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Das zweite Gebot

muhman

Geheimer Meister
21. Februar 2003
225
Ok Leute! Ich gehöre weder dem Judentum, Christentum oder Islam an. Ich habe aber trotzdem eine Frage die mir auf der Seele brennt:
Was haltet ihr von dem zweiten Gebot: ,, Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen!"
Würdet ihr sagen, dass Personifizierung ein Bildnis oder Gleichnis von Gott ist?
 

deLaval

Auserwählter Meister der Neun
13. März 2003
914
Ich würde sogar soweit gehen, daß jede Vorstellung oder definition ein Bildnis ist.

mfg

P.S. bin übrigens auch nichts vvon dem.
 

Lydian

Großmeister
16. Juni 2003
69
nun, wenn ich mich richtig entsinne wird das 2te gebot als verbot jeglicher bildlichen darstellung aufgefasst. wobei meine religioese ausbildung eher mangelhaft.
personifizierung wuerde ich als gleichnis interpretieren, bildnis hat doch irgendwie eher was graphisches
 

Alrik

Geselle
9. Mai 2003
27
Ich denke, man soll nicht versuchen, mit den Sinnen versuchen Gott wahr zu nehmen, oder ihn sich vorzustellen, denn das muss man nicht.

Da er in jedem von uns ist, und jeder ein Teil von ihm ist, können wir ihn ja fühlen.

Und davon abgesehen, warum sollten wir uns etwas vorstellen, das ja eh wir sind.
 

tsuribito

Vorsteher und Richter
27. September 2002
732
Die Juden sagten, dass man Gott nur in seinen Taten erkennen kann.
Man kann sich kein Bild von ihm machen, denn man läuft Gefahr das Bild anzubeten und den Schöpfer zu vergessen.

Gleichnisse sind daher erlaubt. Bilder nicht

Ich bin auch keins von alldem.
 

muhman

Geheimer Meister
21. Februar 2003
225
Tut mir Leid, aber das ist paradox! Wenn es heißt, dass man sich kein Gleichnis machen soll, wieso sind Gleichnisse dann erlaubt.
Und wieso heißt es: Gott der Allmächtige, Gott der Vater, Gott der Schöpfer, Gott der Barmherzige?
Es ist doch schon ein Gleichnis, wenn ich den Begriff ,,Gott" in den Mund nehme. Damit lege ich direkt fest, dass Gott eine Person ist.
Und wenn ich denke Gott ist mein Vater, dann entsteht dieser Blut-ist-dicker-als-Wasser-Effekt und man will diesen Gott ferteidigen.
Und wenn ich denke ,,Gott der Herrscher", dann will man (nicht zwangsläufig, aber oft), dass er überall herrscht.
All diese Gleichnisse erzeugen eine ganze Kette von Ursachen.
Vielleicht gibt es deshalb dieses Gebot auch.
 

Weltenbummler

Großmeister
24. Juni 2002
69
hmmm ...

"Gleichnis" ist natürlich ein übersetztes Wort aus dem Hebräischen und ist im Original wesentlich konkreter. Mit "Bild" ist das Idol, der Götze gemeint, der mit Gott gleich gesetzt wird, "Gleichnis" steht für "Abbild", sonstige bildliche Darstellungen von Gott. Vergleiche, in denen über Gott mit "Gott ist wie ..." gesprochen wird, werden hier nicht direkt verboten.

Aber es ist tatsächlich ein Paradoxon, da hast du Recht. Denn einerseits hat die Warnung schon einen Sinn, gerade in einer Kultur, wo die Nachbarvölker ihre Götter eben gerade mit Hilfe von Götzen u.ä. verehrten und das Gebot, sich davon abzugrenzen, sicherlich wichtig war. Und das Bannen von Gott in materielle und geistige Bilder kann dazu führen, dass man ihn sich verfügbar macht, ihn kontrolliert, ihn auf das einschränkt, wie man ihn haben möchte und somit klein macht.

Auf der anderen Seite ist es als gläubiger Mensch sehr hilfreich, von Gott in Bildern zu sprechen ... mit einer amorphen, undefinierbaren Masse lässt sich nicht kommunizieren. Vielleicht ist es dabei wichtig, zu erkennen, dass Gott nicht nur Vater, nicht nur Herrscher ist, ihn nicht auf ein enges Bild festlegt, aber anerkennen darf und kann, dass er beim Kontakt zu uns Menschen auf Bilder nicht verzichtet und nur nebulös, unfassbar, völlig unbegreifbar im Raum schweben bleibt.
 

muhman

Geheimer Meister
21. Februar 2003
225
Auf der anderen Seite ist es als gläubiger Mensch sehr hilfreich, von Gott in Bildern zu sprechen ... mit einer amorphen, undefinierbaren Masse lässt sich nicht kommunizieren. Vielleicht ist es dabei wichtig, zu erkennen, dass Gott nicht nur Vater, nicht nur Herrscher ist, ihn nicht auf ein enges Bild festlegt, aber anerkennen darf und kann, dass er beim Kontakt zu uns Menschen auf Bilder nicht verzichtet und nur nebulös, unfassbar, völlig unbegreifbar im Raum schweben bleibt.


Selbstverständlich ist es hilfreich! Es behauptet auch niemand das Gegenteil, sonnst würde sich ja niemand ein Bild machen.
Aber vielleicht steht gerade deshalb dieses Gebot, weil man es nicht einfach machen soll! Nicht nur um die oben genannten Nachteile zu vermeiden, sondern vielleicht umzu lernen Gott über göttliches zu erfassen und nicht über irgendwelche Bilder die im Kopf herumspucken.
Im Buddhismus z.B. ist es sehr wichtig den Sinn der Lehren zu begreifen!
Zwar nicht über logisches Denken, oder aus dem puren Glauben heraus, sondern über eigene Erfahrungen.
Es ist sogar sehr wichtig, denn wenn man sich etwas zusammenstrickt was für einen selbst persönlich am bequemsten ist, dann ist es kein Buddhismus mehr und steht sogar im Widerspruch zu den Lehren.
Deshalb noch eine Frage: Wenn die Lehren des Christentums so manipuliert werden, wie es für den Einzelnen am bequemsten ist, oder gerade so um die Autorität der Kirche zu wahren, ist es dann noch ein Christentum?
Natürlich zählt das auch für das Judentum. Bei dem Islam weiß ich nicht, ob die zehn Gebote dort die gleiche Bedeutung haben!
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
24.048
"kein bildnis machen" macht insofern sinn, da es eh keinen sinn hat, das zu versuchen. niemand wird es je schaffen, das göttliche voll und ganz zu begreifen, wahrzunehmen.
eben deshalb war und ist es für viele menschen wichtig, zumindeest teilaspekte des göttlichen zu verkörpern. so sind mE die götter mehr oder weniger auch entstanden. durch die darstellung eines solchen aspektes - bild, statue, symbol, wie auch immer - wurde dieser aspekt im wahrsten sinn des wortes be-greifbar. man hatte etwas zum festhalten und - physikalisches gesetz - hat dorthin seine aufmerksamkeit und energie gerichtet. so dass diese statue dann tatsächlich in der lage war, ihren zweck zu erfüllen. also eine gute ernte zu sichern, eine gute reise zu gewährleisten, etc.
und weil das prinzip so gut funktionierte (wir kennen es heute ja auch noch, als glücksbringer, talismann - und in wievielen katholischen haushalten steht nicht eine madonna oder hängt zumindest ein kreuz?) hatte also jeder seinen kleinen gott oder götter zuhause stehen.
den jüdischen eroberern im namen gottes war das natürlich ein dorn im auge, schliesslich hatten sie alleine ja die wahrheit gottes im gepäck und der rest der welt hatte sich gefälligst darüber zu freuen und alles, was ihm bis dato wichtig und richtig war, aufzugeben. und so entstand das 2. gebot des bildnisverbotes. wie "nötig" (aus sich des jüdischen unterdrückers) das war zeigt ja bekanntlich die geschichte mit dem goldenen kalb :)

alles liebe
zauberweib, die auch mal wieder vorbeischaut :)
 

muhman

Geheimer Meister
21. Februar 2003
225
Ich kann dir nur zustümmen Zauberweib. Die ganzen Bilder, die du genannt hast sind hilfreich.
Es werden heute immer noch in vielen Religionen Bilder benutzt!
Der tibetische Buddhismus benutzt heute immer noch Bilder von unterschiedlichen Buddhas um bestimmte Aspekte zu verkörpern.
Im Islam gibt es dagegen keine Bilder, aber genug Gleichnisse. Da existiert der strenge Gott, der dich sehr schnell in die Hölle schickt.
Gleichnisse in dieser Art haben in der Vergangenheit bis heute hin für unruhen gesorgt.
Durch die Personifizierung von Gott, wollten die Menschen ihre Treue beweisen und es hat sie immer dazu getrieben wirklch grauenvolle Dinge zu tun.
Ich denke in dieser Hinsicht hätte, dieses Gebot schon eine Funktion.
Mich würde aber trotzdem interessieren, ob du oder irgendjemand anderes konkrete Informationen, über die Entstehung der zehn Gebote hat.
Wie sind sie entstanden?
Welche Menchen waren dafür verantwortlich?
Erspart mir aber die Bibelgeschichte von Moses! Ich glaube die kennt jeder und nicht jeder glaubt daran (mich eingeschlossen) :)
 

asamandra

Geheimer Sekretär
12. April 2003
665
Weltenbummler schrieb:
Mit "Bild" ist das Idol, der Götze gemeint, der mit Gott gleich gesetzt wird,

Es heißt ja, Gott ist dreifaltig (oder so), Vater, Sohn und hl. Geist. Und alle drei sind aber trotz allem eines... Wie sieht das dann aber mit den ganzen Kreuzen aus, an die ein Korpus getackert ist? Ich mein, das ist ja ein bildliche Darstellung von Jesus und Jesus ist ja Teil von Gott, also Gott... Folglich dürfte an den ganzen Kreuzen keine Figur dranhängen, weil's ja verboten ist... Ich kenn aber nur wenige Kirchen ohne Kreuz mit Korpus... ganz zu schweigen von den vielen Fichten, die so'n Dingens daheim im Haus an die Wand getackert haben...

Ich glaub, ich bin verwirrt...
 

Plaayer

Geheimer Sekretär
4. März 2003
681
um die "personifizierung" zu umgehen wurden auf den gebetsmittel (Teppich, Hut (<zumindest son ding zum aufsetzten) abgewandelte figuren gezeichnet. Diese sind zusammengesetzt aus strichen, geometrischen formen. Und sind wir eigentlich auch wieder dort angekommen das die Menschen den/das an das sie glauben versuchen zu umgehen. Schon eigenartig...
 

Trial

Geheimer Meister
10. März 2003
318
Unser Religionslehrer sagte mal:

Wenn ihr einen Punkt an die Wand malt, und dann sagt, das das Gott ist und ihr ihn anbeten müsst, dann verstosst ihr gegen das 2. Gebot!

Daher wurde Gott im Mittelalter auch ab und an gemalt, die Bilder aber nicht angebetet. Warum beten Christen dann aber eigentlich ein Kreuz an? Das ist doch fast ein Bildnis dieser Art. :p
 

katharsis5

Großmeister
3. September 2002
99
@Trial

Welche Christen beten denn das Kreuz an?

Mir ist nur bekannt, dass Katholiken oder Orthodoxe außer zu Gott und/oder zu Jesus, noch zusätzlich Gebete zu den Heiligen oder zur Jungfrau Maria (von ihnen auch Gottesmutter genannt) schicken und diese um Fürbitte (ein gutes Wort für das Gebetsanliegen bei Gott einlegen) bitten.

Die evangelischen oder protestantischen Christen tun das NICHT!
Das irgendeine christliche Glaubensgemeinschaft das Kreuz anbetet, ist für mich völlig neu!
 

asamandra

Geheimer Sekretär
12. April 2003
665
katharsis5 schrieb:
Welche Christen beten denn das Kreuz an?

An vielen Kreuzen hängt ne Figur dran, die Jesus darstellen soll und wenn sie Jesus anbeten haben sie sich damit vorher ein Bild angefertigt (oder im Laden gekauft...) und verstoßen damit gegen dieses dämliche Gebot!!!
 

Iadom

Geheimer Meister
20. Oktober 2002
108
du (also auch ich) KANNST dir kein bild von gott machen, weil er ein paradoxon ist.
er ist alles und gleichzeitig nichts und auch alles dazwischen, er ist allmächtig und machtlos und teilmächtig, er ist licht und dunkelheit und "halbschattig", bewegung und stillstand (absolute bewegung ist ebenfalls stillstand) und vorallem ist er gleichzeitig auch sie und es und ist auch nichts von dem... also wenn wir einen begriff gerbauchen müssen, dann bitte gottheit mit ausrufezeichen, punkt und fragezeichen
[/b]
 

Schattenmann

Lehrling
11. Juni 2003
3
Naja dazu muß ich sagen das das Kreuz mit Jesus dran eher an eine real existierende Person vor 2000 Jahren und seinen Taten erinnert, also aus dieser Debatte raus zuhalten ist!
Das 2 Gebot ist im Sinne zu sehen das sich die Menschen immer versuchen bildlich etwas vorzustellen, aber so eine abstrakte Sache geht jawohl schlecht? Und vor 2000 Jahren war es doch noch so das jeder Volksstamm eigene Götter hatte und die Völker natürlich gesagt haben unser Götter können Blitze schleudern und sind soooo groß, damit kommt das eigentliche Prinzip einer höheren Macht einfach der wir unterliegen in vergessen! Deswegen hamse das verboten und gesagt es gib nur ein Gott und der iss für alle gleich!
 

Eddy

Lehrling
23. Juni 2003
3
Also, wenn ich auch mal etwas zu dem Thema sagen darf...

Erst mal eine Frage... aht irgendjemand von euch die Bibel mal durchgelesen?

Das 2.Gebot lautet:
2.Mose 20,4
DU SOLLST DIR KEIN BILDNIS NOCH IRGEND EIN GLEICHNIS (Luther übersetzt es auch mit ABBILD) MACHEN,...

Hier ist gemeint, dass man sich keinen Gott aus Holz oder Stein machen soll!!!

Und das, was einer von euch sagte, dass Gott in jedem sei, sehe ich nicht so!
Gott sagt zwar, "er ist um uns und in uns", aber das heisst nicht, dass WIR=GOTT sind...
(oder habe ich deinen Antwort falsch verstanden!)

Jetzt komme ich mal zu der 3 Einigkeit Gottes:
asamandra schreibt:
Es heißt ja, Gott ist dreifaltig (oder so), Vater, Sohn und hl. Geist. Und alle drei sind aber trotz allem eines... Wie sieht das dann aber mit den ganzen Kreuzen aus, an die ein Korpus getackert ist? Ich mein, das ist ja ein bildliche Darstellung von Jesus und Jesus ist ja Teil von Gott, also Gott... Folglich dürfte an den ganzen Kreuzen keine Figur dranhängen, weil's ja verboten ist... Ich kenn aber nur wenige Kirchen ohne Kreuz mit Korpus... ganz zu schweigen von den vielen Fichten, die so'n Dingens daheim im Haus an die Wand getackert haben...

Also die drei Einigkeit Gottes ist: VATER, SOHN und HEILIGER GEIST!
VATER = GOTT
SOHN = JESUS CHRISTUS
HEILIGER GEIST haben wir empfangen!

Gott hat die Erde und das Universum erschaffen, da wir uns vor Gott versündigt haben, musste Jesus kommen und sterben, damit wir wieder zu Gott kommen können (wir können nur durch Jesus zu Gott kommen), als Jesus von der Erde gegengen ist, haben wir den Heiligen Geist bekommen, der uns in alle Wahrheit leitet (das von Vielen als Gewissen verstanden wird!). Und somit ist VATER,SOHN und HL.GEIST im entdefeckt eine Person!
Aber das heisst nicht, dass die Bilder von Jesus nicht stimmen. Jesus hat man gesehen... der war auf der Erde.... aber GOTT, denn noch kein Mensch gesehen hat, von dem wollen einige ein Bild machen? Wie kannst du von einem ein Bild machen, wenn du nicht weiss, wie er aussieht!

Wenn du wissen willst, wie Gott ist, musst du anfangen die Bibel zu lesen! Fang am besten bei Johannes an. Dann wird dir vieles leichter fallen etwas zu verstehen!

Wenn jemand noch fragen hat bitte schön!


Ich hoffe, die Antworden haben ausgereicht!

GOD BLESS YOU!!!
 

Iadom

Geheimer Meister
20. Oktober 2002
108
hat nicht ganz gereicht eddy, hast nämlich vergessen zu sagen, dass es nicht um den physischen körper jesus geht, sondern um den geist, der ihm innewohnt, der gleiche geist, welcher in all den anderen propheten und aposteln ebenfalls sein platz/medium fand und sprach.
der gleiche geist, der gabriel von gott abwenden, ihn fallen, erkennen und bereuen ließ.
gott ist lucifer (gabriel) ist buddha (vielleicht michael, aber michael glaubt blind, prüft gott nicht) und wieder gott... und dies ist auch unser weg: sein, zweifeln, erkennen und wieder werden, sein werdend.....
 
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