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Dramatisches Insekten Sterben In Deutschland

Dieses Thema im Forum "Kryptozoologie" wurde erstellt von Aragon70, 23. Oktober 2017.

  1. Aragon70

    Aragon70 Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn

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  2. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    Ich sag mal Mais. Den braucht man für Biogasanlagen, also für die Energiewende. Ich habe letzten Herbst ein paar Bienenvölkern Asyl gewährt. Mir war gar nicht klar, was noch blüht, aber es war wohl alles besser als Mais.
     
  3. dtrainer

    dtrainer Wiedergänger

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    Es wird sicher nicht nur eine Ursache geben. In Hessen wurde festgestellt, daß im Norden, der gebirgig ist und eher kleine Landwirtschaftliche Flächen hat, der Rückgang gering ausfällt, aber in Südhessen, bei großflächigen Feldern, ein starker Rückgang besteht. Nun ist da Mais auch dabei, aber nicht vorwiegend, und schon lange. Möglicherweise gibt es da weniger Randstreifen, jedenfalls will das Land die fördern.
    Wir werden in ein paar Monaten mehr wissen, die Sache ist ja erst aufgefallen und wird derzeit untersucht. Im Moment sehe ich viele Ursachen, welche davon wichtig sind, welche nicht, kann ich nicht sagen, vielleicht wirken da auch etliche zusammen. Wir werden es bald wissen.
     
  4. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    Gratulation. Ich habe dieses Jahr so viele Randstreifen gesehen, die nur noch aus Sonnenblumen in Monokultur bestanden, daß mir immer noch übel ist. Heute habe ich Randstreifen aus einer Art Schilf gesehen, ich weiß noch nicht, was dahintersteckt.
     
  5. dtrainer

    dtrainer Wiedergänger

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    Monokulturen gehören auch zu den Verdächtigen. Ich sagte aber schon, es wird erst untersucht, ich will mich nicht festlegen und warte ab, was gefunden wird. Schnellschüsse sind oft Fehlschüsse.
     
  6. Grubi

    Grubi Moderator Mitarbeiter

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    Zu den Randstreifen.
    In diesem Jahr habe ich nahezu an jedem Maisfeld im Münsterland einen Randstreifen mit verschiedenen Blühpflenzen gesehen.
    Wie ich gerade herrausgefunden habe, wird das auch in anderen Gegenden gefördert: https://www.shz.de/lokales/pinneber...lumen-fuer-die-insekten-saeen-id17569226.html
    Optisch sieht das ganz reizend aus, ob es der grosser Wurf ist, weiss ich nicht.

    Das Insektensterben kommt mir gerade so vor als wäre es das neue Waldsterben.
    Ich treibe mich ziemlich oft in der Natur herrum, bisher kann ich keinen Insektenmangel beklagen... die lästigen stechenden und beissenden Arten haben mich auch in diesem Jahr wieder ziemlich fleissig als Blutspender "missbraucht".

    Gruss Grubi
     
  7. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    Ja, die sind Vorschrift bzw. Bedingung für Fördergelder. Bunte Randstreifen werden aber (oft? selten? seit neuestem?) durch Monokulturrandstreifen ersetzt, gern durch Sonnenblumen. Innerhalb des Randstreifenvierecks hat man dann ein paar Quadratkilometer Mais. Hasen verhungern, Sauen fühlen sich sauwohl und sind nicht mehr zu bejagen. Vor zig Jahren wurde mal angedacht, Heckenstreifen in gewissen Abständen parallel durch die Äcker zu legen, um einen Kompromiß zwischen Vielfalt und technisierter Feldbestellung zu finden, aber das wurde nie Vorschrift, also nie gemacht.
     
  8. Sonsee

    Sonsee Vorsteher und Richter

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  9. IchMagMeinStauder

    IchMagMeinStauder Geheimer Meister

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    Hier ist ein gefühlter Singvögel Rückgang zu beobachten, ob er bereits eine Konsequenz des Insektensterbens ist, kann ich nur mutmaßen. Die Krähen jedweder Art freuts zur Zeit, da sie, so kommt's mir vor, die ökologischen Nischen, die daraus resultieren, besetzen.
     
  10. Luchs

    Luchs Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn

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    Vor 30 Jahren musste man noch unwillkürlich den Kopf einziehen, wenn man am Tag und bei schönem Wetter an blühenden Rapsfeldern vorbeispazierte, weil abermillionen von Bienen über die Blüten hergefallen sind und man es vermeiden wollte das sich eine von denen, einem in die Tolle verfliegt.
    Mittlerweile ist da aber auch rein gar nichts mehr los.
    Allein am Bienensterben kann man es jedoch nicht festmachen, früher war die Hobby Bienenhaltung im ländlichen Raum viel stärker verbreitet.
    Das tun sich heutzutage immer weniger an.
    Als ob die es durch die Varoa Plage nicht schon schwer genug hätten, legt die EU denen auch noch hirnrissige Vorschriften auf.
    Wenn ein Imker über den Winter 50 % seiner Völker verliert, was häufig vorkommt, dann legt er drauf.
    Das machst du dann nicht lange mit.
    Den Landwirten geht es ganz genauso, wenn die pro ha 200 Euro profit erwirtschaften sind die schon zufrieden.
    Und wenn man einiges zugunsten der Artenerhaltung an den Bewirtschaftungsmethoden und beim Pflanzenschutz ändern muß, dann wird das logischerweise seinen Preis haben.
    Es fragt sich nur, ob man es überhaupt schaffen kann, schnell genug an den richtigen Stellschrauben zu drehen.
     
  11. dtrainer

    dtrainer Wiedergänger

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    Stimmt nicht, die Zahl der Imker steigt. Interessanterweise am stärksten in den Städten, wo die Bienen mehr blühende Pflanzen finden als in der leer geräumten Agrarsteppe. Das zeigt auch, wo es mangelt: Nutzpflanzen überall, blühende, "nutzlose" Pflanzen zu wenig. Aber das betrifft nur Bienen, sie anderen Insekten sterben aber auch.
    http://www.hessenschau.de/wirtschaft/zahl-der-bienenvoelker-steigt,kurz-bienenvoelker-100.html
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Oktober 2017
  12. Aurum

    Aurum Großmeister aller Symbolischen Logen

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    Zitat: Die Ergebnisse belegen, dass wir seit 1989 über drei Viertel der Insektenmasse verloren haben

    Befremdliche Interpretation von Dir:
    Nur weil Du es zum ersten Mal zu lesen bekommst, ist es nicht erst jetzt aufgefallen. Die populistische Doofheit des breiten Volks.
    In drei Tagen - oder waren es Monate? - sind die Verbrennungsmotoren abgeschafft.
    Den Insekten wurde es zu heiss ...oder sie sind abgewandert, weil es zu wenig Fressfeinde für sie gab.
     
  13. William Morris

    William Morris Großer Auserwählter

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    Gestern was so ein Brandenburger Bauernfuzzi im Radiointerview, der hat natürlich vehement abgestritten, das die Landwirtschaft irgendetwas mit dem Verschwinden der Insekten zu tun haben könnte. Er hatte noch nie so viele Schmetterlinge auf seinem Hof wie in diesem Jahr.
     
  14. dtrainer

    dtrainer Wiedergänger

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    Das sagt gar nichts, er hat vielleicht passende Pflanzen auf seinem Hof. Es kann stimmen, heißt aber nichts, ist keine Aussage über das ganze Land.
    Ich kenne einen, der fühlt sich nicht gestört durch Fluglärm. Er ist schwerhörig.
     
  15. DaMan

    DaMan Prinz der Gnade

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    Und du weißt das natürlich besser.
     
  16. Zerch

    Zerch Ritter vom Schwert

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    Neben Monokultur und Parasiten könnte auch der weit verbreitete Gebrauch von Unkrautvernichtungsmitteln eine große Rolle spielen.
    Viele Gärtner im öffentlichen und privaten Bereich benutzen Chemikalien wie das glyphosathaltige Roundup.
     
  17. William Morris

    William Morris Großer Auserwählter

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    4. Mai 2015
    Viele Möglichkeiten wird es wohl nicht geben und die Landwirtschaft steht dank Giftspritzen und Monokultur sicher nicht ganz unten auf der Liste.
     
  18. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    Immer schön, wenn man etwas sicher weiß. Ich traue mich z.B. nicht, Aussagen über Herbizide zu machen. Es gibt da Stellungnahmen pro und contra. Aber zugegeben, einem Fuzzi würde ich auch nichts glauben.
     
  19. almende

    almende Prinz von Jerusalem

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    neben der Landwirtschaft sind aber auch
    - Versiegelte Flächen
    - Ziergärten
    - Lichtverschmutzung
    - "Klimawandel"
    - Umweltverschmutzung
    weitere Gründe für den Rückgang von Insekten und Pflanzen/Tiere.
     
  20. Nachbar

    Nachbar Ritter der ehernen Schlange

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    Der Rückgang der Biomasse an Insekten um 75% in lediglich 25 Jahren ist offenbar wissenschaftlich solide belegt und verdient es definitiv, dramatisch genannt zu werden. Wenn das keinen Alarm auslöst, dann weiß ich nicht was dazu nötig wäre.
    Insekten leben in der Natur, und die wird nahezu vollständig von der Land- und Forstwirtschaft genutzt, kontrolliert, beeinflusst, wie auch immer man es ausdrücken möchte. Es liegt also nahe, mit der Ursachenforschung dort anzusetzen.
    Daß Monokulturen und Gifte mit Artenvielfalt und prallem Leben nicht zusammenzubringen sind, liegt ebenso nahe. Aber nun sind keine Ideologien gefragt, sondern Sachlichkeit, Entschlossenheit und Forschungsgelder.
     
    dtrainer und IchMagMeinStauder gefällt das.

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