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Der größte Feind des Wissens ...

Trestone

Geheimer Meister
12. April 2002
306
Hallo,

schon oft bin ich auf folgendes Phänomen gestoßen: Ich suchte die Lösung eines Problems und war mir ganz sicher, dass ich einen Teil schon wußte bzw. dass in einer bestimmten Richtung die Lösung nicht zu suchen war. Nach längerer erfolgloser Suche kam es dann ganz anders:
1. war die vermeintliche Teillösung falsch und
2. lag die Lösung auf dem angeblich falschen Weg.

Kennt Ihr Beispiele dafür, wie (Halb-)Wissen Wissen behindert?
 

Woppadaq

Großmeister-Architekt
2. August 2003
1.228
!


Nicht das Halb-Wissen ist das Problem, sondern das Falsche-Schlußfolgerungen-Ziehen.

Jeder Mensch irrt sich, hunderttausende Male im Leben, und mancher Irrtum kann das eigene Leben zerstören.

Hab Respekt vor dem Irrtum, sei es nun dein eigener oder der des anderen. Schäme dich nicht dafür.

Diese Welt ernährt sich von Irrtümern.(Siehe auch den Thread "Wahrheit und Irrtum")
Wichtiger als die Frage ob man sich irrt ist die Frage, was wäre, wenn man sich in der einen oder anderen Sache irren tun täte.

!
 

Hugo de la Smile

Vollkommener Meister
10. April 2002
553
aloha,

meiner meinung bringt es die größten probleme mit sich, wenn man sein wissen nicht richtig einschätzen kann. wenn man sich bewußt ist, auf einem gebiet nicht sehr viel ahnung zu haben, dann ist es nicht schlimm.
erst wenn lückenhaftes wissen einhergeht mit dem glauben, man wüßte auf dem entsprechenden gebiet bescheid, führt das in große irrtümer.
mir fallen dabei sofort kreationisten aller art ein.

ciao

Hugo de la Smile
 

HeinrichDreier

Geselle
13. Oktober 2003
28
Ich bin der Meinung, das Falsch und Richtig genauso wie Problem und Lösung immer eine Einheit sind, wenn ich also für mich ein Problem erkenne, schreibe ich es mir auf, auf die linke Seite eines Blattes, und kurzfristig kann ich auf der rechten Seite die Lösung hinschreiben. Manchmal aber gibt es auch verschiedene Lösungen.
Für mich habe ich vor Jahren mal erkannt, das alles negative für mich positiv ist, denn aus dem Negativen erkenne ich immer das Positive.
 

GreatForrest

Geheimer Meister
2. Mai 2002
289
Alles, auch das Negative hat sein Sinn und seine Guten Seiten. Niemals verzagen, denn Alles hat sein Positives.

Das Problem ist daß man das Positive erst lang hinterher erkennt. Dann sagt man sich: Es ist gut so wie es passiert ist.

Die Frage "was wäre wenn" birgt eher sinnloses Kopfzermartern in sich - und das über jahre, als die Tatsächliche Frage: Was könnte das noch Positives an sich haben? Diese Frage bereitet zwar auch kopfschmerzen ist aber spätestens dann weg, wenn man erkannt hat WARUM es eben gut so war. Die Frage "was wäre wenn" bleibt ein Leben lang wenn man ein passionierter Pessimist ist.
 

Woppadaq

Großmeister-Architekt
2. August 2003
1.228
GreatForrest schrieb:
Die Frage "was wäre wenn" birgt eher sinnloses Kopfzermartern in sich - und das über jahre, als die Tatsächliche Frage: Was könnte das noch Positives an sich haben?
Ja sicher, einfach tun und nicht drüber nachdenken.

19 von 20 Firmengründungen scheitern, weil alle immer nur das positive sehen und das negative nicht mit einberechnen.
 

antimagnet

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.881
geht doch nix über nen gesunden zweckpessismus:

rechne mit dem schlimmsten, dann kann es nur besser kommen.
 

Sepiroth

Großmeister
4. Juli 2003
77
Beispiel:
wenn du denkst du kennst dich mit elektrik aus tust es aber net richtig :roll: das kann ganz schnell ins auge gehen :lol:
 

GreatForrest

Geheimer Meister
2. Mai 2002
289
Woppadaq schrieb:
Ja sicher, einfach tun und nicht drüber nachdenken.

19 von 20 Firmengründungen scheitern, weil alle immer nur das positive sehen und das negative nicht mit einberechnen.
Ich sagte nie, daß man einfach "tun" soll.
Egal was Du tust, tu es immer bedacht!

Meine Aussage bezog sich auf bereits vollzogene Taten und Ereignisse.
Das wäre in Deinem Firmenbeispiel folgendermassen:
Du hast eine falsche Entscheidung getroffen die sich zunächst negativ auswirkt. Was passiert wenn Du dann dasitzt und Dir den Kopf zermarterst "Was wäre wenn ich mich anders entschieden hätte?" oder "Was hätte die Zukunft dann gebracht?"

Hier ist es dann angebracht zu sehen daß das Glas noch immer halbvoll ist, und nicht schon halbleer. Was kannst Du nun aus dieser Situation machen? Mach das Beste daraus - Alles hat seine positiven Seiten auch wenn Du sie gerade in diesem Augenblick (noch) nicht sehen kannst.

Das kommt irgendwann später - dann denkst Du "es war gut so wie es gekommen ist"
 

Woppadaq

Großmeister-Architekt
2. August 2003
1.228
GreatForrest schrieb:
Ich sagte nie, daß man einfach "tun" soll.
Egal was Du tust, tu es immer bedacht!
OK, falsch verstanden.
Mein "was wäre wenn" bezog sich übrigends darauf, es immer mit Bedacht zu tun.

Mach das Beste daraus - Alles hat seine positiven Seiten auch wenn Du sie gerade in diesem Augenblick (noch) nicht sehen kannst.

Das kommt irgendwann später - dann denkst Du "es war gut so wie es gekommen ist"
Jau, das wäre zweifellos eine richtige Schlußfolgerung !
 

Trestone

Geheimer Meister
12. April 2002
306
Etwas was mir häufig passiert, ist dass ich Zeitungsschlagzeilen anders lese als sie gedruckt wurden.
Beim Lesen des Artikels merke ich dann, dass er gar nicht zur Überschrift passt - und tatsächlich, ich hatte diese vorschnell anders gelesen.
Ohne das Lesen des Artikels hätte ich das aber kaum bemerkt.
Dabei sind diese "Fehllesungen" durchaus nicht zufällig sondern hängen von meinen Erwartungen und Vorerfahrungen ab, d.h. ich lese das, was ich erwarte.
Ich frage mich nun, ob ich auch in anderen Fällen meinen Erwartungen aufsitze, womöglich ohne eine so einfache Korrekturmöglichkeit...
 

Trestone

Geheimer Meister
12. April 2002
306
In eine ähnliche Richtung wie meine Beobachtung zu "Vorurteilen" zielt die Skinner-Box: Sperrt man Tauben in einen Käfig und füttert man sie über einen Automat in regel- oder unregelmäßigen Abständen, so scheinen die meisten Tauben eine Art "Theorie" zu entwickeln, was sie tun müssen, um Futter zu bekommen. Z.B. mit dem linken Flügel schlagen, sich im Kreis drehen usw.. Da immer wieder Futter kommt, werden sie auch immer wieder bestätigt, wobei sie z.T. eindrucksvolle Verhaltensketten zeigen.

Da auch wir unsere Theorien immer wieder anpassen, frage ich mich, wieviel diese Theorien über uns und wie wenig über die "Welt" sie aussagen, wobei natürlich diese Trennung in "ich" und "Welt" auch schon eine Theorie ist.
 

komischerKerl

Geselle
1. Dezember 2003
16
um beurteilen zu können ob etwas richtig oder falsch ist braucht man zweifelos eine referenz oder auch fußnote.
habe mich bisher sehr wenig mit philosophischen grundfragen, theorien und deren vertretern auseinandergesetzt, aber noch essentieller (und eigentlich unanfechtbar!!) als eine trennung zwischen außen und innen
ist der berühmte gedanke:
"ich denke also bin ich"
diese erkenntnis halte ich für unanfechtbar, allerdings lassen sich auch keine weiteren erkenntnisse daraus ableiten oder damit begründen.
man könnte dies vielleicht als einen zustand betrachten.
zustände kann man verändern...oder beenden (aber kommt nach dem tod wirklich nichts -> denke nicht also bin ich nicht -> kann man nicht denken!).
 
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