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Thema: Cyberattacke trifft weltweit Ziele

  1. #1
    Vollkommener Meister
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    wv.de Cyberattacke trifft weltweit Ziele


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    Weltweit sind Behörden, Unternehmen und private Computer betroffen, sie werden von einem Erpresservirus attackierte. Seit Freitag verschlüsselte das Programm die Daten auf den Computer und gibt sie erst gegen Lösegeld, in Form von Bitcoins, wieder frei. Das Virus verbreitete sich rasend schnell aus. Bis jetzt sind über 100 Länder betroffen. In England sind besonders die Krankenhäuser betroffen, in Russland die Banken.


    Wer steckt dahinter?

    Grossbritannien: Cyber-Attacke auf Krankenhauser sorgt fur Aufregung - SPIEGEL ONLINE

  2. #2
    Auserwählter Meister der Neun Benutzerbild von Giacomo_S
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    Standard AW: Cyberattacke trifft weltweit Ziele

    Stichwort: Bitcoin.
    Kann mir jemand vielleicht mal erklären, wie das funktioniert - der wiki-Eintrag zum Thema macht mich nicht wirklich schlau. Geld => Bitcoins kann ich mir ja noch einigermaßen vorstellen, aber Bitcoins => Geld dann irgendwie nicht.
    Wie können die Kriminellen dabei anonym bleiben, wieso bekommt man - wie bei klassischen Erpressungen ja auch - die Täter nicht über den Geldfluss?
    Arbeite, als ob das Geld nicht brauchst.
    Liebe, als ob du nie verletzt worden wärst.
    Tanze, als ob niemand zusieht.

    Herr, lass mich ein guter Mensch sein. Aber bitte nicht sofort.

  3. #3
    Auserwählter Meister der Fünfzehn
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    Standard AW: Cyberattacke trifft weltweit Ziele

    Wie funktioniert Bitcoin? - Bitcoin
    Einige Dinge, die Sie wissen sollten - Bitcoin

    Bitcoins werden von vielen CPUs in einem p2p - Netwerk errechnet. Je mehr Blöcke errechnet wurden desto mehr Rechenleistung wird für neue Blöcke benötigt.
    Man kann einzeln im Netzerk - oder in Gruppen minen. Eine Gruppe teilt sich die BTC , während der Einzelne alle für sich hat , aber auch länger braucht , bzw mehr Rechenleistung zur Verfügung stellen muss.
    Am Anfang konnte jeder mit seiner OpenCL - fähigen GPU (ATI/AMD Chips waren dabei besser als die von Nvidia) seine Bitcoins minen. Mittlerweile ist aber enorm Rechenleistung notwendig , seit einiger Zeit werden spezielle Bitcoin-Miner angeboten. Mit einer oder mehreren GPUs zu minen ist nicht mehr wirtschaftlich genug , da die Ratio zwischen Stromverbrauch und Gewinn an Bitcoins sich drastisch verschlechtert hat.
    Es gibt Leute , die haben ganze Hallen mit Bitcoin-Minern vollgestopft und errechnen zig-tausende Bitcoins.
    bitcoin miner - Google-Suche

    Als ich vor 6 Jahren es aus Interesse mit einer AMD HD5850 ausprobiert hatte , kam es mir schon schmerzhaft zäh vor. Die Karte lief heiss und der Lüfter war voll aufgedreht. Nach 2 Tagen hatte ich 0.09 BTC , und ich löschte mein Wallet.Damals war ein Bitcoin noch 10 Euro wert : )
    Womöglich hätte es sich im Nachhinein gelohnt , aber ich glaube zu wenig an das System.

  4. #4
    Geselle
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    Standard AW: Cyberattacke trifft weltweit Ziele

    Ich finds urkomisch, dass dies nur möglich war, dank der eifrigen Kellerkinder der NSA.
    " Ein Meter Abstand zum Vordermann ! Alles darunter ist schwul, alles darüber ist Fahnenflucht ! "

  5. #5
    Auserwählter Meister der Neun Benutzerbild von Giacomo_S
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    Standard AW: Cyberattacke trifft weltweit Ziele

    Zitat Zitat von Zerch Beitrag anzeigen
    Bitcoins werden von vielen CPUs in einem p2p - Netwerk errechnet. Je mehr Blöcke errechnet wurden ...
    Schön und gut (und danke, Zerch!), aber das beantwortet meine Frage im Grunde nicht.

    Von den Kriminellen, die die letzten Cyberattacke ausgeführt haben, wurden als Lösegeld Bitcoins gefordert. Ein solches Verfahren trat ja nicht zum ersten Mal auf und auch im illegalen Handel im Dark Web kommen Bitcoins zum Einsatz. Eine illegal genutzte Währung, die nur unter Aufwand durch Berechnung erstellt werden kann, soweit so gut.
    Und es gibt wohl (legale?) Anbieter, die reale Währung gegen Bitcoins tauschen - praktisch wie der Umtausch einer ausländischen Währung.

    Was für einen Vorteil verschaffen sich aber Kriminelle - wie die o.g. Hacker, aber auch andere - durch den Besitz von Bitcoins? Wie funktioniert der Rücktausch? Wie macht man also aus Bitcoins wieder reale, harte Währung?
    Noch dazu in diesem offenbar riesigen Ausmaß, falls tatsächlich Lösegelder gezahlt wurden? Oder agieren Kriminelle durch Umwege: Z.B. indem sie mit Bitcoins illegale Waren einkaufen (Waffen, Drogen), die sie gegen harte Währung wieder verkaufen?
    Wenn Bitcoin nicht anonym ist, warum können die Kriminellen über die Geldflüsse nicht verfolgt werden?
    Arbeite, als ob das Geld nicht brauchst.
    Liebe, als ob du nie verletzt worden wärst.
    Tanze, als ob niemand zusieht.

    Herr, lass mich ein guter Mensch sein. Aber bitte nicht sofort.

  6. #6
    Großer Auserwählter und Vollkommener Maurer Benutzerbild von DaMan
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    Standard AW: Cyberattacke trifft weltweit Ziele

    das würd mich auch mal interessieren. Wie verkaufe ich BitCoins und kriege echtes Geld ohne dass jemand meine Kontonummer mitkriegt?

  7. #7
    Geselle
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    Standard AW: Cyberattacke trifft weltweit Ziele

    Sorry daman, das fällt unter die Kategorie herrschaftswissen *fg*
    " Ein Meter Abstand zum Vordermann ! Alles darunter ist schwul, alles darüber ist Fahnenflucht ! "

  8. #8
    Intendant der Gebäude
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    Standard AW: Cyberattacke trifft weltweit Ziele


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    Soweit ich weiß kann man Bitcoins z.B. an Tauschbörsen in andere Währungen wechseln, z.B. auf bitfinex.com. Es gibt auch Tauschbörsen die nur digitale Währungen tauschen.

    Ansonsten sind Verbrechen mit Bitcoins auch nicht viel anders als Verbrechen mit normalen Geld - der Anspruch man sei zu 100% nicht aufspürbar ist nicht zu erfüllen. Man kann aber verschleiern und die Beweislage schwieriger machen. Das geht mit dem Klassiker des falschen Namens beim Anmelden los und hört sicher nicht dabei auf Briefkastenfirmen zu verwenden oder dumme Idioten einzuspannen, die über ihr Privatkonto gegen eine Provision Gelder verschieben lassen.

    Im Endeffekt muss man bedenken dass es nicht darum geht niemals nicht aufspürbar zu sein, sondern nur darum nicht wirklich rechtlich fassbar zu sein. Das ist in der Realität gar nicht mal so schwer, denn die internationale Zusammenarbeit in Sachen Strafverfolgung ist nicht wirklich dolle. Für eine Verurteilung muss zudem ja auch einer natürlichen Person nachgewiesen werden die Straftat begangen zu haben. Bei einem ausreichend komplexen Geflecht an Transaktionen und Briefkastenfirmen ist das keine leichte Sache.

    Nur mal ein kleines Gedankenkonstrukt: Angenommen die Bitcoins werden erstmal auf den Tauschbörsen 10 mal gegen andere digitale Währungen getauscht, jedesmal mit einer anderen falschen Anmeldung. Dann wird auf Bitfinex gegen Dollar getauscht und das Geld auf ein Konto in Russland überwiesen das einer Briefkastenfirma in den USA gehört. Dann wird das Geld vielleicht noch über die Konten anderer Briefkastenfirmen geleitet oder es werden Aktien ge- und verkauft.

    Das geht alles ohne großen Aufwand online, zu großen Teilen auch mittels Software ohne manuelle Arbeit. Die Strafverfolgungsbehörden stehen aber bei jeder Transaktion vor dem Problem erstmal überhaupt eine Auskunft erhalten zu dürfen - es ist ja nicht so als ob die Staatsanwaltschaft Hannover einfach so eine peruanische Bank anrufen und verlangen kann Namen und Adressen der Kontoinhaber zu erfahren. Am Ende muss das alles zudem noch gerichtsfest aufgearbeitet sein wenn dann Joachim K. (Name geändert) irgendwann mal vor Gericht steht und ihm bewiesen werden muss dass er derjenige ist der unter falschen Namen die Bitcoin Adresse eingestellt hat.
    Inzwischen kann Joachim K. das Geld seiner Briefkastenfirma z.B. dazu verwenden einen Sportwagen zu kaufen - der ist natürlich nicht auf ihn zugelassen sondern auf die deutsche Niederlassung der Jamaikanischen Firma "WannaCry International", für die irgendein armer Depp in Jamaika in Form eines Scheindirektors offiziell den Kopf hinhalten muss - der hat aber Joachim K. auch nie gesehen, sondern nur die 1000 Dollar für die eine Unterschrift per PayPal bekommen.

    So funktioniert eben Geldwäsche - nicht durch absolute Unaufspürbarkeit, sondern durch Verschwinden im Rauschen der gigantischen, globalen Finanzwelt.

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