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Blix - Augen zu oder eine andere Sichtweise ?

DogInstinkt

Lehrling
2. Februar 2003
1
Der erste Zwischenbericht über die Erfolge der UN-Waffeninspektoren liegt dem UN-Sicherheitsrat vor. Blix beurteilte die bisherige Zusammenarbeit mit dem Irak als kooperativ, doch drückt einer noch bißchen auf Blix Gewissen, so fallen die Worte hinterher schärfer aus, als vorher gedacht. Der Irak muß noch mehr tun, die Inspektoren brauchen mehr Zeit.

Sollen sie haben, schließlich hängt davon ab, ob es im Nahen Osten brennen wird oder nicht. Doch das Ganze kann man auch etwas abkürzen. Wie ?

Dazu gehen wir erst einmal zurück in die Zeit vor dem Kuwait-Krieg. Ja, wie kam denn der Irak eigentlich an Waffen ? Als Saddam Hussein noch kein Diktator (!) war, genoß er die Unterstützung der amerikanischen und auch französischen Regierung. Nicht so gaaanz offiziell, aber immerhin genug, um Kriegsausrüstung, Munition und chemische Rohstoffe, um selbst Kampfstoffe herzustellen, in den Irak zu pumpen und dabei noch ganz gut zu verdienen. Welche Gründe eine Rolle und die Geheimdienste dabei gespielt haben, mag sich jeder selbst beispielhaft vor Augen führen, nicht am Irak, sondern am Beispiel von Pakistan und Indien. Das Spiel ist fast immer dasselbe, nur die Regeln ändern sich gemäß des zeitlichen Ablaufs.

Die Würze der Kürze liegt darin, daß sich die Inspektoren viel Zeit ersparen könnten, wenn die amerikanische und jedwede europäische Regierung ihre Rüstungskonzerne, chemischen Konzerne usw. veranlassen würden, offen zu legen, welche Waffen, Ausrüstungen und Materialien zum damaligen Zeitpunkt, aber selbst noch nach Verhängung der UN-Resolution, in den Irak geliefert wurden, an wen und für welchen Zweck. Gäbe zwar eine lange Liste, doch dann wäre das tatsächliche Ausmaß schneller sichtbar und vor allem schneller abhandelbar, da die eigentlichen Drahtzieher gleich in der Schlinge hängen würden. Kein Herumgedruckse mehr, sondern nur noch die nackten Tatsachen zählen.

Dann kann es möglich sein, dem Irak die Liste unter die Nase zu halten und ganz gezielt zu verlangen, den Nachweis für die Vernichtung oder den Verbleib zu führen. Die Liste kann schön abgehakt werden und ist nichts der "zufälligen" Vergeßlichkeit der Unternehmen oder Regierungen entfleucht, so müßte ja zu 100 % reiner Tisch möglich sein.

Das einzig Schamhafte an der Sache ist, daß leider die Weltöffentlichkeit auch erfahren wird, welche politisch "sauberen" Nationen und Unternehmen mitgemischt haben und vielleicht läßt gerade diese Öffentlichkeit die Menschen dann an so vielem zweifeln. Nein, das wäre nicht gut für`s Geschäft. Weder für Öl noch für Nahrungsmittel. Und herrje, die Rüstung würde komplett lahmgelegt. Was für Profitverluste ! Doch was für ein Menschengewinn - nämlich das Leben der Zivilbevölkerung im Irak und der Verzicht auf Krieg.

Falls die UN-Inspektoren aus Versehen im Irak anstatt über alte, leere Patronenhülsen über eine Ölquelle stolpern, so ist sie sofort in Besitz zu nehmen und die Fahne der UN zu hissen. Wem das Ding dann gehört, darüber streitet man hinterher ! Jedenfalls ist der Grund für die Auseinandersetzung dann der Rohstoff und keine Waffe. Na, ist doch was, oder ?

Weiterführender Link http://www.uni-kassel.de/fb10/frieden/regionen/Indien/chossudovsky.html
 
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