eine Art CDU/CSU? Prognose: Das wird den etablierten Parteien Stoff in die Hand geben, "gegen jemanden" wettern zu können, anstatt sich selber der Kritik in Sachen Parteiprogramm und bestandener Problemlösungsprüfungen aussetzen zu müssen. Geht jedenfalls in die falsche Richtung die Aktion. Nicht gut für alle. Oder war die Rolle der Systemumstürzler seit RAF zu lange unbesetzt und jetzt kommt ein Typ wie Voigt wie gerufen, der auf Kommando Quatsch von sich gibt?
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.739
Es gibt einige, die argumentieren, dass die Rechten nicht so erfolgreich gewesen wären, wenn nicht so ein "großes Traaraa" um sie gewesen wäre. So hätten man ihnen viel Aufmerksamkeit zugesichert und sie scheinen es zu geniessen. Mit "Systemumsturz" werden sie parolisieren, aber mehr... Mit ihnen wird im Bundestag niemand koalieren und so dürfte das altbewährte Zweieinhalbparteiensystem erhalten bleiben. Da die Rechten in einigen Bundesländern doch einige Prozente haben, werden sie auf den Tisch hauen und ein wenig Krawallpolitik betreiben. Die Bevölkerung wird hoffentlich an souveränen Umgang damit gewinnen und ausserdem sollten auch die hohen Vertreter großen Volksparteien wissen, dass sich nicht jede Entwicklung zur Ablenkung von eigenen Makeln benutzen lässt. Nach Innen haben sie auch einige Spannungen auszuhalten.
 

Paran

Vorsteher und Richter
30. November 2003
795
@ semball

Nationalsozialismus und chauvinistischer Nationalismus sind nun mal von Natur aus menschenverachtend, auch gegen das eigene Volk und die eigenen Anhänger. Im Zusammenbruch des dritten Reiches hatte sich das kompakt und umfassend offenbart. Trotzdem darf man auch mit den "Verführten"(SA/Skinheads) in der Auseinandersetzung genausowenig Gnade haben wie mit den "Führern".

Diesem Absatz kann ich nicht zustimmen. Es gibt genügend Beispiele von erfolgreichen Resozialisierungen und ich bin der Meinung, dass man eine hasserfüllte Ideologie nicht mit hasserfüllten Methoden bekämpfen sollte.
 

Talpa

Vorsteher und Richter
15. März 2004
707
Voigt gemäss "Spiegel" zur ARD über das Holocaust-Mahnmal: "Wenn Sie sich die Betonsockel und Quader ansehen, dann sind die natürlich sehr gut geeignet. Es ist gerüttelter Beton. Er ist gut imprägniert, er hält Jahrhunderte. Und die wird man sicherlich nicht ewig da rumliegen lassen können. Und ich schlage deshalb vor, wenn es eine neue Regierung in Deutschland gibt, dass man aus diesen Fundamenten sicherlich eine neue Reichskanzlei bauen könnte."
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,321980,00.html

Die Juristen sind sich nicht einig, ob solche Aussagen wirklich strafbar sind.

Ebenso ist Voigts Aussage, Hitler sei ein grosser Staatsmann gewesen, kein strafrechtlicher Tatbestand: Die Aussage ist nicht wertend (auch ein Verbrecher kann ein grosser Staatsmann sein...).

Trotz allem: das ist das ehrlichste politische Programm seit 60 Jahren: die lassen keine Zweifel an ihren wahren Absichten...
 

_Dark_

Ritter Rosenkreuzer
4. November 2003
2.666
also wenn jemand behauptet, dass hitler ein großer staatsmann gewesen ist, dann hat er entweder die sonderschule bis zur fünften klasse besucht oder ist so ignorant blöd und weltfremd, dass er eingesperrt gehört, weil er für sich und andere eine gefahr darstellt...
 

_Dark_

Ritter Rosenkreuzer
4. November 2003
2.666
heute ist ein sehr interessanter artikel in der faz, der sich mit den ursprüngen der heutigen jungen rechts-wähler im osten beschäftigt..

*click-mich*
 

Elbee

Vorsteher und Richter
28. September 2002
730
Talpa schrieb:
Trotz allem: das ist das ehrlichste politische Programm seit 60 Jahren: die lassen keine Zweifel an ihren wahren Absichten...

1. heißt das noch lange nichts, denn erst die Handlungen sind maßgeblich relevant.

2. hat genau diese Attitüde FJS viele Jahre Stimmen eingebracht.

3. muss das Geschafelgerümpel der NPD detailliert auf den Prüfstand, bevor es niedergemacht oder bejubelt werden kann.

4. das Fiese ist, dass Voigt eine Mischung aus Dichtung und Wahrheit vom Stapel lässt.

5. es derzeit einen Gegenpol geben muss, der jetzt das Gesicht zu zeigen hat und sich ebenfalls der Prüfung auszusetzen hat.

6. sich Deutschland dem Problem "Osten vs. Westen oder was" stellen muss, denn im Osten haben Rechte Boden gewonnen.

7. aus internationaler Sicht ein Nationalismus in Deutschland nicht eine Sekunde eine Chance hat.

8. die Namen der Fädenzieher hinter den Rechten noch immer unklar sind.
 

indi-ffo

Geheimer Meister
10. März 2004
257
_Dark_ schrieb:
also wenn jemand behauptet, dass hitler ein großer staatsmann gewesen ist, dann hat er entweder die sonderschule bis zur fünften klasse besucht oder ist so ignorant blöd und weltfremd, dass er eingesperrt gehört, weil er für sich und andere eine gefahr darstellt...
glaube mich zu erinnern mal irgendwo gelesen zuhaben, dass churchell und roosevelt ihn, diesen herrn Hitler, auch mal bewundert haben, auch als staatsmann.
 

Ein_Liberaler

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
14. September 2003
4.926
glaube mich zu erinnern mal irgendwo gelesen zuhaben, dass churchell und roosevelt ihn, diesen herrn Hitler, auch mal bewundert haben, auch als staatsmann.

Das würde nicht für Hitler, sondern gegen seine beiden Kollegen sprechen.
 

Rupert

Geheimer Meister
9. September 2004
237
Hitler war insgesamt gesehen ein Trottel. Zu keiner anderen Zeit in der Geschichte hätte er die Führungsrolle in einem Land übernehmen können, die Unruhen in der Weimarer Republik und die immer noch vorhandende Rachelust der Deutschen, die sich für die Niederlage im 1. Weltkrieg revangieren wollten, haben ihn aber in dieses Amt "getrieben". So ein wild gestikulierender, etwas fanatischer Klumpen aus Jähzorn hatte damals wohl was für sich.

Seine Entscheidungen beruhten zum Großteil auf der Vorbereitung auf den nächsten großen Krieg - dass durch den Bau von Autobahnen und das Hochrüsten so viele Arbeitsplätze entstanden sind, war sein Glück. Andere Entscheidungen wurden im Hintergrund getroffen, Hitler gab sich mit dem Dozieren zufrieden. Teilweise soll er bis morgens um 4 Uhr seinen Beraterstab mit seinen Ideen gequält haben ... am Schluss sind die ihm wohl zu Kopf gestiegen (und nicht nur ihm), weswegen wohl auch gegen Ende des Krieges so fatale und menschenfeindliche Entscheidungen getroffen wurden.

Man könnte sagen, Hitler hat durch die Umstände Glück gehabt, woraufhin die Umstände das Unglück erfahren mussten, das durch ihre Gunst hervorgerufen wurde. Was will ich damit sagen? Sollte die Situation auch noch so hoffnungslos sein, so sollte man sie doch niemals einem Demagogen anvertrauen. Hätte man sich damals in größerem Maße kritisch mit Adolf auseinandergesetzt, hätte man bemerkt, dass er ein verklärter Bekloppter ist - aber sich mitreißen zu lassen, das ist ja stets einfacher als kritsch zu beäugen.
 

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