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Die Ehe - Göttliche Pflicht oder menschliche Erfindung?

a-roy

Mensch
22. Oktober 2007
10.946
High, friends
so mancher glaubt ja, dass Mann+Frau nur in der Ehe liebesmäßig zusammen sein dürfen, weil dies ein göttliches Gebot sei.
Andere halten dies zwar für eine menschliche Erfindung, heiraten aber trotzdem, um ihr Glück zu 'besiegeln'.
So manche Menschen heiraten, weil sie sich dadurch gewisse Vorteile versprechen, sei es im sexuellen oder materiellen Bereich, z.B. Steuervorteile, Aufenthaltsrecht.
Dann gibt's auch die, die heiraten 'müssen', damit das gemeinsame Kind nicht unehelich geboren wird.
So manche New-Ager lehnen zwar eine Ehe als antiquiert ab, haben aber eigene 'Heiratsrituale' entwickelt.
Wiederum andere lehnen eine Ehe ab, weil sie keine Verpflichtungen eingehen wollen.
Ein anderer Teil meint, dass monogame Beziehungen nicht natürlich seien + der Mensch promiskuitiv leben muss, um die Art zu erhalten.
Dann gibts die, die meinen, dass eine Ehe nicht mehr zeitgemäß + überholt sei.

Wie sieht's denn bei euch aus?
Haltet ihr die Ehe für richtig, wichtig + notwendig, abgesehen davon, ob dies nun göttliches Gebot ist oder nicht?
In diesem Gebot ist ja auch Sex ohne Ehe verboten, das möchte ich auch gerne diskutiert haben.
Wenn Nein: Warum nicht + wie sollten wir zusammen leben?

Ich freu' mich schon auf eine spannende Diskussion!
 

dtrainer

Wiedergänger
17. Dezember 2008
10.562
AW: Die Ehe - Göttliche Pflicht oder menschliche Erfindung?

Göttliche Pflicht? Ich kenne keine Religion, in der die Ehe vorgeschrieben wäre - sie ist empfohlen, aber nicht verpflichtend.
 

mmkretsch

Erhabener auserwählter Ritter
17. Mai 2008
1.113
AW: Die Ehe - Göttliche Pflicht oder menschliche Erfindung?

Hallo a-roy,
also die Ehe mit einer Göttin würde ich definitiv als verpflichtend betrachten.;)
Ohne jetzt die ganze Geschichte der Ehe aufrollen zu wollen, würde ich persönlich es schon als tendenziell bedenklich empfinden, wenn in einer Gesellschaft der Entschluss, mit einem Menschen einen Großteil seines Lebens verbringen zu wollen oder eine Familie gründen zu wollen, nicht mehr von einem Ritual begleitet wird, das diesen Schritt als einen wichtigen Schritt kennzeichnet.

Wieder so ein Thema mit vielen möglichen Blickwinkeln.
Erst mal nur soviel...

Gruß
mmkretsch
 
H

Hazele

Gast
AW: Die Ehe - Göttliche Pflicht oder menschliche Erfindung?

Warum gibt es dann Zwangsehen Aufgrund der Religion?
 

mmkretsch

Erhabener auserwählter Ritter
17. Mai 2008
1.113
AW: Die Ehe - Göttliche Pflicht oder menschliche Erfindung?

Weil die Religionen nicht nur menschengemacht, sondern die meisten offensichtlich auch von Männern gemacht sind. Wenn also z.B. der Prophet Muhammed ein Kind im Alter von sechs Jahren ehelichte und diese Ehe dann drei Jahre später "vollzog", muß es nicht wundern, das dieses Vorbild Praxis macht.
 

Grubi

Moderator
Teammitglied
1. Juni 2008
6.431
AW: Die Ehe - Göttliche Pflicht oder menschliche Erfindung?

Moin

Nein, eine göttliche Pflicht für jeden zu heiraten gibt es nicht, das ist jedem selbst überlassen, bis er sich in einen anderen Menschen verliebt und beschliesst mit diesem Menschen zusammenzuleben.
Dann melden sich die Religionsbeuftragten zu Wort und weisen darauf hin dass wilde Ehen innerhalb der Gemeinschaft nicht geduldet werden können, weil es nicht gottgefällig ist.
Thomaus aus Berlin hatte dazu mal Stellung bezogen: http://www.weltverschwoerung.de/glaube-religion/24367-bahai-exkommunikation.html#post589074

Dann - wurde endlich der Kitab-i-Aqdas auch in Deutsch veröffentlicht. Ein- oder zwei Jahre später war der Kitab-i-Aqdas in allen bekannten Sprachen der Welt veröffentlicht, und das damalige UHG beschloss den Kitab-i-Aqdas verbindlich für alle Baha'i in Kraft zu setzen. Harmonische, aber "wilde" Ehen wurden auseinander gerissen, plötzlich wurden Freunde von Freunden "angeschwärzt" (ich weiss, ich weiss, man hat das freundlicher formuliert.... "anschwärzen" war's trotzdem) und manche Gemeinde und mancher GR "überschlug sich geradezu", um den vermeindlichen Willen Gottes sklavisch genau zu befolgen. Das - war auch die Zeit der ersten Austrittswelle von Gläubigen, die völlig zurecht gesagt haben: "...wenn ich einen Pfarrer/Priester haben will, der über mich bestimmt, kann ich das einfacher haben....".

So gesehen ist eine Ehe natürlich nicht verpflichtend wenn man mit jemandem zusammen das Leben meistern will, man wird dann halt unter Umständen von der Gemeinschaft ausgeschlossen wenn man sich dem Willen der Gemeinde nicht beugen will.

Aber eine Pflicht lässt sich daraus natürlich nur mit bösem Willen ableiten...

Die ganzen Zwangsehen die unter dem Deckmantel religiöser Traditionen stattfinden, sind natürlich auch nicht als Pflicht zu betrachten...

Gruss Grubi
 

dtrainer

Wiedergänger
17. Dezember 2008
10.562
AW: Die Ehe - Göttliche Pflicht oder menschliche Erfindung?

Na dann mal her mit dem Beispiel, daß jemand exkommuniziert wird weil er nicht heiratet.
Thomas' Fall ist dafür kein Beleg, da ging es um etwas ganz Anderes, und ausgeschlossen wurde er auch nicht.
Immer schön auf dem Teppich bleiben.
 

mmkretsch

Erhabener auserwählter Ritter
17. Mai 2008
1.113
AW: Die Ehe - Göttliche Pflicht oder menschliche Erfindung?

Hm... Joseph "Lügenmaul" Goebbels wurde exkommuniziert, weil er eine Protestantin heiratete. Der einzige hohe Nazi, dem dieses (Exkommunition), so weit ich weiß, widerfuhr. Die Kirche hat halt ihre Standards.
 

Grubi

Moderator
Teammitglied
1. Juni 2008
6.431
AW: Die Ehe - Göttliche Pflicht oder menschliche Erfindung?

Oh, da ist mir ein Fehler unterlaufen...

Exkommunizierung gibt es bei den Bahai nicht.

Wir hatten das Thema ja schopnmal an anderer Stelle besprochen, bei den Bahai wird nur mit der Entziehung der Administrativen Rechte gedroht wenn jemand seine wilde Ehe nicht beenden will.
Das war hier: Was heisst seinen Mitmenschen lieben ?
Zitat Grubi:
Ist eine "wilde Ehe" oder vorehelicher Geschlechtsverkehr unter nicht verschiedengeschlechtlichen Menschen, bei den Bahai, auch mit dem Verlust der administrativen Rechte verbunden?
Gruss Grubi

Zitat dtrainer:
Grundsätzlich ja. Es ist allerdings das letzte Mittel; wird einem Geistigen Rat ein solcher Vorgang bekannt, wird er die Betroffenen zu einer gemeinsamen Beratung einladen, es wird darum gehen, ob es nicht möglich ist aus der wilden eine reguläre Ehe zu machen, ob man vielleicht Hilfe benötigt um Hindernisse zu beseitigen etc.
Bei Weigerung wird er eine Frist setzen.
Verstreicht die ohne Änderung, können die administrativen Rechte entzogen werden.
Entfällt der Gruind dafür, werden sie wieder in Kraft gesetzt.
Bei einer gleichgeschlechtlichen Verbindung , fremdgehen, etc. ist das Verfahren ganz genauso.

Das ist tatsächlich kein Rausschmiss aus der Gemeinde, es stellt lediglich eine Stigmatisierung dar...

Gruss Grubi

PS: Hier noch eine kleine Anekdote aus der christlich geprägten Religionswelt: http://www.badische-zeitung.de/frei...-sie-ihren-kirchen-weit-voraus--34254844.html
 

Dirtsa

Meister vom Königlichen Gewölbe
15. Januar 2011
1.314
AW: Die Ehe - Göttliche Pflicht oder menschliche Erfindung?

Hallo a roy,


es gibt, wie du schon ausgeführt hast, viele Gründe dafür und dagegen. Heute hat sich der Aspekt der Wirtschaftsgemeinschaft verringert und dafür die emotionalen Gesichtspunkte mehr Gewicht bekommen. Auch nicht religiöse Menschen heiraten oder pflegen analoge Rituale, wie du beschrieben hast.


Rein subjektiv für mich kann ich sagen:
Nein:
wenn man sich nicht (an diesen einen Menschen)dauerhaft binden will oder kann


nein:
wenn man sich die Möglichkeit offen lassen will.jemand, Anderen, Besseren, Passenderen zu finden


nein
bei zu viel Angst, vor Autonomieverlust


nein,
wenn man nicht bereit ist, den anderen, mit all dem was ihn ausmacht anzunehmen, ihn anders sein zu lassen, anders als man selbst, anders als das Bild des Märchenprinzen, der Märchenprinzessin


nein,
wenn man nicht alleine sein kann


nein
aus sozialem Druck heraus


nein
nur des Status wegen


Ja,
wenn sich zwei gefunden haben, die sich mögen, lieben und begehren, einander gut tun, in der beidseitigen Gewissheit angekommen und angenommen zu sein, weitgehend angstfrei und vertrauensvoll miteinander umgehen und kommunizieren und obwohl sie sich der Risiken und Unzulänglichkeiten und des Krisenpotentials bewusst sind, diesen Zustand lebenslang miteinander pflegen, loyal und füreinander da sein wollen.
Dann aber unbedingt. Dann ist das °Ja“ vor dem Standesamt und vor dem sozialen Umfeld ein „Ja“ füreinander und für die Beziehung, bejaht die eigene Existenz, Vertrauenswürdigkeit und Wertigkeit, wie kaum was Anderes.
Wenn jemand gottesgläubig und/oder in religiöse Gemeinschaften eingebunden ist, ist es zusätzlich ein Ja vor dieser religiösen Instanz.

Eine Beziehung, die die Perspektive einer Ehe grundsätzlich ausschliesst, hat ihre Berechtigung aber für mich einen anderen qualitativen Stellenwert



Wie man dieses Miteinander dann ausgestaltet, ob es dauerhaft gelingt, steht auf einem anderen Blatt.


Zur Frage der sexuellen Monogamie
Auch verheiratete Paare können bekennende Swinger sein, sich darauf verständigen offene Beziehungen zu führen, ihre Sexualität teilweise auslagern. Ob sowas langfristig die Beziehung gefährdet oder bereichert, hat mit dem Status des verheiratet seins, meiner Ansicht nach wenig zu tun sondern mehr damit ob beide Sexualität teilweise getrennt von Liebe , Beziehung, Eifersucht und Verlustangstsehen, empfinden und leben wollen und können.
 

dtrainer

Wiedergänger
17. Dezember 2008
10.562
AW: Die Ehe - Göttliche Pflicht oder menschliche Erfindung?

Grubi schrieb:
Das ist tatsächlich kein Rausschmiss aus der Gemeinde, es stellt lediglich eine Stigmatisierung dar...
Unsinn. Das kostet das Wahlrecht und das Recht, zu spenden - an sämtlichen Veranstaltungen kann der Betroffene weiterhin teilnehmen.
Aber bitte, wenn du befürworten willst daß jemand eine Religion freiwillig annimmt und damit auch ihre Regeln akzeptiert, dann munter dagegen verstoßen darf und keiner tut was dagegen, dann sag das ruhig.
Ich sag dann aber gleich vorneweg, dann kannst du jede freiwillige Vereinbarung gleich in die Tonne kloppen. Ist ja nur leeres Geschwätz ohne jede Bedeutung.
 

Marabu

Geheimer Meister
31. Januar 2011
130
AW: Die Ehe - Göttliche Pflicht oder menschliche Erfindung?

Warum gibt es dann Zwangsehen Aufgrund der Religion?
Weil irgendwann in alten Zeiten irgend jemand mal etwas mehr sein wollte und dann die Menschen nach seiner Meinung/Ansichten "tanzen" lassen will.
Da kommen die unmöglichsten Dinge zutage, da werden Menschen an ihren Genitalien verschnitten, angeblich auf Grundlage, daß das unsichtbare Wesen
dies halt irgend jemandem gesagt haben soll.
Da werden Rechte manifestiert, die auf diesen Grundlagen beruhen, ob sie dem Menschen gut tun oder nicht.
Da regt man sich darüber auf, daß Gott oder wie sie alle genannt werden, Auschwitz nicht verhindert hat - hat er Verstümmelungen verhindert ?
Hat Er nicht, laut Bücher, alles richtig und vollkommen gemacht ?
Wozu dann vom Menschen Korrekturen ?
Ist man nicht davon überzeugt, daß alles Gemachte bereits seine Logik in sich trägt.
Nur ja nicht an Traditionen rütteln, da könnte ja der Lack abfallen.
Nur ja nicht nachdenken, daß, wenn der sensible Teil des Menschen - um den Unterleib -
gerade von der Biologie auch oft beschrieben, weg geschnitten wird, und damit nicht nur
symbolisch die Härte erreicht wird. Oft auch mit nachteiligen Folgen.
Die Religion nimmt sich immer das Recht, auch Grausamkeiten zu verteidigen, denn das kann der Mensch gut,
alles, was nicht rechtens ist, was gegen die Menschlichkeit ist, als richtig zu verteidigen, so in der Art:
"weil wir es wollen". *kopfschüttel*

Und dann, nicht vergessen: Immer schön gehorsam sein - alles akzeptieren, was mal gesagt und geschrieben wurde,
nur ja nichts antasten - Massenlenken - *joint* sonst klappt`s ja nicht mit der Religion.
 

dtrainer

Wiedergänger
17. Dezember 2008
10.562
AW: Die Ehe - Göttliche Pflicht oder menschliche Erfindung?

Genau das unterschreibst du, wenn du Baha'i wirst. Freiwillig. Willst du das nicht, mußt du ja nicht der Gemeinde beitreten.
 

Dirtsa

Meister vom Königlichen Gewölbe
15. Januar 2011
1.314
AW: Die Ehe - Göttliche Pflicht oder menschliche Erfindung?

ber bitte, wenn du befürworten willst daß jemand eine Religion freiwillig annimmt und damit auch ihre Regeln akzeptiert, dann munter dagegen verstoßen darf und keiner tut was dagegen, dann sag das ruhig.

@dtrainer, mit dem Annehmen einer Religion gibt man die Verantwortung für sein Leben, seine Beziehungen und sein Glück an die Gemeinschaftsregeln ab?
 

Grubi

Moderator
Teammitglied
1. Juni 2008
6.431
AW: Die Ehe - Göttliche Pflicht oder menschliche Erfindung?

Unsinn. Das kostet das Wahlrecht und das Recht, zu spenden - an sämtlichen Veranstaltungen kann der Betroffene weiterhin teilnehmen.
Aber bitte, wenn du befürworten willst daß jemand eine Religion freiwillig annimmt und damit auch ihre Regeln akzeptiert, dann munter dagegen verstoßen darf und keiner tut was dagegen, dann sag das ruhig.
Ich sag dann aber gleich vorneweg, dann kannst du jede freiwillige Vereinbarung gleich in die Tonne kloppen. Ist ja nur leeres Geschwätz ohne jede Bedeutung.

Naja, dann hättest du das hier ja nicht behaupten müssen:

Göttliche Pflicht? Ich kenne keine Religion, in der die Ehe vorgeschrieben wäre - sie ist empfohlen, aber nicht verpflichtend.

Na klar, die Entziehung der administrativen Rechte hat nix mit Druck zu tun, es ist nur eine kleine Empfehlung...
Und dann nennst du meine Behauptung Unsinn?
Das ist ja ganz schön frech...

Was die Entziehung der administrativen Rechte für einen Gläubigen Bahai bedeutet hatte Thomas aus Berlin schonmal an anderer Stelle erörtert.
Natürlich ist das ein Druckmittel und es wird angewandt um einem Gemeindemitglied deutlich zu machen, dass er in der Gemeinde Pflichten hat die sich aus einem göttlichen Willen ableiten klassen.


Gruss Grubi
 

dtrainer

Wiedergänger
17. Dezember 2008
10.562
AW: Die Ehe - Göttliche Pflicht oder menschliche Erfindung?

@Dirtsa,
Das hast du gesagt. Ich sehe das nicht so - wenn ich einen Offenbarer als Gottesboten annehme, kann ich mich nicht hinstellen und meinen, ich wüßte es besser. Wenn mir die Regeln der Gemeinschaft nicht zusagen, trete ich ihr nicht bei.
@Grubi,
Dann erläutere mir doch mal wie du dir das vorstellst. Regeln sollen also nicht bindend sein, alles ist beliebig? Wozu dann einer Religion angehören, wenn die gar nichts zu sagen hat? Kann man doch gleich sein lassen.
Naja, dann hättest du das hier ja nicht behaupten müssen:
Was hat das damit zu tun? Die Ehe ist nicht vorgeschrieben, du kannst problemlos Single bleiben. Für die Ehe, wenn du sie dann schließt, gelten aber Regeln.
Ich kann mir das Gesicht der zuständigen GR-Mitglieder in Thomas' Fall gut vorstellen "was will der? Urlaub von der Religion machen, um Gesetze zu brechen und gegen unsere Regeln zu verstoßen? Geht's noch?" :D
Das taugt nicht als Beleg, nochmal, lies es nach.
 
Zuletzt bearbeitet:

Dirtsa

Meister vom Königlichen Gewölbe
15. Januar 2011
1.314
AW: Die Ehe - Göttliche Pflicht oder menschliche Erfindung?

Wenn mir die Regeln der Gemeinschaft nicht zusagen, trete ich ihr nicht bei.

ich kenne nicht eine einzige Gemeinschaft, ob reliriös oder nicht, deren Regeln ich alle gut finden und befolgen würde ohne dass ich die Notwendigkeit von Regeln grundsätzlich in Frage stellen würde. Hier in dem Zusammenhang, geht es um persönliches Glück, was niemandem Schaden zufügt aber unter Umständen den Regeln einer Gemeinschaft geopfert werden soll. Als eigenverantwortlicher Mensch, muss man manchmal von seiner Remonstrationspflicht Gebrauch machen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Grubi

Moderator
Teammitglied
1. Juni 2008
6.431
AW: Die Ehe - Göttliche Pflicht oder menschliche Erfindung?

[...]
@Grubi,
Dann erläutere mir doch mal wie du dir das vorstellst. Regeln sollen also nicht bindend sein, alles ist beliebig? Wozu dann einer Religion angehören, wenn die gar nichts zu sagen hat? Kann man doch gleich sein lassen.

Gegen Regeln habe ich nicht grundsätzlich etwas, zum Sinn oder Unsinn einer Ehe habe ich mich hier auch noch garnicht geäussert.
Mir ging es nun erstmal darum darzustellen, dass aus religiösen Regelwerken durchaus eine Verpflichtung zur Ehe abzuleiten ist wenn man in einer Partnerschaft zusammenleben möchte.

Das habe ich entgegen deiner Behauptung dargestellt:
Göttliche Pflicht? Ich kenne keine Religion, in der die Ehe vorgeschrieben wäre - sie ist empfohlen, aber nicht verpflichtend.


Gruss Grubi
 

dtrainer

Wiedergänger
17. Dezember 2008
10.562
AW: Die Ehe - Göttliche Pflicht oder menschliche Erfindung?

Ich glaube, du mußt dich bemühen zu verstehen was der Beitritt zu einer Religion bedeitet - mag dir ja schwer fallen, da du ja Glauben kritisch siehst.
Man anerkennt einen Gottesboten. Das bedeutet natürlich, daß man davon ausgeht, daß die offenbarten Lehren, Regeln, Ermahnung etc. von Gott stammen und richtige Führung sind.
Da hinzugehen und zu sagen "dies oder jenes weiß ich aber besser" ist absurd, völlig undenkbar, wer das denkt soll sich bitte allem möglichem anschließen, aber nicht einer Religion.
Es gibt dennoch einen weiten Spielraum für änderbare Entscheidungen, aber nicht bei den grundlegenden Prinzipen. Das habe ich zu prüfen, bevor mich mich zum Beitritt entschließe. Akzeptieren und dann dagegen arbeiten ist weder verantwortlich noch sinnvoll.
 

Nachbar

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
20. Februar 2011
4.953
AW: Die Ehe - Göttliche Pflicht oder menschliche Erfindung?

Hier scheint eine thematische Trennung nicht recht zu glücken:

a) Trete ich einer Religionsgemeinschaft bei - und akzeptiere somit auch deren Regeln?
b) Zu was verpflichten mich diese Regeln - und wie wird ein Zuwiderhandeln sanktioniert?
 

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