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Absturz des Zeppelins LZ129 Hindenburg

Filz

propriétaire
Teammitglied
6. Juni 2001
738
Am 6. Mai 1937 explodierte der Zepplin Hindenburg in New Jersey. 36 Menschen starben bei diesem Unglück, dessen Ursache bis heute nicht vollständig geklärt ist. Das Luftschiff hatte eine Länge...

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Lupo

Ritter der Sonne
3. Oktober 2009
4.626
AW: Absturz des Zeppelins LZ129 Hindenburg

Wasserstoff kann nun einmal nicht gesittet, sondern nur recht heftig abbrennen. Auch mal was lernen will: Gibt's da eine genaue Definition, welche Merkmale ein schneller Brand erfüllen muss, damit man korrekt von einer Explosion sprechen kann?

:gruebel: aber wenn ich mich recht entsinne, ist die Ursache des Hindenburg-Unglücks doch mit einiger Sicherheit und sehr plausibel geklärt?

Ich hoffe, ich krieg's jetzt richtig zusammen ... so weit mir bekannt, sie hat beim Anflug an den Landemast ein abrupte und unsanfte Kurskorrektur gemacht, durch die die Struktur des Luftschiffes überlastet wurde. In Folge brachen einige Abspannseile im hinteren Teil des Rumpfes und beschädigten dabei einige Wasserstoffzellen.

Ein solches Manöver gab es, und es passt auch dazu, dass unmittelbar vor dem Unglück das Luftschiff hecklastig wurde, so dass noch vorne gerade Ballastwasser abgelassen wurde, um das Luftschiff auszutrimmen, als die Katastrophe losging.
 

tiktok

Vorsteher und Richter
24. März 2012
727
AW: Absturz des Zeppelins LZ129 Hindenburg

Gibt's da eine genaue Definition, welche Merkmale ein schneller Brand erfüllen muss, damit man korrekt von einer Explosion sprechen kann?

Aufgrund der Expansionsgeschwindigkeit hat man zur Klassifizierung chemischer Explosion
folgende Begriffe definiert:
Verpuffung von 0,1 bis 1 m/s
Explosion von 1 bis 1000 m/s
Detonation ab 1000 m/s
Zum Vergleich: Die Schallgeschwindigkeit beträgt ungefähr 333 m/s.

aus http://www.stefan-lichter.de/expl
 

Lupo

Ritter der Sonne
3. Oktober 2009
4.626
AW: Absturz des Zeppelins LZ129 Hindenburg

:wink: Danke! Wenn ich so bei Tante Wiki lese, dann würde doch Deflagration passen ... hab ich aber noch nie gehört ... und klingt nach was Unanständigem ... :gruebel:

Vorschlag: Machen wir ein intelligentes Gesicht und sagen "Knallgasreaktion"? :lach3:
 

riam

Geselle
8. März 2012
30
AW: Absturz des Zeppelins LZ129 Hindenburg

Übrigens haben die Mystbuster da auch mal eine Sendung drüber gemacht weil angeblich die Aussenfarbe ähnliche Eigenschaften wie Thermit hatte.
 

Lupo

Ritter der Sonne
3. Oktober 2009
4.626
AW: Absturz des Zeppelins LZ129 Hindenburg

Ehrlich? Ist ja interessant. Wiki meint zur Hülle der Hindburg:

Die Außenhülle bestand aus Stoff, und zwar aus Baumwollbahnen und Leinen mit einer Gesamtfläche von ca. 34.000 m². Zum Zwecke größerer Wetterbeständigkeit und besserer Glätte war sie mehrmals mit Cellon (einem Acetyl-Zellulose-Präparat) gestrichen. Durch Beimischen von Aluminiumpulver zum Lack war die Hülle zum Wärmeschutz spiegelnd gemacht. Außerdem hatte sie innen oben als Strahlungsschutz gegen ultraviolette Strahlen einen Anstrich aus Eisenoxidpigment.

Aluminumpulver - Eisenoxid, damit wären ja tatsächlich die Bestandteile von Thermit zusammen. Zwar nicht vermischt, aber was soll's. Und zur Reaktion des Thermits meint Wiki:

Die Entzündungstemperatur des für Schweißzwecke verwendeten Thermits liegt bei über 1500 °C; diese wird mit einem pyrotechnischen Anzünder erreicht, aber auch ein einfacher Magnesiumstab kann die benötigte Energie und Temperatur liefern

Da Wasserstoff an Luft eine Zündtemperatur von ca 500 °C hat ... ja doch, kann ich mir vorstellen, für eine Verschwörungstheorie ist das allemal gut. :lach3:
 

Ich mag mein Becks

Gesperrter Benutzer
30. August 2009
1.571
AW: Absturz des Zeppelins LZ129 Hindenburg

Man kann sich ja auch durchaus darüber Gedanken machen, wer am Ende von dem Unglück der Hindenburg profitiert hat...

Zum Bleistift wäre es der zivile Luftverkehr mit Flugzeugen, die "oh wunder" welchen Rohstoff zum Fliegen benötigen ?!?

Protipp: England hätte ohne diesen Rohstoff nicht bombardiert werden können...

Mal ganz unabhängig von ideologischen Verschwörungstheorien der Einen wie auch Anderen Seite...
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
29.052
AW: Absturz des Zeppelins LZ129 Hindenburg

Hi,

Man kann sich ja auch durchaus darüber Gedanken machen, wer am Ende von dem Unglück der Hindenburg profitiert hat...
Ja und? Des einen Brot, des anderen Tod. Die Geschichte ist voll von solchen Dingen.


Zum Bleistift wäre es der zivile Luftverkehr mit Flugzeugen, die "oh wunder" welchen Rohstoff zum Fliegen benötigen ?!?
Das wäre jetzt welcher und welchen Zusammenhang siehst du?


Protipp: England hätte ohne diesen Rohstoff nicht bombardiert werden können...
Du machst mich wirklich neugierig.


Aluminumpulver - Eisenoxid, damit wären ja tatsächlich die Bestandteile von Thermit zusammen. Zwar nicht vermischt, aber was soll's.
Auch das Bier und der Schnaps der Bordbar enthielten Alkohol, der ... Brennt sehr gut, oder?

LEAM
 

Ich mag mein Becks

Gesperrter Benutzer
30. August 2009
1.571
AW: Absturz des Zeppelins LZ129 Hindenburg

hätte ich mich ausführlicher dazu äussern wollen, hätte ich dies durchaus so geschrieben, das ist nicht das problem

dein geschichtsverständnis offenbar schon - keine ursache macht ja nix

nebenbei bemerkt, schreibst du zu irgendwas auch deine explizite meinung oder stellst du nur fragen - um was genau zu erreichen?
 

Lupo

Ritter der Sonne
3. Oktober 2009
4.626
AW: Absturz des Zeppelins LZ129 Hindenburg

Moin, beck's,

ich denke, als die Hindenburg am 06.05.1937 abbrannte, war sie technisch bereits so gut wie überholt. Um jetzt mal bei Technik in Deutschland zu bleiben: Am 27.07.1937 machte die Focke-Wulf Fw 200 ihren Erstflug. Dieser Flieger war auch schon fähig, nonstop von Berlin nach New-York zu fliegen. Zwar nur mit der halben Zahl an Passagieren, dafür aber knapp doppelt so schnell, mit viel weniger Besatzung und vor allen Dingen in Serie zu bauen.

Der 2. WK hat jetzt hier jede normale Entwicklung unterbrochen, aber es gehört nicht viel dazu, sich vorzustellen, dass die Zeppeline als Transportmittel auch ohne Hindenburg-Unglück wohl in der ersten Hälfte der 40er Jahre zum alten Duraluminium gewandert wären.

Häuptling Becks spricht in Rätseln ... Du meinst Kerosin/Treibstoff und hast die Öllobby im Verdacht?

Dann hätte sie da aber ein schlechtes Geschäft gemacht. Die Hindenburg hatte mit 88 000 Litern Diesel eine Reichweite von 16000 km, die Fw 200 mit ca. 11000 Litern Kerosin ca. 6500 km. Hab selbst nicht schlecht gestaunt bei den Zahlen und hätte mir den Zeppelin, der ja wenigstens von alleine oben bleibt, etwas sparsamer vorgestellt.
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
29.052
AW: Absturz des Zeppelins LZ129 Hindenburg

Hi,

ich denke, als die Hindenburg am 06.05.1937 abbrannte, war sie technisch bereits so gut wie überholt.
Ich denke darüber hinaus, dass sie auch mehr ein Image Projekt denn ein sinnvolles Transportmittel war. Sie sah frielidhc aus und beeindruckte allein durch ihre Größe. Was dem Denken des damaligen Herrschers gut entgegen kam.


Hab selbst nicht schlecht gestaunt bei den Zahlen und hätte mir den Zeppelin, der ja wenigstens von alleine oben bleibt, etwas sparsamer vorgestellt.
Oha, das Ding hatte ich mir auch sparsamer vorgestellt.

LEAM
 

Ich mag mein Becks

Gesperrter Benutzer
30. August 2009
1.571
AW: Absturz des Zeppelins LZ129 Hindenburg

Will ich auch gar nicht alles abstreiten, dennoch seid ihr euch doch sicherlich über die Macht der Bilder bewusst - Das Vertrauen in das bis dato sicherste Verkehrsmittel der Welt ist nachhaltig so dermaßen erschüttert worden, dass es niemals mehr auf die Beine so richtig kam. (Ganz nebenbei sind auch die besten Ausbilder ums Leben gekommen - shit happens)

Sicherlich ist nicht nur die Öllobby alleine als Profiteur zu sehen. Bsp. vergisst man ja auch bei der Energielobby nur allzugerne die Leute mit damaligen Kupfermonopol welches für Leitungen gebraucht wird. Ich maße mir gar nicht an, dass komplette Bild dieses Unglücks vollends überblicken zu können. Aber Flugzeuge sind sicherlich auch effektiver bei der Bombardierung als Zeppeline ;)

Also wenn man danach geht hätten beide Seiten ein finanzielles wie auch militärisches Interesse der Abdankung. Und nein ich such jetzt nicht sämtliche Aktienanteile der jeweiligen Firmen und Unternehmer heraus die das zumindest plausibel erscheinen lassen.
 

Ich mag mein Becks

Gesperrter Benutzer
30. August 2009
1.571
AW: Absturz des Zeppelins LZ129 Hindenburg

Naja das mit dem Wasserstoff war ja auch den politischen Verhältnissen geschuldet. Die neueren Konstruktionen waren ja eigentlich für Helium ausgelegt, welches allerdings aus den USA nicht geliefert wurde.

Ansonsten gilt:
Es war das erste tödliche Unglück in der zivilen Luftfahrt mit Zeppelin-Luftschiffen nach dem Ersten Weltkrieg.
https://de.wikipedia.org/wiki/LZ_129

Unsicherheit bzw. Unzuverlässigkeit klingt für mich jetzt anders...
 

beast

Moderator
Teammitglied
23. Februar 2009
5.806
AW: Absturz des Zeppelins LZ129 Hindenburg

[...]
Oha, das Ding hatte ich mir auch sparsamer vorgestellt.

LEAM

Wenn man aber bedenkt, dass in etwa 200.000 m³ Volumen einen gewaltigen Luftwiderstand darstellen und die Angriffsfläche für

Gegen- und Seitenwinde auch nicht so ganz zu vernachlässigen ist und diese Widerstände ja auch durch die 4 Motor-Gondeln

korrigierend das Schiff in der Richtung gehalten werden sollte, relativiert sich der Verbrauch meiner Meinung nach. :gruebel:


Kurz und Knapp...
 

beobachter77

Geheimer Meister
13. April 2012
104
AW: Absturz des Zeppelins LZ129 Hindenburg

in verschiedenen reportagen, auch auf n24 oder n-tv wird die theorie vertreten, das die "hindenburg" eh verspätung hatte und während eines gewitters new york erreichte...
sollte also der "andockmast" der "hindenburg" einen gegenblitz erzeugt haben, der den zeppelin entzündete, wäre das eine variante...
warum sollte das "dritte reich" eine bombe zünden, während es sich scheinbar friedlich gibt und noch mitten in der aufrüstungsphase ist...?
amerika, in dieser phase der annektion tchechiens und der rückführung österreichs, zu provozieren scheint doch sinnlos...

ich halte die katastrophe wirklch für ein unglück, denn die "hindenburg" hat angeblich ihren anflug bei schlechtem, gewittrigen wetter durchgeführt...
und ein möglicher blitzschlag(gegenblitz-blitzschlag) durch den andockturm hätte den wasserstoff sicherlich schnell und tödlich entzünden können...
aber falls es beweise für das gegenteil gibt, werde ich die gerne prüfen und dann meine meinung anpassen...
viel spass ! :winken:
 

beast

Moderator
Teammitglied
23. Februar 2009
5.806
AW: Absturz des Zeppelins LZ129 Hindenburg

[....]
aber falls es beweise für das gegenteil gibt, werde ich die gerne prüfen und dann meine meinung anpassen...
viel spass ! :winken:
Nochmal...

Wie man Unschwer (ab ca 2:00 min) erkennen kann, war die `Hindenburg`schon durch mehrere Seile geerdet. Dadurch schliesst sich eine Entladung durch z.B. statische Auf- und/oder Entladung aus.

Da sich die Ver-Ankerung aber offensichtlich als recht schweres Unterfangen darstellte und das Schiff den Ankermasten etwas zu schnell anlief, ist eine Strukturverschiebung längs des Schiffes und dadurch auch Funkenbildung in der Konstruktion wohl nicht so ganz abwegig und eine äussere Einwirkung wohl ausgeschlossen...

Edit meint: "Leider war es wohl doch nur ein Unglück und keine Verschwörikergeschichte..." :egal:
 

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