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Braucht der Mensch einen Feind?

Itzhak

Geselle
5. Dezember 2003
19
Von George Orwell bis J.v.Helsing.

Immer wieder wird uns verdeutlicht das der Staat ein Feindbild erzeugt um den Bürger so auf "seiner" Seite zu halten und zudem Produktiver "für die Sache" zu machen.

Amerika gibt uns das Beispiel:

damals die UDSSR, heute der Nahe Osten
(Ein normal dummer Amerikaner wird nur Kuba und Irak kennen... :roll: )


Ich frage mich jetzt, global gesehen, ob die Menschen einen gemeinsamen Feind brauchen damit sie sich nicht selbst zerfleischen?

Da war einst ein Amerika gegen Nazi-Europa.
Dann waren Amerika und Europa gegen die UDSSR(Kommunismus).
Jetzt sind Amerika,Europa und UDSSR gegen den Nahen Osten.
Danach kommt Asien...

Jetzt brauchen wir schnell eine Mars-Mission und einen intergalaktischen Feind.

Oder...?
 

RhaXXL

Geselle
4. Dezember 2003
25
nö. ich glaub' es ging immer nur um ablenkung. ein feindbild mußte immer herhalten um von anderen interessen und machenschaften abzulenken. vielleicht auch nicht.
 

RhaXXL

Geselle
4. Dezember 2003
25
RhaXXL schrieb:
gut :lol: ich merke: wir verstehen uns. :lol:


mein lieber ich denke, wenn wir beide so um die 80 jahre alt sind wird uns unsere urenkel ein geschichtsbuch unter die nase halten und all' unsere fragen werden beantwortet. :lol:
 

riddler

Großmeister
13. Oktober 2003
54
Feinde sind immer gut!

Denn wenn man einen Feind hat, wird dieser immer versuchen, etwas schlechtes an dir zu finden. Und da der Mensch sich nciht gern blossstellen lässt, wird er versuchen keine Fehler zu begehen, ergo wird er auch immer besser.

Was folgern wir daraus? Genau: Man müsste seinen Feinden unendlich dankbar sein...
 

Purple

Großmeister
24. August 2003
76
Die Theorie scheint mindestens für die USA zu stimmen: Als es den Kommunismus noch gab, war es "verboten", anderes zu wollen als den Kapitalismus. Es gab diese McCarthy Affäre (weiss nicht mehr, was es genau war, jedenfalls übertrieben die USA damals schon).
Heute werden kritische Stimmen bezüglich Terrorbekämpfung niedergemacht. Die Geschichte scheint sich zu wiederholen.
Ein Grund mehr, den Terrorismus nicht alzu sehr zu fürchten. Er scheint für gewisse Leute einfach bequem zu sein, einen Feind zu haben. Die Leute werden mehr oder weniger gezwungen mitzumachen, und die Wirtschaft läuft gut. 8)
Was wollen wir mehr? :twisted:
 

GreatForrest

Geheimer Meister
2. Mai 2002
289
Der Mensch braucht sich keine Feinde kreieren. Er hat nämlich einen - sich selbst...

Ich würde sagen der Mensch ist ein klassischer Parasit...
Da fällt mir der Witz mit den zwei Planeten ein:

Sagt der Eine: "Ich bin krank"
Darauf der Andere: "Was hast Du denn?"
Antwortet der Erste: "Ìch habe Homo Sapiens"
Der Zweite: "Keine Sorge das regelt sich von selber"
 

ikea-boy

Geheimer Meister
1. Juli 2003
145
ganz einfach:
der mensch braucht immer feinde, sonst wirds doch langweilig. was wenn plötzlich weltfriede herrscht und die umwelt komplett gerettet wird?
laaaangweilig!
wer von uns hatte sich nicht schon einmal gefragt, was passiert wäre wenn in herr der ringe die dunkle seite gewonnen hätte?...
die geschichte wäre ab dann langweilig gewesen. das ist überall so.
man braucht etwas wogegen und natürlich auch etwas WOFÜR man kämpft, und dazu brauchts feinde.
man sollte endlich kapieren, dass menschen gut und böse sind!


hierzu eine nette frage: wer bin ich?

Ich könnte heute noch fliegen, wenn ich damals nicht gesprochen hätte.

Die Lüfte, die Himmel und der Äther wären mein. Doch ich könnte nicht einen Blick auf die Erde werfen. Denn dort müßte ich euch sehen, wie ihr euch zitternd und frierend vor dem Blick eures Herren duckt. Ich mußte euch das Feuer geben und die Freiheit - selbst wenn es meine kostete. Ich bin stolz darauf, was ich getan habe, denn Stolz ist alles, was mir geblieben ist. Stolz - und ihr. Auch wenn ihr mich noch weniger liebt als IHN. Er hat euch gezwungen, ihn zu lieben. Ich habe euch gezwungen erwachsen zu werden. Lichtträger, Feuerbringer, Vordenker, Verführer, Leugner und Lügner. Luzifer, Loki, Lug, Prometheus.
Meine Geschichte ist die eure.

Ewig währt am längsten

Ihr habt so viele Namen für das Böse:

Satan, Teufel, Mephisto, Diabolos, Shaitan, Ahriman.
Ihr habt so viele Orte, wo das Böse lauert: die Hölle, das Inferno, die Unterwelt, der Tartaros, die Nacht, der Friedhof, das Land eurer Feinde, der Nachbar jenseits des Zaunes.

Dabei wißt und fühlt ihr genau, wie das Böse heißt und wo es wohnt: in euch selbst.
Aber ihr könnt den Gedanken nicht ertragen, ohne zu verzweifeln.
Entweder seht ihr euch als schuldlos oder als verdammt.
Ihr könnt die Wahrheit nicht ertragen: daß ihr gut seid und daß ihr böse seid. Und daß es in jedem Augenblick eure Entscheidung ist. Eine Entscheidung, die euch keiner abnehmen kann: kein Gott und kein Teufel.
Zeit, Erwachsen zu werden, Kinder ...
 

GreatForrest

Geheimer Meister
2. Mai 2002
289
Itzhak schrieb:
Ich frage mich jetzt, global gesehen, ob die Menschen einen gemeinsamen Feind brauchen damit sie sich nicht selbst zerfleischen?

Ich bin vorhin nicht mal auf die eigentliche Frage eingegangen die da so versteckt im Posting steckte...

Ich nehme an, daß das zum Teil helfen würde, aber die Tatkik: "Der Feind meines Feindes ist mein Freund" geht halt nicht immer auf. Auch wenn der Feind noch so mächtig und in der Überzahl ist.

Ausserdem würde da nie alle mitziehen, Widerstands Bewegungen würde es überall geben.

Das ist nun Mal so. Es gibt gute und es gibt böse Menschen.
In Innerdeutschland gibt es auch keine Kriege mehr, aber "Zerfleischungen" tagtäglich - zwar im Kleinen aber es gibt sie.

Eine Weisheit die ich immer wieder gerne benutze da sie immer wieder zutrifft ist: "Wie im Kleinen, so auch im Großen"
 

Murphy

Geheimer Meister
3. Februar 2003
138
Nichts schweißt die Menschen so zusammen wie ein gemeinsamer Feind.
Das ist bereits im Kindergarten so, setzt sich in der Schule fort und ist so im ganzen Leben.
Dieses Beispiel kann man auch auf ganze Nationen beziehen. (wie schon zuvor erwähnt)

Der Mensch lebt im ständigen Vergleich. Er brauch ihn um zu leben. Gut und Böse. Schön und Hässlich. Glücklich und Unglücklich. Arm und Reich. u.s.w.
Ergo ohne Feinde keine Freunde und umgekehrt.
Wir sind in diesem System gefangen. Es ist unser Leben

Hat bestimmt was mit Ying Yang zu tun
 

Teufelchen

Geheimer Meister
30. Juli 2003
176
das menschen sich bekriegen liegt in der natur
es fängt ja schon bei dem einzelnen an eifersucht, neid, egoismus usw.
naja und wenn dann ein etwas größeres völkchen sich etwas nicht gefallen lässt beginnt schon mal nen bürgerkrieg, die ganze sache schaukelt sich halt nach oben
es wird immer wieder zu kriegen kommen weil es immer wieder etwas geben wird was die menschen versuchen zu erreichen
naja halt auf dem direkten weg dahin, wenn es so nicht geht dann eben mit gewalt

Teufelchen :twisted:
 

Skydiver

Geselle
20. November 2003
33
Feindbilder braucht man um kriege inszenieren zu können. Ein krieg ist der einzig mögliche schnelle weg aus der rezession. Da steigen auch die aktien wieder.

 

JimmyBond

Einsamer Schütze
7. Mai 2003
1.593
also muss man hassen um lieben zu koennen oder was?

wenn ja, dann ist es doch das beste keine gefuehle zu empfinden und im seinem inneren den frieden zu finden den man braucht.

hass, liebe, angst, all dies wird irgendwann vom boesen fuer dessen zwecke ausgenutzt...und es liegt bei uns zu entscheiden wer und was wir sein wollen

:|
 

Beholder

Geselle
6. Dezember 2003
15
Der Mensch ist ein gewaltbereites Tier. In der Lage, jede nur erdenkliche Abscheulichkeit zu begehen.

Oftmals wird er dabei Opfer seiner eigenen Abartigkeit, wenn er nämlich versucht andere mit seinem Verhalten zu provozieren. Und dann lenkt er seine eigene ekelerregende Natur auf sich.

Der Mensch will keinen Feind. Er ist von Natur aus sein eigener Erzfeind. Und selbst wenn auf der Welt nur eine Rasse, mit der selben Religion, Meinung und Lebensweise existieren würde; Krieg wird es immer geben. Zu jeder Zeit, an jedem Ort auf dieser Welt wird der Hass herrschen. Bis er sich selbst vom Angesicht dieser Erde gefegt hat.
 

riddler

Großmeister
13. Oktober 2003
54
Und eben diesen Hass, den der Mensch auf alles hat, produziert er sich selbst.
Schauen wir uns selbst doch mal an. Ich glaube niemandem, der sagt, er beniede keinen Anderen. Es gibt immer etwas, dass man erreichen möchte, und andere, die es erreicht haben. An jenen ergötzt man seine Wut, die sich in Neid äußert, positiv oder negativ.

Ihr habt alle Recht, aber ist dann nicht eben die Natur ihr eigener Feind? Ist Mensch, Tier, Lebewesen dann nicht auch gleich Feind?

Siehe meine Signatur!
 

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