Ein schönes Brauchtum: der Weckmann!

Dieses Thema im Forum "Off-Topic" wurde erstellt von Manesse, 24. Oktober 2015.

Diese Namen sind mir bekannt ....

  1. Weckmann

    7 Stimme(n)
    43,8%
  2. Stutenkerl

    9 Stimme(n)
    56,3%
  3. Dambedei

    2 Stimme(n)
    12,5%
  4. Grittibänz

    0 Stimme(n)
    0,0%
  5. Martinsmann

    2 Stimme(n)
    12,5%
  6. Nikolaus

    5 Stimme(n)
    31,3%
  7. Krampus

    1 Stimme(n)
    6,3%
  8. Kaiten Jais

    0 Stimme(n)
    0,0%
  9. Weckpuppe

    1 Stimme(n)
    6,3%
  10. noch andere Namen

    2 Stimme(n)
    12,5%
  11. nichts davon

    1 Stimme(n)
    6,3%
Eine Auswahl mehrerer Antworten ist erlaubt.
  1. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    Tut mir ja leid, daß ich einen anderen Geschmack habe als Du. Trotzdem esse ich Vollkornprodukte, und das darf ich auch sagen. Herrgott noch mal.[/QUOTE]

    Finde den Widerspruch nicht. Du schriebst, die gäbe es nicht in Vollkorn. Ich monierte, daß gleich wieder das Gesundheitsbohei mit rein muß, gültig für alle, vernünftig, unwiderleglich. Weil Du Dich nie damit bescheiden kannst, einen eigenen Geschmack zu haben. Sondern immer den besseren, weil vernünftigeren. Den besser alle haben sollten. Es geht allen auf die Nerven.

    Wir hatten einen Unteroffizier in der Kompanie, der war Antialkoholiker. Der trank nichts, nicht einmal ein Bierchen, nie. Aber der hat nicht damit rumgenervt, und alle waren zufrieden. Dieses Herumreiten darauf, wie vernünftig Du bist und wie Du Vernunft mit Genuß verbinden kannst und wie Selbstbeschränkung den seltenen Genuß noch steigert, das nervt. Nervt ungeheuer. Unter anderem, weil wir das alle schon wissen.
     
  2. dtrainer

    dtrainer Wiedergänger

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    Das zitiere mal, wo ich das gemacht haben soll.
     
  3. Malakim

    Malakim Insubordinate

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    Ein Habitus ist nur schwer zu zitieren.
     
  4. dtrainer

    dtrainer Wiedergänger

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    Stimmt, aber gegen blühende Fantasie kann ich auch nichts machen.
    Ich habe kein Wort von Gesundheit gesagt, wenn Jäger die Aussage, daß Weißteig wenig gehaltvoll ist, damit verbindet, und gleich noch anhängt, da wäre allgemeingültig gemeint, kann ich nichts dafür. Das ist einfach so, und insofern allgemeingültig, daß es nicht nur bei mir so ist. Aber ich habe kein "Gesundheitsbohei" veranstaltet, und wenn jemand ihn mit so etwas genervt haben sollte, ich war es nicht.
     
  5. paisley

    paisley Vorsteher und Richter

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    Toleranz im Kleinen könnte vielleicht bedeuten,
    anderen nicht die
    (friedlich artikulierte) Lebensfreude madig zu machen
    auch wenn man selbst andere Maxime befürwortet.

    nur ein gefühltes Beispiel : zum Anhören und sich freuen



    (sorry, Manesse für etwas OT)
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. November 2018
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  6. Giacomo_S

    Giacomo_S Großer Auserwählter

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    Man kann's auch übertreiben.
     
  7. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    Es zieht sich durch diesen Thread seit Deinem ersten Beitrag, dtrainer. Und es nervt.
     
  8. dtrainer

    dtrainer Wiedergänger

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    Nein, Dein Versuch, mir "Gesundheitsbohei" anzuhängen, was ich mit keinem Wort getan habe. Und damit bin ich hier raus.:schuetteln:
     
  9. paisley

    paisley Vorsteher und Richter

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    es gibt Kontexte in denen es nicht um
    Intellekt, Scharfsinn und vernunftbegabtes Handeln geht
    sondern um Spaß, Lebenslust und geballten Frohsinn.
    Wenn ich ein Mensch wäre, der dazu neigt,
    Spaß nur wohldosiert erträglich zu finden
    dann kann ich mir genau hier in diesem Kontext
    eine vernunftbetonte Äußerung sparen,
    denn die verstimmt eher als dass sie für Stimmung sorgt.

    (da scheint es eher um die Rubrik emotionale Intelligenz
    zu gehen, möchte ich jedenfalls so vermuten)
     
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  10. Giacomo_S

    Giacomo_S Großer Auserwählter

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    Schon möglich, dennoch kann ich dtrainer im Prinzip verstehen.
    Das Thema des Threads ist ein typisches Manesse-Thema - in seinem eigenen Forum wimmelt es nur von ähnlichen, sinnarmen Beiträgen. M.E. werden Begriffe wie "Brauchtum", "Tradition" (und für mich letztlich auch "Heimat") immer erst dann aus der Mottenkiste hervorgeholt, wenn einem sonst kein solider Grund mehr einfällt, sie zu begründen.
    Wozu muss man dann noch eine Diskussion um sie führen? Es gibt sie, aber über Butterbrote und Wurschtsemmeln führen wir ja auch keine Diskussionen. Wozu auch?
     
  11. paisley

    paisley Vorsteher und Richter

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    Ernährung und Ideologie, Du kennst das doch aus Deinen Vegan-Foren zum Abwinken,
    Wurschtsemmel ist ein Trigger und wird gern mit Tierleid-Bilden beantwortet.

    mir ist Nostalgisches aus der Kindheit ,gern Brauchtumpflege genannt, lieber
    weil ohne aggressives Potential, ohne das Schuld und Drama-Spiel,
    was endlos geführt werden kann.

    ein bisschen wie Blättern im Poesiealbum :)
     
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  12. Giacomo_S

    Giacomo_S Großer Auserwählter

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    Poesiealben fand ich schon als Grundschüler ziemlich schrecklich.
     
  13. paisley

    paisley Vorsteher und Richter

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    „Ich ging in die Wälder, denn ich wollte wohl überlegt leben. Intensiv leben wollte ich, das Mark des Lebens in mich aufsaugen, um alles auszurotten, was nicht lebend war. Damit ich nicht in der Todesstunde inne würde, dass ich gar nicht gelebt hatte.“
    - Henry David Thoreau
    Quelle
    https://www.sapereaudepls.de/2014/03/04/zitat-club-der-toten-dichter/

    mit kindgerechter Poesie fing es an ..edel sei der Mensch, hilfreich und gut.

    mittlerweile blättere ich auch in den Balladen vom Jäger
     
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  14. Giacomo_S

    Giacomo_S Großer Auserwählter

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    Grausames Zeug.
    Die Mädelz mochten mich, und da musste ich dann immer irgendetwas reinschreiben. Bis ich eine freie Seite fand, erlitt ich intellektuelle Qualen beim Lesen der Texte anderer und gleichermaßen ästhetische beim Betrachten dieser furchtbar kitschigen Bilder, die da hinein geklebt wurden.
    Bis heute leide ich darunter, denn beim Betrachten von Farben wie Rosa, Pink und Türkis oder auch nur Pastellfarben bekomme ich bis heute Schüttelkrämpfe.

    Folgerichtig blieben die Poesiealben bei mir zu Hause liegen und bildeten nach einer gewissen Zeit schon einen Stapel. Bis meine Mutter mit mir schimpfte und dann musste ich da etwas reinschreiben. Leider konnte ich nicht reinschreiben, was ich reinschreiben wollte, nicht einmal etwas auch nur Satirisches ("Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche."). Das war dann entweder belehrend oder versöhnlich, beides fand ich ziemlich schrecklich.

    Statt etwas darüber zu lesen, wie sich andere Romantiker beim Leben in einer Blockhütte fühlen, ging ich als Junge lieber selber in die Wälder. Und zusammen mit anderen bauten wir unsere eigene Baumhütte, die natürlich nie dafür gedacht war, etwas anderes als eine ewige Baustelle zu sein.
     
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  15. paisley

    paisley Vorsteher und Richter

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    11. Februar 2014
    Das ist wunderbar zu lesen,
    ich erinnere mich an einen ausrangierten Traktor im Wald neben dem Bauerhof meines Onkels,
    wo ich mit meinen Cousins rum getollt bin, Abenteuerspielplatz unter Bäumen.

    ich glaub es war Donnerstag der letzten Woche wo auf HR1 im Radio grad passend dazu
    ein Interview geführt wurde, im dem es darum ging, dass schöne Kindheitserinnerungen
    Einfluß auf die Resilienz im Erwachsenenalter haben. Nur finde ich es nicht mehr,
    nur einen inhaltsähnlichen Beitrag
    http://www.rpi-loccum.de/material/elementarpaedagogik/element_ulrichs

    gut, daß du nicht Patissier geworden bist, da wäre es schwer rosee-töne zu vermeiden.
     
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  16. Giacomo_S

    Giacomo_S Großer Auserwählter

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    Uäärks. Tatsächlich habe ich im Hotel in meiner Ausbildung 3 Monate Patisserie gemacht.
    Anthony Bourdain hat die Patissiers mal als die "Neurochirurgen der Küche" bezeichnet. Das trifft's.
     
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  17. paisley

    paisley Vorsteher und Richter

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    mein Schwager ist einer, die basteln mit Zucker..Marzipan.. gemäldeähnliche Kunstwerke
     
  18. Lupo

    Lupo Meister des Tabernakels

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    ... das alles kommt mir doch seeehr bekannt vor. Fand ich auch total doof. Mädchen halt!

    Meinen Frieden damit habe ich erst vor einigen Jahren gemacht, als ich im Nachlass meiner Mutter ihr Poesiealbum aus den 30er Jahren fand. Erster Aha-Effekt: Was, auch Mutter war tatsächlich mal ein Mädchen?

    Die Aufkleberchen, wie sie mir auch noch geläufig sind, und die gleichen Sprüche, von Kinderhand in Sütterlin-Schrift mit einer Sorgfalt und Mühe auf's Papier gebracht, dass einem schon vom Anschauen das Handgelenk weh tut (Sütterlin sieht klasse aus, ist aber extrem beschwerlich zu schreiben). Kein Gekrakel, kein Tintenkiller ...

    Jetzt steht's im Bücherschrank. Und bleibt da auch. Achtzig Jahre später freue ich mich, dass sie sowas hatte. Eine schöne Erinnerung, selbst, wenn ich die Meisten, die sich darin verewigt haben, nie kennen gelernt habe.
     
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  19. Manesse

    Manesse Ritter Rosenkreuzer

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    Heute war es wieder soweit:
    Heute habe ich den ersten Dambedei des Jahres in einer Bäckerei gesehen!
    Nur gesehen - noch nicht gekauft oder gegessen.
    Das kommt aber sicher noch in diesem Jahr.
     
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  20. paisley

    paisley Vorsteher und Richter

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    Hi Manesse

    als ausgewiesener Cosmopolit und Experte für Brauchtum muss ich Dich jetzt mal fragen,
    ob Du vielleicht weißt, wie das kommt,
    das Hexenhäuschen auch um die Vorweihnachtszeit Hochkonjunktur haben.

    das einzige was ich dazu fand war
    " Hexenhäuschen gibt es seit Jahrhunderten, immer waren sie in der Zeit vor Weihnachten ein Geschenk - für Arme, für Kinder, von Untertanen für ihre Grundherren oder für hochgestellte Würdenträger. "
    aus
    https://www.welt.de/print-wams/article136531/Knusper-knusper-knaeuschen.html

    ich liebe die Dinger
    sie sehen so ultra verspielt aus und erinnern mich immer
    an das Kinderbuch ' Die kleine Hexe ' von Otfried Preußler
     

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