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Unruhen in Caracas

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Dem Präsidenten Chávez droht(e) eigentlich ein Enthebungsverfahren in dem unruhigen Venezuela. 3,5 Millionen Unterschriften sollen für ein Referendum zur Amtsenthebung vorgelegt worden sein, worauf die Wahlbehörde deren Zahl auf 1,4 Millionen herunterdeklarierte - ein Großteil sei ungültig. Für die Volksabstimmung würden 2,5 Millionen Unterschriften reichen. Die Opposition rief zu Protesten auf.
Mit Tränengas, Gummigeschossen und Panzern hat die Polizei in Venezuela einen Protestmarsch von mehreren tausend Oppositionsanhängern gestoppt.
(...)
Bei den Zusammenstößen wurden nach Medienberichten mindestens 21 Menschen, darunter zwölf Kinder, verletzt. Die Polizei sei mit Steinen beworfen worden. In Caracas sei die Lage nach den Unruhen chaotisch-gespannt.
Schwere Unruhen in Caracas
 

Shiraffa

Geheimer Meister
16. September 2002
372
Venezuela. Ein umkämpftes Land, seit Hugo Chávez 1998 zum Präsidenten gewählt wurde. Die Opposition besteht hauptsächlich aus rechtsnationalen, weissen und dem Mittelstand bzw. der Oberschicht zugehörigen Bürgern, während Chávez eher der Arbeitklasse zugetan ist, die bislang nichts von dem Ölreichtum des Landes erfahren durfte.
Interessant sind auch folgende Links:

http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/13756/1.html

http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/12309/1.html


Wer sich näher damit beschäftigen will, sollte auch den Film "Chavez" Ein Staatsstreich von innen" anschauen. Link zur HP des Filmteams: http://www.chavezthefilm.com/html/home.htm

Ist Venezuela einfach nur Spielball der USA, die sich der Ressourcen direkt vor ihrer Haustür gewiss sein will? Oder ist Chavéz ein Diktator, den es zu bekämpfen gilt?
 

REBELL

Geselle
1. September 2003
21
Schaut mal auf www.kanalb.de
Dort könnt ihr euch ein sehr interessantes Video über die Lage vor 1-2 Jahren und die heutige Lage ansehen. Dann wisst ihr wiklich warum um Chávez so ein Trouble gemacht wird, dies ist nichts anderes als Klassenkampf in seiner reinsten Form, nur von den Medien wird es anders hingestellt...

Fast ganz Süd-Amerika ist ein Spielball der USA oder besser gesagt der neoliberalen und damit Menschenfeindlicher Politik.
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Das wird die Unrruhen schüren: Oppositionspolitikerin in Venezuela getötet.
Aus Protest gegen seine eigene Regierung trat Venezuelas Botschafter bei den Vereinten Nationen in New York, Milos Alcalay, am Donnerstag zurück. Zur Begründung gab Alcalay an, dass die jüngsten Aktionen der Regierung die Menschenrechte sowie demokratische und diplomatische Prinzipien verletzten.
Auch die Meinung kursiert, dass die Unterschriftensammlung für ein Referendum gezinkt ist.

Wie setzt sich eigentlich die Opposition zusammen?
 

Aladin

Geheimer Meister
29. Februar 2004
205
Chavez droht USA (02.03.2004)

Wie der arabische Sender Al Jazeera am Montag berichtete, hat der Präsident Venezuelas, Hugo Chávez, den USA bei einer Kundgebung am Sonntag offen mit der Einstellung sämtlicher Erdöllieferungen gedroht und den US-Präsidenten George W. Bush persönlich beleidigt.

Bei der Ansprache vor mehreren hunderttausend Demonstranten, die gegen die amerikanische Einmischung in die Innenpolitik Venezuelas protestierten, nannte er Bush einen "Idioten" weil dieser im Jahr 2002 auf seine Berater gehört und den Putschversuch in dem Land unterstützt habe und sagte: "Herr George W. Bush ist im Weißen Haus als Folge eines Wahlbetrugs, begangen gegen das Volk der Vereinigten Staaten... er ist nicht einmal der rechtmäßige Präsident der USA, weil er die Wahl gestohlen hat."

Außerdem drohte er den USA, "nicht ein Tropfen" venezuelanisches Öl würde die USA erreichen, sollten die USA jemals eine Invasion oder eine Blockade des Landes beginnen. Derzeit stammen 15 Prozent der amerikanischen Ölimporte aus Venezuela.

Die scharfen Worte wurden größtenteils durch Veröffentlichungen einer Organisation verursacht, die aufgrund des amerikanischen Informationsfreiheitsgesetzes (Freedom of Information Act, FOIA) an Dokumente gelangt ist und diese unter anderem auf einer Website veröffentlicht hat, die belegen, daß die USA sowohl an dem Putschversuch gegen Chávez im Jahr 2002 als auch an dem Volksbegehren für Neuwahlen beteiligt sind.

Derzeit ist allerdings nicht klar, ob Chávez tatsächlich glaubt in der Lage zu sein, eine Invasion der USA verhindern zu können. Dies ist zwar sicherlich nicht auszuschließen - gerade das Gelände in Venezuela würde sich für einen Guerilla-Krieg wie in Vietnam geradezu aufdrängen - andererseits ist es aber mindestens ebenso wahrscheinlich, daß es sich hier nur um Rhetorik handelt und Chávez darauf spekuliert, daß das US-Militär durch den Irakkrieg bis an seine Belastungsgrenze gedehnt ist, so daß Venezuela - zumindest in absehbarer Zeit - nichts zu befürchten hat.


Quelle: freace.de
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
...Immer deutlicher wird auch die Parteinahme der ausländischen Medien: Die meisten Agenturen und internationalen Medienvertreter stützen sich ausschließlich auf Informationen der Chávez-kritischen Medien Venezuelas. So war auch in deutschen Medien am Wochenende meist von Hunderttausenden Demonstranten die Rede.

...Die US-Administration hat sich ebenso wie die spanische Regierung und die EU ungeachtet der Fakten in den vergangenen Tagen »besorgt« über das Vorgehen der Regierung geäußert. Man wünsche sich, hieß es aus Washington, Madrid und Brüssel, daß es in Venezuela zu einem Referendum kommen könne und so ein »demokratischer und friedlicher Weg« der Konfliktlösung eingeschlagen werde.

Derweil wies am Freitag abend Präsident Hugo Chàvez in einer Rede vor den in Venezuela akkreditierten diplomatischen Vertretern die Einmischung der USA zurück. Er legte die Beteiligung der US-Regierung am Putsch im April 2002 dar und mahnte vor allem die Länder des Südens zur Initiative. Es müsse Schluß sein mit der Gleichgültigkeit gegenüber dem Vorgehen der US-Administration, die nach Belieben Regierungen stürze

...Der US-Botschafter, Charles Shapiro, blieb der Rede fern, während General James Hill, Leiter des Südkommandos der US-Armee, einen Tag später in der üblichen Einfallslosigkeit auf die »mögliche Anwesenheit islamischer Terroristen« in Venezuela hinwies.

...Chàvez präsentierte zudem mehrere Dutzend Beispiele für falsche Unterschriften aus der Unterschriftensammlung der Opposition für das Referendum gegen ihn. Mindestens 870 000 sollen einer öffentlichen Überprüfung unterzogen werden, was die Opposition als »Betrug« und »Unterschriftenraub« verurteilt. Bei den von Chávez vorgelegten Beispielen existierten eingetragene Ausweisnummern nicht, hatten die Unterschriften Verstorbenen gehört oder stimmten nicht mit den Namen überein. In anderen Fällen lagen schriftliche Zeugnisse von Unterzeichnern vor, die angaben, von ihrem Arbeitgeber zur Unterschrift gezwungen worden zu sein.
http://www.jungewelt.de/2004/03-08/004.php

da siehts man mal wieder, islamische terroristen ( AQ gar???), wahrscheinlich ist die ganze regierung schon unterwandert...wenn das mal kein grund zu einem "befreiungsschlag" ist...
 

Aladin

Geheimer Meister
29. Februar 2004
205
Absurd... Aber in dieser Zeit ist es ja schon so daß das Absurde zu Weisheit, Recht und Gesetz erhoben wird. Wobei, die Amerikaner legen sich selbst die größten Fallen... Wenn solche Nummern kommen wie "Islamisten & Chavez vs. USA" bringen die letztendlich einige Leute (z.B. Chavez und Oussama bin Ladin) auf "dumme Gedanken"...

Es stimmt aber auch das die Mehrheit der Lateinamerikaner Oussama bin Ladin als Helden feiert. Die Moros sind zwischen Mexiko City und Buenos Aires beliebter als die Gringos.
 

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Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Caracas (AP) Im Konflikt mit der Opposition in Venezuela hat sich Präsident Hugo Chavez zu einem Referendum über seine Amtszeit bereit erklärt. Voraussetzung sei allerdings eine ausreichend große Zahl von Unterschriften für eine entsprechende Petition, sagte der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter nach einem Gespräch mit Chavez am Sonntag in Caracas.
Chavez erklärt sich zu Referendum bereit
Na, dann kommt es hoffentlich nicht zu Verwirrungen und Meinungsverschiedenheiten bei der Auszählung der Unterschriften.
 
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