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Sternbilder ein steinzeitlicher Weltatlas??

Tubal

Geheimer Meister
28. Mai 2003
161
Hat einer von euch gestern die Doku auf 3SAT gesehen? Falls die Sendung wiedermal läuft, sollte man sie nicht verpassen!

Es waren die Küstenbewohner Europas und Nordafrikas, die in der Jungsteinzeit die ältesten Sternbilder in den Himmel projezierten - als Prähistorische Karte des Nordatlantiks am Himmel.

Sternbilder: Himmelkörper, die scheinbar willkürlich miteinander verbunden wurden und dadurch erkennbare Muster am Himmel bilden. Aber wann und von wem wurden diese Muster erdacht? Wer hat einzelne Sterne, die physikalisch nichts miteinander zu tun haben, einst durch Linien miteinander verknüpft? Warum gerade so und nicht anders, und zu welchem Zweck?
Eine verblüffende Forschungsarbeit hat das Rätsel der Sternbilder nun gelöst: offenbar handelt es sich dabei um die Projektion einer prähistorischen Karte des Nordatlantiks am Firmament - geschaffen von Menschen, die in der Jungsteinzeit die Küsten Europas und Nordafrikas bewohnten. Warum tragen Sternbilder Namen, die nichts zu tun haben mit ihrer Gestalt? Der Walfisch sieht nicht aus wie ein Walfisch, die Hydra nicht wie eine Wasserschlange?

Und das, obwohl Menschen stets versucht haben, eine ästhetisch wahrnehmbare Form in chaotisch anmutende Verhältnisse zu bringen. Doch genau das trifft auf Sternbilder nicht zu. Etwas anderes muss hinter den abstrakten Gebilden stecken. Wurden Sterne ganz willkürlich miteinander verbunden oder gibt es eine uns bislang unbekannte Systematik, die dahintersteckt, einen praktischen Grund für jene Linienführung, die Sterne zu Sternbildern formt?

Kai Helge Wirth (li.) hat sich intensiv mit dieser Frage befasst - und eine Forschungsarbeit lässt die uns bekannten Sternbilder in einem völlig neuen Licht erscheinen: Es waren die Küstenbewohner Europas und Nordafrikas, die in der Jungsteinzeit die ältesten Sternbilder in den Himmel projezierten - als Prähistorische Karte des Nordatlantiks am Himmel. Wir haben es also mit einem vorgeschichtlichen Orientierungssystem zu tun, das die damals wichigsten europäischen Küstenverläufe, einzelne Inseln wie Grönland, für die Seefahrt bedeutsame atlantische Strömungen und Handelswege zwischen Nord- und Ostsee am Firmament widerspiegelt.
Offenbar waren es Megalithiker, die schon weit vor den Wikingern den Atlantik und das Mittelmeer befuhren und sich dabei nicht nur an der Konstellation einzelner Sterne orientierten, sondern an einer sehr genauen "Sternbildkarte", die sie eigens dafür geschaffen hatten.

Die Forschungsergebnisse von Kai Helge Wirth legen nahe, dass Europäer den amerikanischen Kontinent schon in der Jungsteinzeit entdeckt und bereist haben. Wirths Erkenntnissen decken sich mit neuen archäologischen Funden in jenem Gebiet, das der "Atlas der Sternbilder" an den Himmel zeichnet.

Eine sehr interessante These wird entwickelt und mit guten Argumenten belegt. Ein streng-wissenschaftlicher Beweis wird nicht geführt, aber das ist auch nicht der Anspruch von Kai Helge Wirth.



Das Buch:
Wirth, Kai Helge:
Der Ursprung der Sternzeichen;
September 2000, Verlag "Art an Science";
ISBN 3-8311-0780-7

http://www.artandscience.de/
 

Cybergreen

Großmeister
20. Dezember 2002
57
Hab's gesehen, und kann es nur als totalen Schwachsinn bezeichnen. Die Übereinstimmung der Sternbilder mit den Küstenlinien war an den Haaren herbeigezogen. Wunder mich nur, dass der "Entdecker" keine besseren Übereinstimmungen gefunden hat. Das ganzen erinnert mich an den Pyramiden-Orion Vergleich. Man wird immer ein Sternenbild finden, dass irgeneiner Küstenlinie entspricht. Für mich ist das Zufall.
 

sdrulezagain

Geheimer Meister
3. Mai 2003
275
ich habs auch gesehen
ich weiß nicht was ich davon halten soll
ich mein wenn man die sternbilde in verbindung mit namen und den küsten sieht dann könnt man meinen es sei echt

aber andererseits kann man in der unendlichkeit wirklich ein sternbild für jede küste finden...
 

Pinsel

Erhabener auserwählter Ritter
15. September 2008
1.129
AW: Sternbilder ein steinzeitlicher Weltatlas??

ha wie geil, ich hatte die sendung auch gesehen und war von der idee fasziniert.
wobei man auch bitte folgendes beachten soll:

[FONT=Arial, Helvetica]Eine sehr interessante These wird entwickelt und mit guten Argumenten belegt. Ein streng-wissenschaftlicher Beweis wird nicht geführt, aber das ist auch nicht der Anspruch von Kai Helge Wirth. [/FONT]
3sat.online

als ich die sendung sah, fiel es mir wie schuppen von den augen.
ich hab mich oft gefragt warum die sternbilder diesen oder jenen namen bekamen.
die sternbilder beschreiben nicht nur küsten sondern auch strömungen. z.bsp. atlantikströmungen, die es wohl schon vor 100 000 jahren ermöglicht haben sollen, diesen ohne gefahr in einer "nussschale" zu überqueren.
 

crasher

Geselle
10. Februar 2009
37
AW: Sternbilder ein steinzeitlicher Weltatlas??

Hab's gesehen, und kann es nur als totalen Schwachsinn bezeichnen. Die Übereinstimmung der Sternbilder mit den Küstenlinien war an den Haaren herbeigezogen. Wunder mich nur, dass der "Entdecker" keine besseren Übereinstimmungen gefunden hat. Das ganzen erinnert mich an den Pyramiden-Orion Vergleich. Man wird immer ein Sternenbild finden, dass irgeneiner Küstenlinie entspricht. Für mich ist das Zufall.
Es gibt keine Zufälle ^^ Etwas unlogisch Deine Argumentation und nicht wissenschaftlich. Warum wohl findet man Küstenlinien und Pyramiden, die exakte Ebenbilder von Sternkonstellationen sind? Hast Du dir schon mal die Mühe gemacht alle Pyramiden von Ägypten zu nehmen und mit dem Sternbild um 10.500 v. Chr. verglichen??? Tja, ziemlich exakt, was dabei rauskommt - eine fast 1 zu 1 Kopie im Land am Nil. Aber ich vergaß - alles nur "Zufall"!
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
17.732
AW: Sternbilder ein steinzeitlicher Weltatlas??

Alle Pyramiden von Ägypten? Wer hätte die denn jemals mit dem Sternenhimmel verglichen?
 

Pinsel

Erhabener auserwählter Ritter
15. September 2008
1.129
AW: Sternbilder ein steinzeitlicher Weltatlas??

Alle Pyramiden von Ägypten? Wer hätte die denn jemals mit dem Sternenhimmel verglichen?

also davon kam in der sendung nichts vor. es ging hauptsächlich darum, dass mit hilfe der sternenkarte küsten und strömungen beschrieben wurden.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
17.732
AW: Sternbilder ein steinzeitlicher Weltatlas??

Die Hypothese finde ich gar nicht uninteressant. Ich habe zwar meine Zweifel, daß die Menschen in der Steinzeit schon Karten zeichnen oder sich auch nur ein entsprechend genaues Bild von der Welt machen konnten, aber nicht uninteressant. Mal was neues.

(Bis ins Mittelalter gab es ja keine anständigen Karten, nur eher symbolische Weltkarten und natürlich Wegeskizzen.)
 

Pinsel

Erhabener auserwählter Ritter
15. September 2008
1.129
AW: Sternbilder ein steinzeitlicher Weltatlas??

Die Hypothese finde ich gar nicht uninteressant. Ich habe zwar meine Zweifel, daß die Menschen in der Steinzeit schon Karten zeichnen oder sich auch nur ein entsprechend genaues Bild von der Welt machen konnten, aber nicht uninteressant. Mal was neues.

(Bis ins Mittelalter gab es ja keine anständigen Karten, nur eher symbolische Weltkarten und natürlich Wegeskizzen.)

ja du, keine ahnung. ich habe in der schule soviel gelernt und einiges davon wurde irgendwann widerlegt.
was weiß ich, was stimmt. ich bin doch kein prof oder ein höchst gebildetes menschlein.
weißt du was wahr ist von dem was wir erlesen aber nicht erleben? ich zieh mir das thema noch mal rein. :grin:

@crasher
hab gerade gesehen, dass er doch pyramiden erwähnt.
http://www.artandscience.de/atlas.php
 
Zuletzt bearbeitet:

crasher

Geselle
10. Februar 2009
37
AW: Sternbilder ein steinzeitlicher Weltatlas??

Ich würde gerne dieses Thema noch mal aufgreifen und eine kleinen Denkansatz bereitstellen:

Die Pyramiden in Ägypten. Dass die Pyramiden, und zwar alle in ihrer Gesamtheit gesehen, einige Sterne und Sternenkonstellationen widerspiegeln, dürfte inzwischen hinreichend bekannt sein. Etwas, das heute nur noch von der Schulwissenschaft beharrlich ignoriert wird. Die großen Pyramiden auf dem Gizehplateau die Gürtelsterne des Orion usw. usf. Aber was geschieht, wenn man diesen Gedanken in seiner logischen Konsequenz zu Ende denkt? Dass eben diese Pyramiden nicht nur die Sterne symbolisieren, sondern sie sprichwörtlich darstellen. Dass die Formen, Farben, Beschaffenheit der Pyramiden und ihr jeweiliger Standort den Aufbau der zugehörigen Sterne darstellen, d. h. ihre Leuchtkraft, Pulsierung, scheinbare Entfernung zueinander. Die Formen der Spitz-, Knick-, Stufenpyramiden, selbst die "zusammengebrochene" Pyramide von Meidum bekommen dadurch plötzlich einen Sinn. Aber noch ist der Gedanke nicht zu Ende gedacht, denn die Größen und Entfernungen der Pyramiden stehen zwar in einem Verhältnis zueinander, nicht jedoch, wenn man die relativen Entfernungen der realen Sterne betrachtet, d. h. die Pyramiden sind zu groß für die Entfernungen, die zwischen ihnen liegen. Dann stimmt dummerweise die ganze Theorie nicht mehr, außer...Man nehme den Inhalt der Pyramiden, ihre Gänge und Kammern und spiegle die Hohlräume im Winkel der Pyramiden, vergrößert um den Faktor des Verhältnisfehlers der Pyramiden untereinander. Die Tatsache, dass sich ein Muster bildet, ist unverkennbar. Die Unvollständigkeit des Musters bedeutet, dass sich mit Sicherheit weitere Hohlräume in den Pyramiden befinden. Hierbei sollte man jedoch nicht übersehen, dass sich auch unterhalb des Bondenniveaus Hohlräume befinden. Setzt man jetzt, wie oben beschrieben, alle Hohlräume im Winkel der Pyramiden, erhält man nicht nur eine dreidimensionale Sternenkarte, sondern gleichzeitig auch die Wege (symbolisiert durch die Hohlräume) inner- und außerhalb der Sternenkonstellationen, die auf einen zentralen Punkt (ein sehr interessanter übrigens) zulaufen. Ein immenses Wissen, welches man in seiner Gesamtheit den alten Ägyptern wohl kaum zutrauen könnte. Man könnte die Summe aller Pyramiden (übrigens auch der kleinsten) salopp als Autoatlas bezeichnen. Eine gigantische Sternenkarte mit ihren Wegen durch das Universum, einschließlich der Abkürzungen. Der einzige Punkt, der eigentlich noch einer Lösung harrt, ist nicht warum, sondern wie. Wer hatte die Macht, zu einem solchen Zeitpunkt das Raum-Zeit-Gefüge wissentlich zu ändern und nutzbar zu machen? Etwas, das unsere Zivilisation nicht einmal theoretisch beherrscht. Denn nur unter Zugrundelegung dieser Tatsache ergibt es einen Sinn.

Bei allen diesen Überlegungen darf man nicht vergessen, dass die Pyramiden den scheinbaren Stand der Sterne zu einer vergangenen Zeit darstellen, folglich einen bestimmten Zeitpunkt in unserer Vergangenheit zementieren.

Vielleicht sollte man auf dieser Grundlage einmal eine ernsthafte Auseinandersetzung mit diesem Thema versuchen.

crasher
 
Zuletzt bearbeitet:

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
17.732
AW: Sternbilder ein steinzeitlicher Weltatlas??

Das ist hochinteressant. Wer hat denn diese These (die mit allen Pyramiden) begründet? Wo kann man das nachlesen?

Ich schlage übrigens vor, den Thread zu teilen. Die Pyramiden haben einen eigenen verdient.
 

crasher

Geselle
10. Februar 2009
37
AW: Sternbilder ein steinzeitlicher Weltatlas??

Das ist hochinteressant. Wer hat denn diese These (die mit allen Pyramiden) begründet? Wo kann man das nachlesen?

Ich schlage übrigens vor, den Thread zu teilen. Die Pyramiden haben einen eigenen verdient.
In Ansätzen natürlich Bauvall/Hancock in ihrem Buch "Der Schlüssel zu Sphinx" erschienen bei LIST.

crusher
 

Semiramis

Geheimer Meister
21. August 2005
135
AW: Sternbilder ein steinzeitlicher Weltatlas??

Es gibt Zufälle - in dem Sinne, dass manche Dinge einen kausalen Zusammenhang besitzen und manche nicht. Beeinflusst der Anstieg von Immobilienpreisen in Nepal die Pünktlichkeit meiner morgendlichen S-Bahn? Es gibt nicht überall Zusammenhänge - wichtig ist, wie plausibel ein Zusammenhang ist...
Kennt ihr die immer wieder erzählte Annekdote von dem Forscher, der sich ein x-beliebiges Fahrrad geschnappt hat und zahlreiche physikalisch-mathematischen Zusammenhänge in der Konstruktion des Rahmens nachweisen konnte. Diese Geschichte wird immer gern als Warnung erzählt, dass nicht alles, wo Zusammenhänge aufzutreten scheinen, auch tatsächlich intentionell welche vorliegen... Das Fahrrad wurde gewiss nicht erschaffe, um der Nachwelt zu zeigen, welche physikalisch-mathematischen Prinzipien wir alles kennen...
Da ich die Sendung nicht gesehen habe, äußere ich mich mal nur zu der Pyramidenfrage:

Die Pyramiden in Ägypten. Dass die Pyramiden, und zwar alle in ihrer Gesamtheit gesehen, einige Sterne und Sternenkonstellationen widerspiegeln, dürfte inzwischen hinreichend bekannt sein. Etwas, das heute nur noch von der Schulwissenschaft beharrlich ignoriert wird. Die großen Pyramiden auf dem Gizehplateau die Gürtelsterne des Orion usw. usf.

Die Theorie von Herrn Bauval ist schon älter, spukt aber mit konstanter Regelmäßigkeit über die Bildschirme - zumindest das von crasher angegebene Buch habe ich mal vor langer Zeit gelesen, wenn ich mich noch richtig erinnere, behandelt Bauval etc. dort nur die Gizeh-Pyramiden. Alle Pyramiden in ihrer Gesamtheit wäre mir neu, und auch, welche das konkret umfasst ist mir nicht klar: die Alten Reichs Pyramiden? die UND die Lehmziegelhaufen aus dem Mittleren Reich? nur die Königspyramiden oder sämtliche (auch Königinnen, Privatpersonen, weitere Pyramiden mit unklarer Funktion)? Auch die in Nubien (heute Sudan)? Weltweit??
Die von Dir angeprangerte "Schulwissenschaft" kennt die Theorien von Bauval etc. mittlerweile auch. Bei vielen Fragen rund um die Pyramiden hat man kaum Beweise, und auch für den Zusammenhang zwischen Orion und Pyramiden gibt es keine weiteren zwingenden, die die rein optische entsprechung belegen könnten. Die "Schulwissenschaft" hat den Zusammenhang Gizehplateau-Orion mittlerweile als weitere denkbare These akzeptiert, immerhin scheinen Pyramiden (laut Pyramidentexte) etwas mit Himmelsaufstieg zu thuen zu haben und es gibt einen Zusammenhnag Osiris-Orion, also, warum nicht.




Aber was geschieht, wenn man diesen Gedanken in seiner logischen Konsequenz zu Ende denkt? Dass eben diese Pyramiden nicht nur die Sterne symbolisieren, sondern sie sprichwörtlich darstellen. Dass die Formen, Farben, Beschaffenheit der Pyramiden und ihr jeweiliger Standort den Aufbau der zugehörigen Sterne darstellen, d. h. ihre Leuchtkraft, Pulsierung, scheinbare Entfernung zueinander. Die Formen der Spitz-, Knick-, Stufenpyramiden, selbst die "zusammengebrochene" Pyramide von Meidum bekommen dadurch plötzlich einen Sinn. Aber noch ist der Gedanke nicht zu Ende gedacht, denn die Größen und Entfernungen der Pyramiden stehen zwar in einem Verhältnis zueinander, nicht jedoch, wenn man die relativen Entfernungen der realen Sterne betrachtet, d. h. die Pyramiden sind zu groß für die Entfernungen, die zwischen ihnen liegen. Dann stimmt dummerweise die ganze Theorie nicht mehr, außer...Man nehme den Inhalt der Pyramiden, ihre Gänge und Kammern und spiegle die Hohlräume im Winkel der Pyramiden, vergrößert um den Faktor des Verhältnisfehlers der Pyramiden untereinander. Die Tatsache, dass sich ein Muster bildet, ist unverkennbar. Die Unvollständigkeit des Musters bedeutet, dass sich mit Sicherheit weitere Hohlräume in den Pyramiden befinden. Hierbei sollte man jedoch nicht übersehen, dass sich auch unterhalb des Bondenniveaus Hohlräume befinden. Setzt man jetzt, wie oben beschrieben, alle Hohlräume im Winkel der Pyramiden, erhält man nicht nur eine dreidimensionale Sternenkarte, sondern gleichzeitig auch die Wege (symbolisiert durch die Hohlräume) inner- und außerhalb der Sternenkonstellationen, die auf einen zentralen Punkt (ein sehr interessanter übrigens) zulaufen. Ein immenses Wissen, welches man in seiner Gesamtheit den alten Ägyptern wohl kaum zutrauen könnte. Man könnte die Summe aller Pyramiden (übrigens auch der kleinsten) salopp als Autoatlas bezeichnen. Eine gigantische Sternenkarte mit ihren Wegen durch das Universum, einschließlich der Abkürzungen. Der einzige Punkt, der eigentlich noch einer Lösung harrt, ist nicht warum, sondern wie. Wer hatte die Macht, zu einem solchen Zeitpunkt das Raum-Zeit-Gefüge wissentlich zu ändern und nutzbar zu machen? Etwas, das unsere Zivilisation nicht einmal theoretisch beherrscht. Denn nur unter Zugrundelegung dieser Tatsache ergibt es einen Sinn.

Was mich jedoch eigentlich mehr interessiert als das wie (denn den Ägyptern kann man schon eine Menge technisches Wissen zutrauen) ist eher das warum... welchen Sinn sollte eine Abbildung des Universums haben, wenn es über tausende von Kilometern in der Landschaft verstreut ist? Eine handliche Karte auf Papyrus wäre doch sinnvoller? Vielleicht hat es einen religiösen Hintergrund: den Himmel architektonisch auf die Erde zu holen? Ich halte das allerdings für ein sehr langwieriges Unterfangen zunächst den Zusammenhng so vieler Objekte zum Sternenhimmel zu untersuchen, wenn ein solcher tatsächlich aufgrund nachprüfbarer Berechnungen hergestellt ist, kann man weiter drüber reden...


Bei allen diesen Überlegungen darf man nicht vergessen, dass die Pyramiden den scheinbaren Stand der Sterne zu einer vergangenen Zeit darstellen, folglich einen bestimmten Zeitpunkt in unserer Vergangenheit zementieren.


Eine Behauptung, die für sich erst mal wahrscheinlich gemacht werden muss.
Herr Bauval etc. geht davon aus, dass die Pyramiden erbaut wurden, als die betreffenden Sterne des Orion gerade über ihnen standen, und schließt daraus, dass diese 10000 Jahre alt sein müssen. Diese Überlegung ist aber eigentlich nicht zwingend, damit fällt dann aber auch die so frühe zeitliche Datierung erst mal wieder...

Vielleicht sollte man auf dieser Grundlage einmal eine ernsthafte Auseinandersetzung mit diesem Thema versuchen.

Dazu bin ich gerne bereit und hoffe auf Antwort :-D

greetz,
Semis
 

crasher

Geselle
10. Februar 2009
37
AW: Sternbilder ein steinzeitlicher Weltatlas??

Hallo Semiramis,

Die Theorie von Herrn Bauval ist schon älter, spukt aber mit konstanter Regelmäßigkeit über die Bildschirme - zumindest das von crasher angegebene Buch habe ich mal vor langer Zeit gelesen, wenn ich mich noch richtig erinnere, behandelt Bauval etc. dort nur die Gizeh-Pyramiden. Alle Pyramiden in ihrer Gesamtheit wäre mir neu, und auch, welche das konkret umfasst ist mir nicht klar: die Alten Reichs Pyramiden? die UND die Lehmziegelhaufen aus dem Mittleren Reich? nur die Königspyramiden oder sämtliche (auch Königinnen, Privatpersonen, weitere Pyramiden mit unklarer Funktion)? Auch die in Nubien (heute Sudan)? Weltweit??
Die von Dir angeprangerte "Schulwissenschaft" kennt die Theorien von Bauval etc. mittlerweile auch. Bei vielen Fragen rund um die Pyramiden hat man kaum Beweise, und auch für den Zusammenhang zwischen Orion und Pyramiden gibt es keine weiteren zwingenden, die die rein optische entsprechung belegen könnten. Die "Schulwissenschaft" hat den Zusammenhang Gizehplateau-Orion mittlerweile als weitere denkbare These akzeptiert, immerhin scheinen Pyramiden (laut Pyramidentexte) etwas mit Himmelsaufstieg zu thuen zu haben und es gibt einen Zusammenhnag Osiris-Orion, also, warum nicht.
Auch wenn die Theorie schon älter ist, muss sie nicht falsch sein ;) Deshalb schrieb ich auch in Ansätzen ist sie richtig. Zumindest hat sie den Grundstein für des Rätsels Lösung gelegt. Und nur die Ägyptischen Pyramiden und da wirklich alle.

Was mich jedoch eigentlich mehr interessiert als das wie (denn den Ägyptern kann man schon eine Menge technisches Wissen zutrauen) ist eher das warum... welchen Sinn sollte eine Abbildung des Universums haben, wenn es über tausende von Kilometern in der Landschaft verstreut ist? Eine handliche Karte auf Papyrus wäre doch sinnvoller? Vielleicht hat es einen religiösen Hintergrund: den Himmel architektonisch auf die Erde zu holen? Ich halte das allerdings für ein sehr langwieriges Unterfangen zunächst den Zusammenhng so vieler Objekte zum Sternenhimmel zu untersuchen, wenn ein solcher tatsächlich aufgrund nachprüfbarer Berechnungen hergestellt ist, kann man weiter drüber reden...
Man wollte sichergehen, dass dieses Geheimnis die Jahrtausende überdauert, was bei einer Papyruskarte wohl so nicht der Fall gewesen wäre. Religion ist in diesem Zusammenhang übrigens gar kein so schlechter Gedanke. Religion ist ein hervorragender Konservator für Dinge, die nicht in Vergessenheit geraten sollen ;)

Eine Behauptung, die für sich erst mal wahrscheinlich gemacht werden muss.
Herr Bauval etc. geht davon aus, dass die Pyramiden erbaut wurden, als die betreffenden Sterne des Orion gerade über ihnen standen, und schließt daraus, dass diese 10000 Jahre alt sein müssen. Diese Überlegung ist aber eigentlich nicht zwingend, damit fällt dann aber auch die so frühe zeitliche Datierung erst mal wieder...
Anhand der Konstellation der Pyramiden kann man mit jedem handelsüblichen Astronomieprogramm die Sternenkonstellation berechnen und sich anzeigen lassen. Man kommt halt auf dieses Datum 10.440 v. Chr. (+- 50 Jahre). Was aber nicht heisst, dass die Pyramiden schon so alt sein müssen. Man könnte dies auch heute noch nachbauen, wenn man die richtige Sternenkonstellation zu einem früheren Zeitpunkt hat. Die Frage, die sich stellt, ist, was passierte um diesen Zeitpunkt, dass so wichtig war, dass man ihn so monumental für die Nachwelt erhalten musste? Ich gebe Dir hier noch einen kleinen Tipp: Betrachte die Geschichte von Osiris und Seth mal aus einem technischen Blickwinkel. Es wäre zu leicht, die Lösung hier einfach zu posten. Man sollte sich die Lösung selbst erarbeiten oder es zumindest versuchen. Nur dann erkennt man die Tragweite dessen, was dort im alten Ägypten wirklich passiert ist.

crasher
 

Semiramis

Geheimer Meister
21. August 2005
135
AW: Sternbilder ein steinzeitlicher Weltatlas??

Wären die Pyramiden alle zur gleichen Zeit gebaut worden bzw. in einem Rutsch, sozusagen, wäre die These von dem Masterplan dahinter nachvollziehbarer. Wir haben es jedoch mit Objekten zu thuen, die schon in erster Linie Gräber sind, und meistens hat jeder König bzw. auch die anderen jeweils EINE für sich bauen lassen. Und das ganze über, ich sage mal, grob 2000 Jahre vertheilt. Es würde eine menge anstrengung bedeuten, in konservatorischer hinsicht, einen Masterplan über so lange Zeit aufrechtzuerhalten, zu verhindern, dass er nicht vergessen wird. Dies ist sehr unwahrscheinlich, im Gegentheil ist oft zu beobachten, dass die Ägypter späterer altägyptischer Zeiten um das hohe Alter ihrer Kultur einerseits wussten - und andererseits einiges missverstanden hatten, im Laufe der Zeit, Dinge neu interpretiert haben als in früheren Zeiten - viell. weil sich die Geisteshaltung geändert hat, viell. z.T. auch einfach, weil manches über die lange Zeit in Vergessenheit geriet. Kurz, wenn den frühen Pyramiden viell. ein solcher Masterplan dahntergestanden hat, muss das für die späteren nicht unbedingt gelten, und es wäre keine Schande für die Idee von dem Masterplan, wenn die späteren nicht hineinpassen - es würde mich eher wundern, wenn sie es doch thuen.
Aber nehmen wir meinetwegen auch nur die relativ zeitgenössischen - sind denn tatsächlich auch all die kleinen "Königinnen"pyramiden berücksichtigt, die "Ka"-Pyramiden ... problematisch sind auch die, die die Zeit nicht überdauert haben ...
"Die Geschichte" von Osiris und Seth kenne ich, jedoch versteh ich nicht, was Du meinst mit technischem Blickwinkel.
Seth ermordet seinen Bruder Osiris, der König war, will selbst König werden, ein Göttergericht entscheidet dann jedoch letztlich, dass der Sohn (und nicht der Bruder) der legitime Nachfolger auf dem Thron sei.
Technischer Blickwinkel?? Du denkst jetzt hoffentlich nicht an Sternenzusammenstöße oder so was???
Nebenbei ist diese Geschichte nicht in all ihren Theilen so alt wie die Pyramiden. Sie ist uns zwar aus späterer Zeit erst belegt, das müsste jedoch nicht zwingend bedeuten, dass sie für die Pyramidenzeit nicht gelten könnte. Jedoch ist das Bild, was die Pyramidentexte von Osiris haben - und das sind letztlich die einzigen relativ zeitgenössischen textlichen religiösen Quellen - z.T. sehr anders als in späterer Zeit - Osiris ist hier befremdlicherweise etwas, vor dem der Verstorbene zu schützen versucht wird - scheinbar ist Osiris darin z.T. noch selbst der Tod, der die Menschen bedroht, als später, wo der Tod in Rolle des Mörders Seth auftritt -
Was genau meinst Du mit technischem Blickwinkel? Gib mir bitte wenigstens irgendeinen Anhaltspunkt, in welche Richtung du dir das vorstellst :O_O: wenn ich nicht weiß, wovon du ausgehst, kann ich mich auch nicht damit auseinandersetzen ...

greetz,
Semis
 

crasher

Geselle
10. Februar 2009
37
AW: Sternbilder ein steinzeitlicher Weltatlas??

Gut, habe leider nicht mehr viel Zeit, da ich jetzt dann weg muss. Aus einem technischen Bilickwinkel betrachtet: Stell Dir vor, Seth hat nicht seinen Bruder Osiris als lebendigen Gott zerlegt, was ja ziemlich barbarisch wäre. Was wäre, wenn Osiris ein technisches Gerät gewesen ist? Aus dieser technischen Sicht würde die gesamte Überlieferung weit mehr Sinn ergeben. Wenn es dazu noch ein sehr wichtiges technische Gerät gewesen wäre, wäre der Rest der ägyptischen "Götterwelt" wohl ziemlich sauer darüber gewesen. Was macht man? Man verstößt Seth oder wie sein richtiger Name war "Eli et Sothis", was wiederum sehr interessant ist. Dieser Name bedeutet "Der vom Sirius kam!" Ich werde da noch ein paar Sachen nachlegen und glaub mir, Du wirst es nicht glauben, wohin uns das führen wird. Es bleibt spannend...

crasher
 

Pinsel

Erhabener auserwählter Ritter
15. September 2008
1.129

Gozintograph

Geheimer Meister
2. Februar 2009
113
AW: Sternbilder ein steinzeitlicher Weltatlas??

wie nicht anders zu erwarten, wird die Orion-hypothese gnadenlos fertig gemacht - wenigstens wird sie zur kenntnis genommen und sie können sie nicht einfach ignorieren, wenigstens das:

Investigating Giza Geometry

das wäre ja alles noch nicht schlimm, wenn Hancock im streitgespräch eine bessere figur machen würde, aber es gehen ihm anscheinend schnell die argumente aus:

Orion und Grenzwissenschaft

gibt es denn nicht einen vorurteilsfreien forscher, der auch offen für neues ist, der sich aber auch in das fach eingearbeitet hat und sich nicht widerstandslos an die wand reden lässt? gibt es da eine verschwörung? unter ökonomen gibt es die grössten crackpots mit doktortiteln, und die strömungen laufen kreuz und quer durcheinander - zwei ökonomen, fünf meinungen. wie schaffen das die archäologen und ägyptologen, in ihrer zunft nur gläubige seelchen hochkommen zu lassen? wieso können sich so helle köpfe nicht pro forma den mainstream aneignen? müssen sie doch, um dagegen argumentieren zu können.
 

crasher

Geselle
10. Februar 2009
37
AW: Sternbilder ein steinzeitlicher Weltatlas??

In "Geheimnisse des Universums 2x07 Sternbilder" wird auf diese Orion-These positiv eingegangen von Seiten der Astronomen. Hat mich jetzt erstaunt. Offensichtlich setzen sich doch einige Mainstream-Astronomen mehr und mehr mit dieser These auseinander. Ein Lichtblick :)

http://www.youtube.com/watch?v=RiQ9tRB4Fig&hl=de

Ist aber leider nicht ganz komplett.

crasher
 

Semiramis

Geheimer Meister
21. August 2005
135
AW: Sternbilder ein steinzeitlicher Weltatlas??

gibt es denn nicht einen vorurteilsfreien forscher, der auch offen für neues ist, der sich aber auch in das fach eingearbeitet hat und sich nicht widerstandslos an die wand reden lässt? gibt es da eine verschwörung? unter ökonomen gibt es die grössten crackpots mit doktortiteln, und die strömungen laufen kreuz und quer durcheinander - zwei ökonomen, fünf meinungen. wie schaffen das die archäologen und ägyptologen, in ihrer zunft nur gläubige seelchen hochkommen zu lassen? wieso können sich so helle köpfe nicht pro forma den mainstream aneignen? müssen sie doch, um dagegen argumentieren zu können.

Es gibt überall vorurtheilsfreie Forscher, Wissenschaftler, auch Archäologen/Ägyptologen sind viel weniger einheitlich in ihren vertretenen Meinungen, als es eine (imho traurige) Stigmatisierung als "DIE Schulwissenschaft" vermuten lässt.

Ich denke, es hat eine andere Ursache, warum es aus dieser Richtung so wenig zum Thema Orion-Hypothese zu hören gibt, ich denke, zunächst gibt es da auch nicht viel zu sagen, weil die Auseinandersetzung, wo sie stattfand, schon längst erfolgt ist, und man sich eher nur traurig wieder von dieser These abgewendet hat. Die Gizeh-Pyramiden stammen - viel mehr als andere Dinge des Alten Ägypten - aus einer Zeitepoche, über die relativ wenig schriftliche Zeugnisse vorhanden sind, so dass gerade hier noch ein großer Zugewinn an Bedeutungen der Objekte möglich wäre.
In dem von Dir geposteten Link stehen jedoch schon weitgehend, gut und knapp zusammengefasst die Probleme der Orion-These - ich will das nicht alles wiederholen hier:
Orion und Grenzwissenschaft
Die Datierung nach 10.500 BC entspringt offensichtlich einem Zirkelschluss, es gibt m.W. zudem keine weiteren Hinweise, die ein solch hohes Alter der Pyramiden belegen könnten - zumal für eine Rückverlegung der ägyptischen Kultur (die Pyramiden stehen ja nicht ohne Kontext da) in eine solch frühe Zeit bislang keine positiven Belege vorhanden sind - und zumal viel dafür spricht, dass die Gizeh-Pyramiden Theil einer Entwicklungslinie sind, die von den frühesten bis zu den späteren eine relativ ungebrochene baulich-architektonische Fortentwicklung erkennen lässt, d.h. es kommen wohl auch keine anderen Erbauer als die Ägypter selbst in Frage.
Die Pyramiden sind Gräber, das kann man wohl kaum bestreiten, wenn man alle Pyramiden hinzuzieht und die innerägyptische Bezugnahme auf die Pyramiden, die ebenfalls von Gräbern ausgehen.
Dies, und hier - wenn irgendwo - sehe ich noch eine chance für die Orion-These, spricht natürlich jedoch nicht dagegen, dass die Pyramiden nicht auch weitere Bedeutungsebenen hatten.
Die Idee, die Pyramiden des Gizeh-Plateaus würden einen Bezug zu dem Orion-Sternbild haben, ist zumindest anzudenken (und da es eine symbolische Ebene ist, spielt es imho für DIESE These auch keine Rolle, dass die tatsächliche Übereinstimmung, wen man genau nachmisst, offensichtlich nicht so hervorragend ist). Unser heutiges Sternbild Orion war Teil des Osiris-Sternbildes der Ägypter in später Zeit. Ob die Verbindung Pyramiden -Osiris möglich ist, wäre eine religiöse Frage, und gerade hier müsste man die Religion der Ägypter in all ihren Einzelheiten viel besser verstehen, als man es heute thut, um wirklich beurtheilen zu können, ob eine religiöse Idee "ägyptisch" denkbar war oder nicht. Bis auf weiteres gehört die Verbindung Pyramiden -Osiris imho damit zunächst mal in die Riege der denkbaren Möglichkeiten.

@crasher
Wo bitte, hast du die Bezeichnung "Eli et Sothis" für Seth her - Eine solche Bezeichnung ist mir nicht bekannt, Quelle?
Ich hoffe, dass Du die Thesen, die du noch nachlegen wolltest, auch tatsächlich noch schreibst, ich kann mir da im Moment keinen Reim darauf machen
Und ich hoffe, du gehst auch mal auf meine Fragen oben ein.

greetz,
Semis
 

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