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Das Wort an US-Schriftsteller Mailer

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Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Zur Kunst in der Politik gehört es, die Welt aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten zu können.
Einverstanden? Und wenn (nicht), warum?

"Unsere Religion heisst Amerika"
Der Titel liest sich vier Worte, es steht jedoch viel Inhalt bzw. Assoziation dahinter, besonders, wenn man weiss, dass die USA teilweise sehr 'religiös' geführt wird.

Und, es ist doch eine interessante Entscheidung, einen Schriftsteller zu Wort kommen zu lassen. Die Worte von bekannten Schriftstellern wiegen anscheinend nicht wenig. Wieviel bewegen sie?

Was meint ihr zu Mailers Ausführungen?

:)
 

I3leach

Geheimer Meister
16. August 2002
337
Über den Artikel bin ich rein zufällig gestolpert, konnte es mir dann aber doch nicht verkneifen auch noch den zweiten Teil zu lesen. Ich glaube die USA wären deutlich angesehener in der Welt, wenn mehr Amerikaner wie Mailer denken würden. Zum einen entmystifiziert er die heroische betrachtungsweise der "befreiung" des Irak (es waren die USA, oder besser noch Bush sen. die die Kurden und Schiiten im stich liesen, dass alles wäre nicht passiert hätten die USA schon 91 eingegriffen), zum anderen stellt er klar wenn der 11. September wirklich getroffen hat. Nein, in den Twin Towers waren zum Zeitpunkt der Anschläge nicht abertausende Kuscheltiere, großäugige Kleinkinder, oder arme alte Menschen die eine Woche vor ihrer Pensionierung standen (zumindest waren sie ganz sicher nicht arm). Der 11. September traf die Elite der USA, die sich dadurch bewusst wurde, dass sie auch zum potentiellen Ziel werden kann. Ach ja und die Imperialen machtbestrebungen nicht zu vergessen, von denen er meint, dass es für alle Amerikaner besser wäre sie sich einzugestehen. Im prinzip nichts neues, es kommt in diesem Fall wohl nicht so sehr darauf an was gesagt wird (ich sehe es ähnlich), sondern darauf wer es sagt.
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Der Meinung bin ich auch, die Worte eines Schriftstellers haben Gewicht. Bezeichnend finde ich auch den Titel des Artikels - "Unsere Religion ist Amerika", der darauf hinweist, dass Religion auf einer gewissen Ebene doch wieder mit dem Staat verschmelzen kann. Vielleicht war es auch in einer Zeitschrift des SPIEGEL, in der ein Bild einer riesigen christlichen Kirche in den USA abgebildet war, in der riesige amerikanische Flaggen von hingen. Tatsächlich geht also Staat vor Glaube, oder der Glaube wird im höchsten Falle zu repräsentativen Zwecken in die Politik integriert. Vielleicht sieht man das auch daran, was zuerst und mit Gewalt und allen möglichen (ausspionierenden) Tricks verteidigt wird: die Angriffe richten sich laut Aussagen der Führung gegen die illusorischen Bedrohungen gegen die USA. Ushomeguard - wieviel Information bietet der Staat über sich selbst und wieviel ernstzunehmende Rechtfertigung?
 
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