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Enteignung von Ostdeutschen rechtswidrig

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Nach der Wiedervereinigung haben Bund und Länder fleissig ehemalige DDR-Bürger enteignet, nach 1992 waren es 100.000 Hektar. Straßburger Richter gaben in einem Einzelfall den Enteigneten Recht: Deutschland habe das Eigentumsrecht verletzt.
Sie gehörten nach einem Gesetz, das die freigewählte Volkskammer 1990 verabschiedet hatte, Kleinbauern und Landarbeitern, welche die Flächen im Zuge der so genannten Bodenreform nach 1945 erhalten hatten. Die Kläger erwarten nach Angaben ihrer Anwälte aber, dass sie dieses Land zurückerhalten.
Nun eröffnen sich eine Entscheidung in zwei Möglichkeiten: in Geld oder in Natur. Eine Klageflut dürfte bevorstehen.
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Mother_Shabubu

Geheimer Sekretär
3. Juli 2003
622
Kurze Frage: Sind die ursprünglichen Besitzer, also diejenigen, die nach 1945 von den Kommunisten enteignet wurden, auch entschädigt worden?
 

Ducknail

Großmeister
21. April 2002
84
Die sind meines Wissens nach nicht entschädigt worden, da Deutschland von Grund auf entmachtet werden sollte um einen möglichen Rückfall in ein Nazi-Regime zu vermeiden. Der enteignete Boden war Besatzungsgebiet unter kommunistischer Verwaltung. Genau genommen war es eine Reparationszahlung an Russland, das ja schließlich zu den Kriegsgewinnern gehört hat. Nach einer Entschädigung wollte und hat keiner gefragt.
Ist so, als ob ein WM-Boxkampf-Verlieren fragen würde, ob er den Gürtel haben dürfte, weil er ja schließlich verloren habe...

Ich befürworte dieses Urteil. Den Fakt ist, das sich die Bundesrepublik Deutschland Land zu eigen gemacht hat, was ihr histrorisch und rechtlich in keinster Weise zu steht. Und das zum Leid der jenigen die unter anderem am meisten gelitten haben.
 

shevegen

Geheimer Meister
30. April 2002
120
ich denke der Staat hat hier so oder so profitiert, da keine Entschädigung an IRGENDWEN (eigentlich, mit dieser Doppelenteignung) gezahlt wurde.

und das ist eine Frechheit, egal wer hier wirklich die Leidtragenden waren (ich meine übrigens es waren 2... 1945 die von sowjets enteignet wurden, und dann 1992 die vom Staat enteignet wurden... beides ist Unrecht. Aber man muss nun auch hinzufügen das eventuell nicht alle während der Hitler-Zeit rechtmässig jenes Land erhielten - ich wäre für einen international verbindlichen, fairen standard, dann könnte man das ALLES klären, und müsste das Unrecht wieder gut machen.... oje... hört sich nach ziemlich viel an... wo soll man anfangen?)
 

Mother_Shabubu

Geheimer Sekretär
3. Juli 2003
622
@Ducknail: Die Reparationszahlungen könnten ein Grund für die Enteignung ohne Entschädigung gewesen sein. Andererseits ging es den Kommunisten meiner Meinung nach weniger um eine Bestrafung der echten Schuldigen, sondern eher um die publikumswirksame Verteilung des Grundbesitzes.
 
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