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CDU und FDP sind keine guten Wirtschaftsparteien!

Nussbrot

Geselle
9. November 2012
19
Ich frage mich: warum die CDU und FDP immer als kluge Wirtschaftsparteien dargestellt werden. Und die CDU- u. FDP-Abgeordneten als die besten Wirtschaftexperten.
Wenn ich den Film sehe, müssen die etwa unfähig sein oder total korrupt. Anders kann ich mir das Desaster mit der Treuhand nicht vorstellen. Man hätte lieber DDR reformieren soll, als sie an die BRD an zu gliedern.



Goldrausch - Dokumentarfilm im Ersten: Goldrausch - Reportage & Dokumentation - ARD | Das Erste
 

ThomasausBerlin

Ritter Kadosch
14. Januar 2012
5.094
AW: CDU und FDP sind keine guten Wirtschaftsparteien!

In dem die Ostdeutschen erstmal ihren eigenen Sauladen aufräumten (Stasi, SED, Verflechtungen im RGW), sodann die VEB's und LPG's zugunsten dezentraler Genossenschaften und GmbH's mit Mitarbeiterbeteidigung umwandelten und sodann langsam den Schritt in die soziale Marktwirtschaft gehen....

So aber - wurden die Filetstücke des Staates DDR an den Westen verschenkt - und die arbeitende Bevölkerung war vor die Wahl gestellt, entweder stempeln zu gehen, oder für Dumpinglohn (im Vergleich zu den alten Bundedsländern) zu malochen.... Das war nicht der "grosse Wurf", und das waren auch nicht Kohl's "blühende Landschaften"....
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
19.409
AW: CDU und FDP sind keine guten Wirtschaftsparteien!

Sicher kannst Du mir erklären, wie...

- die Genossenschaften den aufgelaufenen Investitionsstau hätten überwinden sollen.

- die Betriebe halbwegs umweltverträglich hätten gemacht werden sollen.

- den Beschäftigten bzw. Genossen Löhne hätten gezahlt werden sollen, von denen sie leben konnten.

- die Abwanderung der Hochqualifizierten hätte beendet werden sollen.

Wo sollte die internationale Konkurrenzfähigkeit denn herkommen?
 

ThomasausBerlin

Ritter Kadosch
14. Januar 2012
5.094
AW: CDU und FDP sind keine guten Wirtschaftsparteien!

Sogenanntes "Halbzeug" aus DDR-Fertigung (auch aus polnischer Fertigung) war im Westen beliebt; erstens weil's "günstig" war, zweitens aber vielmehr noch weil die technischen Anlagen "made in GDR" zuverlässig waren. Der Betrieb in dem ich gelernt und viele Jahre gearbeitet habe, hat z.B. Fertigungsmaschinen grundsätzlich aus der DDR gekauft, die "Robotron-Steuerung" weggeschmissen und den eigentlichen mechanischen Teil der Maschinen in die eigene Produktionsschiene integriert.

Nach der Wende hat "mein Betrieb" den ostdeutschen VEB für'n Appel und 'n Ei gekauft, die Leutz vor die Tür gesetzt und mit den DDR-Patenten in der Tasche "selbst" im Westen poroduziert Dummerweise fehlten die ostdeutschen Fachkräfte, die der Not der Misswirtschaft gehorchend aus "Sch*** Gold" gemacht hatten. Die ganze Sache wurde zum Flop.... und am Ende war "mein Betrieb" pleite.....

Das "VEB Jagdwaffenwerk Suhl" wurde "abgewickelt". Nun ist es um die dort hergestellten Jagdwaffen für Honni nicht "schade" (ich hab' was gegen Waffen...), obwohl die ebenfalls qualtativ sehr gut verarbeitet waren. Schade ist's um die sehr simpel, aber höchst zuverlässig produzierten Handwagen und Fahrrad/Mofa-Anhänger.... und natürlich um die damit verbundenen Arbeitsplätze.

In Roitzsch (Sachsen) existierte ein Palettenwerk, dass erstens das Nutzholz aus der Umgebung verarbeitete und zweitens für den gesamten sächsischen Raum Euro- und Einwegpaletten herstellte. Das hat sich ein westdeutscher Unternehmer unter'n Nagel gerissen, die Produktion stillgelegt, 4oo Leutz auf die Strasse gesetzt - weil ihm "die Sachsen zuviel Konkurrenz" waren....

Das sind nur drei Beispiele. Das Grundübel lag darin, dass die "Wessis" in der Regel an einer Investitions überhaupt kein Interesse hatten, sondern nur an einer Stillegung um sich "die Konkurrenz" vom Hals zu schaffen. Hätte "die Wessis" investiert, wären im Zuge der Rationalisierung sicher auch Arbeitsplätze abgebaut worden, aber längst nicht soviel wie durch "rausschmeissen und niederreissen" (in einigen Bereichen - VEB Leuna/PCK Schwedt, RAW Waggonbau Görlitz - hat das ja auch geklappt mit dem "investieren und behalten").

Stichwort Konkurrenzfähigkeit: Der Trabbi war nun wirklich "reif für's Museum,", aber aus dem "Wartburg" hätte, mit zeitgemässer VW-Technik noch was werden können. Stattdessen kam "Opel Eisenach" - und hängt am Tropf von GM......
 

a-roy

Mensch
22. Oktober 2007
11.002
AW: CDU und FDP sind keine guten Wirtschaftsparteien!

CDU ist eine gute Wirtschaftspartei, die wirtschaftet für die Wirtschaft!
 

Viminal

Großer Auserwählter
10. Juni 2009
1.936
AW: CDU und FDP sind keine guten Wirtschaftsparteien!

Ich frage mich: warum die CDU und FDP immer als kluge Wirtschaftsparteien dargestellt werden. Und die CDU- u. FDP-Abgeordneten als die besten Wirtschaftexperten.
Das hat ziemlich einfach Gründe.
1. Die CDU war führende Macht in der BRD in der Zeit des Wirtschaftswunders.
2. Einige Bundesländer wurden unter CDU/CSU + FDP Führung wirtschaftlich ziemlich stark.
3. Diese Parteien sind halt auch die einzigen, die von sich behaupten Wirtschaft als eine ihrer Kernkompetenzen zu haben. Die SPD steht traditionell gesehen (ja, ist nicht mehr so) eben gerade für die Arbeiterklasse und nicht für die Wirtschaft(sbosse). Grüne stehen für Umwelt und Hippie-Weltsicht, was auch nicht unbedingt gerade nach Industrie und Finanzmarkt klingt. Na und von den ganz Linken muss ich ja wohl nicht erst reden, oder? Alle andere Parteien sind Kleinkram.
4. Viele Unternehmer finden sich politisch von CDU und FDP am besten vertreten und geben dies natürlich dann auch so öffentlich kund.

Also natürlich herrscht dann in den Medien der Tenor vor, dass die CDU und die FDP besonders kompetent in Sachen Wirtschaft sind. Die Fehler und Miseren durch CDU und FDP ändern daran nichts.
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
29.054
AW: CDU und FDP sind keine guten Wirtschaftsparteien!

und die gute alte FDP sitzt nun auf der sicheren Seite - der Zuschauertribüne.als erstes wirtschaften alle Parteien für die eigene Tasche und ihre Freunde/Lobbys.- die Versprechen sind das was sie heißen versprechen quasi Lüge.Immer denken es kommt schlimm - den es kommt noch schlimmer.
 

ThomasausBerlin

Ritter Kadosch
14. Januar 2012
5.094
AW: CDU und FDP sind keine guten Wirtschaftsparteien!

...wenn man dann noch bedenkt, dass das "Wirtschaftswunder" gar kein Wunder war, sondern logische Konsequenz: Was vorher kaputt gemacht wurde, musste halt wieder aufgebaut werden. Und da "die Deutschen" einen "Hang zur Gründlichkeit" hatten, haben se das was sie gemacht haben, auch gut gemacht - und sich somit gegen "die Konkurrenz" aus'm Ausland durchgesetzt.

Die CDU - hat davon profitiert; mindestens ebenso wie sie vom Gorbatschow und der nachfolgenden Wende profitiert hatte: Wäre damals ein SPD-Kanzler vorhanden gewesen - wäre der halt "in Dankbarkeit" von den Ostdeutschen gewählt worden....

Die bayrische CSU und die badisch-würtembergische CDU haben tatsächlich aus ihren eher "rückständigen Ländle" wirtschaftlich starke Länder gemacht. Allerdings ist "CDU" nicht "automatisch" ein Garant für eine starke Wirtschaft: Wie lange hat die CDU Hessen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein regiert - und geworden (im Sinne von Bayern oder Baden-Würtemberg) ist daraus auch nix....
 

Luchs

Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn
26. Januar 2010
1.035
AW: CDU und FDP sind keine guten Wirtschaftsparteien!

Zu Zeiten der in Ost und West geteilten Welt des Kalten Krieges, wäre es so ziemlich egal gewesen welche Partei am Ruder gewesen wäre. Als potentielles Schlachtfeld hätte (hatte) Deutschland, so oder so am meisten profitiert.

Nach wegfallen dieses Umstandes und mit offener Deckung, musste sich zwangsläufig etwas ändern.
Nur blöd, das "gute" Wirtschaftsbedingungen nicht auf "gerechte" Rahmenbedingungen angewiesen sind.
Aber das kann man den Wählern ja nicht unverblühmt aufs Brot schmieren.
Da sich die gewohnheitsmäßige Lügerei, bewährt zu haben scheint und das Volk weitgehend abgestumpft ist, wird sich da auch nix daran ändern.
Aber es ist immer wieder interessant und verblüffend, wie sich einige wenige Politiker rhetorisch ins zeug zu legen vermögen um Kacke als Gold zu verkaufen.
 

ThomasausBerlin

Ritter Kadosch
14. Januar 2012
5.094
AW: CDU und FDP sind keine guten Wirtschaftsparteien!

...das gab's dem Volksmund nach auch im "wilden Osten zu Spitzbarts Zeiten"..... : Es ischt uunsch endlisch gelungen, aus Scheisse Mamalade zu machen. An Geruch unn Geschmagk wirdd noch georbeided"...... Nicht anders funktioniert die Parteienpolitik.....
 

Luchs

Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn
26. Januar 2010
1.035
AW: CDU und FDP sind keine guten Wirtschaftsparteien!

Ja, und das funktioniert nur, wenn man kein gewissen hat, oder anders ausgedrückt, gerne ein drecksack ist.
Es braucht im Grunde nur eine Verfassungshochverräterische Gesinnung.
Jene Politiker welche dennoch schmerzen haben können sich ja mit einem beträchtlichen Schmerzensgeld trösten und müssen nur 8 jahre durchhalten um die Schäfchen im trockenen zu haben.
Oh weh, oh weh..... wer oder was schützt uns vor diesen Macht Mechanismen ?
 
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