Der Unterschied zwischen Mensch und Tier

Wowbagger

Intendant der Gebäude
Schön, aber warum maßen wir uns dann an, die Motivationen der Tiere zu erklären, warum sie dieses oder jenes tun oder lassen?

Grüsse.......
 

Tarvoc

Ritter vom Osten und Westen
Ich habe die Theorie, dass es mindestens drei "Stufen" des Bewusstseins gibt. Wobei "Bewusstsein" dasselbe sei wie "Geist", also das, was Seele und Körper verbindet.

Die erste Stufe, die tierische, ist noch recht schwach. Tiere haben eine Seele, aber der Geist, also die Verbindung Seele-Körper ist so schwach, dass sie nur instinktbedingt handeln und die Vernunft (die der Seele sowieso als Grundeigenschaft gegeben ist, ebenso wie Emotion) noch schlummert.

Die zweite Stufe, die menschliche, ist von aufkommender Vernunft, aber auch von immer stärker werdenden Emotionen beeinflusst. Beides prallt aufeinander und erzeugt Konflikte. Vernunft hilft, die besten Umgangsformen für das Miteinander zu finden und ermöglicht Mathematik und Naturwissenschaft. Aber ein Denken aus reiner Vernunft macht einen zu starr für Neues. Emotion hilft, Verborgenes zu erkennen, was die Vernunft nicht fassen kann, aber wenn man sich nur auf die Emotion verlässt, wird man aggressiv und machtgierig. Beides prallt aufeinander, und so entstehen Konflikte.

Auf der dritten Stufe harmonieren Vernunft und Emotion vollkommen miteinander, das "Tierische" am Menschen ist vergangen, es gibt weder Hass und Machtstreben, noch Starrheit und Konservativität.

Ob es mehr Stufen gibt, entzieht sich meiner Kenntnis.

Wir befinden uns auf der zweiten Stufe, und gehen langsam in die Dritte über. Doch wenn wir zu lange auf der zweiten Stufe verweilen, ist das unser Untergang.
 

Amrei

Geheimer Meister
da denke ich gleich. dem menschen ist es erst möglich geworden so komplex und nennen wir es mal "unnütz" zu denken, weil er nicht sekunde für sekunde daran denken muß sich was zu futtern zu holen. Klar kann da einer jetzt kommen und sagen "jaaaa, aber ein normaler Haushund muß auch nicht dran denken" dann liegt derjenige jedoch falsch. Ein hund tut sehr wohl etwas für sein Hapahapa! er bettelt ununterbrochen, selbst wenn er keinen hubnger mehr hat. und wenn es ihm möglich ist frisst er soviel bis er erbrechen muß und dann frisst er wieder. wartum macht er das?
Ist es übrig geblieben aus seiner "wilden" zeit? Kann schon sein.. ich denke aber er denkt auch ein wenig über morgen nach, ob er da auch noch sein fressen bekommt.
Der mensch ist nicht einzigartig wegen seines Denkens sondern wegen seiner Grausamkeit


liebe Grüße
 

Wowbagger

Intendant der Gebäude
Hey Amrei,
ich dreh das einfach mal ein wenig hin und her:
Dein Beispiel beschreibt Raubtierverhalten in freier Wildbahn und die Überbleibsel bei einer domestizierter Spezies.
Nehmen wir mal Schafe, die bei artgerechter Haltung (Biohof) gar keinen Stress mit der Nahrungsbeschaffung haben. Betteln ist unnötig und Pflanzenfresser schlingen ja auch nicht so heftig, weil das Futterneid-Problem kaum eine Rolle spielt.
Wir können uns hoffentlich einigen, dass die kleinen Schäfchen sich keine Gedanken machen müssen, ob es morgen lecker Happi gibt.
Nach Deiner Theorie ist es wahrscheinlich, dass jene Tiere irgendwann (so richtig viel später) in der Lage sein werden, zu philosophieren... :wink:
Das meintest Du doch mit "unnütz Denken", oder?
Ich glaub, ich fasel schon wieder...

Grüsse.......
 

Hiob

Geselle
Mir kam gerade ein Gedanke:

Laut Evolutionslehre stammt der Mensch vom Affen ab. Allerdings kann man bei Affen (soviel ich weiß auch nicht bei Menschenaffen im Zoo, die sich auch keine Gedanken um Futter machen müssen) keine Ansätze zu Philosophischen Gedanken ausmachen.
Jetzt frage ich mich: Wenn der Mensch auch nur ein Tier ist, wann hat er dann die Fähigkeit entwickelt, philosophisch zu denken? Wenn man es davon abhängig macht, daß er sich keine Sorgen ums Überleben machen muß, dann würden wir noch heute rein instinktgesteuert agieren.
Wann kam dieser Umbruch? Wann wurde der Mensch etwas besonderes?
 

Amrei

Geheimer Meister
viel interessanter @hiob fände ich die farge WARUM hat er philosophieren gelernt? Einen richtigen grund dafür sehe ich nähmlich nicht, man kann sich auch ohne "balast"gedanken ernähren und fortpflanzen, also überleben. gefährdet nicht gerade das Philosophieren das Fortbestehen, ist es vielelicht von der natur erfunden worden um uns los zu bekommen? Mh... also ich weiß nicht so recht was darauf die antwort sein soll
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stimmt übrigens was du sagst mit den Schafen. nach näherem Übderdenken leuchtet mir das ein. Aber ich empfinde manchmal trotzdem größeren respekt vor einem tier als vor einem menschen.

liebe Grüße
 
A

Anonymous

Gast
Mal ein ganz interessantes Beispiel für Teamwork :lol:

Ich hab einen kleinen Mischling im Haus und ne Rottweilerhündin im Garten...

Manchmal hab ich aber auch beide im Haus....

Ich sitze im Wohnzimmer, die Hündin schläft vor meinen Füßen....

Der kleine Mischling kratzt an der Küchentür, aber die ist zu....

Da kommt dieser kleine Bastartd zur Rottweilerhündin, setzt sich hin und stupst die mit Pfote un Nase an....

Beide gehen zur Küchentür, der Rottweiler springt an die Klinke, zack Tür auf, der kleine Mischling pacht mit der Pfote in die Griffmulde vom Schrank und zieht die Tür auf und beide schauen was so in meinem Brotschrank ist..... 8O

Ist Teamwork ein Anzeichen für Inteligenz? Ich finde das war ne ganz schön komplexe Handlungsfolge für 2 Hunde ;)

JV44
 

Hiob

Geselle
@ Amrei

Der Mensch hat gemerkt, daß er durch die Lösung der Frage "Warum" zu besseren Lösungen kommen kann. Daß man durch Überlegen konkrete Lösungen zu Stande bringen kann. Wenn man etwas versteht, kann man es verbessern. So haben die Menschen versucht immer mehr zu verstehen. Und so kamen sie irgendwann an eine Grenze zur Philosophie. Wenn man zum Beispiel die höheren Ziele des Lebens erkennen würde, könnte man andere Menschen besser manipulieren, indem man das ausnutzt. Aber du hast schon recht. Durch Philosophie bekommt man Visionen(Von einere Besseren Welt z.B., nicht wie von Drogen) Und solche Gedanken bewirken, daß man etwas verändern möchte. Veränderung führt immer zu Konflikten...Peng...Schon haben wir etwas, was die Gesellschaftliche Ordnung bedroht. Darum Versuchen auch die Machthaber einer Gesellschaft immer, solche Philosophen zum Schweigen zu bringen, denn solches Gedankengut gefährdet ihre Position...
Damit ist aber die Frage nach dem WARUM leider noch nicht geklärt. Warum fängt gerade der Mensch an zu Philosophieren, und nicht der Schimpanse? Ich bin der Meinung, daß gerade die Möglichkeit der Menschen solche Gedanken zu haben, ihn von der grauen Masse der Tiere abhebt.
 

Wowbagger

Intendant der Gebäude
@ Hiob

Zitat: " Wenn man zum Beispiel die höheren Ziele des Lebens erkennen würde, könnte man andere Menschen besser manipulieren, indem man das ausnutzt."

Mit dieser Aussage lässt Du mich vermuten, Du hättest eine Idee, wie diese "höheren Ziele" aussehen. Oder wie kommst Du sonst darauf?

Zitat: "Warum fängt gerade der Mensch an zu Philosophieren, und nicht der Schimpanse? Ich bin der Meinung, daß gerade die Möglichkeit der Menschen solche Gedanken zu haben, ihn von der grauen Masse der Tiere abhebt."

Das hatten wir zwar schon, aber egal. Vielleicht hast Du ja ´ne Antwort darauf...
Woher willst Du wissen, ob bzw. was z.B. Schimpansen denken? Diese Vermutung entspringt doch lediglich dem arroganten Selbstverständnis der Menschen!

Grüsse.......
 

Oktron

Geselle
Hi


Der unterschied zwischen Mensch und Tier besteht darin, das es bei Tieren noch Selbstlose taten gibt.

Außerdem hat der Mensch wie ja schon erwähnt wurde mehr abzweigungen auf der Straße die wir Gednaken nennen und somit kann er seinen Imperialismus besser ausleben



mfg Oktron
 

Hesinde

Großmeister
Oktron schrieb:
Der unterschied zwischen Mensch und Tier besteht darin, das es bei Tieren noch Selbstlose taten gibt.
Und gerade das stimmt nicht. Jedes Tier ist auf seinen Vorteil bedacht (Überleben, Arterhaltung, Schutz des eigenen Wurfes, etc. alles Instinkte). Damit unterscheidet es sich nicht von einem Menschen (oder arbeitest du umsonst?).

Der Mensch ist biologisch gesehen ein Säugetier. Das einzige, was uns von klassischerweise von anderen Tieren unterscheidet, ist die Vernunftbegabung, sprich, das abstrakte Denken und das Abwägen von Konsequenzen. Außerdem haben Menschen ein Zukunftsdenken. Und mittlerweile gibt es Untersuchungen darüber, dass diese Attribute nicht dem Menschen ausschließlich zu eigen sind. Bonobos z. B. (eine Affenart) legen ein ebensolches Kalkül wie der Mensch an den Tag, wenn es darum geht, persönliche Vorteile zu erlangen ("dass es einem besser geht").

Außerdem hat der Mensch wie ja schon erwähnt wurde mehr abzweigungen auf der Straße die wir Gednaken nennen und somit kann er seinen Imperialismus besser ausleben
"Imperialismus" ist eine von Menschen geprägte Interpretation einer staatlichen Handlungsweise. Vergleichen wir den Menschen biologisch mit dem Tier, hat der Imperialismus so viel darin verloren wie als wenn wir Äpfel mit Birnen vergleichen würden.

Kannst du näher erläutern, was du meinst?
:?
 

Oktron

Geselle
Hi


Ich bin deshalb der Meinung das nur Tiere Selblos handeln, weil zbs Bienen ohne Rücksicht auf das eigen Leben ihr Nest verteidigen. Menschen würden so etwas nur aus Befriedigung ihrer Komplexe tun.l Sprich der Mensch geilt sich an seinen vermeintlich selbstlosen Taten auf und holt sich somit Anerkennung.


Imperialismus bedeutet laut Duden:
Streben nach Ausweitung des Herrschaftsbereiches

Und das tut doch wohl jeder Mensch oder etwa nicht?


mfg Oktron
 
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