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Ehemaliger Nestle-Mitarbeiter packt aus ... Babynahrung!

trashy

Großer Auserwählter
19. Mai 2002
1.781
PAKISTAN: EHEMALIGER NESTLÉ-MITARBEITER PACKT AUS

Pakistan hat den Internationalen Kodex zur Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten in die nationale Gesetzgebung (2003) implementiert. Die Babynahrungsindustrie, besonders Nestlé sträubt sich gegen die neuen Gesetze in Pakistan und versucht die Ausführungsbestimmungen abzuschwächen. Das Gesetz übernimmt nicht alle Bestimmungen des Internationalen Kodex aber es ist ein brauchbarer Anfang für Pakistan. Dies ist in hohem Maße den Enthüllungen und dem couragierten Standhalten des ehemaligen Nestlé angestellten Syed Aamar Raza zu verdanken.

Raza hat wichtige Interna der Geschäftspraktiken und Werbemethoden des Konzerns nach seinem Ausscheiden 1999 der internationalen Öffentlichkeit enthüllt.

Bei Nestlé gilt er als Nestbeschmutzer und Raza hat seitdem seine Frau und seine kleinen Kinder nicht wiedergesehen, weil er Angst haben muss, nach Pakistan zurückzukehren.

Die Geschichte von Razas Enthüllungen ist im Folgenden dokumentiert:

Stillen - auch in Pakistan eine sterbende Kultur

Entgegen der offiziellen Aussage im Land "Aber alle stillen doch" stellt der UNICEF-Report Zur Situation der Kinder in der Welt 1998 fest, dass die ausschließliche Stillrate am Ende des dritten Monats bei 16% liegt (in Deutschland wird diese zur Zeit auf etwa 30% geschätzt - Unterlagen hierzu gibt es nicht). Verantwortlich hierfür - wie in allen anderen Ländern der Welt - zeichnen die aggressiven und subtilen Vermarktungsstrategien der Hersteller und Vertreiber von Muttermilchersatzprodukten.

Erstmals macht ein ehemaliger Mitarbeiter der Nestlé Milkpak Pakistan, Syed Aamar Raza, die Auswirkungen westlicher Aktienhalterinteressen auf die Säuglingsgesundheit in diesem Land öffentlich. Sowohl Kennzeichen D (ZDF, 8. Dezember 1999, kurzfristig abgesetzt, s. u.) wie auch der STERN (9. Dezember 1999, Babynahrung: Todbringende Rezeptschlacht) dokumentieren dieses für die deutsche Öffentlichkeit.

Knapp zweieinhalb Jahre (3.12.94 bis 30.4.97) ist der Zeuge als "medizinischer Beauftragter" (medical delegate) für Nestlé Pakistan tätig gewesen, bis ihm durch folgendes Ereignis die Augen über das, was er durch seine Arbeit täglich bewirkt, geöffnet wurden:
"Während eines Routine-Besuches bei einem Arzt in Sialkot wurde ein schwerkrankes Kind mit chronischer Diarrhöe und extremer Austrocknung des Körpers in die Klinik eingeliefert. Der Arzt versuchte sein möglichstes, doch das Kind starb. Die Krankenakte legte offen, dass dieses vier Monate alte Baby während des ersten Lebensmonats gestillt worden war, dann aber vom Hausarzt auf Flaschenmilch gesetzt wurde. Der Hausarzt hatte die Mutter 'überzeugt', dass die Flaschenmilch dem Baby helfen würde, schneller zuzunehmen, gesünder und runder zu werden. Ihr wurde ebenso gesagt, dass sie das Stillen einstellen solle, weil ihre Milch für den Säugling nicht geeignet wäre. Das Baby wurde flaschengefüttert und litt in den letzten zwei Monaten an Diarrhöe. Während der nächsten Monate klärte mich der Arzt in Sialkot darüber auf, wie Flaschenfütterung das Leben tausender Kinder in Pakistan bedroht. Ich, Vater von zwei Kindern, verstand die Rolle, die ich in diesem kriminellen Spiel spielte, und entschloss mich meinen Job hinzuschmeißen."
link:
http://www.babynahrung.org/boykott-nachrichten/pakistan/boykott pakistan.htm

was sagt man dazu?
 

Philipp

Geheimer Meister
8. Januar 2003
315
erschreckend, aber nichts neues. Man kann hier einfach erkennen das der Gewinn in vielen Bereichen der Wirtschaft ohne Rücksicht auf Verluste, irgendwelcher art, gemacht werden.

Kinderarbeit, Mord an Eingeborenen, Vernichtung von Regenwäldern, Verschmutzung ganzer Landstriche, Vergiften von Mitarbeitern usw. usw......

Also diese Geschichte von Nestle ist echt nur eine von vielen. Egal wo du hin siehst.

Die dividende und der cash flow sind halt wichtiger als moral und verantwortung
 

antimagnet

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.881
Der Hausarzt hatte die Mutter 'überzeugt', dass die Flaschenmilch dem Baby helfen würde, schneller zuzunehmen, gesünder und runder zu werden. Ihr wurde ebenso gesagt, dass sie das Stillen einstellen solle, weil ihre Milch für den Säugling nicht geeignet wäre.

wieso ist nestle schuld, wenn der hausarzt auf werbepropagande reinfällt?
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
Darüber bin ich auch gestolpert.
Mein Eindruck insgesamt ist, daß entweder der Artikel extrem schlampig recherchiert ist oder der Zeuge hat auch ein paar Leichen im Keller, die gezielt verschwiegen werden. Auf der anderen Seite verhält sich Nestlé auch hochgradig verdächtig. Aber eigentlich sollte man bei einer so obskuren Gechichte schon vorsichtiger sein mit Verdächtigungen und Schuldzuweisungen.
 

trashy

Großer Auserwählter
19. Mai 2002
1.781
antimagnet schrieb:
Der Hausarzt hatte die Mutter 'überzeugt', dass die Flaschenmilch dem Baby helfen würde, schneller zuzunehmen, gesünder und runder zu werden. Ihr wurde ebenso gesagt, dass sie das Stillen einstellen solle, weil ihre Milch für den Säugling nicht geeignet wäre.

wieso ist nestle schuld, wenn der hausarzt auf werbepropagande reinfällt?

Provision?!
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
Naja, der Schluß liegt nahe, aber warum wird dann nicht explizit dieser Bezug zwischen dem Arzt und Nestlé hergestellt ? Das ist es ja gerade was stutzig macht. Wenn der Arzt auf der Lohnliste von Nestlé steht und deswegen Ersatzmilch verschreibt, ist das natürlich eine Sauerei, aber warum schreibt man das dann nicht, sondern drängt dem Leser diesen Schluß auf. Das ist so ein wenig Bildzeitungsmasche: Wenn wir die Behauptung aufstellen, dann haben wir womöglich ein Klage am Hals, weil wir die Behauptung erfunden haben oder sie zumindest nicht beweisen können, also schreiben wir nur so viel, daß die Phantasie des sensationshungrigen Lesers den Rest besorgt, indem sie die Lücken füllt.
Das ist genauso dubios, wie das Protokoll, das Nestlé vorgibt als Beweis zu haben, aber nicht ausspielen will.
 

Highwaydog

Geheimer Meister
16. Oktober 2002
241
ich tippe auf ungenaue Recherche, denn da Ärzte i.A. den Eid des Hippokrit schwören müssen, käme eigentlich nur noch ín Frage, dass dieser eine Fehlinformation erhalten habe - natürlich habe ich scon davon gehört, dass es sehr viele (zu viele) Ärzte gibt, die diesen Eid brechen, aber dann müsste ja in dem Artikel auch irgendwo erwähnt sein, was für Konsequenzen der Arzt (wegen Selbstverschuldung) zu tragen hat... oder hä? :?
 

antimagnet

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.881
stimmt gar nicht, das mit dem hippokratischen eid:

http://www.zeit.de/stimmts/2000/200027_stimmts_hippokra


Stimmt es, dass angehende Ärzte heute noch auf den Eid des Hippokrates verpflichtet werden?

Zum Glück nicht. Denn dann müssten sie ihren Professor wie einen Vater behandeln, ihn im Alter versorgen und die Medizinerkunst kostenlos an dessen männliche Nachkommen weitergeben. Und auf keinen Fall dürfte der Arzt Patienten operieren, die unter Blasensteinen leiden - das müsste er nämlich den "Handwerkschirurgen" überlassen.
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
letztes jahr habe ich mal eine reportage darüber gesehen.
es ist wirklich skandalös was da läuft.
agressive vermarktungsstrategien, unzureichende informationen usw. kennzeichnen dieses, für die konzerne profitable geschäft in diesen regionen. während eigentlich die information auf den packungen vorgeschrieben ist, das ersatzmilch zweite wahl ist, also stillen, wenn möglich, immer zu bevorzugen ist, wie das ja hierzulande auch ist, fehlt dieser passus auf den packungen, die in der "dritten" welt verkauft werden. das ist ein strikter verstoß gegen den "Internationalen Kodex und die Resolutionen der Weltgesundheitsversammlung zum Schutz des Stillens"(siehe unten). das problem, das viele menschen nur zugang zu verschmutztem wasser haben, kommt noch hinzu.
wenn man dann liest, das jedes jahr fast 1,5 millionen säuglinge an den folgen dieser ernährung sterben, dann kann man wirklich zu recht sagen für ihren profit gehen sie über leichen.
aber das ist ja nichts neues...

Der Babymilchskandal - worum geht es?

Viele Mütter stillen heute nicht - obwohl sie könnten. Durch die rücksichtslosen Werbemethoden der Hersteller verbreitet sich die Ernährung mit industriell gefertigten Muttermilchersatzprodukten überall - auch in der „Dritten Welt” - und erweckt den Anschein, Standard in der Säuglingsernährung zu sein. Unter Bedingungen wie Armut, Unwissenheit und mangelnder Hygiene führt die Flaschenernährung jedoch vielfach zu ernsthaften Erkrankungen oder sogar zum Tod der Säuglinge. In den Ländern der „Dritten Welt” sterben laut UNICEF und WHO jährlich ca. 1,5 Millionen Säuglinge an den Folgen der Flaschenernährung. Neben gesundheitlichen, entwicklungsphysiologischen und psychologischen Schäden führt die Flaschenernährung auch zu hohen volkswirtschaftlichen Verlusten, denn die Einfuhr des teuren Milchpulvers bindet enorme Finanzmittel sowohl auf der Verbraucherseite wie auch der Seite des Gesundheitswesens.

Vor allem aufgrund mangelnder hygienischer Bedingungen und weit verbreitetem Analphabetentum werden die Anwendungsinformationen (Beipackzettel) nicht in die Tat umgesetzt. Wer mit nicht ausreichend abgekochtem Wasser die Babynahrung ansetzt, verabreicht seinem Kind eine Zeitbombe. Weltweit gilt die Flaschenernährung als eine der wichtigsten Ursachen für Diarrhöe-Erkrankungen, die zum Austrocknen und weiter zum Tod führen können. Neben den rein medizinischen gibt es auch noch ökonomische Gründe, die für das Stillen sprechen. Denn natürlich ist Muttermilch nicht so teuer wie künstliche Flaschenmilch. Es wird oft berichtet, dass die Babynahrung zu stark verdünnt wird, damit sie länger ausreicht.

...Wesentliche Inhalte des Internationalen Kodex und der Resolutionen der Weltgesundheitsversammlung zum Schutz des Stillens:

Sie verbieten nicht die Ersatzprodukte, sondern legen dar, in welcher Weise die Firmen diese vermarkten dürfen. Muttermilchersatzprodukte sind Risikoprodukte, die nicht wie normale Produkte vermarktet werden dürfen. Es handelt sich um einen Vermarktungskodex zum Schutz der VerbraucherInnen.

Auch Ergänzungsnahrungen und andere Produkte können Muttermilchersatzprodukte sein. Neben der Anfangsnahrung gehören in jedem Fall Saugflaschen und Sauger dazu.

Keine direkte Werbung in der Öffentlichkeit und keine Proben oder
Werbegeschenke an Mütter!

Mütter und Schwangere sind keine Marketingobjekte! Der Internationale
Kodex weiß sehr wohl um die immer neuen, werbewirksamen Anpreisungen der Werbestrategen.

Kein Kontakt zu Müttern durch Firmenpersonal!

Keine Werbung im Gesundheitssystem! Gesundheitseinrichtungen dürfen
nicht zu kommerziellen Zwecken instrumentalisiert werden! Keine Pröbchen am Wochenbett!

Keine Werbung beim Gesundheitspersonal!

Keine Werbung auf Etiketten! Etiketten sind für Informationen und nicht
für Werbezwecke da!

...Die Empfehlung des Internationalen Kodex werden durch Hersteller wie Nestlé, Milupa, Hipp, Humana, Abbot, Wyeth und viele andere aus Profitinteressen regelmäßig gebrochen.

weiteres hier:

http://www.nensch.de/story/2004/3/1/22246/75291
 

antimagnet

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.881
ich werfe mal ganz vorsichtig in den raum, dass in der dritten welt, mangel- und unterernährung und krankheiten vielleicht doch etwas häufiger sind. vielleicht ist stillen da wirklich nicht so gesund, weder für das kind noch für die mutter. und in der baby-nahrung wäre alles drin, was das baby braucht...
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
Aber da beisst sich die Katze doch in den Schwanz, anti: Wenn eine Familie nicht genug Geld / Nahrung hat um die stillende Mutter ausreichend zu ernähren, wieso soll die das Geld haben die teureren Ersatzprodukte zu kaufen. Und Muttermilch ist mit Sicherheit in jedem Fall hygienischer, als Flaschenmilch in nicht sterilisierten Flaschen, die womöglich auch noch mit zweifelhaften Wasser angerührt wird.

Ein anderer Aspekt, der auch in dem Text erwähnt wird, ist daß gerade in 3. Welt Ländern das Ausdehnen der Stillzeit häufig die einzige Verhütungsmethode ist. Auch das fällt mit der Flaschenstillung weg und der Bevölkerungsdruck steigt, was wieder zu mehr Problemen führt.
 

dtrainer

Wiedergänger
17. Dezember 2008
10.562
AW: Ehemaliger Nestle-Mitarbeiter packt aus ... Babynahrung!

Willkommen im Forum. Und gleich ein technischer Tip: wie alt ein Beitrag ist, kann man am Zeitstempel links oben sehen.
In diesem Fall würde ich nicht mit einer Antwort rechnen ;-)
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
17.732
AW: Ehemaliger Nestle-Mitarbeiter packt aus ... Babynahrung!

Ja... Trotzdem willkommen im Forum...
 

beast

Moderator
Teammitglied
23. Februar 2009
5.806
AW: Ehemaliger Nestle-Mitarbeiter packt aus ... Babynahrung!

Wir schliessen uns da mal mit einem `Herzlich Willkommen`in der Anstalt an die Vorredner an... :suppengruen:
 

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