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Die USA geht an alle Farben

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Bevölkerungsentwicklungen in den USA zeigen, dass es zur Mitte dieses Jahrhunderts noch bunter an Farben wird wie bisher. Das begrüssen einige, andere nicht. Und es gibt mal wieder den einen Herrn H., der "kulturelle Konflikte" heraufziehen sieht, ja mehr, er beschwört sie wieder mal herbei.
Die kontinuierliche Zufluss von lateinamerikanischen Einwanderern bringt die Gefahr mit sich, die USA in zwei Völker, zwei Kulturen und zwei Sprachen zu teilen. Im Unterschied zu den Einwanderergruppen der Vergangenheit haben sich Mexikaner und andere Latinos nicht in die Hauptkultur der USA assimiliert, sondern haben ihre eigenen politischen und sprachlichen Enklaven vom Los Angeles bis Miami gebildet und die anglo-protestantsichen Werte zurückgewiesen, die dem amerikanischen Traum zugrunde liegen. Die USA beachten dieses Problem auf eigene Gefahr nicht
Herr Hunt. zitiert in: USA: Vom Einwanderungsland zur fremdenfeindlichen Festung?
Das sind ja beinahe schon wieder "biblische Zustände", die er heraufbeschwören will. Die anderen Völker würden zu zahlreich. Wie ist es denn mit Mischungen? Der Typ und seine mentale Gefolgschaft wirft echt mit gefährlichen Gedanken um sich.

Angesichts der Entwicklungen in den USA fragt man sich freilich, wie über das Jahr 2050 die Entwicklungen friedlich vonstatten gehen können. Die Bevölkerung nimmt zu. Und die Weissen werden in ein paar Jahrzehnten die Minderheit sein. Das steht fest.

Und wenn welche meckern wollen in den USA, dann am Ehesten noch die Einwohner, die vor den Europäern und den Afrikanern da waren.
 

pibaX

Geheimer Meister
4. November 2002
306
mein alter physik lehrer hat mal was dazu gesagt und zwar:

es ist wie bei der computerchip herstellung, wenn man ein "reines" material besitzt ist die leitfähigkeit zwar vorhanden, aber irgendwie langsam. wenn man nun dieses material "verschmutzt", also mit anderen stoffen, wird die leitfähigkeit um ein vielfaches höher, d.h. alles geht besser und schneller, da sie sich ergänzen... wenn man allerdings die "verschmutzung" übertreibt bricht das system zusammen und erreicht eine leitfähikeit weit schlechter als noch im reinen zustand...
in zahlen

rein = 100% effektivität
leicht verschmutzt (1 -5 %) = 1000% effektivität
stark verschmutzt (> 5 oder 10 % ) = 10 % effektivität

mfg pibax

p.s. werder ich noch mein physiklehrer haben, hatten irgendetwas gegen "verschmutzung"...
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
pibax, daß dieser Vergleich, egal wie Du ihn abschwächst, in diesem Zusammenhang komplett rassistisch ist, fällt dir hoffentlich beim zweiten durchlesen auf.
Amüsant finde ich allerdings daß eine Übertragung ja bedeuten würde, daß das grösste Problem in den USA sein müsste, daß zuviele Europäer Amerika verschmutzt haben. Denn ursprünglich war das Land ja rein "indianisch" :)
 

_Dark_

Ritter Rosenkreuzer
4. November 2003
2.666
agentp schrieb:
pibax, daß dieser Vergleich, egal wie Du ihn abschwächst, in diesem Zusammenhang komplett rassistisch ist, fällt dir hoffentlich beim zweiten durchlesen auf.
ach kommt, ihr wisst doch genau wie er das gemeint hat. ich würde ihm auf gar keinen fall irgendeine art rassismus oder sowas unterstellen, ist doch wohl voll abwegig.

nö, halte ich echt für übertrieben, und den vergleich für sehr gelungen, nur dass man wenn man es unbedingt will, das verschmutzen als rassistisch darstellen kann, ist nicht so vorteilhaft.
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
Ich habe nicht weder geschrieben, daß pibax ein Rassist ist, noch habe ich ihm Rassismus vorgeworfen, sondern ich habe geschrieben, daß dieser Vergleich rassistisch ist. Und dabei bleibe ich. Daß er das vermutlich gar nicht so gemeint war ist mir auch klar deswegen schrieb ich ja auch: "fällt dir hoffentlich beim zweiten durchlesen auf", was eigentlich impliziert, daß ich ihm keine Absicht unterstelle.

Ich finde den Vergleich für überhaupt nicht gelungen, denn was bitte heisst das im Klartext in diesem Zusammenhang ? Dass dem bislang vorwiegend weissen Amerika eine Prise Lateinamerikaner gut tut, aber werden es zu viele, dann leidet die Leistungsfähigkeit, weil eigentlich ja die weissen protestantischen Amerikaner das gute (reine) leistungsfähige (leitfähige) Metall sind und die katholischen Hispanoamerikaner eigentlich etwas Minderwertiges (Schmutz). Also entschuldige mal, wenn das nicht rassistisch ist was denn bitte dann ?
 

Lord_Wind

Geheimer Meister
14. Januar 2003
269
Das heisst im Klartext, das weder das eine noch das andere optimal ist.
Die goldene Mitte ist das wonach man streben sollte.
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
Also weder ein Land in dem nur weisse, protestantische Angelsachsen leben ist optimal, noch ein Land in dem nur katholische Hispanos leben, sondern eins in dem beide in gleichen Teilen zusammenleben ?
Das wird ja immer absurder !
 

k_c

Geheimer Meister
1. Februar 2004
119
es wurde auch schon von einigen experten prophezeit, dass sich einige staaten zu einer hispanischen union zusammenschließen und abspalten würden. das wären dann kalifornien, new mexiko und noch ein paar andere.
das hauptproblem der ais ist hier jetzt wohl, dass sich die verschiedenen kulturen/nationalitäten nicht vermischen, die südamerikanischen einwanderer bleiben meist in den südlichen staaten kurz hinter der grenze.
 

bombaholik

Auserwählter Meister der Neun
14. Oktober 2003
924
agentp schrieb:
Also weder ein Land in dem nur weisse, protestantische Angelsachsen leben ist optimal, noch ein Land in dem nur katholische Hispanos leben, sondern eins in dem beide in gleichen Teilen zusammenleben ?
Das wird ja immer absurder !
Ja wenn sie sich denn wenigstens ERGÄNZEN würden, aber das tun sie nicht.

Beide kapseln sich ab und nutzen weder die guten Eigenschaften des anderen noch repektieren sie sich.

Da mit der heutigen Einstellung "keiner" bereit ist selbstkritik zu über oder anderen gutes zuzugestehen, wird so etwas niemals funktionieren.
Solange es immernoch solch eine Masseneinstellung gibt sollte solche entwicklungen kritisch gegenübergestanden werden, vorallem wenn die zukünftige Minderheit das größte Kapital besitzt.

Man auf was steuert die Menschheit zu?
 

Lord_Wind

Geheimer Meister
14. Januar 2003
269
Also weder ein Land in dem nur weisse, protestantische Angelsachsen leben ist optimal, noch ein Land in dem nur katholische Hispanos leben, sondern eins in dem beide in gleichen Teilen zusammenleben ?
Das wird ja immer absurder !
Also ich versteh das jetzt so, das du eine "reinrassige" Gesellschaft willst.
Was ist dagegen zu sagen, wenn sich unterschiedliche Bevölkerungsgruppen sinnvoll ergänzen?
 

Diskordias Legionär

Geheimer Sekretär
25. April 2002
606
Was wäre dagegen zu sagen, daß man sich einfach vermischt ?
Nichts! Es gibt nur etwas dagegen zu sagen, das es die Leute nicht tun! Einen grossteil Schuld daran hat die Ghettoisierung! Beispiel:
Würde man einen Fremden zwischen die Einheimische Bevölkerund setzten und den nächsten Fremden 2 Strassen weiter, müssten sie die Sprache lernen....und nicht wie teilweise in der BRD, das Leute nach 20 Jahren in Deutschland kein Wort Deutsch können!
 

Danie

Vollkommener Meister
16. Oktober 2003
538
Dark_in_Doubt schrieb:
nö, halte ich echt für übertrieben, und den vergleich für sehr gelungen.
Der Vergleich ist nun alles andere als gelungen.
Warum reines Material?
Was soll das im übertragenen Sinne denn darstellen?
Staatsbürgerschaft?
Hautfarbe?
Religionszugehörigkeit?
Abgesehen davon ist das Problem ja wohl die Abkapselung bestimmter
Gruppen.
Beim Halbleiter ist eben das nicht gegeben.
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
Einen grossteil Schuld daran hat die Ghettoisierung!
Also hier in Berlin wohnen nicht die Ausländer zusammen in Ghettos, sondern Ausländer, Studenten, Sozialhilfeempfänger und alleinerziehende Mütter. Kurz: Alle die sich keine teureren Wohnungen leisten können.
Ich glaube die meisten türkischen Familienväter würden, wenn sie sich´s leisten könnten auch lieber im schicken Vorort mit Garten wohnen. Insofern ist die Ghettoisierung denke ich nur bedingt durch die Ghettoisierten selbst gewollt.
In den USA sind die Chancen mit der falschen Hautfarbe einen guten Job und eine Wohnung in einer vernünftigen Gegend zu kriegen noch erheblich geringer und ich zweifle auch nicht daran, daß die meisten farbigen Mütter lieber einen Colin Powell als einen OG heranziehen würden, aber wenn man nur da wohnen kann, wo die Gangs herrschen und die Schulen scheisse sind, dann hat man halt schlechte Papiere.
 

Aladin

Geheimer Meister
29. Februar 2004
205
Das "Gleichnis" von @pibaX ist etwas unglücklich, obwohl sicher auch ein Wahrheitsgehalt vorhanden ist.

Menschliche Entwicklungen nur anhand von physischen, also materiellen, Modellen zu erklären bzw. zu formen wird immer in eine Katastrophe münden. Hier treffen wir wieder auf die materialistischen Konzepte der Moderne. Kapitalismus wie auch Sozialismus orientieren sich leider an diesem Welt-und Menschenbild.

Begriffe wie "reines Material" kann man vielleicht in der Chemie uä. Wissenschaftsbereichen einsetzten. Aber auf den Menschen bezogen ist dieser Begriff fehl am Platze. Wie soll denn "rein" gemässen werden? Biologisch vielleicht? Das würde zwangsläufig wieder zum Rassismus führen. Damit tritt dann auch die Frage nach der Antithese vom "reinen" auf. Was ist dann das "verschmutzte" oder "nicht reine"? Wenn wir das auf die menschliche Kultur beziehen, eventuell eine Art Dekadenz?

Wir wissen ja auch das es keine 100%-"reinen" Kulturen gibt. Jede menschliche (Hoch)Kultur ist aus mehreren kulturellen Komponenten hervorgegangen. Die entstanden. Die alten Griechen haben wiederum alt-ägyptische Einflüsse gehabt und von diesem Ganzen haben sich dann die Römer leiten lassen usw. Es kommt wohl eher darauf an die unterschiedlichen Elemeten menschlicher Kultur richtig einzusetzen. Das Gute, Schöne und Richtige hervorzheben.

Klar, das ist leicht gesagt... Erst einmal müßte man natürlich definieren was "gut", "schön" und "richtig" ist. Und da gibt es fast genauso viele Ansichten wie es Menschen gibt. :roll:
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Wenn ein Volk bunt ist, dann das Volk der USA bestimmt. Wenn man ihre nationalen Herkünfte mal herausfiseln würde, dann allein schon ist es mit Huntingtons Argumentation - woher die Werte in den USA denn kämen - schon weiter her. Huntington betont angloprotestantische Kultur als Grundlage - ist das nicht sehr einseitig? Kamen die Migranten einst alle von Groß Britannien? Wenn die Grundlage seiner Argumentation an der Stelle schon hinkt, Tatsachen nicht beachtend, wie soll es erst mit den Folgeargumenten werden?
Auf Zerpflückung darf sich dieser Spezialist noch gefasst machen.
Das Buch wird erst im Mai erscheinen, doch in der Märzausgabe der Zeitschrift Foreign Policy fasst Huntington die Grundaussagen seines Buches zusammen. Wer in einem Wahl- und Kriegsjahr Feuer an die Pulverfässer Einwanderungspolitik und nationale Identität legt, verschafft sich natürlich Öffentlichkeit, und so ließ der Protest nicht lange auf sich warten.

In der mexikanischen Zeitung Reforma beschimpfte der Wirtschaftswissenschaftler Jesús Silva-Herzog Marquez Huntington als „Stephen King der Politikwissenschaft“, der zwar viele Bücher verkaufe, die aber einer wissenschaftlichen Nachprüfung nicht lange standhielten. Der Lateinamerikakorrespondent des Miami Herald Andrés Oppenheimer schrieb: „ein großer Tag für Rassisten in Amerika, nachdem sie einen weltweit anerkannten Intellektuellen gefunden haben, der ihre Ressentiments gegen die hispanische Bevölkerung rationalisiert“, und fragte: „Was kommt als nächstes? Die Warnung vor der Braunen Gefahr?“
Der Gefahr eines beschworenen Rassismus muss Amerika nun in die Augen sehen. Die Bevölkerungsanteile werden sich verändern, aber das geht auch ohne dass die USA auf die unterschwelligen Argumente intellektueller Konfliktspezialisten hereinfallen.


Doch Huntington scheut auch nicht vor wissenschaftlich untermauerter Polemik zurück, um genau diese Gemeinsamkeit anzuzweifeln. So stellt er der Gefahr einer demographischen Eroberung Amerikas durch die gebärwilligen Latinomassen das Beispiel Bosnien-Herzegovina gegenüber.
Ist es denn für ihn nun günstig, dass in Bosnien-Herzegowina der Konflikt eskaliert? In seinem Kopf steckt Rassismus.


Huntingtons Buch kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Einwanderungspolitik ist in diesem Wahljahr ein heißes Eisen.
Würde nun eher Bush oder Kerry auf ihn setzen? Beide?

Zitate aus: Die braune Gefahr
 
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